Wohnungslosigkeit effektiv angehen - Stadt für Alle schaffen!

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 10. September 2021

Wie im letzten Jahr gewinnt der am 11. September stattfindende "Tag der Wohnungslosen" aufgrund der Corona-Pandemie und ihrer Folgen stark an Bedeutung. Die GRÜNEN im Römer unterstreichen gerade in dieser Zeit ihren Anspruch, für alle Menschen in Frankfurt ein sicheres und bezahlbares Zuhause zu schaffen.

Hierzu erklärt Johannes Lauterwald, neuer wohnungspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer und Mitglied im Ausschuss für Soziales und Gesundheit:

"Ein sicheres Dach über dem Kopf zählt zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen. Zu Recht ist die Unverletzlichkeit der Wohnung grundgesetzlich geschützt. In unserer Stadt leben ca. 3.300 Wohnungslose. Für Menschen, die auf der Straße oder in Notschlafstätten leben, ist es besonders schwer, Hygieneregeln und Schutzmaßnahmen einzuhalten - als gesundheitlich vulnerable Bevölkerungsgruppe stehen sie deshalb während der Corona-Pandemie stärker im Fokus der Gesundheits- und Sozialpolitik. Sie waren eine der ersten Gruppen, für die Gesundheits- und Sozialamt in der Pandemie zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten und mobile und aufsuchende Impfangebote geschaffen haben. Die humanitäre Sprechstunde und andere medizinische Hilfen für Menschen ohne Krankenversicherung wurden ausgebaut. Diese Maßnahmen haben mit dazu beigetragen, die Infektionsraten niedrig zu halten.

Diese präventiven Maßnahmen wollen wir verstetigen. Doch es geht uns nicht nur um eine gute gesundheitliche Versorgung - wir arbeiten daran, dass in Frankfurt kein Mensch mehr unfreiwillig wohnungslos leben muss." Lauterwald verdeutlicht weiter: "Der Weg ist klar: Wohnungs- und Obdachlosigkeit zu bekämpfen und Menschen von der Straße zu holen, ist erklärtes Ziel der neuen Koalition. Mit dem Housing First-Programm, der Etablierung von Boardinghouses nach dem Kölner Modell, der Vermeidung von Zwangsräumungen und der Fortentwicklung des Baulandbeschlusses setzen wir Schwerpunkte für eine sozialgerechte Wohnungs(losen)politik. Mit Anteilen von 50% für sozial geförderte Wohnungen, davon 35 % zugunsten des 1. Förderwegs und 5 % für Menschen mit dringendem Wohnungsbedarf, wollen wir für mehr Kapazitäten auf dem angespannten Frankfurter Wohnungsmarkt sorgen und unsere Stadt zu einer Stadt für Alle machen."