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GRÜNE WOCHE 12/2020 (03.04.2020)

Liebe Freundinnen und Freunde,

während wir auf den von Wissenschaftler*innen wiederholt angekündigten Tsunami von Schwerstkranken warten und hoffen, dass die Welle nicht zu hoch sein wird und alle behandlungsbedürftigen Menschen von den Krankenhäusern versorgt werden können, ist draußen vor dem Fenster Frühling – noch nicht an den Temperaturen spürbar, aber der Himmel ist seit Tagen überwältigend blau und überall ploppt es grün und bunt auf und die Vögel legen sich auch schon ordentlich ins Zeug. Manchmal scheint das ganz unwirklich, all diese harten und vorübergehend in unsere Grundrechte eingreifenden Schutzmaßnahmen, denen wir nun alle recht diszipliniert folgen, die Fernsehbeiträge über italienische und spanische und New Yorker und iranische Zustände, die täglichen Meldungen, wie stark die Anzahl der Todesfälle gestiegen ist – und im Gegensatz dazu die Ruhe draußen und die würzige Luft und der beginnende Frühling. Was davon ist jetzt der Kinofilm?

Und es gibt viele, die in den vergangenen Wochen - im Gegensatz zu uns im physical distancing mit homeoffice - überhaupt keine Ruhe mehr hatten: die vielen Entscheider*innen und Mitarbeiter*innen in Politik und Verwaltung, die wissenschaftlichen Expert*innen, die zahlreichen Forscher*innen und all die unermüdlichen Menschen in systemrelevanten Berufen (systemrelevant ist auch so ein verniedlichender Begriff, Knochenjobs sind das zumeist, psychische und physische Schwerstarbeit ist das). Da arbeiten im Hintergrund sehr viele Menschen ununterbrochen daran, unsere Gesundheits- und Sozialsysteme aufrechtzuerhalten und gleichzeitig auf die mit Sicherheit kommende Welle vorzubereiten – mit großartigen Erfolgen. Einer davon ist unser Gesundheitsdezernent Stefan Majer, der letzte Woche unter dem Titel „Tagebuch eines Entscheiders“ der "FAZ" Einblick gegeben hat in seinen Terminkalender in Zeiten der Coronakrise, ihr findet das online. Das auch in Verantwortung unseres Gesundheitsdezernenten stehende Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt hat übrigens online zahlreiche Informationen zu Corona und dem Umgang damit zusammengestellt, ihr findet sie hier

Und heute meldet zum Beispiel "Spiegel online" im täglichen Coronavirus-Newsletter, dass „die Kliniken in Deutschland die Zahl der Intensivbetten von etwa 28.000 auf rund 40.000 erhöht haben (… ) Zugleich stieg die Zahl der Betten mit Beatmungsgerät seit Beginn der Pandemie von etwa 20.000 auf mittlerweile rund 30.000.“ Eine unglaubliche Leistung von sehr vielen sehr findigen Menschen. Überhaupt sind in diesem und anderen Blogs, in den Zeitungen und Nachrichten, auf Facebook und Instagram neben all den Schreckensmeldungen in den vergangenen Tagen mehr und mehr solcher ermutigenden Nachrichten zu sehen und zu lesen – dass deutsche Krankenhäuser Patient*innen aus Italien und Frankreich behandeln, dass sich tausende von Initiativen bilden, die nachbarschaftliche Hilfen organisieren oder einfache Schutzmasken nähen, dass Fielmann Schutzbrillen für Ärzt*innen fabriziert, ALDI mit Sonderzügen Pasta aus Italien holt (kein Fake!) und Volkswagen angekündigt hat, Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel und Schutzanzüge im Wert von rund 40 Millionen Euro in China zu kaufen und spenden will (sie haben ja auch was wieder gut zu machen). Das und mehr zu lesen hier.

In der vergangenen Woche haben Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat das größte Hilfspaket in der Geschichte Deutschlands, das „Corona-Schutzschild“ beschlossen. Trotz mancher Kritik in Details und weitergehender Vorschläge wurde das Hilfspaket aus Überzeugung auch von der Grünen Bundestagsfraktion mitgetragen (und von allen anderen demokratischen Oppositionsparteien), mehr dazu findet ihr hier.

Das Land Hessen hat unter Federführung unseres Grünen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir unter anderem die Corona-Soforthilfe für Selbstständige, Freiberufler und kleine Betriebe und andere Fördermaßnahmen des Bundes-Programms, die über die Bundesländer umgesetzt und von ihnen mit eigenen Mitteln ergänzt werden, schnellstens auf den Weg gebracht. Bereits am Sonntag waren online Erläuterungen zur Antragstellung zu finden, am Montagmorgen konnten die Anträge online auf den Weg bracht werden und am Dienstag trafen bereits die ersten Bewilligungen ein. Mehr dazu hier.

Rund um diese beiden Themen noch ein paar Links:

Gesundheitsdezernent Stefan Majer informiert über Unterstützung für vulnerable Gruppen, hier insbesondere drogenkonsumierende Menschen 

Umwelt- und Frauendezernentin Rosemarie Heilig fordert: "Wer schlägt, muss gehen" und ruft mit Rap „Stay home“ zur Einhaltung der Regeln im Freien auf.

Robert Habeck fordert Evakuierung griechischer Flüchtlingslager

Annalena Baerbocks Forderungen an die Bundesregierung nach der Schalte von Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsident*innen am 1.4.20 (bis Minute 2:30) 

Ulle Schauws, MdB und Ricarda Lang, stv. Bundesvorsitzende der Grünen: Frauen in der Corona-Krise schützen und unterstützen

Und zu guter Letzt noch eine ermutigende Nachricht aus Neuseeland, die nichts, garnichts mit Corona zu tun hat. Sie zeigt einen politischen Fortschritt, den wir Feministinnen auch hier in Deutschland erreichen wollen. Danke an Jacinda Ardern, die Mehrheiten errungen hat und ihre Wahlversprechen nach und nach umsetzt: Nach teilweise bewegender Debatte stimmt Neuseelands Parlament für eine Entkriminalisierung der Abtreibung

Ein langes Intro, weil so viel los ist – aber vielleicht haben viele von euch auch viel Zeit zum Lesen. Mehr Spannendes findet ihr auf den folgenden Seiten. Bleibt körperlich auf Abstand und wenn ihr könnt zuhause - und bleibt in Herz und Kopf nah beieinander. Wir bleiben das mit euch auch – jetzt, wo wir herausgefunden haben, wie gut die Kommunikation auch mit Videokonferenzen funktioniert. Mehr dazu hier!

Herzliche Grüße und bleibt gesund!

Beatrix + Bastian

 

Die heutigen Themen

NEU: "GRÜNER ONLINE DIALOG"

Euer Informations- und Diskussionsbedarf hört trotz und wegen Corona nicht auf. Nächste Woche starten wir deshalb ein neues digitales Format: "Grüner Online Dialog". Das sind persönliche Videokonferenzen mit unserern Grünen Profis aus dem Hessischen Landtag, zu denen ihr euch live zuschalten und bei denen Ihr mitreden könnt. Alle Infos hier.

NEU: ERKLÄRVIDEOS

Ihr braucht ein bißchen Hilfe, um ins Grüne Netz/Die grüne Wolke zu kommen?
Ihr wisst nicht mehr so genau, wie die Sache mit dem Antragsgrün konkret funktioniert?
Dann schaut mal in unsere Erklärvideos, die das sehr einfach und leicht verständlich auf den Punkt bringen. (Großer Dank an dieser Stelle auch an Agnes Fuge von der Grünen Jugend, die die Videos erstellt hat).
Video: Das grüne Netz / Die grüne Wolke
Video: Antragsgrün / Wie arbeite ich am Kommunalwahlprogramm mit?

CALL FOR PAPERS

Seit Mitte März ist unser Call for Papers online freigeschaltet - das ist eure Ideensammlung für das Grüne Kommunalwahlprogramm 2021. Bis Ende Mai könnt ihr hier direkt eure Vorschläge einbringen.

CORONA-VIRUS

Aktuelle Informationen und Links zur Corona-Krise findet ihr auf unserer Website sowie in zahlreichen News unserer Fraktions-, Landes-, Bundes- und Europaabgeordneten in dieser Grünen Woche.

NEUES VON

TERMINE

Wegen des Corona-Virus sind derzeit alle öffentlichen Termine abgesagt oder langfristig verschoben. Vieles findet "ersatzweise" digital statt. Wir haben für euch eine kleine Auswahl interessanter digitaler Veranstaltungen zusammengestellt.

#wirbleibenzuhause

Und weil es in diesen Zeiten manchmal auch gut tut, einfach nur ein gutes Buch zu lesen oder einen schönen Film zu schauen, geben euch Mitgliedern des Kreisvorstands ein paar sehr persönliche Buch- und Filmtipps.

    Neues von Rosemarie Heilig

    Häusliche Gewalt gegen Frauen: Wer schlägt, der geht

    Die Kriminalstatistik zeigt, dass allein in Frankfurt 2019 insgesamt 1.238 Frauen von häuslicher Gewalt betroffen waren. Die Dunkelziffer wird höher eingeschätzt. Durch die aktuellen Ausgangsbeschränkungen verschärft sich die Situation in manchen Familien. Um Frauen und Kinder vor häuslicher Gewalt zu schützen, gibt es das Gewaltschutzgesetz. Die Polizei kann ein Näherungs- und Kontaktverbot durchsetzen. Die Täter werden aus der gemeinsamen Wohnung verwiesen und dürfen sich nicht mehr nähern. So können Frauen und Kinder in ihrer Wohnung bleiben und müssen nicht ins Frauenhaus. Auch eine aufmerksame Nachbarschaft kann schützen. Bürger*innen die häusliche Gewalt mitbekommen, sollten unter 110 die Polizei rufen. Mehr Infos findet ihr auch hier.

    „Stay home“, ein Rap wird zum Appell in Zeiten der Corona-Pandemie

    „Stay home“ ein Song gemacht für die Zeit der Corona-Pandemie in Frankfurt: „Nur 30 Sekunden – komm, wasch die Hände“ heißt es in dem anderthalb Minuten langen Video. „Bleib cool und halt einfach die Abstände. Mach die Moves, ey, good vibes in the house – ganz entspannt, ganz relaxed und mach was draus. …“ so geht es nahtlos weiter. Getextet von der Rapperin Janina Jackson und dem Produzenten Jens Dietrich. Aufgenommen im Studio der Kommunikations-Agentur site-works im Zentrum der Stadt. Keine Außenaufnahmen. Die Frankfurter Skyline bleibt draußen. „So ist das in Zeiten von Corona: „Stay home“ das gilt für uns alle. Wer zuhause bleibt, sich an die Regeln hält, handelt verantwortungsbewusst. Das ist cool. Nicht, wer dagegen verstößt und sich und andere damit in Gefahr bringt“, sagt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. Das Video war ihre Idee: Mit ihm will die Dezernentin jene erreichen, die sich nicht an die Regeln auf Zeit halten: Zuhause bleiben, Abstand halten, nicht in Gruppen unterwegs sein. „Vergangene Woche mussten wir auf Grund der Pandemie Spielplätze, Skate- und Rolleranlagen sperren. Auch die Calisthenicsanlagen im Hafenpark dürfen nicht genutzt werden. Ich weiß, das ist für viele Sportler*innen hart“, so Heilig. Ein überwiegender Teil der Frankfurter*innen halte sich an die Sperrung. Ein anderer Teil aber - darunter viele Jugendliche und junge Erwachsene - ignoriere das Verbot aber und mache dort weiter Sport. Der Rap soll sensibilisieren und gleichzeitig den richtigen Ton treffen.

    Hier geht es zum Song Download und zum Video.

    Neues von Martina Feldmayer

    Aufschub der Düngeverordnung

    Die Düngeverordnung ist beschlossen. Das ist gut so, geht es doch um eines der wichtigsten Güter, die wir haben: unser Wasser. Seit langem ist bekannt, dass wir ein Problem mit Nitrat im Grundwasser haben. Die Bundesregierung hat den Landwirt*innen zu lange vorgemacht, dass man kaum eine Änderung vornehmen muss. Das hat sich gerächt, unter anderem mit einem Vertragsverletzungsverfahren durch die EU, außerdem drohten Strafzahlungen. Die Umsetzung in den Roten Gebieten wird ab dem 1. Januar 2021 erfolgen. So haben die Landwirt*innen auch in Zeiten der Corona-Epidemie noch etwas mehr Zeit. Die Pressemitteillung unseres Landwirtschaftsministeriums findet ihr unter diesem Link.

    Neues von Marcus Bocklet

    Hessen nimmt 14 Patient*innen aus Italien und Frankreich auf

    Die kommende Tage und der mögliche Anstieg der Corona-Infektionen werden über die weiteren Maßnahmen und unseren Alltag entscheiden. Bis dahin hat Hessen zehn italienische und vier französische Corona-Patient*innen aus unseren Partnerregionen, der Emilia-Romagna und Nouvelle-Aquitaine, zu uns in intensivmedizinischer Behandlung genommen. Während das Virus derzeit dort zu dramatischen Engpässen führt, ist mindestens solange unsere hessische Kapazitäten des Notfallsystems dies rechtfertigen, diese Hilfe nicht nur angemessen, sondern ein Gebot der Menschlichkeit. Mehr zur hessischen Versorgungssituation in meiner Pressemeldung sowie in der Pressemeldung des HSMI.

    Neues von Taylan Burcu

    60 Jahre nach dem Aufbruch: Vom "Ihr" zum "Wir"?

    In den vergangenen Tagen haben sich zwei der insgesamt neun von den Bundesregierungen der Nachkriegszeit abgeschlossenen Anwerbeabkommen zur Zuwanderung von Arbeitskräften zum 60. Mal gejährt. Am 29. und 30. März 1960 wurden derartige Verträge mit Spanien und Griechenland geschlossen. Sie stellten fünf Jahre nach dem Verhandlungsabschluss mit der italienischen Regierung den Auftakt zu einer Reihe von Anwerbeabkommen auch mit der Türkei, Marokko, Südkorea, Portugal und Tunesien in den nächsten fünf Jahren dar. Sie bedeuteten für viele Menschen aus verschiedenen Teilen dieser Welt einen Aufbruch, aber auch ein Wagnis und leider nicht immer nur Glück und Erfolg. Auch meine Eltern waren Teil jener Migrationsbewegung und haben all dies persönlich miterlebt. Doch ihren zahlreichen Entbehrungen ist diese Generation glücklicherweise mit viel Mut und Zuversicht begegnet. Was sie in der Folge auf jeden Fall brachte, ist eine kulturelle Bereicherung für unsere Gesellschaft und einen wirtschaftlichen Boom, zu dem die Arbeit jeder*s Einzelnen einen wichtigen Beitrag geleistet hat.

    Seit vielen Jahrzehnten ist kulturelle Vielfalt in Deutschland also nun Realität und das gesellschaftliche Zusammenleben in allen Facetten durch Migration geprägt. Unser Ziel muss es nach wie vor sein, diese Realität anzuerkennen und den Weg, in der Integrationspolitik vom „Ihr“ zum „Wir“ zu gelangen, konsequent weiter zu gehen. Denn nur so können wir uns alle gemeinsam weiterentwickeln und auch voneinander lernen.

    In Zeiten der Herausforderungen durch Covid-19 müssen jedoch wieder Grenzen geschlossen werden und die europäische Solidarität gerät unter Druck. Dabei sehen wir gerade jetzt, wie wichtig der Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfe und Unterstützung über Grenzen hinweg - auch innerhalb von Gesellschaften - ist. Solidarität haben wir GRÜNE in der Hessischen Landesregierung zum Beispiel kürzlich mit der Aufnahme von Patient*innen aus unseren Partnerregionen in Italien und Frankreich gezeigt.

    Das Virus kennt keine Staatsangehörigkeit, keine Herkunft oder Religion.

    In diesem Sinne hoffe ich auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Pandemie-Folgen und sehe mit einem zuversichtlichen und solidarischen Blick in die Zukunft.

    Neues von Omid Nouripour

    Corona weltweit

    Die ganze Welt ist von der Covid 19-Pandemie betroffen. Etwa 50.000 Menschen weltweit sind bereits gestorben und die Infektionswellen haben noch längst nicht ihre Höhepunkte erreicht. Und trotzdem gibt es immer noch Entscheidungsträger wie den brasilianischen Präsidenten Bolsonaro, die die Corona-Epidemie als „leichte Grippe“ verharmlosen oder gänzlich verneinen. Dass Twitter Fake-Nachrichten eines Präsidenten löscht, ist ein Novum, aber in diesen Zeiten zum Schutz gegen die Pandemie unerlässlich. Die Bundesregierung muss sich bei der Weltgesundheitsorganisation dafür einsetzen, dass die WHO die Rhetorik Bolsonaros als das darstellt, was sie ist: tödlicher Unsinn.

    Auch im Iran wurde Corona zunächst nicht ernst genommen, weshalb die Epidemie sich rapide verbreiten konnte. Das Gesundheitssystem ist massiv überfordert. Es fehlt an medizinischen Geräten, Medikamenten und vielem mehr. Die Menschen im Iran brauchen nun schnell Hilfe. Die US-Sanktionen verschlimmern die Lage erheblich und müssen weg. Gerade für Inhaftierte, die in der Regel unter menschenunwürdigen und hygienisch hochgradig mangelhaften Bedingungen leben, stellt das Virus ein besonderes Risiko dar. Daher müssen die unzähligen zu Unrecht festgehaltenen politischen Gefangenen im Iran freigelassen werden – dazu gehören auch im Iran inhaftierte US-Bürger*innen. Es ist erfreulich, dass nun endlich die erste Transaktion über das europäische Zahlungsinstrument INSTEX abgewickelt wurde, wodurch dringend benötigte medizinische Geräte in den Iran geliefert werden können. Mehr dazu bei Deutsche Welle und in meiner Pressemitteilung.

    Die ohnehin schon katastrophale Lage in der von Rebellen kontrollierten syrischen Provinz Idlib könnte mit der Ausbreitung der Corona-Epidemie verheerend werden. Immer noch leben rund eine Million Flüchtlinge unter schwierigsten Bedingungen in notdürftig errichteten Lagern. In der Provinz fehlt es an der einfachsten medizinischen Versorgung. Mehr in meinem Statement zum Thema. China hingegen will sich jetzt als souveräner Krisenmanager zeigen, der die Covid 19-Epidemie überwunden hat und nun den europäischen Staaten zu Hilfe kommt. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die chinesische Mundschutz-Diplomatie mehr Symbolik als wirkliche Hilfe ist.

    Das Auswärtige Amt hat im Rahmen einer enormen Rückholaktion bereits etwa 175.000 Deutsche, die weltweit wegen gestrichener Flugverbindungen im Ausland festsaßen, wieder nach Deutschland geholt. Noch immer warten viele darauf, wieder nach Hause zu kommen und werden sich – hingegen der ersten Ankündigung des Ministers – leider noch etwas gedulden müssen.

    #The Other Crisis: Krisenherde, die wir nicht vergessen sollten

    Da wir neben der Pandemie die anderen Krisen dieser Welt nicht vergessen sollten, schaue ich mir in meinem neuen Format „#The Other Crisis“ einige dieser Krisen näher an. Folgende Videos habe ich bereits eingestellt: Jemen, Venezuela, Ukraine, Iran und Rassismus. Weitere Videos folgen auf Facebook und Instagram. Ihr könnt mir gerne noch Themen nennen.

    Jemen

    Im Jemen begann vor fünf Jahren die von Saudi-Arabien geführte Anti-Houthi-Koalition ihre Luftangriffe. Heute sieht die Situation dort düster aus: Die Vereinten Nationen (VN) sprechen von der größten humanitären Katastrophe weltweit, Friedensbemühungen blieben erfolglos und Mitte Januar brachen in einigen nördlichen Provinzen schwere Kämpfe zwischen den Houthis und der Koalition um Präsident Abd Rabu Mansur Hadi aus. Doch davon bekommen wir derzeit kaum etwas mit. Mehr zur Lage im Jemen lest ihr in meiner Pressemitteilung „5 Jahre Krieg: Der Jemen stirbt still“.

    Neues aus dem Europäischen Parlament

    Appell von italienischen und deutschen Persönlichkeiten: Europäische Solidarität erfordert gemeinsame Anleihen 

    Heute wurde ein Appell von deutschen und italienischen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Kultur veröffentlicht, in dem vier Forderungen zur Überwältigung der Coronakrise an die EU-Institutionen und die Mitgliedsstaaten gestellt werden (u.a. gemeinsame Anleihen). Zu den Erstunterzeichern gehören u.a Mario Monti und Enrico Letta (ehemalige Premierminister Italiens), Hans Eichel (ehemaliger Finanzminister Deutschlands) und der bekannte Europaabgeordnete a.D. Elmar Brok (CDU) sowie eine lange Reihe von Top-Ökonomen aus Italien und Deutschland. Initiiert wurde der Appell mit dem Titel  “We are together in this” von den Grünen-PolitikerInnen Sven Giegold MdEP, Franziska Brantner MdB und Alexandra Geese MdEP. Dazu sagt Sven Giegold, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament:

    “Europa befindet sich in einer entscheidenden Situation. Die Solidarität der europäischen Gemeinschaft steht auf der Probe. Die Coronakrise wurde von keinem Land allein verschuldet. Europäische Solidarität ist das Gebot der Stunde. Die Pandemie trifft uns als Europäerinnen und Europäer gemeinsam, wir müssen sie deshalb auch gemeinsam bewältigen. Statt europäischer Einheit, erleben nationale Spaltung unter den Regierungen. Eine Spaltung Europas ist die denkbar schlechteste Antwort auf diese gemeinsame Herausforderung.“ weiterlesen

    DIGITALE TERMINE

    Neues Format der Frankfurter Grünen: Grüner Online Dialog

    Euer Informations- und Diskussionsbedarf wird in Zeiten von Corona nicht kleiner. Im Gegenteil. Wir stellen fest: Die Verunsicherung ist auch viele Tage nach dem vollständigen Shutdown groß. Wir erhalten täglich Anfragen zu allen erdenklichen Themen – von der Jobsicherheit über Kinderbetreuung und Seniorenpflege bis zu Finanzierungshilfen, Mietüberbrückungen und Nachbarschaftsinitiativen. Und auch das „normale“ Leben geht weiter. Viele politische, gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Anliegen ohne Corona-Bezug treiben die Bürger*innen nach wie vor um. Kurzum: Es braucht gerade jetzt persönliche Ansprechmöglichkeiten und kompetente Antworten.

    Deshalb starten wir kommende Woche ein neues digitales Format: „Grüner Online Dialog“. In Videokonferenzen, die zu denen ihr euch live einwählen könnt, werden euch Frankfurter Grüne Mitglieder des Bundestags sowie des Hessischen Landtags persönlich und individuell Rede und Antwort stehen.

    Die nächsten drei Termine und Themen:

    Montag, 6. April, 18 bis 20 Uhr
    Omid Nouripour, Mitglied des Bundestags und Sprecher für Außenpolitik in der Grünen Bundestagsfraktion: „Die Pandemie und die internationale Politik“
    Die Pandemie verändert das internationale Koordinatensystem. Gerade jetzt ist grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Schlüssel, doch spielen zu viele die nationale Karte. Wie die Welt nach der Pandemie aussehen wird, ist noch nicht absehbar. Aber einige Grundtendenzen zeichnen sich bereits ab.
    (Öffnung des Videokonferenzraums 17.45 Uhr, Einwahl per Computer, Tablet oder Smartphone: https://global.gotomeeting.com/join/983283973, Einwahl über Telefon aus Deutschland: +49 692 5736 7317, Zugangscode für beide Einwahlarten: 983-283-973).

    Dienstag, 7. April, 18 bis 20 Uhr
    Marcus Bocklet, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Hessischen Grünen und Sprecher für Soziales, Gesundheit und Pflege: „Corona und die Folgen für den Sozial- und Gesundheitsbereich“
    Wie ist die aktuelle Lage der Coronakrise in Hessen? Wie lange werden die Einschränkungen noch dauern? Was sind die Auswirkungen auf Krankenhäuser, Ärzte und das Gesundheitssystem? Viele soziale Institutionen arbeiten mit Behinderten, Kranken oder Langzeitarbeitslosen: Was geschieht mit ihnen jetzt? Mit welchen Maßnahmen, Hilfen oder Schutzschirmen kann geholfen werden? Was muss die Politik jetzt beachten, welche Ideen gibt es zur Exitstrategie?
    (Öffnung des Videokonferenzraums 17.45 Uhr, Einwahl per Computer, Tablet oder Smartphone: https://global.gotomeeting.com/join/827853133, Einwahl über Telefon aus Deutschland: +49 692 5736 7300, Zugangscode für beide Einwahlarten: 827-853-133).

    Mittwoch, 8. April, 18 bis 20 Uhr
    Miriam Dahlke, Sprecherin für Finanzen, Europa und Haushaltskontrolle im Hessischen Landtag sowie Mirjam Schmidt, Sprecherin für Kunst und Kultur im Hessischen Landtag: „Corona-Schutzschirm: Wirtschaftliche Unterstützung in Hessen“.
    Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf die hessische Wirtschaft und betrifft den Großteil der hessischen Unternehmen so wie viele Solo-Selbstständige, Freiberufler, sowie Kunst- und Kulturschaffende. Der Hessische Landtag hat in seiner Plenarsitzung am 24. März einen umfangreichen Schutzschirm von 8,5 Milliarden Euro beschlossen. Miriam Dahlke und Mirjam Schmidt informieren über die verschiedenen Maßnahmen und beantworten Fragen zu Soforthilfen, Bürgschaften, ALG II und den steuerlichen Erleichterungen.
    (Öffnung des Videokonferenzraums 17.45 Uhr, Einwahl per Computer, Tablet oder Smartphone: https://global.gotomeeting.com/join/416394909, Einwahl über Telefon aus Deutschland: +49 693 8098 999, Zugangscode für beide Einwahlarten: 416-394-909).

    Alle drei Videokonferenzen werden moderiert von Bastian Bergerhoff, Vorstandssprecher Bündnis 90/Die Grünen Frankfurt.

    Termine der Bundesgrünen: Umschalten - alle Veranstaltungen digital

    Corona hat uns immer noch fest im Griff. Aber das politische Leben darf auch in der Krise nicht stillstehen. Wir kommen zu dir und schalten weiterhin komplett auf digital um. Daher laden wir Euch auch zu unseren nächsten Online Diskussionen "Grün.live - Politik in Zeiten von Corona" herzlich ein. Neben Themen und Entwicklungen rund um die Corona-Krise finden zum Beispiel Talks zu Anti-Rassismus, Europa und Bildung statt. Unter gruene.de/umschalten findet Ihr alle digitalen Veranstaltungen und die wichtigsten grünen Termine in den nächsten Wochen mit allen Infos zur Teilnahme.

    Die beiden nächsten Termine:

    Freitag, 3. April, 19.45 Uhr: Igor Levit und Claudia Roth im Talk mit Michael Kellner. Nach dem täglichen Live Konzert von Igor Levit werde Michael Kellner mit Claudia Roth und Igor Levit über die gesellschaftliche Rolle von Kultur und Solidarität gerade auch in diesen Zeiten diskutieren. Hier geht es zur Anmeldung

    Mittwoch, 8. April, 19 Uhr: Bildung im digitalen Zeitalter - wie geht das gerecht? Durch die Corona-Krise gewinnt die Frage, wie digitale Bildung genutzt und gestaltet werden kann, neue Aktualität. Die Digitalisierung der Bildung wurde in Deutschland lange verschlafen. Aufgrund der Schulschließungen weichen viele Bildungsinstitutionen auf digitale Bildungsangebote aus. Doch nicht alle haben dabei die gleichen Bedingungen. Welche politischen Voraussetzungen es dafür braucht und wie das besser gelingen kann, diskutiert Michael Kellner mit Marina Weisband und Ricarda Lang. Hier geht es zur Anmeldung.

    Webinar Serie der Europa Grünen: Neue Termine

    Vor zwei Wochen hat die Gruppe der deutschen Grünen im Europaparlament die Reihe “GrüneEuropaWebinare” gestartet. Und immer kommen neue Termine dazu. Die vollständige Liste findet hier.

    Die nächsten beiden Termine sind bereits heute:

    Freitag, 3. April, 15.30 Uhr: Risikogruppe Menschen mit Behinderung – was wir jetzt tun müssen von Katrin Langensiepen mit Julia Probst, gehörlose Bloggerin und Aktivistin, und Corinna Rüffer, MdB, Sprecherin für Behindertenpolitik und Bürgerangelegenheiten der Grünen-Bundestagsfraktion. Hier anmelden.

    Freitag, 3. April, 18. Uhr: Energie in Bürger*innenhand: Wie wir zusammen die Klimawende schaffen von Jutta Paulus mit Julia Verlinden (MdB) und Marco Gütle (Bündnis Bürgerenergie e.V.). Hier anmelden.

    Fridays for Future: Webinar-Archiv

    Webinare von Fridays for Future

    Unter dem Hashtag #wirbildenzukunft hat der deutsche Ableger von Fridays for Future jetzt eine Webinar-Serie gestartet. Einige Webinare haben in den vergangenen Tagen bereits stattgefunden, andere finden in den nächsten Wochen statt. Weitere Infos unter dem Hashtag #wirbildenzukunft. Bereits stattgefundene Webinare können im Archiv abgerufen werden.

    #Wir bleiben zuhause: Film- und Buchtipps von Mitgliedern des Kreisvorstands

    Langeweile in Corona-Zeiten? Von wegen! Zuhause bleiben, heißt noch lange nicht: Nichtstun. Es gibt so viele sinnvolle Dinge, die man jetzt machen kann - und manchmal hilft es auch, ein richtig gutes Buch zu lesen oder einen tollen Film zu schauen. Wir haben uns deshalb mal im Kreisvorstand der Frankfurter Grünen umgehört und jede Menge interessante und sehr persönliche Empfehlungen bekommen. Hier ein erster Auszug:

    Buchtipps

    „Der Gott der kleinen Dinge“ von Arundhati Roy, „Der Azteke“ von Gary Jennings und „Sofies Welt“ von Jostein Gaarder. Empfohlen von Tina Zapf

    „Monsieur Malaussène“ von Daniel Pennac. Schon älter (1995), aber eine meiner absoluten Lieblingsfiguren der eher „leichten“ Literatur: Benjamin Malaussène als herzlicher, verwirrter „Held“ im Chaos des Lebens in Belleville/Paris. Das Buch hat auch den Vorteil, dass es noch mehr davon gibt, wenn es einem gefällt.  Empfohlen von Bastian Bergerhoff

    „Ein wenig Leben (A Little Life) von Hanna Yanagihara; ein richtiger Wälzer für diejenigen, die in Quarantäne eventuell etwas mehr Zeit haben zu lesen. Dieses Buch ist furchtbar traurig und wunderschön zugleich. Es beschreibt (sprachlich ganz umwerfend) die schrecklichsten und schönsten Seiten im Menschen. Empfohlen von Laura Knierim

    „Die Regenbogentruppe“ von Andrea Hirata und „Das achte Leben (Für Brilka)“ von Nino Haratischwili. Empfohlen von Kathrin Schulze

    „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen: aber wissen sollten“ von Alice Hasters. Sehr eindringlich schreibt Hasters in dem Buch über Alltagsrassismus und sehr persönlich beschreibt sie ihren Alltag als schwarze Frau. Als (weiße*r) Leser*in wird man mit dem eigenen Rassismus konfrontiert. Ein teilweise schmerzhafter Weg mit dem Versuch diesen zu überwinden. Empfohlen von Christoph Rosenbaum

    Filmtipps

     „Memento“ (Netflix). Empfohlen von Tina Zapf

    Whiplash (2014, DVD), ein Film, der zeigt was es heißt, zu den Besten der Besten gehören zu wollen. Im Mittelpunkt steht Andrew, ein Schlagzeuger und Schüler an einem renommierten Konservatorium, der von seinem Musiklehrer (JK Simmons hat hierfür den Oscar als bester Nebendarsteller gewonnen) gedrillt wird. Intensiv, mitreißend und gute Musik. Empfohlen von Miriam Dahlke

    So kommen eure Termine in die Grüne Woche

    Immer wieder erreicht uns die Frage: Wie kommt unser Termin in die Grüne Woche? Hier findet ihr darauf die Antwort. Wir freuen uns auf eure Emails.


    HINWEIS:
    Anfragen und Anmerkungen bitte an den Kreisverband:
    kreisverband@gruene-frankfurt.de


    Dieser Newsletter ist ein Informationsdienst des Kreisverbandes Frankfurt am Main von Bündnis 90/Die Grünen. AnsprechpartnerInnen:

    Beatrix Baumann (beatrix.baumann@gruene-frankfurt.de) und Bastian Bergerhoff (bastian@bastian-bergerhoff.de), VorstandssprecherInnen von Bündnis 90/Die Grünen Frankfurt am Main

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