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GRÜNE WOCHE 10/2020 (20.03.2020)

Liebe Freundinnen und Freunde,

ein Land nähert sich dem Stillstand - in der vielleicht schwersten Krise seit dem Ende des zweiten Weltkriegs, wie es die Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch formuliert hat. Ob die Maßnahmen helfen, werden wir erst in ungefähr zwei Wochen an den Zahlen zur Entwicklung der Corona-Verbreitung ablesen können. Was sie allerdings für die Menschen bedeuten, bekommen viele von uns schon viel kurzfristiger zu spüren. Im gesamten Kulturbereich im weiteren Sinne (also einschließlich der Club-Szene und von Catering und anderen Dienstleistern aus dem Bereich der gemeinsamen Gestaltung von Freizeit) stehen Existenzen auf dem Spiel, gehen Arbeitsplätze verloren und platzen Träume. Das gilt natürlich auch für viele kleinere Unternehmen und Selbstständige. Es ist eine Katastrophe in der Katastrophe.

Dieser Kahlschlag, die Unsicherheit und die Angst, die diese Menschen trifft, ist nur zu rechtfertigen, wenn dafür das noch größere Übel, nämlich die massive Überforderung unseres Gesundheitssystems und massenhaftes Sterben durch die unmittelbaren oder mittelbaren Folgen von Corona zu verhindern ist. Dafür sind wir aber nun alle mit verantwortlich. Wir sind der "Wirt", ohne den das Virus sich nicht verbreiten kann. Wir sind alle potenzielle Opfer, aber ebenso Täter*innen dieser Pandemie. Wir sollten uns also alle so verhalten, als wären wir infektiös - und als wären es auch alle anderen. Wenn wir das tun, haben wir eine Chance, die Ausbreitung zu stoppen. Wenn wir es nicht tun, wenn wir uns weiterhin "wie immer" mit Menschen treffen, dann sind sowohl die gesellschaftlichen Opfer umsonst wie auch die Leiden im Gesundheitssystem und an Corona nicht zu vermeiden. Denkt bitte daran und nehmt eure Verantwortung wahr!

In unserer speziellen Rubrik zur Corona-Krise und natürlich auch in einigen der Beiträge aus den Parlamenten findet ihr mehr. Und unsere Veranstaltungshinweise sind natürlich auch nicht wie üblich. Wir weisen in dieser und auch in den folgenden GRÜNEN WOCHEN auf digitale Veranstaltungen hin - denn das Leben geht natürlich auch jenseits von Corona weiter. Und wir (Taylan schreibt darüber) haben noch Glück im Unglück - und sollten trotz der emotional fordernden Lage nicht vergessen, dass andere Menschen unsere Hilfe noch viel dringender benötigen. Aus den Medien werden die Menschen an den europäischen Grenzen oder auf den Griechischen Inseln in den letzten Tagen eher durch den DAX verdrängt, verbessert hat sich für sie nichts, sondern die Lage hat sich dramatisch verschlechtert. Lasst uns das nicht vergessen!

Zumal wir uns vermutlich darauf einstellen müssen, dass die aktuelle Corona-Bedrohung länger anhalten wird. Wir müssen uns dann aber auch weiterhin um die sonstigen Herausforderungen kümmern. Vielleicht können wir aus der Krise auch gestärkt hervorgehen und einiges lernen: Mehr online-Kollaboration und weniger zeitraubende und ressourcenintensive Reisen. Mehr Achtsamkeit und Aufmerksamkeit und weniger Hektik. Mehr echte soziale Interaktion und weniger social distancing durch die Digitalisierung im privaten Bereich. Noch haben wir nicht den Zustand erreicht, in dem wir konstruktiv nach vorne schauen, aber er wird kommen.

Und deshalb auch noch ein Blick auf ein anderes - positives - Ereignis aus den letzten Tagen, das quasi komplett untergegangen ist: Den Ausgang der Kommunalwahlen in Bayern. Unsere GRÜNEN Kolleg*innen haben im Landesergebnis nach der CSU den zweiten Platz errungen und die SPD wie auch die Freien Wähler (traditionell stark in den bayrischen Kommunen) deutlich distanziert (und ihr Ergebnis um rund 50 % verbessern können). Die AfD kommt landesweit nichtmal auf 5 %. Und in München, Landshut, Bamberg und Würzburg sind die GRÜNEN stärkste Kraft in den Kommunalparlamenten. Großartige Ergebnisse, und viel Verantwortung. Den GRÜNEN wird etwas zugetraut, und das ist gut so. Wir sind sehr gespannt, wie sich das bei den anstehenden Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen im Herbst darstellen wird. Und fiebern natürlich auf die Kommunalwahlen in Hessen hin, die voraussichtlich am 14. März 2021 stattfinden werden - parallel zu den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Derzeit können wir uns nur digital vorbereiten, aber das tun wir: unter http://frankfurt-2026.antragsgruen.de sammeln wir noch bis Ende Mai Ideen und Vorschläge für das Kommunalwahlprogramm. Macht mit, bleibt gesund und seid vor allem vernünftig!

Beatrix + Bastian

Die heutigen Themen

CORONA-VIRUS

Die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und einzudämmen, ist aktuell wichtigstes Ziel. Auch die Frankfurter Grünen haben dafür am 16. März zahlreiche Maßnahmen und Empfehlungen beschlossen. So wurden alle öffentlichen Präsenzveranstaltungen in der direkten Verantwortung des Kreisverbands bis 19. April abgesagt. Weitere Informationen und aktuelle Links zur Corona-Krise findet ihr hier.

CALL FOR PAPERS

Ab sofort ist unser Call for Papers online freigeschaltet - das ist eure Ideensammlung für das Grüne Kommunalwahlprogramm 2021. Bis Ende Mai könnt ihr dort direkt eure Vorschläge einbringen. Wir haben die Freischaltung des Call for Papers vorgezogen, da wir aufgrund des Corona-Virus auch alle öffentlichen Veranstaltungen zur Vorbereitung auf die Kommunalwahl 2021 absagen mussten. Darunter leider auch das erst Mitte Februar sehr erfolgreich gestartete neue Format GRÜN HÖRT ZU. Umso mehr freuen wir uns nun auf eure rege digitale Teilnahme unter diesem Link!

NEUES VON

  • Martina Feldmayer: 222 Hessische Kommunen für mehr Klimaschutz
  • Marcus Bocklet: SARS-CoV-2 – solidarisch mit Vernunft und Verantwortung
  • Miriam Dahlke: Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen kaum verändert
  • Taylan Burcu: Corona-Virus: Die ohnehin schon Benachteiligten leiden am meisten
  • Mirjam Schmidt: 11,2 Milliarden Euro für Hessens Hochschulen – Der Hochschulpakt 2021-2025
  • Omid Nouripour: Syrien, Irak, Afghanistan, Nationaler Sicherheitsrat
  • Neues aus dem Europäischen Parlament: Eurogruppe zu COVID-19

TERMINE

Bundesweit und somit auch in Hessen und Frankfurt sind derzeit alle öffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen wegen des Corona-Virus untersagt. Aktuelle Termine wurden abgesagt oder langfristig verschoben, vieles findet "ersatzweise" digital statt. Heute haben wir für Euch deshalb eine kleine Auswahl interessanter digitaler Veranstaltungen zusammengestellt. Diese findet ihr hier.

    CORONA-VIRUS

    Der Corona-Virus breitet sich aus, und das geht sehr schnell. Diese Dynamik macht uns individuell, der Gesellschaft und der Politik große Probleme und wir sind aufgerufen, alles zu tun um sie einzugrenzen. Die Frankfurter Grünen haben dafür am 16. März zahlreiche Maßnahmen und Empfehlungen beschlossen. Diese findet ihr hier.

    Zuverlässige Informationen zu Corona gibt es auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html), das in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung immer aktuelle Informationen auswertet und aufarbeitet, und auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html).

    In Frankfurt ist das Gesundheitsamt für Information und Aufklärung sowie fachlich für die Risikobewertung zuständig. Auch hier finden sich hervorragende, erfahrene Expert*innen. Informationen für Bürger*innen, zur aktuellen Lage, für medizinisches Personal, für Veranstalter*innen und für Flugreisende findet man hier: https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/gesundheitsamt/informationen-zum-neuartigen-coronavirus-sars-cov-2.

    Mehrsprachige Informationen zum Corona-Virus gibt es zudem unter folgenden Links:
    https://www.kompetenzzentrum-vielfalt-hessen.de/aktuelles/mehrsprachige-informationen-des-ministeriums-zu-corona/
    https://integrationskompass.hessen.de/
    https://handbookgermany.de/de/live/coronavirus.html
    https://handbookgermany.de/ar/live/coronavirus.html
    https://handbookgermany.de/en/live/coronavirus.html
    https://handbookgermany.de/fa/live/coronavirus.html
    https://handbookgermany.de/fr/live/coronavirus.html
    https://handbookgermany.de/ps/live/coronavirus.html

    Auf Twitter: twitter.com/IntegrationBund/status/1239595687907594249 <https://twitter.com/IntegrationBund/status/1239595687907594249>

    Auf Instagram: https://www.instagram.com/p/B9zdqEcKUvW/

    Neues von Martina Feldmayer

    222 Hessische Kommunen für mehr Klimaschutz

    Seit dieser Woche ist mit Langgöns die 222. Kommune in Hessen zur „Klimakommune“ geworden und wird vom Land Hessen besonders stark im Kampf gegen die Klimakrise unterstützt. Damit sind jetzt mehr als die Hälfte der Hessischen Kommunen Teil des Netzwerkes, für die das Land im Jahr 2020 insgesamt 5,5 Millionen Euro zur Verfügung stellt, um kommunale Klimaschutzmaßnahmen mitzufinanzieren. Kommunen, die sich dem Bündnis anschließen, profitieren von erhöhten Fördersätzen über die Klimarichtlinie des Landes. Darüber hinaus sind sie Teil eines Netzwerks, deren Mitglieder sich bei verschiedenen Veranstaltungen zu Themen des Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel austauschen sowie voneinander lernen.

    Neues von Marcus Bocklet

    SARS-CoV-2 – solidarisch mit Vernunft und Verantwortung

    Gemeinsam können wir die Verbreitung der Corona-Pandemie verlangsam. Dazu sind Maßnahmen nötig, die unser Berufs- und Freizeitverhalten betreffen. Auch wenn mir das Wochenende ohne Stadion schwerfällt und Kinderbetreuung zu Hause eine echte Aufgabe ist – Solidarität zeigt sich in Vernunft und Verantwortung jede*r/s Einzelne*n. Und auf die kommt es an, denn sie hilft ältere und vorerkrankte Menschen zu schützen, also seid dabei! Eine letzte Bitte: Unterstützt jetzt die Behörden und Regierungen in Stadt und Land. Nach der Krise werden wir genug Zeit haben alles auszuwerten und daraus zu lernen. Wir sind eine antiautoräre Partei - das ist grundsätzlich prima- doch in der Krise hilft auch einfach einmal das zu befolgen, was viele Expert*innen nach stundenlangen Debatten verfügen. In diesem Sinne: Bleibt vernünftig und gesund!

    Zum GRÜNEN Positionspapier gehts hier. Weitere Links zu aktuellen Informationen, Fallzahlen und Empfehlungen findet ihr direkt hier in der Grünen Woche.

    Neues von Miriam Dahlke

    Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen kaum verändert

    Am Dienstag war „Equal Pay Day“. Das ist der Tag, bis zu dem Frauen länger arbeiten müssen, um das Gehalt verdient zu haben, das ihre männlichen Kollegen bereits am 31. Dezember auf dem Konto hatten. Obwohl der „Equal Pay Day“ diesmal sogar einen Tag früher liegt als 2019, hat sich der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen in zehn Jahren kaum verändert. In Deutschland beträgt er 21 Prozent – das ist der zweithöchste Wert innerhalb Europas. In diesem Jahr steht der „Equal Pay Day“ unter dem Motto: „Auf Augenhöhe verhandeln“.  Auf Augenhöhe über ihr Gehalt verhandeln können Arbeitnehmer*innen aber nur, wenn sie Zugang zu den dafür nötigen Informationen haben. Das Entgelttransparenzgesetz verpflichtet die Unternehmen zwar zur Offenlegung ihrer Gehaltsstrukturen und zur Auskunft über das Gehalt im Vergleich zum Gehalt von Kolleg*innen. Es muss aber erweitert werden und für alle Betriebe gelten, unabhängig von der Zahl der dort Beschäftigten. Die Abschaffung des Ehegattensplittings und ein allgemeines Recht auf Rückkehr in eine Vollzeitstelle sind weitere notwendige Maßnahmen, um die ungleiche Entlohnung endlich zu beenden. Und wer weiß – vielleicht ist die Corona-Krise ein Anlass, um endlich einmal ernsthaft über bessere Arbeitsbedingungen und Gehälter in den traditionell frauendominierten Pflegeberufen nachzudenken.

    Für Gleichberechtigung, Frauenrechte und Feminismus und gegen Sexismus und Diskriminierung machen sich in Frankfurt viele großartige Menschen stark. Über 100 von ihnen hat die Fotografin Katharina Dubno in der Ausstellung „This Is What A Feminist Looks Like – in Frankfurt“ portraitiert. Aufgrund der Corona-Krise könnt ihr die Ausstellung derzeit, wie bisher auch, nur online sehen – auf der Webseite sowie auf Instagram.

    Wenn die Galerie Heusenstamm ihre Tore wieder öffnen kann, solltet ihr euch die Bilder nicht entgehen lassen!

    Mehr dazu auch auf meiner Webseite.

    Neues von Taylan Burcu

    Corona-Virus: Die ohnehin schon Benachteiligten leiden am meisten / unhaltbare Zustände an der EU-Außengrenze

    Nicht nur Kanzlerin Merkel hat es in den vergangenen Tagen immer wieder klar gemacht: Die Corona-Pandemie schränkt uns alle erheblich in unserem Alltag ein. Wir müssen uns solidarisch und einsichtig zeigen, um die daraus resultierende Krise in den Griff zu bekommen. Wir müssen gemeinsame Anstrengungen unternehmen und versuchen, uns alle bestmöglich zu schützen, um das Virus gemeinsam mit dem geringstmöglichen Schaden zu überstehen.

    Doch andere, ohnehin benachteiligte gesellschaftliche Gruppen, vorwiegend in ärmeren oder mit einem schlechteren Gesundheitssystem ausgestatteten Ländern und häufig in einer erheblich schlechteren wirtschaftlichen Situation, können sich nicht in gleichem Maße vor der Pandemie schützen und leiden viel stärker darunter. Italien wurde von der Schwere der Corona-Welle überrascht und muss bei etwa jeder zehnten Infektion eine*n Tote*n beklagen.

    Unhaltbare Zustände auf den griechischen Inseln

    Gerade an der EU-Außengrenze zur Türkei herrschen zudem aktuell Zustände, die für die Menschen dort kaum erträglich sind. Die Versorgungslage der Geflüchteten in den Lagern auf den griechischen Inseln Moria und Lesbos ist katastrophal. Außerdem marodieren hier Rassisten*innen, und Menschen werden von staatlichen Akteuren*innen in Lebensgefahr gebracht oder nicht aus ihr befreit. Und auch auf Lesbos bereiten sich die Leute jetzt auf den Kampf gegen COVID-19 vor, wie insbesondere unser GRÜNER Europaabgeordneter Erik Marquardt in seinem Blog derzeit berichtet. Doch die Voraussetzungen dafür sind hier, mitten in der Europäischen Union, und dort, an deren Außengrenze, äußerst ungleich.

    Wir können uns nicht nur weitaus besser schützen vor der Corona-Pandemie, als die Geflüchteten in Griechenland, wir genießen in der Europäischen Union auch ansonsten ein ungemein höheres Maß an Sicherheit, Freiheit und Wohlstand. Es sollte daher selbstverständlich sein, zumindest besonders Schutzbedürftige wie etwa unbegleitete Kinder, Schwangere, allein reisende Frauen oder schwer Traumatisierte aufzunehmen und auch ihnen ein Mindestmaß an Humanität zu gewähren. So hat es zuletzt auch unsere GRÜNE Bundestagsfraktion gefordert – jedoch leider ohne breite Unterstützung aus anderen Fraktionen im Parlament. Doch davon dürfen wir uns, so schwer es auch fällt, auch weiterhin nicht abschrecken lassen. Wir müssen beständig weiter für europäische Lösungen einer solidarischen Zusammenarbeit werben, und die Bundesregierung sollte weiterhin dahingehend unter Druck gesetzt werden, dass sie mindestens bestimmte Gruppen, die besonders unter der misslichen Lage an der EU-Außengrenze leiden, aus dieser befreit! Außerdem müssen alle beteiligten Akteure*innen endlich ihre eigenen Interessen hinter humanitäre Erfordernisse stellen. Die notleidenden Menschen dürfen nicht zum Spielball politischer Interessen werden!

    Neues von Mirjam Schmidt

    11,2 Milliarden Euro für Hessens Hochschulen – Der Hochschulpakt 2021-2025

    Nach langen Verhandlungen mit den 14 hessischen Hochschulen, konnte die Landesregierung letzte Woche mit dem Hochschulpakt 2012-2015 einen Finanzierungsplan vorlegen, der Hessen an die Spitze des Ländervergleiches bringt. Zwischen 2021 und 2015 sollen insgesamt 11,2 Milliarden Euro in die hessischen Hochschulen investiert werden. Hochschulen sollen noch besser in der Lehre werden, ihr Profil schärfen und mehr Chancengleichheit bieten. Dafür wurden mit dem Hochschulpakt gute Voraussetzungen geschaffen, damit sich die Hochschulen weiterentwickeln können.

    Der gebildete Sockel für die Finanzierung soll jedes Jahr um 4 Prozent wachsen. Zusätzlich gibt es verbindliche Ziele für eine bessere Lehre, mehr Chancengleichheit, eine bessere Betreuungsrelation, gute Beschäftigungsverhältnisse und mehr Nachhaltigkeit. So soll zum Beispiel die Anzahl der betreuten Studierenden pro Professor*in von 72 auf 62 gesenkt werden. Zusätzlich soll es 300 zusätzliche W-Stellen für Professor*innen geben. Finanzielle Anreize soll es auch für Gerechtigkeit und Repräsenz der Hochschulen geben, so sollen beispielsweise Personen mit Migrationshintergrund durch Mentoringprogramme Förderung erhalten oder Frauen in ein chancengleiches Karrieremanagement miteinbezogen werden.

    Jede Hochschule soll außerdem eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln, mit der sie sich den Klimaschutzzielen der Landesregierung anschließt und einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt leistet. Alle weiteren Infos in der Pressemitteilung des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

    Neues von Omid Nouripour

    Syrien, Irak, Afghanistan, Nationaler Sicherheitsrat

    In Syrien ist das zehnte Kriegsjahr angebrochen. Mehr als zwölf Millionen Syrier mussten im Laufe des Krieges fliehen, rund 6,7 Millionen davon in ein anderes Land. Mehrere hunderttausend Menschen haben ihr Leben verloren. Wie dürfen uns nicht an die Bilder von Krieg und Vertreibung gewöhnen. Erst als es wieder zu größeren Fluchtbewegungen in Idlib kam, richtete sich die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf den Konflikt. Das ist beschämend, denn tagtäglich sterben Menschen oder werden vertrieben. Die Situation in den notdürftig errichteten Flüchtlingslagern an der türkischen Grenze ist verheerend. Den Menschen fehlt es am Nötigsten. Die Menschen brauchen mehr denn je unsere volle Unterstützung. Lest dazu auch meine Pressemitteilung zum zehnten Kriegsjahr in Syrien.

    Dass die Regierung im Irak kaum mehr Einfluss und Zugriff auf die eigenen Streitkräfte hat, ist ein riesiges politisches Problem. Das darf nicht verschwiegen und die Bewältigung des Problems nicht auf die deutschen Truppen abgewälzt werden. Mehr zum Thema in meiner Rede im Bundestag zum Anti-IS-Mandat der Bundesregierung.

    Die Menschen in Afghanistan haben unsere Hilfe beim weiteren Staatsaufbau verdient Das gilt unabhängig davon, wie wir zum Mandat „Resolute Support“ stehen. Zur Fortsetzung der Beteiligung der Bundeswehr am NATO-geführten Einsatz habe ich letzte Woche eine Rede im Bundestag gehalten.

    Die FDP hat die Schaffung eines Nationalen Sicherheitsrats beantragt. Wir brauchen aber keine neuen Namen für Gremien, die es eigentlich schon gibt. Stattdessen müssen wir bereits bestehende Gremien nutzen und weiterentwickeln. Dabei geht es nicht nur um mehr Sicherheit. Vielmehr müssen zivile Krisenbearbeitung und zivile Krisenprävention gestärkt werden. Dafür braucht es auch die nötigen Mittel und den entsprechenden Willen. Mehr dazu in meiner Rede im Bundestag.

    Neues aus dem Europäischen Parlament

    Eurogruppe zu COVID-19: Finanzminister verpassen Chance für eine europäische Antwort

    Am 17. März trafen sich die Finanzminister der Euroländer zu einer Videokonferenz. Auf der Tagesordnung stand die Reaktion der Euro-Länder auf die wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19. Die Minister erzielten keine Einigung über neue kollektive oder koordinierte Maßnahmen, sondern akzeptierten lediglich die Initiativen der Kommission, der EBA und der EZB sowie die verschiedenen Maßnahmen auf nationaler Ebene. Nach Angaben der Euro-Finanzminister belaufen sich die bereits beschlossenen fiskalischen Maßnahmen auf 1% der EU-Wirtschaftsleistung und die Liquiditätshilfe auf 10% der Wirtschaftsleistung. Die Minister forderten die Flexibilität des Stabilitätspakts voll auszuschöpfen und Ausnahmen von den Regeln für staatliche Beihilfen um nationale Nothilfe zu ermöglichen.

    Die grünen Abgeordneten im Wirtschaftsausschuss des Europaparlament hatten die Finanzminister in einem gemeinsamen Brief zu einem entschlossenen Vorgehen aufgefordert. Die Abgeordneten fordern eine rasche Umsetzung der von der EU-Kommission versprochenen Flexibilität in den EU-Haushaltsregeln, die sofortige Aktivierung der ESM-Kreditlinien für Euro-Länder in finanziellen Schwierigkeiten, eine Kreditlinie der EIB für kleine und mittlere Unternehmen, ein grünes Konjunkturprogramm, das von der ESM finanziert wird, und einen Fahrplan für die Vollendung der Europäischen Banken- und Finanzunion. Zu den Unterzeichnern gehören Sven Giegold, Ernest Urtasun (Spanien), Damien Carême, Karima Delli, Claude Gruffat (alle Frankreich), Henrike Hahn (Deutschland), Philippe Lamberts (Belgien), Ville Niinistö (Finnland) und Kira Peter-Hansen (Dänemark).

    Zum kompletten Beitrag sowie einem Statement von Sven Giegold, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament und Ernest Urtasun, grüner Abgeordneter im Wirtschafts- und Währungsausschuss, geht es hier. Zum gemeinsamen Brief der grünen Europaabgeordneten im ECON hier.

    Neue Webinar Serie der Europa Grünen

    Wegen der Corona-Krise haben die Grünen im Europäischen Parlament ein neues Online-Format gestartet: "GrüneEuropaWebinare" - mit Grünen Europaabgeordneten und viele Referent*innen.

    Die nächsten drei Themen und Termine sind:

    "Wie verbessern wir das Europäische Klimagesetz? von Michael Bloss mit Luisa Neubauer (Klima-Aktivistin) am Sonntag, 22.03, 18.00 Uhr. Teilnahme nur mit Anmledung über diesen Link.

    "Gender Equality in EU’s Foreign and Security Policy" von Hannah Neumann am Donnerstag, 26.03, 20.00 Uhr. Teilnahme nur mit Anmledung über diesen Link.

    "Ukraine - Wende zu Russland?" von Viola von Cramon mit Sergej Sumlenny (Büroleiter der Heinrich Böll Stiftung in der Ukraine) am Freitag, 27.03, 18.00 Uhr. Teilnahme nur mit Anmledung über diesen Link.

    25. März: Eröffnung Online Ausstellung #neuland

    Museum für Kommunikation

    Das Frankfurter Museum für Kommunikation bietet schon seit längerem Online AUsstellungen und virtuelle Rundgänge an. Wegen der Corona-Krise wird so auch die neue Sonderausstellung „#neuland: Ich, wir & die Digitalisierung“ am 25. März zunächst ausschließlich online eröffnet. Weitere Informationen dazu sowie zu allen weiteren Online Austellungen und virtuelle Rundgängen auf der Webseite des Museums für Kommunikation.

    Wann? Mittwoch, 25. März, 19 Uhr

    25. März: Livestream "Humor ist...! Die Sofa Sitzung"

    Livevideokonferenz der Evangelischen Akademie Frankfurt zur ZDF-Sendung "Die Anstalt"

    Dietrich Krauß, Redakteur der ZDF-Satiresendung "Die Anstalt",  wird in der Zoom-Video-Konferenz berichten, wie die Sendung unter sehr besonderen Bedingungen entstanden ist. Saba-Nur Cheema von der Bildungsstätte Anne Frank wird mit dabei sein und ihre Perspektive auf die Sendung und die damit verbundenen gesellschaftlichen Fragen mit Dietrich Krauß diskutieren. Unbedingt vorab ganz gemütlich zu Hause die aktuelle Sendung anschauen - entweder Live am 24.3.2020 im ZDF in der Mediathek.

    Die Livevideokonferenz kann dann wahlweise auf YouTube oder Zoom angeschait werden. Weitere Informationen hier.

    Referent: Dr. Dietrich Krauß, Redakteur „Die Anstalt“, Leitung: Matthias Blöser, Jana Kötter, Hanna-Lena Neuser, Kooperationspartner: Westend Verlag, Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN

    Wann? Mittwoch, 25. März, 19.30 Uhr

    Dienstag, 7. April: Gegenargument online – Hate Speech widersprechen

    Webinar der Heinrich-Böll-Stiftung

    Rechte Argumentationen, Fake-News oder rassistische Hassrede in den sozialen Netzwerken rücken verstärkt in unser Blickfeld: Online-Kommunikation beeinflusst erheblich, welchen Erfolg extreme Rechte und Rassist/innen in der Gesellschaft, bei Wahlen und im eigenen Umfeld haben. Auf der anderen Seite wird deutlich, wie wichtig es ist, in unterschiedlichen Online-Situationen Farbe zu bekennen und rechter Demagogie den Raum streitig zu machen. Online argumentieren ist somit kein „Sofa-Aktivismus“ mehr, sondern zu einer ernstzunehmenden Herausforderung für die Zivilgesellschaft geworden.

    Das zweistündige Webinar "Gegenargument online – Hate Speech widersprechen" ermöglicht einen Einstieg in die Online-Courage: Ob Diskussion mit Freund/innen, Forumsdebatten oder regionale Facebook Gruppen – wir stellen vor, welche Kommunikationssituationen unterschieden werden können und welche Handlungsoptionen sie uns bieten. Diskutieren, positionieren, anzeigen? Die Teilnehmenden schärfen ihr Bewusstsein dafür, wie sie in diesen Situationen jeweils sinnvoll handeln können und wollen.

    Die Teilnahme am Webinar ist kostenfrei. Teilnahme nur nach Anmeldung über die Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung.

    Wann? Dienstag, 7. April 2020, 18.00 - 20.00 Uhr


    HINWEIS:
    Anfragen und Anmerkungen bitte an den Kreisverband:
    kreisverband@gruene-frankfurt.de


    Dieser Newsletter ist ein Informationsdienst des Kreisverbandes Frankfurt am Main von Bündnis 90/Die Grünen. AnsprechpartnerInnen:

    Beatrix Baumann (beatrix.baumann@gruene-frankfurt.de) und Bastian Bergerhoff (bastian@bastian-bergerhoff.de), VorstandssprecherInnen von Bündnis 90/Die Grünen Frankfurt am Main

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    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Frankfurt
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    Vertretungsberechtige:
    Beatrix Baumann
    Bastian Bergerhoff (V.i.S.d.P)

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