Equal Pay Day und Weltfrauentag

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 04.03.2022


Am Montag, den 7. März, ist Equal Pay Day - der Tag, der auf die ungleiche Bezahlung zwischen den Geschlechtern verweist. Er markiert symbolisch den Tag im Jahr, bis zu dem Frauen unentgeltlich arbeiten, denn verglichen mit Männern werden sie erst ab dem 8. März für gleiche Arbeit entlohnt.


Unter besonderer Betrachtung der Sozial- und Erziehungsberufe wird der diesjährige Weltfrauentag am 8. März begangen. Verschiedenste Institutionen rufen an diesem Tag zur Demonstration und Kundgebung auf, um auf die mehrheitlich von Frauen ausgeübten und gering bezahlten Berufe im Sozial- und Erziehungsbereich aufmerksam zu machen. Auch die Frauen AG des Frankfurter Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist mit einem Stand auf dem Rossmarkt (13:00 bis 15:30 Uhr) vertreten. Schon am Equal Care Day, der am 1. März begangen wird, machten Kommunalpolitiker*innen und Frauenrechtler*innen der GRÜNEN auf die oft zu Lasten von Frauen* ungerecht verteilte Care-Arbeit ("Sorgearbeit") aufmerksam. Ein großer Anteil von Care-Arbeit wird sogar unentgeltlich und ohne besondere Wertschätzung durch die Gesellschaft ausgeübt - vorrangig im Haushalt und in der Betreuung und Pflege von Familienangehörigen.


"Im Bereich Equal Care und Equal Pay haben wir auch 2022 noch viel zu tun!", betont die frauenpolitische Sprecherin Beatrix Baumann der Fraktion Die GRÜNEN im Römer, "sowohl in unser aller Einstellung, aber auch ganz konkret in bundesgesetzlichen Regelungen, die derzeit die Ungleichheit eher noch unterstützen statt sie zu beseitigen. Hier in Frankfurt arbeiten wir GRÜNE im Römer gemeinsam mit den anderen Koalitionsfraktionen weiter an der Umsetzung der Europäischen Charta der Gleichstellung, um Geschlechtergerechtigkeit auf lokaler Ebene dauerhaft umzusetzen. Dazu muss das Frauenreferat finanziell und personell besser ausgestattet werden und im städtischen Haushalt eine stärkere Stellung bekommen, da es noch nicht über ausreichende Ressourcen verfügt. Das gleiche gilt für die erfolgreich arbeitenden Frankfurter Frauenprojekte wie z.B. den Notruf für Vergewaltigte Frauen, die Lesbenberatungsstelle LIBS und allen anderen. Sie arbeiten seit Jahren am Limit, werden stark nachgefragt und müssen jetzt mit mehr Mitteln unterstützt werden, um ihre wichtige Arbeit fortsetzen zu können aber auch um ihnen die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdienen!"

"Geschlechtergerechtigkeit war schon bei der Gründung der GRÜNEN ein zentrales politisches Ziel und das ist so geblieben - auch wenn wir schon viel erreicht haben. Instrumente zu deren Durchsetzung müssen institutionell verankert werden", unterstreicht Baumann und führt fort: "So wollen wir zum Beispiel in dezernatsübergreifender Zusammenarbeit Anreizsysteme mit und für Unternehmen schaffen, die sich besonders für Gleichstellung engagieren, und durch Auszeichnungen oder andere Möglichkeiten positive Beispiele sichtbar machen. Damit unterstützen wir die Gleichstellung und machen transparenter, wie Unternehmen z.B. Frauen in Führungspositionen fördern und mit welchen innovativen Ideen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden kann."


"Wir GRÜNE im Römer rufen gemeinsam mit vielen Initiativen und Organisationen dazu auf, am Weltfrauentag, dem 8. März, ein Zeichen für die Gleichberechtigung und Gleichstellung zwischen den Geschlechtern zu setzen", so Baumann abschließend.


Das Frauenreferat der Stadt Frankfurt hat eine besondere Aktion geplant, die den Schwerpunkt auf Frauen in Regionen der Welt legt, in der die Frauenrechte momentan massiv unter Druck stehen, wie z.B. in Belarus, Chile oder Afghanistan. Das Resultat wird ab dem 8. März auf Social-Media-Kanälen zu sehen sein.