Waldstadion in Regenbogenbeleuchtung – wichtiges Zeichen der Eintracht für Akzeptanz und Vielfalt

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 23. Juni 2021
 
Die GRÜNEN im Römer sind enttäuscht über die Ablehnung der UEFA, die Münchner Arena anlässlich des Fußball-EM-Vorrundenspiels zwischen Deutschland und Ungarn in Regenbogenfarben erleuchten zu lassen.
 
„Es wäre ein wichtiges Statement und deutliches Signal für Menschenrechte und für Akzeptanz und Vielfalt gewesen. Es ist bedauerlich und empörend, dass die UEFA diese Form des Protests gegen die erneut verschärfte LSBTIQA*-feindliche Politik Ungarns untersagt hat“, erklärt Stadtverordnete und Queeraktivistin Julia Eberz. Die UEFA hatte ihre Ablehnung damit begründet, dass diese als politisch zu wertende Aktion ihrem Neutralitätsanspruch widerspräche. „Sport ist sehr wohl politisch und alle Akteur*innen tragen eine große gesellschaftliche Verantwortung. Auch kann man sich Menschenrechtsfragen gegenüber nicht neutral verhalten. Hier gilt es Stellung zu beziehen und Haltung zu zeigen“, gibt die queer- und sportpolitisch tätige Stadtverordnete Natascha Kauder zu bedenken.
 
„Daher freuen wir uns umso mehr über die Ankündigung der Eintracht, das Waldstadion am Mittwoch in Regenbogenfarben leuchten zu lassen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Dimitrios Bakakis, der weiter ausführt: „Es ist ein deutliches Zeichen an das Orban-Regime und die ganze Welt, dass LSBTIQA*-Feindlichkeit keinen Platz in Europa und erst recht nicht in Frankfurt hat. Wir danken Axel Hellmann für die Aufforderung an seine Kolleg*innen in der Liga, die Stadien in Regenbogenfarben zu tauchen. Das ist genau die Reaktion, die wir uns von unserer Eintracht erhofft und auch erwartet hatten, denn Eintracht Frankfurt steht für Diversität und Vielfalt und kritisierte bereits in der Vergangenheit immer wieder jede Form von Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.“
 
„Es bleibt zu hoffen, dass sich nach dem 1. FC Köln auch noch weitere Bundesliga- und Zweitligavereine anschließen. Die Eintracht hat damit eindeutig Stellung bezogen. Wir danken ihr dafür und hoffen, dass andere Vereine folgen. Daneben hoffen wir auch, dass am Mittwoch im Münchner Stadion viele Menschen Regenbogenfarben als sichtbares Zeichen der Solidarität tragen, sodass sich die Ablehnung der UEFA vollends als Eigentor erweist“, so die GRÜNEN im Römer abschließend.