„Solaroffensive für Frankfurt“: weitreichende Maßnahmen zum beschleunigten Ausbau der Solarenergienutzung

Gemeinsame Pressemitteilung der Koalitionsfraktionen die GRÜNEN im Römer, SPD im Römer, FDP im Römer und Volt im Römer vom 21.07.2022

Die Frankfurter Stadtregierung aus GRÜNEN, SPD, FDP und Volt hat sich heute auf eine "Solaroffensive für Frankfurt" zum beschleunigten Ausbau der Solarenergienutzung in Frankfurt geeinigt.

David Edelmann, klimapolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer, erklärt die Idee hinter der Offensive: "Mit unserer 'Solaroffensive' schaffen wir die Voraussetzungen, um den Ausbau der Solarenergienutzung in Frankfurt stark beschleunigen zu können. Das einladende Informationsangebot, die deutlich ausgebaute Beratung und ein attraktives Förderprogramm bieten allen privaten Haushalten, Unternehmen und Vereinen die Möglichkeit, durch eine eigene Solaranlage aktiv dazu beizutragen, die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu reduzieren, die Energiekosten zu begrenzen und die Klimakrise in den Griff zu bekommen."

Roger Podstatny, der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion: "Wir freuen uns sehr, dass Frankfurt jetzt auch am bundesweiten Städtewettbewerb 'Wattbewerb' teilnehmen wird. Im Rahmen dieses Wettbewerbs versuchen mittlerweile über 200 Städte in Deutschland, ihre installierte Photovoltaik-Leistung je Einwohner*in möglichst schnell zu verdoppeln. Durch die Teilnahme am Wettbewerb wollen wir erreichen, dass endlich mehr Frankfurter Dächer für die Erzeugung von Strom oder warmem Wasser genutzt werden - das ist in Zeiten explodierender Energiekosten besonders wichtig."

Dr. Julian Langner, umweltpolitischer Sprecher der FDP im Römer, betont: "Es ist sehr wichtig, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen die Bürger*innen und Unternehmen möglichst effizient unterstützen, die erforderlichen Anlagen zu installieren. Die Stadt will hier Know-How zusammenführen, um Schwellenängste zu überwinden und möglichst schnell voranzukommen. Das ist ein wichtiger Baustein, auf Frankfurts Weg zur Klimaneutralität. Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Ansatz zukünftig noch mehr Beratungssuchenden dabei helfen können, zertifizierte private Energieberater*innen und Handwerker*innen in Frankfurt und der Region für die vertiefte Folgeberatung und die Umsetzung der Maßnahmen zu finden. Denn das spart den Bürger*innen Zeit und stärkt die lokale Wirtschaft."

Martin Huber, umweltpolitischer Sprecher von Volt im Römer, abschließend: "Wir haben die Erfahrungen anderer Städte genau angesehen, die besten Ansätze kombiniert und an die besonderen Verhältnisse in Frankfurt angepasst. Das gilt insbesondere für die Ausgestaltung des kommunalen Förderprogramms, Städte wie Köln waren hier kommunale Vorreiter."

Der schnelle und umfassende Ausbau der Solarenergienutzung im Stadtgebiet ist von entscheidender Bedeutung für die Vermeidung von Energieimporten aus Krisengebieten, für die Senkung der Energiekosten und für die Erreichung der Klimaneutralität bis 2035.

Der Ausbau der Solarenergie bietet ein sehr großes, bislang aber noch weitgehend unausgeschöpftes Potenzial zur Gewinnung von im Stadtgebiet produzierter, bezahlbarer und klimaneutraler Energie.

Laut Solarkataster Hessen liegt in Frankfurt allein das Solarenergiepotenzial für Wohngebäude bei 506 GWh/a und bei Gewerbe- und Industriegebäuden bei 460 GWh/a. Laut dem Bericht "Förderung Photovoltaik auf Privatgebäuden" des Magistrats vom 06.07.2020 wurden in Frankfurt bis 2019 aber lediglich 1.535 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 0,03 GWh/a (34.942 kWh) installiert. Damit werden bislang nur rund 3,5 % des bestehenden Solarenergiepotenzials auf den Dachflächen von Wohn-, Gewerbe- und Industriegebäuden in Frankfurt genutzt.

Die Solaroffensive zielt vor diesem Hintergrund darauf ab, den Ausbau der Solaranlagen im Stadtgebiet stark zu beschleunigen, damit das große Sonnenenergiepotenzial schnellstmöglich voll ausgeschöpft werden kann.

Die vorliegenden ersten beiden Anträge der "Solaroffensive für Frankfurt" werden in der Sitzung des Ausschusses für Klima- und Umweltschutz am 8. September 2022 und voraussichtlich in der Plenarsitzung der Stadtverordnetenversammlung am 22. September 2022 behandelt.