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GRÜNE WOCHE 04/2021 (29.01.2021)

Liebe Freund*innen,

heute habe ich vier Stunden mit dem Abholen, Ausladen und Vorsortieren von gefühlt ein paar Tonnen Printprodukten verbracht. Plakate, Flyer, Postkarten, das Programm in lang, kurz, ganz kurz, Englisch und in leichter Sprache, ein Malbuch und der nagelneue „Briefkastenflyer“. Den hat der Kreisverband in einer Auflage von 100.000 drucken lassen, die Challenge ist damit eröffnet. Ab jetzt schwärmen wir aus und werden die Briefkästen mit Grünen Inhalten füllen. Wunderbare Bierdeckel zu neun Themenbereichen gibt es auch noch - mit knackig formulierten Kernaussagen hinten drauf, aus unserem Programm. Es geht endlich los! Am 31. Januar beginnen wir mit der Plakatierung und es sind nur noch sechs Wochen bis zur Wahl. Und die werden von uns prall mit GRÜNEN Inhalten gefüllt.

Am vergangenen Wochenende war Landesmitgliederversammlung, hybrid, mit unglaublich hoher Beteiligung – in der Spitze waren mehr als 1.700 Mitglieder zugeschaltet. Sehr gerne gratulieren wir herzlich unseren Frankfurter Direktkandidat*innen Deborah Düring (Platz 7) und Omid Nouripour (Platz 2) zu ihren Plätzen auf der Liste der hessischen Grünen für die Bundestagswahl. Wir freuen uns über eine starke Landesliste, auf der mit Marcus Bocklet (auf dem aussichtsreichen Platz 10) und mit Robert Schuppan (Platz 30) noch weitere Frankfurter Grüne vertreten sind. Und wir freuen uns auf starke GRÜNE auch im Bund, es ist an der Zeit für Veränderungen auch dort.

Am 27. Januar jährte sich zum 76. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Mindestens 1,1 Millionen Menschen wurden dort ermordet, Auschwitz ist als größtes deutsches Konzentrations- und Vernichtungslager zum Symbol für den Holocaust geworden. . Der Tag der Befreiung ist seit 1996 der gesetzlich verankerte Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. In der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages hielten vorgestern zwei Frauen starke und kämpferische Reden: Charlotte Knobloch, die ehemalige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, und die Publizistin Marina Weisband als Vertreterin der jüngeren Generation. Weisband stellte die Frage, wie die Erinnerung an den Holocaust lebendig gehalten werden kann, wenn es immer weniger Zeitzeugen gibt. „Die junge Generation muss einen Weg finden, wie das Erinnern nicht zu einem bloßen Ritual vertrocknet, sondern wie man es lebendig erhalten kann.“ Es sei Aufgabe der Nachkommen, das Gedenken weiterzutragen und Lehren für eine Zukunft zu ziehen. Die taz berichtet: „Weisbands Rede ist ein Novum: Mit der 33-jährigen Publizistin, die früher Politikerin bei der Piratenpartei war und heute Mitglied der Grünen ist, spricht erstmals eine junge Jüdin bei der Gedenkstunde im Bundestag, eine Vertreterin der dritten Generation nach der Shoah.“ Mehr dazu hier, die beiden Reden sind zu sehen hierhttps://www.youtube.com/watch?v=EF2mdHj5gKk (Charlotte Knobloch) und hier (Marina Weisband).

Einer weiteren kämpferischen Frau gab die ARD am 27.01. in den Tagesthemen die Gelegenheit für einen beeindruckend klaren „Zwischenruf“ zum Holocaust- Gedenktag: der 96-jährigen Esther Bejarano, deutsch-jüdische Überlebende des KZ Auschwitz-Birkenau und Vorsitzende des Auschwitz-Komitees. „Aus Worten werden Taten, wir wissen das“. Ihre Rede ist hier anzusehen.

Den Worten dieser drei Frauen möchte ich nichts hinzufügen – aber aufmerksam machen auf einen der Versuche, das Gedenken weiterzutragen. Das „Zentrum für politische Schönheit“ hat vor zwei Jahren einen Sammelband herausgegeben mit letzten Nachrichten und Zeitzeugnissen von NS-Opfern. Diese Sammlung steht jetzt digitalisiert zur Verfügung unter diesem Link.

Das „Zentrum für politische Schönheit“ schreibt einleitend:

Aus Zügen geworfen, unter der Erde verscharrt, in Thermoskannen versteckt – die letzten Nachrichten und Zeitzeugnisse von NS-Opfern gegen das Vergessen bilden einen Atlas der Individualität. Wir werden die Dimension des Holocaust nicht begreifen ohne den Blick darauf, wer vernichtet wurde. Wir müssen die Aufzeichnungen bergen, wiederbeleben und weitergeben. Sie sind der Imperativ des Humanismus: Seht die Menschen!
Wir müssen das Böse fürchten lernen. Es war möglich. Es ist möglich. Es bleibt möglich. Vergessen nimmt uns die Angst – vor den Möglichkeiten der Politik.“

Martina Feldmayer, unsere Frankfurter Spitzenkandidatin bei der Kommunalwahl, schreibt auf Facebook anlässlich des Gedenktages: „Die Opfer dürfen nicht vergessen werden. Die Verbrechen der Nationalsozialisten und ihrer Unterstützer müssen weiter aufgeklärt werden. Rechtsextremismus hat heute erschreckende Ausmaße angenommen. Die Anschläge und Opfer von Halle, Hanau, NSU und NSU 2.0 und der Mord an Walter Lübcke mahnen uns, entschieden Antisemitismus, Rassismus, die Abwertung und Verfolgung von Sinti und Roma, Homophobie und jegliche Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit zu bekämpfen. Die Mehrheitsgesellschaft steht für Demokratie. Dazu gehört auch die Pflicht, nicht zu schweigen, wenn menschenverachtende Parolen gesprochen werden.“

Diese Mahnung nehmen wir nachdenklich mit.

Wir wünschen euch einen guten Start in die heiße Wahlkampfphase!

Herzliche Grüße

Beatrix Baumann, Vorstandssprecherin + Bastian Bergerhoff, Vorstandssprecher Grüne Frankfurt

THEMEN

10 Jahre Fairtrade-Town Frankfurt!
Neues von Stefan Majer, Stadtrat Frankfurt und Dezernent für Personal und Gesundheit

Klimarisikokarten für einen klimastabileren Wald
Neues von Martina Feldmayer, MdL

Impfungen in Hessen
Neues von Marcus Bocklet, MdL

Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2021: Portugal
Neues von Miriam Dahlke, MdL

Stärkere Förderung der hessischen Familienzentren
Neues von Taylan Burcu, MdL

Holocaust-Gedenktag am 27. Januar
Neues von Mirjam Schmidt, MdL

BT-Spitzenkandidat, Alexej Nawalny, Brasilien-Podcast, Nasrin Sotoudeh, 10 Jahre Arabischer Frühling
Neues von Omid Nouripur, MdB

 

TERMINE

Samstag, 30. Januar: Zukunft für alle! Gerecht-Öologisch-Sozial

Dienstag, 02. Februar: GRÜNTalk: Plemum spezial

Dienstag, 02. Februar: Lebensqualität & Verkehr in Frankfurt

Mittwoch, 03. Februar: Grün hört zu - Queere Szene Frankfurt im Umbruch

Donnerstag, 04. Februar: DGB-Podiumsdiskussion mit Bastian Bergerhoff

Donnerstag, 04. Februar: StreitBar - Rassismus

Freitag, 05. Februar: InstaLive - Mit Martina Feldmayer und Bernhard Maier

 

VORSCHAU

Samstag, 06. Februar: Online-Workshop - Wie geht gute Klimakommunikation?

Montag, 08. Februar: Breakout-Session der AG Kultur

Dienstag, 09. Februar: Eine „Grüne Brücke“ über die Friedberger Landstraße

Mittwoch, 10. Februar: Tropische Küsten - Brennpunkt im Wandel

Donnerstag, 11. Februar: Black History Month - Storytelling-Abend

Dienstag, 16. Februar: Feministischer Feierabend - Kinder, Küche, Krankenzimmer

Montag, 22. Februar: Neue Rechte - Themen, Diskurse und Kommunikationsformen

Freitag, 26. - Samstag 27. Februar: Was ismus? Reflexion und Widerstand

10 Jahre Fairtrade-Town Frankfurt!

Neues von Stefan Majer, Stadtrat Frankfurt und Dezernent für Personal und Gesundheit

10 Jahre Fairtrade-Town Frankfurt! Als erste Metropole bundesweit hatte Frankfurt beschlossen, Fairtrade-Town zu werden, am 24. Januar 2021 jährte sich die erste Auszeichnung zum zehnten Mal. Ob Pressekonferenz, Termin im OB-Büro oder Besprechung mit Verantwortlichen der Stadtverwaltung – bei allen Sitzungen und Veranstaltungen, die von der Stadt organisiert werden, stammen Kaffee, Tee, Zucker, Schokolade und Gebäck aus fairem Handel. In Sachen Fair Trade geht die Stadtverwaltung Frankfurt mit gutem Beispiel voran.

„Zehn Jahre Fairtrade-Town Frankfurt mit all dem bereits Erreichten sind eine Zwischenetappe, die sich sehen lassen kann. Vor allem sind sie eine noch viel größere Motivation, den fairen Handel immer stärker zu vertreten und konsequenter in der Stadt zu verankern. Es ist unsere erklärte Absicht, über die Erfüllung der Kriterien hinaus das Bewusstsein für die Verantwortung zu schärfen, die hinter jeder Kaufentscheidung steht – egal, ob sie kommunal oder persönlich getroffen wird. Wir selbst haben es in der Hand, sozial gerechte und ökologische Produkte zu konsumieren.“

Klimarisikokarten für einen klimastabileren Wald

Neues von Martina Feldmayer (MdL), Stv. Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Umweltschutz und Klimaschutz, Grüne Fraktion Hessen

Mit dem voranschreitenden Klimawandel nehmen auch die hessischen Wälder massiven Schaden. Durch die Trockenheit und zunehmende Stürme entstehen Kahlflächen, die die Gesundheit des Waldes wiederum negativ beeinträchtigen. Gerade bei der Wiederaufforstung müssen wir deshalb dafür sorgen, dass die neu angelegten Wälder klimaresilient werden. Denn nur wenn die Wälder, die wir heute anlegen, dem veränderten Klima von morgen standhalten, können diese in Zukunft einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Um Waldbesitzern bei dieser Herausforderung zu unterstützen, hat das Hessische Umweltministerium nun Klimarisikokarten für Hessen veröffentlicht. Das Land fördert dieses Projekt im Rahmen des Integrierten Klimaschutzplanes mit insgesamt 2,8 Millionen Euro.

Mehr Informationen findet ihr in der Pressemitteilung des Umweltministeriums.

Impfungen in Hessen

Neues von Marcus Bocklet (MdL), Stv. Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Soziales, Gesundheit und Pflege, Grüne Fraktion Hessen

Über 104.000 Menschen haben eine Corona-Erstimpfung erhalten, fast einem Drittel wurde bereits die wichtige zweite Dosis verabreicht.

Zwar ist auch Hessen von den Lieferengpässen betroffen, doch geht es beim Verimpfen der vorhandenen Dosen voran. Mehr als 57% der besonders gefährdeten Bewohner*innen von Alten- und Pflegeeinrichtungen haben in zwischen den Erstschutz, die zweiten Dosen zu jeder Erstimpfung sind im hierfür eingerichteten Logistikzentrum gesichert.

Die 6 hessischen Impfzentren konnten bisher 18.000 Senior*innen versorgen. Am 9. Februar werden die 22 weiteren Zentren öffnen. Sobald der Bund Anfang des Monats weitere planbare Impfdosen zur Verfügung stellt, startet die nächste Terminvergabe für Menschen über 80.

Mehr dazu in der PM des HMSI.

Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2021: Portugal

Neues von Miriam Dahlke (MdL), Sprecherin für Finanzen, Europa und Haushaltskontrolle, Grüne Fraktion Hessen

Zum 1.1.2021 hat Portugal die EU-Ratspräsidentschaft von Deutschland übernommen. Der portugiesische Premierminister António Costa hat in der ersten Plenarsitzung des EU-Parlaments 2021 das geplante Programm vorgestellt und angekündigt, im ersten Halbjahr 2021 die Beschlüsse zum Wiederaufbau der EU nach der Pandemie umzusetzen und den Impfprozess europaweit zu priorisieren. Zusätzlich soll Europa eine Führungsrolle im Digitalen, Sozialen wie im Umwelt- und Klimaschutz übernehmen. Ich erwarte gespannt, wie Portugal seine Vorschläge für die Zukunft der EU und damit auch die Zukunft Hessens umsetzen wird. Das Programm der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft ist hier zu finden.

Stärkere Förderung der hessischen Familienzentren

Neues von Taylan Burcu (MdL), Sprecher für Integration, Migration und Flüchtlingspolitik, Grüne Fraktion Hessen

Seit dem Jahresbeginn wurden die Fördermittel für die 185 bestehenden Familienzentren in Hessen um weitere 5.000 € pro Einrichtung erhöht. Die bis dato bestehende Förderung von 13.000 Euro pro Familienzentrum wurde seitens der hessischen Landesregierung somit auf 18.000 € pro Zentrum erhöht. Diese erfreuliche und sinnvolle Erhöhung kommentierte unser (zuständige) Sozial- und Integrationsminister Kai mit folgenden Worten: „Wir investieren weiter in ein familienfreundliches Hessen. Familienzentren sind ein modernes und wirkungsvolles Unterstützungsmodell für Familien. Die Zentren holen alle Beteiligten in ihrem Alltag ab, bieten zielgenaue Hilfe, effektive Entlastung und leiten zur Selbsthilfe an.“

Die hessische Landesregierung fördert bereits seit 10 Jahren Familienzentren im ländlichen, wie auch im städtischen Raum. Seit Oktober letzten Jahres wird auch die Landesservicestelle für Familienzentren gefördert, die als Koordinationsstelle für die lokalen Familienzentren dient und in allen Belangen rund um die Organisation und sonstigen Fragestellungen Hilfe leistet. Zur Verfügung gestellt werden insgesamt 3,8 Mio. Euro für die Förderung von allen Institutionen. Durch die Erhöhung der Fördergelder haben die einzelnen Familienzentren nunmehr die Möglichkeit, mehr soziale Unterstützung zu leisten und ihre Förderprogramme für Kinder und Jugendliche, wie auch Erziehungs- und Bildungsangebote (auch für Eltern), weiter auszubauen.  

Holocaust-Gedenktag am 27. Januar

Neues von Mirjam Schmidt (MdL), Sprecherin für Kunst und Kultur, Grüne Fraktion Hessen

Der 27. Januar erinnert an den Tag der Befreiung der letzten Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee im Jahr 1945. Dass in der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten zwischen 1939 und 1945 sechs Millionen Juden umgebracht worden waren, wusste zum Zeitpunkt der Befreiung von Auschwitz keiner der Sieger. „Sechs Millionen ist eine unvorstellbare Zahl,“ so begann Anita Lasker-Wallfisch vor drei Jahren ihre Rede zum Holocaust-Gedenktag im Deutschen Bundestag, die Ausschwitz als Cellistin im Mädchen-Orchester des Lagers überlebte. „Unser Vater - unverbesserlicher Optimist - konnte es nicht glauben. Die Deutschen konnten doch diesen Wahnsinn nicht mitmachen." Sie haben diesen Wahnsinn mitgemacht; daran erinnert der 27. Januar.

Der Holocaust-Gedenktag ist aber auch eine Mahnung und eine Verpflichtung, alles zu tun, damit sich die Geschichte nicht wiederholt. Heute gibt es in unseren Parlamenten eine Partei, deren Vertreter diese Grausamkeit und Menschenverachtung als „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte bezeichnet hat. Deshalb ist es richtig, wenn, wie es geplant ist, der Verfassungsschutz künftig nicht nur bestimmte Teile, sondern endlich die ganze AfD beobachtet, die ihren rechtsextremen „Flügel“ lange groß und mächtig hat werden lassen. Daran ändert auch dessen offizielle Auflösung nichts.

Hier geht es zur Pressemitteilung der Landtagsfraktion.

BT-Spitzenkandidat, Alexej Nawalny, Brasilien-Podcast, Nasrin Sotoudeh, 10 Jahre Arabischer Frühling

Neues von Omid Nouripour (MdB), Sprecher für Außenpolitik, Grüne Fraktion im Bundestag

Vielen Dank für Euer Vertrauen als hessischer Spitzenkandidat für den Bundestag!
Mit 90,6% hat die Landesmitgliederversammlung mir am letzten Wochenende ihr Vertrauen ausgesprochen und mich auf Listenplatz 2 gewählt. Ich danke Euch herzlich für den riesigen Rückenwind, liebe Frankfurter Grüne! Bei hessenschau.de erfahrt Ihr mehr über das Wahl-Wochenende. Meine Bewerbungsrede könnt Ihr Euch hier noch mal anhören.

Verhaftung Nawalnys und Armin Laschet
Alexej Nawalny sitzt weiterhin in Haft. Bei Solidaritätsdemos am letzten Wochenende mit zehntausenden Teilnehmenden ging die Polizei brutal vor. Nawalnys Frau und über 3.500 Unterstützer*innen wurden festgenommen. Auch der Umgang des neuen CDU-Vorsitzenden mit dem Fall Nawalny wirft viele Fragen auf. Was Armin Laschet seit Jahren versäumt, ist, die Kriegsverbrechen Russlands und den Umgang mit Oppositionellen wie Alexej Nawalny offen zu kritisieren. Wer so selektiv mit dem Kreml umgeht, wird kaum Europa zusammenhalten können. Mehr zu Laschets Position gegenüber Russland findet Ihr in der Süddeutschen Zeitung, in der ich mich auch dazu geäußert habe.

Brasilien-Podcast
In meiner neuesten Podcast-Folge rede ich mit Luiz Ramalho, Soziologe und Experte in deutsch-brasilianischer Entwicklungszusammenarbeit. 1970 ist er vor der brasilianischen Militärdiktatur geflohen und setzt sich seitdem in Deutschland für bessere Verhältnisse in seiner ehemaligen Heimat Brasilien ein. Mit ihm habe ich über die dramatische Corona-Situation in Brasilien und das Versagen der brasilianischen Regierung im Umgang mit der Krise gesprochen. Außerdem haben wir uns mit der autokratischen Entwicklung Brasiliens unter Präsident Bolsonaro, Korruption, der Stellung des Militärs und der Evangelikalen sowie der prekären Sicherheitslage im Land beschäftigt. Auch die zunehmende Kapitalisierung des Amazonas und die damit einhergehende Umweltverschmutzung sowie steigende Gewalt gegen Indigene und andere marginalisierte Gruppen in Brasilien hat uns beschäftigt. Es ist dringender denn je erforderlich, genau hinzuschauen und die beunruhigenden Entwicklungen in Brasilien zu thematisieren, damit diese im Windschatten der Corona-Krise nicht vergessen werden.

Haft-Rückkehr von Nasrin Sotoudeh
Die erneute Inhaftierung der iranischen Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh nach einem nur dreitägigen Hafturlaub, der ihr aufgrund ihres schlechten allgemeinen Gesundheitszustands und einer ernsthaften Herzrhythmusstörung gewährt wurde, ist schlicht unmenschlich. Angesichts der zahlreichen politischen Gefangenen, darunter neben Nasrin Sotoudeh und vielen anderen auch deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die nach wie vor akut der Gefahr einer Corona-Infektion mit möglichen fatalen Folgen ausgesetzt sind, muss die Forderung nach ihrer unverzüglichen Freilassung an erster Stelle stehen. Mehr dazu könnt Ihr in meiner Pressemitteilung lesen.

10 Jahre Arabischer Frühling
Am 25. Januar 2011 gingen hunderttausende Ägypter*innen auf die Straßen von Kairo und protestierten für ein freies, gerechtes und demokratisches Ägypten. Der Arabische Frühling begann vor genau 10 Jahren und die Menschenrechtslage in Ägypten ist katastrophaler als je zuvor. Vor Kurzem diskutierte ich im Gespräch der Heinrich Böll Stiftung u.a. mit Hossam Bahgat über Ägypten. Die Bundesregierung könnte viel mehr tun, um den Druck auf Kairo zu erhöhen, um die katastrophale Menschenrechtslage zu verbessern und der Zivilgesellschaft mehr Freiraum zu gewähren.

TERMINE

Samstag, 30. Januar: Zukunft für alle! Gerecht-Öologisch-Sozial

Unter dem Motto: „Zukunft für alle!“ will das Hessische Sozialforum, ein Zusammenschluss aus sozialen Initiativen, Gewerkschaften, Kirchen und Verbänden, Positionen zu den hessischen Kommunalwahlen in diesem Jahr entwickeln. Vorstellungen und Visionen einer gerechten, ökologischen und sozialen Zukunft für alle in Hessen lebenden Menschen sollen zusammengetragen und diskutiert werden – und zwar sieben Wochen vor der Wahl, um gegenüber der Politik die im Raum stehenden politischen Forderungen deutlich zu benennen. Folgende Fragen stehen im Fokus:

  • Wie wollen wir leben?
  • Wie wollen wir wohnen, arbeiten, uns fortbewegen?
  • Wie können wir gut für unsere Gesundheit sorgen und ein lebendiges sozialkulturelles Miteinander gestalten?
  • Wie können wir eine Zukunft für alle inklusiv gestalten, die sozial gerecht und sozial ökologisch ist? – die Alte und Kranke nicht wegsperrt und Migrant*en nicht an den EU-Grenzen aussperrt!
  • Was können die Kommunen dazu beitragen?

Hier findet Ihr mehr Infos.

Tag: Samstag, 30. Januar
Zeit: 11:00 - 13:30 Uhr
Ort: online

Dienstag, 02. Februar: GRÜNTalk - Plemum spezial

Plenum spezial – Worüber debattiert der Landtag in dieser Woche

Bei unserem GRÜNTalk in dieser Woche beschäftigt sich Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzender, mit der aktuellen Plenarwoche des Hessischen Landtags: “Plenum spezial – Worüber debattiert der Landtag in dieser Woche”.

Also: Seid dabei, stellt Eure Fragen oder erzählt was Ihr zu dem Thema beizutragen habt.
Mit unserer Live-Webcast-Reihe „GRÜNTalk“ wollen entspannte Gespräche über spannende politische Themen direkt vom Schreibtisch, der Couch, dem Tablet oder dem Smartphone aus anbieten. So wie man sonst manchmal in der Mittagspause oder nach Feierabend über Politik plaudert, wollen wir das mit „GRÜNTalk“ jetzt auch per Videokonferenz mit Menschen aus ganz Hessen tun. Fachwissen ist hier nicht erforderlich, es geht um Eure Fragen in einem lockeren Rahmen.

Das Ganze wird als Videokonferenz mit dem Tool Zoom stattfinden. Die Zugangsdaten für diesen, wie für alle weiteren GRÜNTalks, lauten: https://us02web.zoom.us/j/88556203864, Meeting-ID: 885 5620 3864. Natürlich ist auch eine Einwahl per Telefon möglich: +49 69 3807 9883, Schnelleinwahl mobil: +493056795800,,88556203864#

Tag: Dienstag, 02. Februar
Zeit: 18:30 Uhr
Ort: online

Dienstag, 02. Februar: Lebensqualität & Verkehr in Frankfurt

Wie gestalten wir die Mobilität von morgen?

Im Rahmen eines Master-Seminars der Mobilitätsforschung an der Goethe-Universität wurde eine Studie zu Lebensqualität und Verkehr an der Friedberger Landstraße in Frankfurt durchgeführt. Im Mittelpunkt stand die Frage, auf welche Weise sich die Lebensqualität der Anwohnenden durch den Bau eines Radwegs und den Wegfall einer Fahrspur für den Autoverkehr verändert hat. Die Untersuchung hat ergeben, dass die Anwohnenden die Lebensqualität nach der Intervention als verbessert wahrgenommen haben.

Ausgehend von diesen Ergebnissen findet nun zusammen mit Prof. Dr. Martin Lanzendorf und in Kooperation mit dem Institut für sozial-ökologische Forschung eine Online-Podiumsdiskussion statt.

Um Anmeldung wird unter veranstaltung-mobilitaet(at)em.uni-frankfurt(dot)de gebeten.

Es werden zunächst die Ergebnisse der Studie präsentiert, danach durch Politiker*innen und Zivilgesellschaft diskutiert und im Anschluss findet eine offene Diskussion für Fragen aus dem Publikum statt. Mehr Infos findet Ihr hier.

Tag: Dienstag, 02. Februar
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: online

Mittwoch, 03. Februar: Grün hört zu – Queere Szene Frankfurt im Umbruch

Wie entwickelt sich die queere Szene in Frankfurt am Main – wird es sie bald gar nicht mehr geben, hat sie sich nur in andere Räume verlagert? Welchen Zweck hat sie noch? Wie wird sie in Zukunft aussehen? Das diskutieren Vertreter*innen und Kenner*innen der Szene im Rahmen der Veranstaltungsreihe Grün hört zu, zu der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Ortsbezirk 1* gemeinsam mit der AG Queer des Kreisverbands einladen. Weitere Details gibt es hier.
In diesem Zusammenhang rufen wir dazu auf, die Spendenaktion des Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt zur Rettung der queeren Bars in Frankfurt zu unterstützen. Mehr dazu hier.
Die Namen der Diskussionsgäste geben wir demnächst bekannt. Es sind alle Interessierten eingeladen mitzudiskutieren. Zum Online-Treffen kommt Ihr hier. Meeting ID: 845 9127 9942, Code: 739355

Tag: Mittwoch, 03. Februar
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: online

Donnerstag, 04. Februar: DGB-Podiumsdiskussion mit Bastian Bergerhoff

Am 04.02.2021 findet eine Podiumsdiskussion der DGB zur Kommunalwahl am 14.03.2021 mit unserem Spitzenkanditaten Bastian Bergerhoff statt. Es soll unter anderem um wichtige Fragen zu Arbeitnehmer*innen, bezahlbaren Wohnraum, sichere und gute Arbeitsplätze und der Gelichstellung am Arbeitsplatz gehen.

Weitere Teilnehmer sind:

  • Dr. Nils Kößler, CDU
  • Ursula Busch, SPD
  • Dominike Pauli, Die Linke
  • Annette Rinn, FDP

Weitere Infos und den Livestream findet Ihr hier. Eine Teilnahme über Youtube ist ebenfalls möglich.

Tag: Donnerstag, 04. Februar
Zeit: 18:00- 20:00 Uhr
Ort: online

Donnerstag, 04. Februar: StreitBar - Rassismus

Rassismus – brauchen wir einen neuen Begriff, eine neue Sprache dafür?

Die "Streitbar" steht für Kontroverse statt Konsens, Auseinandersetzung statt Abschottung: Nicht dabei zusehen, wie Konflikte in den Echokammern der Sozialen Netzwerke verschwinden. Gefeiert wird die Debatte beim Zusammentreffen spannender Gäste zu strittigen Fragen. Dieser Abend ist mit einem differenzierten und konstruktiven Streit dem breiten Themenfeld der Rassismen gewidmet.

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „Hingucker? Kolonialismus und Rassismus ausstellen“ der BS Anne Frank. Die Veranstaltungen werden als Live-Stream auf dem Youtube-Kanal der BS Anne Frank übertragen.

Tag: Donnerstag, 04. Februar
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: online

Freitag, 05. Februar: InstaLive - Mit Martina Feldmayer und Bernhard Maier

Die Klimakrise ist die Menschheitsherausforderung der Gegenwart. Der Wohnungsmarkt in Frankfurt ist eine der zentralen Fragen für eine soziale Stadt. Wie bekommen wir die Bekämpfung der Klimakrise und die Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum zusammen? Das ist für uns eine zentrale Frage der nächsten Jahre. In unserem Wahlprogramm widmen wir uns dem Thema sehr ausführlich – und am 5.2. sprechen unsere Spitzenkandidatin Martina Feldmayer und Bernhard Maier, Kandidat für den Römer und aktuell planungspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer, auf Insta-Live über das Thema. Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid!

Tag: Freitag, 05. Februar
Zeit: 17:30 - 18:00 Uhr
Ort: Instagram

VORSCHAU

Samstag, 06. Februar: Online-Workshop - Wie geht gute Klimakommunikation?

Kennt Ihr das? Da will man andere überzeugen, das Klima zu retten und erntet nur Kopfschütteln oder Unverständnis. Oder teils vielleicht sogar berechtigte Kritik, die uns sprachlos macht.

Gute Klimakommunikation ist faktenbasiert, handlungsorientiert und fühlt sich überwiegend gut an. Sie ist authentisch und empathisch, hat ein Ziel und ist zielgruppenspezifisch. Sie benennt Co-Benefits klimafreundlichen Verhaltens. Und sie dockt an unserer Lebensrealität an.

In dem interaktiven Workshop werden Leitlinien, Beispiele und Übungen zu guter Klimakommunikation angeboten. Wir werden uns mit folgenden Themen beschäftigen:

  1. Ziele und Zielgruppe der eigenen Klimakommunikation
  2. Die Rolle von Emotionen und was uns hilft, ins Handeln zu kommen
  3. Fakten, ihre Relevanz und Vermittlung
  4. Widerstände gegen Klimaschutz: Hintergründe, Strategien und Antworten im Umgang damit

Bitte meldet Euch bis zum 05.02.2021 per E-Mail bei info@solocal-energy.de an. Schreibt gerne etwas über Euren Hintergrund und Eure Erwartungen an den Workshop. Weitere Informationen sowie die Zugangsdaten erhaltet ihr vor dem Workshop.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Heinrich Böll-Stiftung Hessen und dem BUND Hessen statt und ist kostenlos.

Tag: Samstag, 06. Februar
Zeit: 10:00 - 17:00 Uhr
Ort: online

Montag, 08. Februar: Breakout-Session der AG Kultur

Wir Grünen haben in unserem Wahlprogramm beschrieben, was wir uns für Frankfurt vorgenommen haben.

Diese nahen Ziele werden wir umsetzen. Sie sind erreichbar. Wenn alle es wollen. Aber wie sieht das Frankfurt der Zukunft aus? Angesichts der vielen Herausforderungen, die wir gerade in dieser Zeit täglich meistern müssen, wagen wir kaum große Zeitsprünge zu machen, viele Jahre voraus zu träumen, oder auch einmal über Zielvorgaben hinaus zu schießen. Wir löschen Brandherde, stemmen uns gegen Pandemien, gründen Finanzierungstöpfe und erlauben uns kaum noch Visionen. Vergessen, Wünsche zuzulassen, auszuschmücken. Dabei vergessen wir, dass wir Entscheidungen für die treffen, die heute geboren werden.

Wir möchten Euch dazu einladen, gemeinsam mit uns, im virtuellen Raum, in sogenannten Breakout-Sessions, miteinander zu fabulieren, zu träumen und Visionen zu entwickeln: wie könnte das kulturelle Frankfurt in zwanzig oder 40 Jahren aussehen? Ein bisschen mehr Science-Fiction für die Kultur in Frankfurt! Wie sollen Frankfurts Theater aussehen, wenn unsere Kinder und die Kinder unserer Kinder erwachsen sind? Wie wandelt es sich durch die Bibliothek der Zukunft? Werden die Parkhäuser an der Zeil Atelierpaläste sein? Entscheiden noch Kurator*innen, was in 100 Jahren in Museen ausgestellt wird? Wo spielt die Musik? Wem gehören die geraubten Kunstschätze der Welt?

Eine Veranstaltung mit Frankfurter Kulturmacher*innen. Alle Kulturinteressierten sind herzlich willkommen! Bitte meldet Euch zur Planung der online Veranstaltung unter diesem Link an. Zum Zoom-Meeting kommt Ihr hier.

Tag: Montag, 08. Februar
Zeit: 20:00 Uhr
Ort: online

Dienstag, 09. Februar: Eine „Grüne Brücke“ über die Friedberger Landstraße

Grün im Nordend neu verbinden

Der Name Tom Koenigs steht für den Einsatz für die Menschenrechte und im Rahmen von UN-Missionen im Kosovo und in Afghanistan für die Stärkung der Zivilgesellschaft. In Frankfurt verbindet sich mit seinem Namen jedoch noch ein anderes Stichwort: der Grüngürtel. Als Umweltdezernent von Frankfurt 1989 - 1999 stritt Tom Koenigs für die Idee, Grünzüge miteinander zu verbinden. So entwarf er u.a. das Konzept einer Brücke über die Friedberger Landstraße, um einen Übergang zwischen nördlichem Günthersburgpark und Hauptfriedhof zu schaffen. Dieses Konzept möchten wir GRÜNE im Nordend erneut aufgreifen.

Torsten Collet berichtet für den NABU Mainz von der "Grünen Brücke", einem Ort, für den der NABU seit einem Jahrzehnt die Patenschaft für das GRÜN innehat. Er wird in Wort und Bild zeigen, wie es gelang, auf der Fußgänger*innen-Brücke über eine viel befahrene Straße in Mainz durch Kunst und Natur einen attraktiven öffentlichen Raum zu schaffen. Das Projekt ist ein viel beachtetes Modell für die Gestaltung des öffentlichen Raums.

Von beiden Konzepten möchten wir uns an diesem Abend inspirieren lassen. Ziel der Veranstaltung ist es, den beliebten Günthersburgpark im Nordend "neu zu denken" und ihn durch eine "Grüne Brücke" über die Friedberger Landstraße weiter aufzuwerten.

Wie GRÜNE im Nordend laden sehr herzlich dazu ein, an dieser offenen Debatte teilzunehmen.
Zur Anmeldung komm Ihr hier.

Tag: Dienstag, 09. Februar
Zeit: 19:30 Uhr
Ort: online

Mittwoch, 10. Februar: Tropische Küsten - Brennpunkt im Wandel

Die Küstenforschung sieht sich besonders in den Tropen mit sehr dynamischen gesellschaftlichen Entwicklungen konfrontiert. Auf der einen Seite stehen schnelle gesellschaftliche Veränderungen, auf der anderen Seite sind die Anrainer tropischer Küstenregionen von den Dienstleistungen der Ökosysteme dieser Küsten besonders abhängig. Gleichzeitig reagieren diese Ökosysteme sehr empfindlich auf Umweltveränderungen. Um eine nachhaltige Nutzung tropischer Küstenökosysteme zu erreichen, ist jedoch nicht nur ein systemisches Verständnis der Sozio-Ökologie vonnöten; eine partnerschaftliche und langfristige Ausrichtung der Forschung, ergänzt durch Wissensaustausch vor Ort, ist unerlässlich, um Wissenschaft wirksam zu machen.

Die Geologin Hildegard Westphal erforscht als Leiterin der Forschungsgruppe „Geoökologie und Karbonatsedimentologie“ die Auswirkungen von Meeresspiegelschwankungen auf Küsten und die biogene Sedimentbildung in tropischen Flachmeeren. Sie lehrt zudem als Professorin für Geologie der Tropen an der Universität Bremen.

Der Vortrag ist Teil der Reihe „ Unser blauer Planet? Fragile Meereswelten und ihre Erforschung“, die wir in Kooperation mit dem GEOMAR – Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel veranstalten.

Teilnahmemöglichkeiten:

1. Senckenberg Website im Livestream (ohne Interaktionsmöglichkeit)

2. Senckenber Youtube-Kanal im Livestream (mit Youtubekonto Interaktionen möglich)

3. Zoom im Meeting (mit Interaktionsmöglichkeit)
Zugangsdaten werden nach einer Anmeldung per E-Mail versendet.

Tag: Mittwoch, 10. Februar
Zeit: 19:15 Uhr
Ort: online

Donnerstag, 11. Februar: Black History Month - Storytelling-Abend

Der Black History Month wird im Februar in zahlreichen Ländern gefeiert und würdigt die Geschichte Schwarzer Menschen. Dekolonisierung beschreibt die Verbindung von Rassismus, Kolonialismus und Wissenschaft. Einerseits wirdder historische Prozess beschrieben, der mit den Unabhän gigkeitskämpfen einzelner Länder aus den kolonialen Verhältnissen beginnt. Andererseits wird darunter der andauernde Prozess verstanden, sich mit den Langzeitwirkungen zu beschäftigen. Ihnen muss sich unsere Gesellschaft stellen. Diskussionen über den Umgang mit kolonialen Objekten in Museen, Forderungen nach der Umbenennung von Straßen,einer rassismusfreien Sprache und Denkens oder einem diversitätsbewussten Kulturbetrieb zeigen die Brisanz des Themas.
Der Erzähl-, Lese- und Performance-Abend regt Denkprozesse an. Die Sprecher*innen kommen aus unterschiedlichen Kontexten und bringen vielseitige Perspektiven mit. Es sind persönliche Eindrücke, gepaart mit politischen Kontexten, die an die in Afrika verbreitete Tradition der Oral History erinnern sollen.

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „Hingucker? Kolonialismus und Rassismus ausstellen“ der BS Anne Frank. Die Veranstaltungen werden als Live-Stream auf dem Youtube-Kanal der BS Anne Frank übertragen.

Tag: Donnerstag, 11. Februar
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: online

Dienstag, 16. Februar: Feministischer Feierabend

Kinder, Küche, Krankenzimmer - Wege zur geschlechtergerechten Aufteilung von Haus- und Sorgearbeit

Frauen leisten täglich um die Hälfte mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Bei heterosexuellen Paaren mit Kindern sogar 83,3 Prozent mehr. Noch immer sind die Chancen (Selbstverwirklichung, Karriere, Vermögen) und Risiken (wirtschaftliche Abhängigkeit, Altersarmut) im Lebensverlauf zwischen Frauen und Männern extrem ungleich verteilt. Das zeigt sich besonders bei der Teilhabe von Frauen an der Erwerbsarbeit und Männern an der Sorgearbeit. Das Ziel, hier Gleichstellung zu erreichen, ist radikal, denn in der öffentlichen Debatte gelten z.B. die Entscheidung für Teilzeitarbeit und die Aufteilung der Haus- und Sorgearbeit noch immer als privat. Dabei gibt es Steuerungs-mechanismen, die hinter dem Status quo stehen, die sichtbar gemacht, analysiert und verändert gehören. Wir wollen über die Fakten, Probleme und Handlungsbedarfe diskutieren - mit euch und mit

  • Martina Feldmayer, Landtagsabgeordnete, Spitzenkandidatin von B90/Die Grünen Frankfurt
  • Uta Meier-Gräwe, emeritierte Professorin für Wirtschaftslehre des Privathaushaltes und Familienforschung an der Justus-Liebig-Universität Giessen
  • Ulle Schauws, Mitglied des Bundestages, B 90 / Die Grünen, Sprecherin für Frauenpolitik
  • Almut Schnerring, Initiatorin des „Equal Care Day“, Kommunikationswissenschaftlerin, Journalistin und Trainerin

Moderation: Natalie Becker, B90/Die Grünen Frankfurt und Beatrix Baumann, Stadtverordnete und Vorstandssprecherin B90 / Die Grünen Frankfurt.

Tag: Dienstag, 16. Februar
Zeit: 18:00 Uhr
Ort: online

Montag, 22. Februar: Neue Rechte - Themen, Diskurse und Kommunikationsformen

Rechte Rhetorik begegnet uns an vielen Orten, in den Schulen, auf der Straße, in Politik, Medien und im Alltag. Rassistische, antisemitische und antifeministische Weltanschauungen werden wieder gesellschaftstauglich gemacht und werden im öffentlichen Raum sichtbarer.
Das zweistündige Online-Seminar bietet einen Überblick darüber, aus welchen Themen, Strategien und Merkmalen sich rechte Rhetorik aktuell zusammensetzt, wie man diese erkennen kann und welche Erscheinungsformen sie im digitalen Raum einnimmt. Außerdem möchten wir Grundlagen bekannter rechter Themen, Diskurse und Argumente bearbeiten und erproben Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit rechten Positionen.

Weitere Infos und die Anmedlung zu dieser Veranstaltung findet Ihr hier. Oder Ihr schickt eine E-Mail an anmeldung(at)boell-hessen(dot)de. Dann werden Euch die Zugangsdaten zugeschickt. Anmeldeschluss ist der 19.02.2021.

Tag: Montag, 22. Februar
Zeit: 18:00 Uhr
Ort: online

Freitag, 26. - Samstag 27. Februar: Was ismus? Reflexion und Widerstand

Wie verlernen wir Rassismus und wie stärken wir uns, werden Verbündete, Alliierte auf dem Weg, intersektional denken zu lernen? Dieser Ansatz betrachtet Diskriminierungsstrukturen wie Rassismus, Sexismus, Klassismus, Ableismus und anderen Formen nicht isoliert voneinander. Die Konferenz widmet sich neuen Handlungsräumen und Methoden, mit dem heutigen Rassismus und der Vielfalt von Menschenfeindlichkeiten umzugehen. Denn wo Minderheiten zu einer Mehrheit werden, gibt es keine Mehrheit mehr, die einer Minderheit erklärt, wer sie ist und was sie fühlen darf.

Das detaillierte Tagungsprogramm wird über die Website des Museums, den Newsletter "HMF News", über die Tagespresse und die sozialen Medien bekanntgegeben.

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „Hingucker? Kolonialismus und Rassismus ausstellen“ der BS Anne Frank. Die Veranstaltungen werden als Live-Stream auf dem Youtube-Kanal der BS Anne Frank übertragen.

Tag: Freitag, 26. - Samstag 27. Februar
Zeit: folgt
Ort: online

So kommen eure Termine in die Grüne Woche

Immer wieder erreicht uns die Frage: Wie kommt unser Termin in die Grüne Woche? Hier findet ihr darauf die Antwort. Wir freuen uns auf eure Emails.


HINWEIS:
Anfragen und Anmerkungen bitte an den Kreisverband:
kreisverband@gruene-frankfurt.de


Dieser Newsletter ist ein Informationsdienst des Kreisverbandes Frankfurt am Main von Bündnis 90/Die Grünen. AnsprechpartnerInnen:

Beatrix Baumann (beatrix.baumann@gruene-frankfurt.de) und Bastian Bergerhoff (bastian@bastian-bergerhoff.de), VorstandssprecherInnen von Bündnis 90/Die Grünen Frankfurt am Main

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Fax +49 (0)69 96 37 687 - 40
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Vertretungsberechtige:
Beatrix Baumann
Bastian Bergerhoff (V.i.S.d.P)

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