Studienergebnisse bestätigen Handlungsbedarf in der Wohnungspolitik

Die GRÜNEN im Römer begrüßen die Diskussion um mehr bezahlbaren und sozial geförderten Wohnraum, die aktuell anlässlich des vom Deutschen Mieterbund veranstalteten "Deutschen Mietertags" und der Veröffentlichung der Wohnraumbedarfs-Studie der "Liga der freien Wohlfahrtsverbände" breite Aufmerksamkeit findet.
 
"Die Ergebnisse der Befragung von sozialen Einrichtungen verdeutlicht, dass dringend notwendig ist, weitergehende wohnungspolitische Maßnahmen zu treffen und bei der Lösung dieser drängenden Frage nicht ausschließlich darauf zu vertrauen, dass sie durch mehr Neubau gelöst wird.  Das zeigt sich auch im aktuellen Jahresrückblick der Frankfurter Bauaufsicht deutlich: trotz Rekorden in der Baufertigstellung haben wir noch immer kein akzeptables Niveau bei der Schaffung von sozial gefördertem Wohnraum erreicht", so Bernhard Maier, langjähriger wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion der GRÜNEN im Römer, der weiter ausführt:
 
"Im gemeinsam erarbeiteten Koalitionsvertrag zwischen GRÜNEN, SPD, FDP und VOLT haben die vier Parteien den Willen bekräftigt, dieses Problem entschieden anzugehen und einen Maßnahmenkatalog vorgelegt, in dem sich viele der geforderten Maßnahmen der Wohlfahrtsverbände wiederfinden. Damit wollen wir die Weichen stellen für eine sozial gerechtere Wohnungspolitik, die die sozialen Einrichtungen entlastet und die für alle Menschen beste Voraussetzungen schaffen soll, würdevoll und selbstbestimmt zu leben."
 
Besonders möchte Maier hervorheben, dass "ein Modellprojekt zum 'Housing First' angegangen werden soll, sich auf erhöhte Quoten im Baulandbeschluss geeinigt wurde, bei denen neben erhöhten Förderquoten für sozial gefördertes Wohnen auch 5% Wohnraum für Studierende und Menschen mit dringendem Wohnungsbedarf vorgesehen werden und, dass verstärkt freiwerdende Wohnungen in die soziale Bindung genommen werden sollen." Auch die Schaffung von rollstuhlgerechten Wohnungen sieht Maier als dringend geboten und freut sich über die dazu erlangte Einigung.
 
"Auch wenn die Koalitionsbildung noch nicht ganz abgeschlossen ist: Wichtig ist, dass wir uns nun daran machen, diese politischen Entscheidungen auch schnell und entschieden umzusetzen, denn daran hängen viele Einzelschicksale. Dafür sind die Studienergebnisse der Wohlfahrtsverbände eine wichtige Erinnerung.", so Maier abschließend.