Starke Arbeitnehmer*innenrechte wichtig wie nie zuvor! – Aufruf zur Demo am 1. Mai, dem Tag der Arbeit

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 29.04.2022

"Dank und Anerkennung für die Beschäftigten der systemrelevanten Berufe! Respekt, Toleranz, Solidarität und Demokratie für Alle!" ist das diesjährige Motto der jährlichen Demo und Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Frankfurt und der Omas gegen Rechts. Auch die GRÜNEN im Römer rufen dazu auf, an der Demonstration sowie der Kundgebung teilzunehmen und ein starkes Signal für die Rechte von Arbeitnehmer*innen zu setzen.

"Die Beschäftigten in den systemrelevanten Berufen haben in der Pandemie unter unermüdlichem Einsatz den Grundstein dafür gelegt, dass unser Wirtschafts-, Arbeits- und Gesellschaftssystem weiter funktionieren kann. Am Kampftag der Arbeiter*innen gebührt ihnen dafür besonderer Dank. Es liegt an uns, die Forderungen der Beschäftigten aufzunehmen und ihren Arbeitskampf auch in die Parlamente zu tragen", erklärt Lena Ulrich, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer. "Die Einführung der 40-Stunden-Woche, tarifgebundene Löhne und betriebliche Mitbestimmung wurden nicht zuletzt von den Gewerkschaften erstritten. Und immer noch sind Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum, tariflicher und gerechter Bezahlung, Arbeitszeitverkürzung, einem funktionierenden Gesundheitssystem und gesellschaftlicher sowie sozialer Teilhabe so aktuell wie nie."
Ulrich weiter: "Wir GRÜNEN stehen für die sozial-ökologische Transformation. Damit diese gelingt, müssen eine progressive Wirtschafts-, Industrie- und Arbeitsmarktpolitik zusammengedacht werden. Um beim Übergang in ein ökologisch verträgliches Wirtschaften, insbesondere vor dem Hintergrund des Strukturwandels in der Industrie, niemanden zurückzulassen. Dafür fordern wir die Ampelkoalition auf Bundesebene auf, ihr Versprechen zeitnah einzulösen und die Wege für eine Weiterbildungsoffensive über ein mitbestimmtes Qualifizierungsgeld und eine Ausbildungsplatzgarantie zu ebnen. Außerdem sollen Arbeitszeitmodelle so überarbeitet werden, dass eine Reduktion der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich möglich wird, insbesondere in systemrelevanten Berufen. Denn auch in Frankfurt stehen wir vor der Herausforderung dem bestehenden Fachkräftemangel zu begegnen. Dafür ist es notwendig, dass Frankfurter Programm zur Arbeit- und Beschäftigungsförderung beständig weiterzuentwickeln."

Johannes Lauterwald, Mitglied im Ausschuss für Soziales und Gesundheit sowie wohnungspolitischer Sprecher, fügt hinzu: "Ebenfalls ist es uns ein großes Anliegen, die Lücke zwischen der Lohn- und Mietpreisentwicklung zu schließen, damit sich jeder Mensch ein gutes Leben in unserer Stadt leisten kann. Das ist besonders entscheidend für die vielen Auszubildenden, denn wer hier arbeitet oder seine Ausbildung beginnt, braucht einen arbeitsplatznahen Wohnort. Deswegen gehen wir als Koalition verstärkt die Einrichtung von Azubi-Wohnheimen an."

Gute Arbeitsbedingungen, genug Geld zum Leben, Mitbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und ein sicheres Dach über dem Kopf sind die Grundlage für starken sozialen Zusammenhalt und eine wehrhafte Demokratie.
"Wir müssen alles daransetzen, dass Frankfurt eine Stadt bleibt, in der wir solidarisch miteinander umgehen und uns für eine Wirtschaft einsetzen, von der nicht nur einige Wenige profitieren, sondern alle!", so Lauterwald abschließend.

Die Demonstration beginnt am Sonntag, den 1. Mai um 10:30 Uhr an der Hauptwache, ab 12 Uhr folgt die Abschlusskundgebung auf dem Römerberg. Darüber hinaus gibt es einige Rahmenveranstaltungen u.a. das Mahl der Arbeit. Alle Informationen sind unter www.Frankfurt-sagt-danke.de zu finden.