Menschen mit Behinderungen in Pandemiezeiten stärker unterstützen!

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 02.12.2021

"Am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen möchten die GRÜNEN im Römer insbesondere darauf aufmerksam machen, wie viel heftiger sich die Corona-Pandemie auf benachteiligte Gruppen unserer Gesellschaft, wie eben Menschen mit Behinderungen, auswirkt", so die behindertenpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer, Sylvia Momsen.

"Die Pandemie hat die Notwendigkeit eines gemeinsamen Handelns der Koalition im Bereich Inklusion noch einmal deutlich gemacht. Wir möchten darauf hinwirken, die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf kommunaler Ebene zu intensivieren und die Attraktivität der Stadt Frankfurt als inklusive Arbeitgeberin zu erhöhen. Dazu gehört vor allem der Ausbau eines barrierefreien Frankfurts: sowohl durch eine barrierefreie Kommunikation der Stadtverwaltung als auch innerhalb der städtischen Infrastruktur bei öffentlichen Toiletten sowie Restaurants und Einzelhandel", führt Momsen aus.

Seit nunmehr 30 Jahren, damals von den Vereinten Nationen als Gedenk- und Aktionstag ausgerufen, wird am 3. Dezember international auf die Probleme, Hindernisse und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen aufmerksam gemacht. "Für jede*n von uns stellt die Pandemie eine große Belastung dar. Wenn man sich aber einmal bewusstmacht, was Menschen mit Behinderungen zusätzlich leisten müssen, kann man nur staunen", betont Momsen. "Die sonst schon prekäre Ausgangslage für Menschen mit Behinderungen zum Beispiel bei der Jobsuche verschlechtert sich in pandemischen Zeiten noch weiter, da Arbeitgeber*innen oft davor zurückschrecken diese einzustellen. Insgesamt stieg die Arbeitslosigkeit für inklusionsbedürftige Menschen seit 2020 drastisch an und sie werden laut Inklusionsbarometer 2021 auch die letzten sein, die eine Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt zu spüren bekommen werden. Auch die Krankenhausaufenthalte für Menschen, die ständig auf eine Pflegeperson angewiesen sind, gestalten sich in pandemischen Zeiten unfassbar schwierig, da die vertrauten Personen oft nicht mit ins Krankenhaus dürfen", führt Momsen aus. Ebenfalls hebt die behindertenpolitische Sprecherin hervor, die Menschen mit seelischen bzw. nicht-sichtbaren Behinderungen nicht zu vergessen, "die aufgrund ihrer Erkrankung anders angesprochen und individueller für Corona-Maßnahmen gewonnen werden müssen. Genau deswegen ist es gerade jetzt so wichtig, sich für Menschen einzusetzen, die Benachteiligung erfahren und zu zeigen: Wir sehen Euch und wir wollen Euch als wichtigen und wertvollen Bestandteil unserer Gesellschaft unterstützen", so Momsen abschließend.