Erhaltung des Milchsackgeländes als kreativen und kulturellen Standort

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 03. Februar 2021

Die GRÜNEN im Römer begrüßen, dass die städtische Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (KEG) zum 1. Januar das Milchsackgelände im Gutleutviertel übernommen hat. "Ehemalige Industrie- und Gewerbeflächen wie das Milchsackgelände sind aufgrund der geringen Mieten und der jahrelangen Nutzung vielfältiger Kultureinrichtungen, Clubs und Atelierräume zu einem besonderen künstlerischen Areal gewachsen, welches es zu erhalten gilt. Ein Dank an die Geschäftsleitung der KEG, dass sie sich dieser Initiative mit grüner Unterstützung angenommen hat", so Stadtverordneter Wolfgang Siefert der GRÜNEN im Römer, Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses sowie Mitglied im Aufsichtsrates der KEG. "Aufgrund der Mietpreisentwicklung und vieler Umnutzungen in Frankfurt sind solche Flächen rar geworden. In den letzten Monaten betonten Künstler*innen unterschiedlicher Richtungen insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, dass sich immer weniger Künstler*innen in der Stadt Frankfurt niederlassen, da es keine passenden Räume und schon gar nicht bezahlbare gebe. Umso wichtiger ist es, dass die KEG eine der letzten dieser Flächen nun dauerhaft für eine kreative und kulturelle Nutzung gesichert hat", erklärt Siefert.

"Mit der Übernahme des Milchsackgeländes soll nicht nur der Bestand an Ateliers, das Theater Landungsbrücken Frankfurt, die Clubs Tanzhaus West und Dora Brilliant sowie die Kunstwerkstatt für Jugendliche dauerhaft gesichert werden, das Areal bietet auch weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Im hinteren Bereich nahe der Gleise bei der Autowerkstatt, könnten beispielsweise kurzfristig Geflüchtete unterkommen oder mittelfristig ein Handwerkerhof integriert werden", so Siefert.

"Besonders freuen wir uns für das Theater Landungsbrücken Frankfurt, dass es eine langfristige Perspektive für den Verbleib am Standort bekommen hat. Die Landungsbrücken haben sich in der Gutleutstraße 294 als Spielstätte hervorragend etabliert und können sich dort nun künstlerisch weiterentwickeln. Die Landungsbrücken haben in der ehemaligen Lagerhalle seit 2004 einen besonderen multifunktional nutzbaren Ort geschaffen, mit ihrem Theaterprogramm für freies modernes Sprechtheater, einer eigenen Kinder- und Jugendtheatersparte, Gastspielen, Koproduktionen und Kooperationen mit regionalen und überregionalen Gruppen sowie die Möglichkeiten für Performances, Tanztheater, Ausstellungen oder auch Kurzfilmfestivals", ergänzt Sebastian Popp, Fraktionsvorsitzender und kulturpolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer.