Mehr Grün für Frankfurt: Wichtige Initiative mit Blick auf Bestand und Neubau

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 10. März 2021
 
Die GRÜNEN im Römer begrüßen die vom Magistrat angekündigte Vorlage einer „Gestaltungssatzung Freiflächen- und Klima“ und bedanken sich für das Engagement der Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und der Mitarbeiter*innen in den beteiligten Dezernaten und Ämtern.
 
„Es ist ein guter Start in die neue Wahlperiode, wenn mit der Freiraumsatzung mehr Maßnahmen zur Anpassung an die Klimaerhitzung in Frankfurt auf den Weg gebracht werden können, weil Gebäude und deren angrenzende Flächen in der Sanierung und im Neubau in Zukunft in Frankfurt mehr und besser begrünt werden müssen“, so Bernhard Maier, der planungspolitische Sprecher der GRÜNEN im Römer, der weiter ausführt: „Es ist für die Zukunft Frankfurts wichtig, dass die im Jahr 2019 beschlossene Klimaallianz in allen Bereichen umgesetzt wird, denn eine Zunahme an Wetterextremen wie Starkregen oder Hitzesommern ist leider absehbar. Wir müssen daher alles daran setzen, die Bürger*innen sowohl durch Anpassungsmaßnahmen besser zu schützen als auch eine weitere Erwärmung durch die konsequente Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen zu verhindern.“
 
„Mit dieser Satzung erkennt die Stadt an, dass die zuletzt erlebten Hitzesommer uns die konkrete Aufgabe geben, die Stadt schnellstmöglich klimaangepasst umzugestalten“, so die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Ulla auf der Heide, die weiter ausführt: “Gerade eine Dach- und eine Fassadenbegrünung, mehr Bäume und mehr Verschattung helfen dabei, das Stadtklima für die Menschen vor Ort zu verbessern und nicht zuletzt durch die mit der Begrünung einhergehende Vernetzung von Lebensräumen einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten."
 
Mit Blick auf die gemeinsam gefassten Beschlüsse der Klimaallianz irritieren Maier und auf der Heide die jüngsten Äußerungen von Sylvia Weber: „In Sachen ‚Nachhaltiges Bauen‘ benötigt die Bildungsdezernentin offenbar noch Nachhilfeunterricht. Sie scheint nicht zu wissen, wovon sie spricht, wenn sie sagt, dass sie für zukünftige Schulneubauten ein ‚Aktivhaus‘ gegenüber der Passivhaus-Bauweise bevorzugen würde. Denn ein ‚Aktivhaus‘, also ein Gebäude, das seinen Energiebedarf größtenteils selbst mit regenerativen Energien decken kann, ist nur in einer Passivhausbauweise ernsthaft realisierbar“, so Bernhard Maier.
 
„Wir haben begriffen, welche Herausforderungen die Klimakrise darstellt. Daher haben wir in unserem Wahlprogramm die Weiterentwicklung des Passivhausstandards vorgeschlagen. Wir wollen erreichen, dass dort, wo die Stadt Einfluss darauf nehmen kann, Gebäude künftig möglichst im ‚Energie-Plus‘-Standard gebaut werden sollen – also mit einem Überschuss an selbst erzeugter Energie. Dazu braucht es sowohl Vorfahrt für die Erneuerbaren als auch eine bestmögliche Wärmedämmung“, betont Ulla auf der Heide abschließend.