Wir brauchen dringend einen echten Aufbruch in eine klimaneutrale Zukunft – weltweit und auch in Frankfurt

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 29. Oktober 2021

Anlässlich des von der Weltwetterorganisation (WMO) diese Woche vorgelegten Treibhausgasberichts und der am Sonntag beginnenden Weltklimakonferenz (COP 26) in Glasgow fordern Thomas Schlimme, umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer, und David Edelmann, Stadtverordneter der GRÜNEN im Römer und Mitglied im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz, einen echten Aufbruch in eine klimaneutrale Zukunft - weltweit und damit auch in Frankfurt.

Thomas Schlimme erklärt: "Die Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre haben im Jahr 2020, trotz pandemiebedingt eingeschränkter Wirtschaftsaktivitäten, einen neuen erschreckenden Höchstwert erreicht. Dies legt der aktuell von der WMO veröffentlichte Bericht erschütternd dar. So sind laut WMO lediglich die im Jahre 2020 entstandenen CO2-Emissionen vorübergehend zurückgegangen. Diese Reduktion der Emission hatte aber keinerlei Auswirkung auf die CO2-Konzentration in der Atmosphäre und die damit einhergehende stetig fortschreitende Erderwärmung mit weltweiten Unwetterkatastrophen. Vielmehr war der Anstieg der CO2-Konzentration sogar stärker als im Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2020. Dies ist mehr als alarmierend. Wir sind daher alle gezwungen, umgehend und wirksam zu handeln, um die CO2-Emissionen in kurzer Zeit radikal zu reduzieren. Es ist allerhöchste Zeit - sei es bei den Beschlüssen der bevorstehenden Weltklimakonferenz in Glasgow, sei es lokal vor Ort hier bei uns in Frankfurt."

Am Sonntag wird sich die internationale Gemeinschaft in Glasgow zur 26. Konferenz der Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention versammeln. Es hat sich gezeigt, dass die Beiträge der einzelnen Staaten zum Schutz des globalen Klimas noch nicht ausreichen, um die Ziele des internationalen Abkommens von Paris aus 2015 erreichen zu können. Daher soll bei dieser Konferenz besprochen werden, wie die bereits zugesagten Einsparungen von Treibhausgasemissionen tatsächlich realisiert werden können und welche zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Ziele von Paris erreichen zu können.

Die internationalen Anstrengungen zum Schutz des globalen Klimas werden nur Erfolg haben, wenn auch alle Städte und Gemeinden den Klimaschutz ins Zentrum ihrer Politik rücken und in ihrem Zuständigkeitsbereich alle Hebel in Bewegung setzen, um die Treibhausgasemissionen in kurzer Zeit sehr stark zu reduzieren. Thomas Schlimme stellt dazu fest: "Wir gehen in Frankfurt mit gutem Beispiel voran. Im Koalitionsvertrag haben GRÜNE, SPD, FDP und Volt bereits vereinbart, Frankfurt bis 2035 klimaneutral zu machen. Die Stadtverwaltung soll hier mit gutem Beispiel vorausgehen und bereits 2030 klimaneutral sein."

David Edelmann ergänzt: "Wir haben in Frankfurt eine lange Tradition des kommunalen Klimaschutzes und haben gemeinsam bereits viel erreicht. Die bisherigen Anstrengungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen reichen aber bei Weitem noch nicht aus, um Frankfurt bis 2035 klimaneutral zu machen. Wir brauchen in Frankfurt jetzt dringend einen echten Aufbruch in eine klimaneutrale Zukunft."

David Edelmann betont, dass Frankfurt davon sehr stark profitieren kann: "Der Weg zur Klimaneutralität bis 2035 hilft uns nicht nur, die zerstörerischen und potentiell unbeherrschbaren Folgen der Klimakrise für Frankfurt zu vermeiden oder zumindest zu begrenzen. Dieser Weg bietet uns als Stadt und als Stadtgesellschaft gleichzeitig auch sehr große Chancen für mehr Lebensqualität, für reduzierte Heiz- und Energiekosten, für einen besser ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr, für mehr Fahrradwege, für mehr Elektromobilität, für mehr zukunftsfähige Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen und insgesamt für einen nachhaltigen Wohlstand. Kurz: Wir können unsere Stadt durch die Reduzierung von CO2-Emissionen gemeinsam zu einer noch lebenswerteren, noch attraktiveren und noch zukunftsfähigeren Stadt machen."