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GRÜNE WOCHE 03/2019 (31.01.2019)

Liebe Freundinnen und Freunde,

am vergangenen Sonntag war der 74ste Jahrestag der Befreiung des nationalsozialistischen Vernichtungslagers in Auschwitz und der Internationale Gedenktag an die Opfer des Holocaust. Bilder, Berichte, ja oft nur der schiere Gedanke an das unfassbare, entmenschlichte, grenzenlose Leid, dass den Opfern und Angehörigen bei diesem durch das Dritte Reich staatlich organisierten Völkermord zugefügt wurde, treiben uns nach wie vor die Tränen in die Augen – Tränen der Scham, der Wut, der Fassungslosigkeit. Wir stehen in der Verantwortung, dass sich so etwas nie wiederholt. Diese Verantwortung liegt bei uns allen, egal wann und wo wir geboren sind. Sie geht mit dem „Deutsch sein“ einher, egal ob angeboren oder angenommen. Sie gilt für alle, die hier Leben – in unserer Gesellschaft, mit ihrer Vergangenheit. Noch gibt es Zeitzeugen, aber die Verantwortung bleibt, auch wenn die Zeitzeugen weniger werden. Sie bleibt bei Politik, bei Medien, bei Vereinen und Verbänden, und auch bei allen von uns ganz individuell. Lasst uns nicht vergessen!

Nicht anhand von Auschwitz sondern anhand von Theresienstadt arbeitet auch Eintracht Frankfurt an der Erinnerung, gegen das Vergessen und für die bleibende Verantwortung. Wir finden dieses Projekt vorbildlich, so wie sich Eintracht Frankfurt immer wieder gesellschaftlich positiv einbringt. Bitte lest unbedingt diesen Bericht und achtet auf weitere Veranstaltungen dieser Reihe. Auch hier wird die Perversion greifbar, wenn man liest, dass Theresienstadt als „Vorzeige(!!!)lager“ konzipiert war. Leider gilt aktueller denn je: Seid wachsam, wehret den Anfängen, lasst keine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu. Menschen sind als Individuen Träger*innen von unveräußerlicher Würde und von Rechten. Sie sind nicht zu kategorisieren, nicht als Gruppen zu beschuldigen, nicht zu kasernieren und nicht außerhalb der Gesellschaft zu stellen. Niemals wieder, niemals.

Es wäre noch einiges zum „Kohlekompromiss“, zur Diskussion um Schadstoffgrenzwerte, zum §219a, zum Brexit usw. zu sagen.
Wir verkneifen uns das heute und verweisen auf:
Annalena und Toni zur Kohle, die Bundestagsfraktion zu Stickoxiden, Annalena, Kristina Hänel und weitere zum §219a  (seht auch Marcus untenstehenden Beitrag dazu) und danken an dieser Stelle dem Frankfurter Bündnis für Frauenrechte für die Organisation eines Flashmob zum Thema #wegmit219a, am vergangenen Samstag vor der Paulskirche.

Eine nachdenkliche aber immer engagierte Woche wünschen Euch

Beatrix + Bastian

Die heutigen Themen

NEUES VON MARTINA Parität im neuen Landtag
NEUES VON MARCUS Kompromiss beim §219a
NEUES AUS DEM RÖMER Haushaltsanträge 2019
NEUES VON OMID INF / Venezuela/ Religion
Zum Mitmachen!
31.01. Podiumsdiskussion "Arisierungen"
03.02. Pulse of Europe in Frankfurt
04.02. Treffen Team Dezibel
05.02. Lesung: Trans.Frau.Sein
06.02. Syrien- droht eine Eskalation?
06.02. Feministische Erinnerungkultur
VORSCHAU
08.02. Dritte Option: Was kann das neue Gesetz?
08.02. B(l)ack to the future
12.02. Zero-Waste Workshop
13.02. Kreismitgliederversammlung
14.02. Treffen Kilma AG
14.02. Tanzdemo V-day
16.02. Soliparty We'll come united
24.02. Umwelttag GJH

Neues von Martina Feldmayer

Foto: Till Haupt

Es fühlt sich toll an, nun im Hessischen Landtag mit 29 Grünen Abgeordneten vertreten zu sein. Wir sind dort mit 15 Frauen und 14 Männern vertreten. Damit zeigen wir, dass wir Parität nicht nur fordern, sondern auch leben!

Neues von Marcus Bocklet

Ein Kommentar zum „Kompromiss“ des § 219a

Als Gesundheitspolitiker, der sich ebenfalls fast täglich mit dem Thema damit auseinandersetzen muss, dachte ich noch vor Wochen, wie einfach hätte es sein können: Von der Fraktionsdisziplin entbunden, hätte sich im Bundestag eine Mehrheit zur Abschaffung von § 219a gefunden, den es in der Sache längst parteiübergreifend gibt. In der Realität hat die GroKro einen üblen Kompromiss des Paragrafen konstruiert:
 
Und um es klar vorweg zu sagen, es geht in diesem Punkt NICHT um die Frage, wie man persönlich zu Schwangerschaftsabbrüchen steht, wenngleich es den Klägern gegen die Frauenärzte darum ging, dies als einen strategischer Baustein dafür nutzen wollen, das Selbstbestimmungsrecht der Frauen rückgängig zu machen.
Es  geht hier wesentlich um die gesundheitspolitische Frage, wie Frauen sich medizinisch informieren dürfen, über Ärzte und aufklärende Informationen. Sicherlich: Der neue Gesetzestext liegt noch nicht vor, ihn muss man seriöserweise abwarten, aber das was darüber geschrieben wird, lässt wenig Gutes erwarten. Anstatt den verstaubten Paragrafen endlich zu streichen, wird das Werbeverbot (wer hat je dafür geworben?) auch noch erweitert. Immerhin um den Hinweis, dass es Kliniken und Ärzt*innen gestattet ist, auf ihren Internetseiten zu vermerken, dass hier Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen werden. Interessiert sich eine Informationssuchende in der Realität aber folglich für die medizinische Aufklärung wie etwa die Methodik, wird’s in Recht und Praxis kompliziert – und sie online erst mal weitergeleitet.
 
Der „Kompromiss“ ist kein hilfreicher Lösungsentwurf, der den Kern der von Kristina Hänel angestoßenen Debatte verfehlt. Die Gesetzesergänzung ermöglicht Frauen weder einen zeitgemäßen, unkomplizierten Informationszugang noch schafft sie Rechtssicherheit für Mediziner*innen die, wie die Gießener Gynäkologin sie online transparent machen möchten, etwa welche Verfahren von ihnen angewendet werden.

Eine schlechte Einigung also, ärgerlich dazu, wenn man die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ansieht, in denen Erzkonservative einen Rollback in allen emanzipatorischen Fragen erkämpfen wollen. Man muss sich nur das Elend vor den Beratungsstellen ansehen, wo ratsuchende Frauen von sogenannten Lebensschützern belästigt und genötigt werden. Viele Grüne, vor allem auch grüne Frauen kämpfen zurecht engagiert gegen diese Entwicklung, es gilt hier hart zu bleiben, es geht darum mühsam  erkämpfte Fortschritte und Rechte zu verteidigen!

Neues aus dem Römer

Haushaltsanträge für 2019 machen Frankfurt noch ökologischer, gerechter und vielfältiger

Bereits am Donnerstag beschließt das Stadtparlament 3 Millionen Euro mehr für die öffentlichen Grünflächen, 2,5 Mio. Euro für die Kampagne #cleanffm und 500.000 Euro für ein Begrünungsprogramm für öffentliche Plätze. „Ein riesiger Erfolg für uns Grüne, das Grün in der Stadt und die Lebensqualität der Frankfurter*innen“, so unser Fraktionsvorsitzender Manuel Stock. Darüber hinaus steht im Februar die Verabschiedung des Haushalts an und die Koalitionsfraktionen haben am Montag ihre Etatanträge vorgestellt. Das Paket trägt eine deutlich grüne Handschrift und Ihr findet alle Etatanträge auf unserer Website. Unsere Pressemitteilung findet Ihr hier.

Neues von Omid Nouripour

INF, Venezuela, Religion und eine Veranstaltungsankündigung

Im Phoenix Tagesgespräch nimmt Omid Stellung zum Konflikt zwischen den USA und Russland bzgl. der Kündigung des INF-Abrüstungsvertrages. Dieser beinhaltet auch das Verbot landgestützter Atomwaffen.

In Venezuela tobt nach massiven Protesten der Bevölkerung ein heftiger Machtkampf zwischen zwei Präsidenten: Nicolas Maduro und Juan Guaidó. Die Misswirtschaft und Repression des Apparats Maduro haben Millionen von Menschen in Hunger, Elend und Flucht getrieben. Hunderte sind bei den Demonstrationen in den vergangenen Jahren ums Leben gekommen. Guaidó hat sich als Übergangspräsident vereidigen lassen. Eine Lösung können aber nur rasche, faire Neuwahlen bieten, findet Omid.

Nur wenige Bundestagsabgeordnete muslimischen Glaubens geben ihre Konfession an. Nicht so Omid, auch wenn Glaube Privatsache ist. Warum lest ihr in der Berliner Zeitung.

Seit Jahren ist Syrien Schauplatz eines Bürgerkrieges, in dem Nachbarstaaten und Großmächte involviert sind. Mit der Ankündigung des US-Präsidenten Trump die Truppen abziehen zu wollen verschiebt sich die politische Lage erneut. Die Heinrich-Böll-Stiftung diskutiert die Lage am kommenden Mittwoch: Syrien – Droht eine Eskalation des Krieges?
Weitere Infos hierzu findet ihr weiter unten.

Zum Mitmachen!

Protest E-Mail zum Schutze des Hambacher Waldes.
Mehr Infos hier.

Petition gegen Lebensmittelverschwendung - Containern ist kein Verbrechen.
Mehr Infos hier.

Petition: Zulassung neuer Pestizide, die Bienen töten, verhindern.
Mehr Infos hier.

oder einfach mal bei Amnesty International reinschauen, hier.

Donnerstag, 31.01.19: Podiumsdiskussion "Arisierungen in Frankfurt"

Veranstalter: Haus am Dom

Podiumsdiskussion „Arisierungen“ und die Rolle der Stadt Frankfurt
– Stand und Perspektiven der Forschung


Die Stadt Frankfurt will ihre Rolle bei der „Arisierung“ ­jüdischen Vermögens systematisch aufarbeiten. Die im Römer regierenden Parteien SPD, CDU und DIE GRÜNEN haben hierzu einen gemeinsamen Antrag vorgelegt. Mit einer Podiumsdiskussion im Haus am Dom soll mit Ver­tretern der Forschungsinsti­­tutionen der Stadt und For­schern, die sich exemplarisch mit Aspekten dieses Themas beschäftigt haben, der For­schungsstand und die noch offenen Fragen des „Arisie­rungsprozesses“ diskutiert werden.

Moderation: Dr. Rachel Heuberger, Goethe Universität Frankfurt

Eintritt frei

Wann? 19:30 bis 21:30 Uhr
Wo?     Haus am Dom, Domplatz 3

Sonntag, 03.02.19: Pulse of Europe

Veranstalter: Pulse of Europe

Die wichtigste Europawahl seit langem steht vor der Tür! Gleichzeitig beobachten wir scharfe Verhandlungen um den Brexit, Finanzsorgen in Italien, große Bedrohungen des Rechtsstaates in Polen und Ungarn, und in Deutschland wird erstmals seit vielen Jahren für die Abschaffung des Europäischen Parlaments offen geworben. Das zeigt: Europa braucht uns jetzt! Lasst uns - im wahrsten Sinne des Wortes! - den europäischen Funken wieder entzünden und uns am 03. Februar gemeinsam Flagge zeigen für Europa! Lasst uns laut und sichtbar sein, zusammen mit vielen anderen Städten überall in Europa.

Lets be the Pulse of Europe!

Wann? 14.00 bis 15.00 Uhr
Wo?      Goetheplatz

Montag, 04.02.19: Treffen Team Dezibel

Zu unserem letzten Treffen kamen 18 Interessierte. Das war großartig!
Gemeinsam haben wir viele tolle Ideen für den anstehenden Europawahlkampf entwickelt.
Diese Ideen wollen wir jetzt in Kleingruppen weiterverfolgen und umsetzen.
Auch neue Gesichter sind herzlich Willkommen, besonders freuen wir uns über ein paar Grafiker*innen, die das Team ergänzen.

Wann? 19.00 Uhr
Wo?     Kreisgeschäftsstelle, Oppenheimer Straße 17

Dienstag, 05.02.19: Lesung "Trans.Frau.Sein"

Veranstalter: ASTA, Frankfurt University of Applied Sciences

Lesung: Felicia Ewert – Trans. Frau. Sein

Felicia Ewert zeigt mit ihrem Buch „Trans. Frau. Sein.“ transfeindlichen Feminismus, sowie wie fest Biologismen und Zweigeschlechtlichkeit in Gesellschaft und vielen Feminismen verwurzelt sind. So zeigt die Autorin auch welche Auswirkungen die „Sex / Gender“ Aufteilung von Geschlecht für transgeschlechtliche Menschen hat. Das sogenannte „Transsexuellengesetz“ wird ausführlich dargestellt und Felicia gibt Einblicke wie sie Misogynie und Sexismus aus ihrer trans weiblichen Perspektive erlebt.

Wann? ab 19:00 Uhr
Wo?     Frankfurt University, Kleiststraße 5, 60318 Frankfurt

Mittwoch, 06.02.19: Syrien- droht eine Eskalation des Krieges?

Veranstalter: Heinrich-Böll Stiftung Hessen, Reihe Böll International

Syrien- droht eine Eskalation des Krieges?

Seit Jahren ist Syrien Schauplatz eines Bürgerkrieges, in dem Nachbarstaaten und Großmächte involviert sind. Er hat Hunderttausende das Leben gekostet und Millionen zur Flucht gezwungen. Die Ankündigung des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, die noch in Syrien stationierten Truppen abziehen zu wollen, hat dramatische Folgen: Israel fühlt sich von seiner Schutzmacht im Stich gelassen, die kurdisch dominierten Kräfte der YPG/SDF haben ihre bestehende Zusammenarbeit mit dem Assad-Regime notgedrungen gefestigt. Wenngleich Trump mittlerweile den „Rückzug vom Rückzug“ angekündigt hat, ist die Lage doch deutlich instabiler geworden. Die Türkei hat an der Grenze zu Syrien große Truppenkontingente stationiert und droht ganz offen, in Syrien einzumarschieren und die kurdischen Kräfte zu zerschlagen.

Es droht somit die Verschärfung des Stellvertreterkrieges auf syrischem Boden. Neben Iran, Russland und den USA wären auch Israel und möglicherweise auch Saudi-Arabien involviert. Die ganze Region könnte ins Chaos stürzen.

Wie groß ist die Gefahr eines solchen Szenarios? Könnten die Bundesrepublik Deutschland und die Europäische Union effektive Schritte unternehmen, um das zu verhindern? Wenn ja, welche? Wenn nein, welche Konsequenzen ergäben sich dann für uns in Europa?
Böll International mit:

Mit dabei:

Kristian Brakel, Leiter des Türkei-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, Istanbul
Steffen Hagemann, Leiter des Israel-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, Tel Aviv
Omid Nouripour MdB, Sprecher für Außenpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Frankfurt/Main - Berlin
Bente Scheller, Leiter des Libanon-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, Beirut
Omar Sharaf, Syrischer Politikwissenschaftler, Heidelberg

Moderation: Bruno Schoch Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), Frankfurt/Main

Wann? 19:30 Uhr
Wo?      Evangelische Akademie Frankfurt, Römerberg 9,

Mittwoch, 06.02.19: Feministische Erinnerungskultur - Frauenwahlrecht 1918/19

Veranstalter: Cornelia Goethe Centrum

Blockveranstaltung: Feministische Erinnerungskulturen -100 Jahre Frauenstimmrecht – 50 Jahre Autonome Frauenbewegung

06. Februar: Ein Wunder wird Wirklichkeit - Zur Einführung des Frauenwahlrechts 1918/1919

Historische Ereignisse werden anlässlich ihrer ‚runden‘ Geburtstage gefeiert und zelebriert. Häufig wird bei solchen Jubiläen ein Gedenken inszeniert, das aus historischen Ansichten des Mainstream gespeist wird und zur Kanonisierung von Geschichte beiträgt. Dabei steht dann eher das Passförmige und Konsensfähige im Vordergrund, während Unangepasstes im Hintergrund bleibt, nicht selten ausgeschlossen wird. Mit unserer Hinwendung zu einer „Erinnerungskultur“ sollen einige Stolpersteine solcher Jubiläumsmarathons aus dem Weg geräumt werden.

Ein bewusstes Erinnern an historische Ereignisse, Personen, Netzwerke und Prozesse rekurriert auf historische Diskurse, aber auch auf private und politische Erfahrungen; es umfasst Reflexe des kollektiven und sozialen Gedächtnisses einer Gesellschaft. Insofern bezieht sich Erinnerungskultur auf Geschichte, ermöglicht aber immer auch eine Selbstvergewisserung über die Gegenwart. Die „Feminist Memory Studies“ haben mit ihrer Kritik an einer hegemonialen Erinnerungskultur, die insbesondere Großereignissen und Mächtigen nachgeht, wichtige neue Impulse gesetzt. Sie erforschen die Geschichte von Feminismus und Frauenbewegung, reflektieren Erinnern, Erfahrung und Gedächtnis und fragen explizit auch nach „Counter Memories“, also nach Widerständigem und Vergessenen.

In der Vortragsreihe ‚erinnern‘ renommierte Kolleginnen aus dem In- und Ausland an zwei Wellen der Frauenbewegung, an die Stimmrechtsbewegung um 1900 und die autonome Frauenbewegung im Umfeld der 68er Revolte. Dabei steht auch die Frage nach dem Hier und Jetzt zur Diskussion und die Überlegung, wie weit Frauen gekommen sind und was weiter verändert werden muss für Fortschritt und Emanzipation.

Wann? 18.00-20.00 Uhr
Wo?      Historisches Museum, Saalhof 1

Freitag, 08.02.19: Dritte Option: Was kann das neue Gesetz?

Veranstalter: LesbischSchwules Kulturhaus Frankfurt

Dritte Option: Was kann das neue Gesetz? Was ist noch zu tun?

Das lang erwartete und hoch umkämpfte Gesetz zu einem Dritten Geschlechtseintrag im Personenstandsrecht ist da! - Doch was sieht das Gesetz konkret vor? Welche Folgeregelungen gibt es – welche fehlen noch? Welche Positionen konnten sich im Bundestag durchsetzen? An welchen Stellen müssen wir weiterhin für Anerkennung streiten? Und wo liegen die emanzipatorischen Grenzen von Anerkennungspolitiken? Die Debatte um die dritte Option hat Aufmerksamkeit für Transidentität, Intergeschlechtlichkeit und Queerness geschaffen. Was bleibt noch zu tun?

Es überlegen, diskutieren, streiten:
–    Louis Kasten – Jurist aus dem Jurateam der bundesweiten Aktion Standesamt 2018
–    Charlie Bauer  –  Frankfurter Antragsteller*in der Aktion Standesamt 2018
–    Prof. Dr. Konstanze Plett – Verfahrensbevollmächtigte im Dritten Options-Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht und Sachverständige des Innenausschuss zum neuen Gesetz
-      Elena Barta - Koordinierungsstelle für LSBTIQ Themen der Stadt Frankfurt am Main
Moderation: Fritze Boll (LLL-Vorstand)

Parallel und im Anschluss findet im Erdgeschoss der queere LSKH-Barabend statt, bei dem in gemütlicher Runde weiter diskutiert werden kann.

Die Veranstaltung wird mit der freundlichen finanziellen Unterstützung des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) der Stadt Frankfurt von LLL e.V. organisiert.

Wann? 20.00 bis 22.00 Uhr
Wo?     LesbischSchwules Kulturhaus, Klingerstraße 6

Freitag, 08.02.19: B(l)ack to the future - storytelling Salon

Veranstalter: Heinrich_Böll Stiftung Hessen
* Im Jahr 1926 erstmals in den USA initiiert, findet der Black History Month jährlich weltweit im Februar statt, um die Geschichte Schwarzer Menschen und ihre gesellschaftlichen Leistungen ins Gedächtnis zu rufen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Frankfurter Regionalgruppe der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), der Jugendkulturkirche-sankt-peter und der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen.

Ein Abend mit und über rebellische Zeitreisende, der Anstöße geben und neue Aussichten stärken will. Wir fangen im hier und heute an, schauen auf gestern und morgen. Denn die Zukunft ist jetzt.

Die Ideen von einer Zukunft prägen das Heute. Aber wie in die Zukunft schauen, wenn die Vorfahrin der Vergangenheit verschleppt, versklavt oder kolonialisiert wurden. Der Rassismus gegen Schwarze Menschen ließ Antworten in einer popkulturellen Strömung entstehen, die erst in den 90er-Jahren ihren Namen erhielt: Afrofuturismus. Künstler*innen wie Janelle Monáe, Beyonce oder der Film „Black Panther“ haben ihre Ausdrucksformen in den Mainstream getragen. Musik, Text, Kunst und Theorie verbunden mit gemeinschaftlichem Aktivismus. Afrofuturist*innen überprüfen das Leben Schwarzer Menschen in der Vergangenheit und Gegenwart, um neue Wahrheiten aufzuzeigen. Phantastische Vorstellungen unterstützen sie, falsche Wissenstraditionen in Frage zu stellen. So gilt der Afrofuturismus auch als Widerstand gegen falsche Bilder.

Der fünfte Frankfurter Storytelling Salon bietet Einblicke in die Ästhetik des Afrofuturismus. Wer und was definiert, wer wir sind und was passiert? Und wie können die Ideen dabei unterstützen, Gesellschaften antirassistisch zu denken? Die Geschichten werden aus afrodeutschen und transnationalen Blickwinkeln erzählt.

Storytelling-Salon mit: Kuratorin Mahret Ifeoma Kupka, Galeristin Sakhile Matlhare und feminist activist Feven Keleta. Moderation: Christelle Nkwendja-Ngnoubamdjum und Hadija Haruna-Oelker.

Wann? 19:30 Uhr
Wo?     Jugend-Kultur-Kirche Sankt Peter, Bleichstraße 33

Dienstag, 12.02.19: Zero-Waste Workshop

Veranstalter und Foto: Gramm Genau

Zero Waste Starter Workshop

Was bedeutet Zero Waste eigentlich? Wo kann ich unverpackt einkaufen? Welche Alltags-Tricks gibt es? Und was kann ich selbermachen? In dem 2-stündigen Workshop mit Pia könnt ihr einiges über ein Leben ohne Müll lernen und am Ende selbst ausprobieren, wie ihr Deocreme und Trockenshampoo selbst herstellt.

Intro: Pia erzählt, wie sie zu Zero Waste gekommen ist

Vortrag:

    Was bedeutet Zero Waste (5 Rs)?
    Welche Vorurteile gibt es?
    Wo und wie kannst du unverpackt einkaufen?
    Was kannst du selber machen und upcyclen?
    Wie kannst du Sachen richtig entsorgen?

Workshop: Du machst mit Pia's Anleitung selbst: Deocreme, Trockenshampoo, Papiermülltüten

Community: Es bleibt natürlich Zeit für deine Fragen, Ideen und den Austausch mit Pia und anderen TeilnehmerInnen. Wir möchten, dass ihr nette Menschen kennenlernt, euch austauscht und inspiriert. #FrankfurtKannMüllfrei

Teilnahmegebühr: 25 Euro (enthält Vortrag, Workshop, Zutaten und Rezeptblatt)
Anmeldung hier - die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Wann?  19:15-21:15 Uhr
Wo?      Adalbertstraße 11, Frankfurt

Mittwoch, 13.02.19: Kreismitgliederversammlung

Thema: unter anderem Vorstellung der AGen und LAGen

Tagesordnung folgt!

Wann? 19.00 Uhr
Wo?     Saalbau Gutleut, Rottweiler Str. 32, 60327 Frankfurt

Donnerstag, 14.02.19: Treffen Klima AG

Wir möchten die Notwendigkeit einer radikaleren Klimapolitik deutlicher im Bewusstsein der Frankfurter Bevölkerung verankern.

Wir freuen uns immer über neue Gesichter!

Wann? 19.00 Uhr
Wo?     Kreisgeschäftsstelle, Oppenheimer Straße 17

Donnerstag 14.02.19: V-DAY: Tanzdemo gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen

Zeigt Gesicht und setzt ein Zeichen gegen Sexismus und Diskriminierung!

Weltweit tanzen am V-Day Menschen die Choreographie von »Break the Chain« – »Zerreißt die Ketten«. Das Tanzen im öffentlichen Raum steht hier für Stärke, Kraft und Solidarität. Für Freiheit statt Ohnmacht. Am 14. Februar lädt deshalb das Frauenreferat gemeinsam mit einem Frankfurter Aktionsbündnis zu einer Tanzdemo vor der Katharinenkirche an der Hauptwache. Bei der Tanzdemo wird übrigens auch eine Gebärdensprachendolmetscherin anwesend sein.  

Das Bündnis besteht 2019 aus: Amt für multikulturelle Angelegenheiten, Beratungsstelle Frauennotruf, Broken Rainbow e.V., Deutscher Olympischer Sportbund, Feministische Mädchenarbeit FEM Mädchenhaus e.V., FIM Frauenrecht ist Menschenrecht e.V., Forward Germany e.V., Frauenhäuser Frankfurter Verein, Frauen helfen Frauen e.V., Frauen in Bewegung e.V., Frauenreferat der Stadt Frankfurt, Frauenverband Courage, Infrau e.V., Lesben Informations- und Beratungsstelle (LIBS) e.V., Polizeipräsidium Frankfurt, Präventionsrat der Stadt Frankfurt, Terre des Femmes Städtegruppe Rhein-Main, Verein zur beruflichen Förderung von Frauen (VbFF) e.V.

Der »V-Day – One Billion rising« ist ein weltweiter Aktionstag, der 2012 ins Leben gerufen wurde, um das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufzuzeigen und dagegen zu protestieren. Eine »Milliarde« (One Billion) bezieht sich auf eine UN-Statistik, nach der eine von drei Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer einer schweren Körperverletzung werden. Das ist ein Drittel aller Frauen weltweit, eine Milliarde Frauen. Mittlerweile beteiligen sich 190 Länder mit tausenden von Aktionen. Es ist eine der größten Kampagnen weltweit.

Wann? Am Mittwoch, 14. Februar, 17 Uhr
Wo?     Vor der Katharinenkirche an der Hauptwache

VORSCHAU

Samstag, 16.02.19: Soliparty We'll come united

Veranstalter und Bildquelle: We'll come united Rhein-Main

WE'LL COME UNITED - SOLIDARITY PARTY

zur Unterstützung der antirassistischen We'll Come United Vernetzung Rhein-Main

##################################
* 2 Floors *

### TECHNO+HOUSE FLOOR ###
teenitus dj team // ivi | bummeltechno
Raka & Grrzly // house
Aaron Kauffeldt (Tonsymbolik) // techno

### HIPHOP+X FLOOR ###
Sobra. // hiphop
Camo & Koga Miyata // uk garage
Ms. Hybreedity // (uk) bhangra & dub(step) - london sounds

##################################
KOMMT VORBEI,
TANZT UND TRINKT AUF WE´LL COME UNITED
#################################

|| Wenn du auf unserer Party Diskriminierung erfährst, kannst du gerne die Leute an den Bars, am Eingang oder die Mitglieder der Awareness-Gruppe* ansprechen.

Wann? ab 22.00 Uhr
Wo?     Cafe Koz, Mertonstraße 26-28

Sonntag, 24.02.19: Umwelttag GJH

Die Grüne Jugend Hessen lädt euch herzlich zum Umwelttag am 24. Februar ein.

Zusammen mit verschiedenen Referentinnen könnt ihr herausfinden, wie wir unseren Alltag umweltfreundlicher gestalten können. Mit Workshops zum plastikfreien Leben und zum Insektensterben, bereiten wir uns inhaltlich auf den Europawahlkampf vor. Es werden zusammen verpackungsfreie Waschmittel hergestellt, Wachstücher gemacht und Insektenhotels gebaut.

Fahrtkostenerstattung: Die Fahrtkosten zum Umwelttag mit dem öffentlichen Nahverkehr werden voll erstattet, bei Nutzung des Fernverkehrs wird maximal bis Bahncard 50 Preis erstattet. Bitte nutzt Gruppenkarten bzw. das Hessenticket! Die Anreise per PKW kann nur in Ausnahmefällen erstattet werden! Das Formular für die Erstattung der Reisekosten findet ihr hier. Das Formular ausfüllen und mit den Original-Belegen an die Landesgeschäftsstelle senden.

Verbindliche Anmeldung über mail(at)gjh.de (Teilnehmer*innenzahl auf 16 Leute begrenzt ist)

Wann? ab 11:00 Uhr
Wo?     Landesgeschäftsstelle, Oppenheimer Straße 17, 60594 Frankfurt am Main


HINWEIS:
Anfragen und Anmerkungen bitte an den Kreisverband:
kreisverband@gruene-frankfurt.de


Dieser Newsletter ist ein Informationsdienst des Kreisverbandes Frankfurt am Main von Bündnis 90/Die Grünen. AnsprechpartnerInnen:

Beatrix Baumann (beatrix.baumann@gruene-frankfurt.de) und Bastian Bergerhoff (bastian@bastian-bergerhoff.de), VorstandssprecherInnen von Bündnis 90/Die Grünen Frankfurt am Main

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Vertretungsberechtige:
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