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GRÜNE WOCHE 19/2022 (03.06.2022)

Liebe Freund*innen,

der Pride Month hat begonnen, die Welt flaggt bunt. In Frankfurt am Main feiern wir den Christopher Street Day traditionsgemäß etwas später, nämlich Mitte Juli. Den ersten hessischen Festtag haben LGBT & Friends bereits am vergangenen Wochenende in Wiesbaden begangen.

Wohl kaum haben wir es bei den Adressaten dieses Newsletters – innerhalb unserer eigenen „GRÜNEN Blase“ – nötig, pro Gleichstellung queerer Menschen zu argumentieren. In unserer Grundhaltung dürften wir uns einig sein. Meinungsvielfalt gibt es in Nuancen: Erinnern wir uns an die Szenediskussion darüber, ob CSD-Paraden inzwischen zu viel Party, zu wenig Politik sind. Sie wirkt angesichts von Gewalt gegen LGBTs mitten in unserer Stadt, angesichts immer noch stabiler zweistelliger Umfragewerte für die Rechtsradikalen in Deutschland irgendwie gestrig. In diesem Monat feiert die „Ehe für alle“ gerade mal ihren fünften Geburtstag, so selbstverständlich sie uns auch schon vorkommt. Das Grundgesetz kennt unterschiedliche sexuelle Identitäten immer noch nicht. Und: Der Krieg gegen die Ukraine – Ausgang für ganz Europa ungewiss – ist indirekt ein Krieg gegen die Freiheit von allen, und vor allem gegen die von uns LGBT-Menschen. Wir kennen ja die Verhältnisse für Personen in „nicht-traditionellen Beziehungen“ in Russland …

Der Hass gegen uns ist nicht aus der Welt, mit zunehmender Gleichstellung wird die Herausforderung nur komplexer. Genau das entlässt Demokrat*innen nicht aus der Verantwortung, vor allem außerhalb der eigenen Bubble weiter für die Minderheitenrechte zu streiten, und zwar substanziell. Damit meine ich: Auch dann, wenn es anstrengt und wir uns selbst gegenüber immer wieder in die aktive Eigenverortung und nach außen in die Argumentation begeben müssen. Nur diese Mittel sind die Grundlage für eine nachhaltig verankerte Akzeptanz.

Reicht es, bei jedem LGBT-feindlichen Angriff verbaler oder tätlicher Art allein pressemitteilungsartig unsere Bestürzung zu verkünden, LGBT-Feindlichkeit zu etikettieren, dieselben Worte reflexhaft abzuspulen? Oder das Spielfeld der Auseinandersetzung gar zu boykottieren? Da unterschätzen wir unsere Gegner. Wo der LGBT-Feind von heute bisweilen polemisch-intellektuell und komplex diskutierend daherkommt (Stichwort Börne-Preis-Verleihung) oder in der politischen Landschaft gar nicht so weit weg sitzt (Stichwort TERF-Debatte), sind wir Progressiven in der Pflicht, im demokratischen Diskurs wachsam zu bleiben und auch die unangenehmsten Argumente (die es in unserer freien Gesellschaft in weit ausgelegten Grenzen geben darf) inhaltlich auszuhebeln. Trauen wir unserer eigenen Meinungsbildung, unseren eigenen Meinungen nicht mehr?

So sollten wir uns – als Beispiel – offen in die identitätspolitischen Debatten einmischen, ja streiten, statt uns entlang der sozial- und gleichstellungspolitischen Linien einfach gegeneinander ausspielen zu lassen. Wir sollten uns trauen, auf unseren Veranstaltungen nicht nur Referent*innen einzuladen, die in niedriger Flughöhe unsere Haltungen wiederkäuen. Inhaltliche Selbstverortung ist auch mehr, als sich über Hunderte Likes unter unseren Social-Media-Posts zu freuen. Sie baut auf der regelmäßigen Auseinandersetzung mit neuen Erkenntnissen, gar dem inhaltlichen Reiben an Gegenargumenten.

Wenn wir für eine geschlechtersensible Sprache nicht argumentativ überzeugen wollen, sondern losgelöst rhetorische Minenfelder bewirtschaften; wenn wir uns vor manchen Diskussionen gar völlig wegducken (als Beispiel sei das große ausbeuterische Leid der – auch männlichen – Prostituierten vor unserer Haustür aufgeführt, wo bleiben unsere humanistischen Haltungen?); wenn wir uns nicht eingestehen, dass Frauen auch auf unseren CSDs unterrepräsentiert sind; wenn wir uns in aller Harmlosigkeit nicht trauen, einen bundesweiten Diversity-Tag zu hinterfragen, wenn dort allzu viele Unternehmen noch Diverse-Washing betreiben können, die aufgrund ihrer diskriminierenden Verhältnisse rein gar nichts unter den bunten Bannern zu suchen haben; wenn wir nicht auch mal ein Stöckchen links liegen lassen, das uns zum Springen vorgehalten wird – dafür aber präsent sind, wenn es auf unsere Meinung wirklich ankommt; wenn wir nicht …, wenn wir nicht, … Dann müssen wir immer damit rechnen, dass uns die Konservativen und Rechten trotz blendender Umfragewerte mit polemischer Gegenkampagne stutzen können. Wo wir statt Reflektion nur Reflexe bieten, sind wir im Risiko, Spielball der anderen zu sein. Die Freiheit liegt zwischen Reiz und Reaktion, in der dauernden inhaltlichen Auseinandersetzung mit uns selbst und den Argumenten der Gegner.

Auf einer unserer Mitgliederversammlungen haben wir um die besten Konzepte für die Arbeit der neuen Vielfaltskommission der Frankfurter GRÜNEN gerungen; mit unterschiedlichen Argumenten zwar, aber so inhaltsreich, dass die Diskussion selbst – wie ich finde – ein Gewinn für alle war. Es gibt keine natürlich richtigen und keine natürlich falschen Meinungen, auch in Debatten, in der wir uns in der Grundhaltung einig sind.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine spannende Pride-Season – mit Party, mit Haltungen und Sichtbarkeit, sowie dem Mut zur Auseinandersetzung. Das Einstehen für Vielfalt ist ein Argumentieren gegen die Einfalt – auf vielen Ebenen.

Sebastian Deckwarth

THEMEN

LKW für CSD gesucht

Integrationspreis 2022
Neues von Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Bürgermeisterin, Dezernentin für Diversität, Antidiskriminierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Stadtradeln in Frankfurt und Gesundheitsamt auf Social Media
Neues von Stefan Majer, Stadtrat Frankfurt und Dezernent für Mobilität und Gesundheit

Vizepräsidenten(nicht)wahl im Landtag: Keine Stimme für die AfD
Neues von Martina Feldmayer, MdL

Endlich: Türkisch als Fremdsprache – nach Schulversuch soll Regelangebot folgen
Neues von Marcus Bocklet, MdL

Finanzplatz Frankfurt auf dem Weg zum führenden Sustainable Finance Standort
Neues von Miriam Dahlke, MdL

Kultur ist Grundbedingung für Demokratie
Neues von Mirjam Schmidt, MdL

Meine Woche
Neues von Deborah Düring, MdB

Einigung zum Sondervermögen der Bundeswehr und Proteste im Iran
Neues von Omid Nouripour, MdB

Ungerechtigkeiten abbauen
Neues aus der GRÜNEN JUGEND


TERMINE

Freitag, 03. Juni: Auftakt-Treffen der AG Geschichtsraum (Hybrid)

Freitag, 03. Juni: Themenabend: „Flucht – eine Menschheitsgeschichte: kreative Impulse und Austausch zu Themen Flucht und Fluchtursachen Reflexion zwischen 2015 und heute“

Dienstag, 07. Juni: Deborah Düring, MdB - digitale Bürger*innensprechstunde

Dienstag, 07. Juni: Und raus bist Du?! Desinformation, Propaganda und Verschwörungsglauben auf Social Media

Mittwoch, 08. Juni: Grüne Stunde - Austauschangebot des Landesverbandes Hessen

Mittwoch, 08. Juni: Klimakrise, Corona, Krieg - Die Automobilindustrie im Umbruch

Mittwoch, 08. Juni: Online-Vortrag: Vom Insektenmonitoring zur Pflege von Insektenwiesen und zurück – Wirkungskraft von Citizen Science in der Gesellschaft

Freitag, 10. Juni: Vorab-Austausch zur LMV für Mitglieder des KV Frankfurt

Freitag, 10. Juni: Ukraine: Der Krieg, Westeuropäischer Zentrismus und Osteuropa

VORSCHAU

Samstag, 11. Juni: LMV in Bad Hersfeld

Sonntag, 12. Juni: Anne Frank Tag 2022 - Audiowalk im Stadtteil Dornbusch

Mittwoch, 15. Juni: Hybrides Treffen des Team Dezibel

Mittwoch, 15. Juni: Frauenvollversammlung

Freitag, 17. Juni: Landtags-Talk für Mitglieder des KV Frankfurt und Interessierte

Samstag, 18. Juni: Thementag "Wo bleibt das Zivile?" - Zur neuen Friedens- und Sicherheitspolitik der Bundesregierung

LKW für CSD gesucht

Am 16.7.2022 findet die Demonstration des diesjährigen CSD in Frankfurt statt und wir GRÜNEN möchten wieder mit großer Präsenz dabei sein. Leider konnte bislang kein passender Wagen gefunden werden. Gesucht wird ein 3,5- oder ein 7,5-Tonner mit abnehmbarer Plane. Wenn Ihr weiterhelfen könnt, meldet Euch bitte bei Natalie in der Kreisgeschäftsstelle (natalie.becker(at)gruene-frankfurt(dot)de).

Integrationspreis 2022

Neues von Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Bürgermeisterin, Dezernentin für Diversität, Antidiskriminierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Unter dem Motto „Kulturelle Vielfalt als Bereicherung“ lobt das Land Hessen den Hessischen Integrationspreis 2022 aus. Der Preis wird vom Ministerium für Soziales und Integration zum neunzehnten Mal vergeben und ist mit 20.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden hervorragende Projekte und Initiativen, um die Zusammengehörigkeit aller in Hessen lebenden Menschen zu stärken und sichtbar zu machen. Ich bin mir ganz sicher, dass wir in Frankfurt eine ganze Reihe von Initiativen haben, die diesen Preis verdient hätten. Deswegen möchte ich alle Vereine, Verbände und Initiativen ermutigen – oder besser gesagt auffordern –, sich zu bewerben. Wer von Euch eine solche Initiative kennt, sollte nicht zögern, sie zu kontaktieren und auf den Preis hinzuweisen. Vielen ist er womöglich gar nicht bekannt. Informationen dazu gibt es im Internet auf der Seite des Integrationskompasses: https://integrationskompass.hessen.de/.

Eure Nargess

Stadtradeln in Frankfurt und Gesundheitsamt auf Social Media

Neues von Stefan Majer, Stadtrat Frankfurt und Dezernent für Mobilität und Gesundheit

Stadtradeln

Heute, am 3. Juni, beginnt in Frankfurt am Main wieder die jährliche, internationale Klima-Bündnis-Kampagne STADTRADELN: 21 Tage lang Rad- statt Autofahren und dabei so viele Kilometer wie möglich sammeln und so klimaschädliches CO2 einsparen, das ist das Ziel der Kampagne. "Die Aktion bietet eine gute Gelegenheit, die stetig neu entstehenden Radwege in unserer Stadt auszuprobieren und die täglichen Wege mit dem Rad neu zu erkunden", freut sich Stefan Majer.

Weitere Infos zum Stadtradeln: STADTRADELN Frankfurt : Stadt Frankfurt am Main | Dezernat für Klima, Umwelt und Frauen | Umweltamt (frankfurt-greencity.de) und zur neuen Infrastruktur Home | Radfahren in Frankfurt am Main (radfahren-ffm.de)

Gesundheitsamt mit neuem Social Media Auftritt

Ab dem 1. Juni startet das Gesundheitsamt mit einem neuen Social Media Auftritt bei Facebook und Instagram. Neben aktuellen Themen, Infos zu den Sprechstunden und Serviceangeboten des Gesundheitsamtes gibt es jeweils einen Themenmonat - zum Start im Juni ist es das Thema Gesund Reisen.

Link zu den Seiten zum Folgen und abonnieren: Facebook und Instagram.

Vizepräsidenten(nicht)wahl im Landtag: Keine Stimme für die AfD

Neues von Martina Feldmayer (MdL), Sprecherin für Umweltschutz und Klimaschutz, Grüne Fraktion Hessen

Klare Kante gegen Rechts: diesen Mittwoch ist zum fünften Mal in dieser Legislaturperiode ein AfD-Kandidat (Andreas Lichert) mit einer Bewerbung für das Amt des Vizepräsidenten gescheitert. Er erhielt noch nicht einmal so viele Stimmen, wie seine Fraktion Mitglieder hat, da selbst unter den Mitgliedern seiner eigenen Fraktion Abgeordnete waren, die ihn nicht unterstützt haben – peinlich.

Lichert als rechter Hetzer und Verbreiter antisemitischer Codes ist für Demokrat*innen absolut nicht wählbar.

Wenn die AfD mal wieder versucht, sich nach diesem gescheiterten Wahlgang als Opfer zu inszenieren, sei an dieser Stelle betont, dass keine Partei einen Anspruch auf einen Vizepräsidenten hat. Eine Wahl bedeutet, dass man gewählt werden kann, wenn man die Mehrheit bekommt oder eben auch nicht, wenn man diese Mehrheit nicht bekommt. Das nennt man Demokratie. Ein Konzept, mit dem die AfD auch an dieser Stelle offensichtlich Schwierigkeiten hat.

Endlich: Türkisch als Fremdsprache – nach Schulversuch soll Regelangebot folgen

Neues von Marcus Bocklet (MdL), Sprecher für Soziales, Gesundheit und Pflege, Grüne Fraktion Hessen

Uns Grünen ist klar, Mehrsprachigkeit ist ein Gewinn, nicht nur persönlich, sondern auch gesellschaftlich - und das gilt selbstverständlich auch für Türkisch. Beharrlich haben wir uns dafür eingesetzt, Türkisch in den Fremdsprachenkanon hessischer Schulen aufzunehmen. Nächstes Schuljahr ist es so weit: Wir freuen uns, dass Fach an zwei Schulen ab der 7. Klasse als zweite Fremdsprache gewählt werden kann. Im Folgejahr wird das Angebot auf weitere Schulen ausgeweitet und ab 2024/2025 ist ein Regelangebot von Türkisch als 2. oder 3. Fremdsprache geplant.

Mehr dazu in der PM Jürgen Frömmrichs zur aktuellen Stunde Vielfalt als Chance begreifen.

 

Finanzplatz Frankfurt auf dem Weg zum führenden Sustainable Finance Standort

Neues von Miriam Dahlke (MdL), Stv. Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Finanzen, Europa und Haushaltskontrolle, Grüne Fraktion Hessen

Am Mittwoch haben wir in der Plenarsitzung auf Antrag der CDU über die “Erfolgreiche Ansiedlung neuer Institutionen und Projekte für einen starken Finanzplatz Frankfurt” debattiert. Die schwarz-grüne Landesregierung arbeitet seit vielen Jahren daran, dass der Finanzplatz Frankfurt Antworten auf zentrale Zukunftsfragen geben kann. Die Entscheidung des ISSB für Frankfurt war dabei ein großer Erfolg. Bald fällt auch die Entscheidung über die Ansiedlung der neuen EU-Anti-Geldwäschebehörde. Frankfurt kann auch mit weichen Standortfaktoren überzeugen, allerdings muss dafür endlich ein neuer Standort für die Europäische Schule gefunden werden.

Die vollständige Rede gibt es auf meiner Website miriam-dahlke.de.

Kultur ist Grundbedingung für Demokratie

Neues von Mirjam Schmidt (MdL), Sprecherin für Kunst und Kultur, Grüne Fraktion Hessen

Gemeinschaft, Kooperation und Teilhabe – das ist Kultur im besten Sinne. Für einen möglichst breiten Zugang zu kultureller Bildung, die Chance, selbst kreativ zu werden oder Kunst und Kultur gemeinsam zu erleben, fördern wir Kultur insbesondere auch in unseren ländlicheren Regionen. Denn oft sind hier die Herausforderungen größer als in den Ballungszentren. So haben wir in diesem Jahr bewusst insgesamt 1 Million Euro der Mittel der Neuauflage unseres Open-Air-Programms für Freiluft-Veranstaltungen in den ländlichen Regionen reserviert. Denn Kulturpolitik ist für uns nicht nur Stadtpolitik. Kulturpolitik, das ist ganz Hessen. Kultur ist ein Fundament, auf dem unsere Gesellschaft steht und auf das sie baut. Viele kleine Spielstätten, Soziokulturelle Zentren, Orchester, Chöre, Kulturvereine, Künstler*innen und noch viele mehr – sie alle zementieren dieses Fundament.  Dafür ist es notwendig, dass unsere Förderprogramme auf die individuellen Gegebenheiten vor Ort reagieren. Dazu gehören der „Kulturkoffer“, die „LandKulturPerlen“, die Förderung unserer hessischen Musikschulen und der Soziokulturellen Zentren, die beispielsweise haben wir inzwischen vervierfacht – von 450.000 Euro in der letzten Legislatur auf aktuell 2 Millionen Euro jährlich.

Eine demokratische Gesellschaft ist immer eine pluralistische Gesellschaft. Kultur ist Vielfalt und Begegnung. Sie fördert den gesellschaftlichen Diskurs und ist damit Grundbedingung für Demokratie. Menschen mit Kultur denken nach, sind kritisch und fallen nicht auf Brandstifter und Rattenfänger herein. Wichtig ist deshalb: Uns geht um Teilhabe an Kultur und damit an der Gesellschaft, egal ob in der Stadt oder auf dem Land.

Meine Rede im Hessischen Landtag findet Ihr hier.

Das Grün Spricht zum Thema findet Ihr hier. Mehr zu diesem Thema findet Ihr hier.

 

Meine Woche

Neues von Deborah Düring (MdB), Sprecherin der AG Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Grüne Fraktion im Bundestag

Ab sofort habe ich einen Vollsitz im Finanzausschuss. Mein Statement dazu könnt ihr hier nachlesen.

Am 28.05. war Menstrual Health Day. Weltweit werden Menschen, die menstruieren, daran gehindert ihre Rechte zu verwirklichen und ihr Potenzial zu entfalten. Mein Statement dazu könnt ihr hier nachlesen.

Es war wieder Sitzungswoche in Berlin. Am Montag ging es los mit einer Sonderfraktionssitzung, der Steuerungsgruppe, der AG AWZ und Finanzen, dem erweiterten Fraktionsvorstand und der Parlamentarischen Linken.

Am Dienstag besuchte ich dann das Plenum zur allgemeinen Finanzdebatte und hatte verschiedene Termine. Am Mittwoch fand das Plenum zu den Einzelplänen des Auswärtigen und Verteidigung statt. Dafür gab es auch eine namentliche Abstimmung in der Generaldebatte. Später am Tag war ich noch in die US-Botschaft Berlin eingeladen für das Event "Brand New Bundestag?".

Am Donnerstag begann der Tag mit einem parlamentarischen Frühstück zum Thema "Aktuelle Menschenrechtssituation in Honduras unter der neuen Regierung von Xiomara Castro". Dann hatte ich noch ein Interview mit TV Berlin. Dann besuchte ich das AwZ-Gespräch mit Vertretern der Community Leaders Africa aus Sambia, Namibia und Botswana. Dann fanden die Gremienwahlen statt. Später am Tag war ich noch Schriftführerin. Abends besuchte ich noch ein Abendessen mit der WFP Regionaldirektorin für die Region Lateinamerika & Karibik.

Am Freitag fand nochmal eine namentliche Abstimmung zu den Einzelplänen Arbeit und Soziales, Mindestlohn, Bundesschuld, Finanzverwaltung und Haushaltsgesetz 2022 und dem Sondervermögen der Bundeswehr statt.

Einigung zum Sondervermögen der Bundeswehr und Proteste im Iran

Neues von Omid Nouripour (MdB)

Einigung zum Sondervermögen der Bundeswehr

Wir haben die Verhandlungen zum Sondervermögen der Bundeswehr abgeschlossen. Wir sind in der Verantwortung, unsere Soldatinnen und Soldaten schleunigst besser auszustatten, damit sie ihrem Auftrag nachgehen und Sicherheit gewährleisten können. Mit dem Kompromiss zum Sondervermögen übernehmen wir diese Verantwortung für die Bündnis- und Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. Dabei war es uns wichtig, dass vier Dinge da drin sind.

1. Gerade in diesen Zeiten ist die Frage nach der Bündnisfähigkeit, im Sinne eines vernetzten Ansatzes bei der Sicherheit eine sehr zentrale. Wir haben es geschafft, dass die Bündnisfähigkeit im Grundgesetz verankert wird.

2. Gerade im 21. Jahrhundert ist klar, dass Geld für Sicherheit eben nicht nur bedeutet Geld für die Bundeswehr auszugeben. Deshalb gibt es die Vereinbarung in den Haushaltsberatungen, sowohl Cybersicherheit aber auch die Frage nach der Unterstützung von unseren Partnerstaaten, nicht nur im Bündnis, nach vorne zu stellen. Wir haben es auch geschafft, im bisherigen Haushaltsverfahren deutlich mehr Geld für humanitäre Hilfe und Krisenpräventionsarbeit bereitzustellen.

3. Uns war von großer Bedeutung, dass die 2-Prozent Marke, die wir weiterhin für eine politische Vereinbarung jenseits des Bedarfs halten, nicht im Grundgesetz verankert wird. Das haben wir erreicht.

4. Das Beschaffungswesen wird schnell und gründlich reformiert, damit das Sondervermögen richtig eingesetzt werden kann und nicht durch ineffiziente Strukturen verbrannt wird.

Proteste im Iran

31 Menschen sind bisher nach einem Hochhauseinsturz in Abadan ums Leben gekommen, viele weitere schwer verletzt. Der daraus resultierende Protest gegen Korruption und Regierungsversagen wird brutal niedergeschlagen. Das Internet ausgeschaltet, damit die Welt davon nichts mitbekommt. Anstatt die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. All das während die iranische Bevölkerung ohnehin wirtschaftlich in die Knie gezwungen wird und Vertrauen in das politische System längst verloren ist. Iranerinnen und Iraner sehnen sich nach jahrzehntelanger Repression nach Veränderung. Ihre Bemühungen um Freiheit und Menschenrechte müssen wir bei jeder Gelegenheit hochhalten. Protest ist ihr konstitutionelles Recht. Wir dürfen nicht zusehen wie es mit Füßen getreten wird.

Ungerechtigkeiten abbauen

Neues aus der GRÜNE JUGEND Frankfurt

Für uns als Grüne Jugend ist es fundamental wichtig, dass die Ungerechtigkeiten mit der Zeit kleiner und nicht größer werden – diesen Trend konnten wir in den vergangenen Jahren leider in Deutschland nicht beobachten. Umso wichtiger war uns, hierzu ins Gespräch mit Wolfgang Strengmann-Kuhn zu kommen, der mit uns über das Thema „Armut trotz Erwerbslosigkeit“ sprach. Mit der Einführung des Mindestlohns und der kommenden Erhöhung auf 12 EUR ist zwar ein wichtiger Schritt geschafft. Doch wie erreichen wir gleiche Lebenschancen auch für diejenigen, die nur über ein niedriges Einkommen verfügen? Diejenige Hälfte der Bevölkerung, die keinerlei Vermögen oder sogar Schulden hat? Dazu diskutierten wir zum Bürgergeld, BGE/ der Kinderabsicherung und dem Grunderbe. Gleichzeitig erleben wir in den letzten Jahren durch die Digitalisierung einen Trend, dass durch Plattformökonomieeffekte eine Arbeitsform von „abhängigen Selbstständigen“ entsteht. Diese sind schlecht abgesichert und bekommen oft nur einen niedrigen Verdienst. Hierzu müssen wir als GRÜNE über politische Maßnahmen wie Mindesthornorare sprechen. Ihr seht: die Diskussion hat gerade erst begonnen und die Zeit war zu schnell vorbei.

Unser Anspruch als GRÜNE JUGEND ist es, Bildungsarbeit zu leisten, einen Raum für junge engagierte Menschen zu bieten und B90/DIE GRÜNEN im Wahlkampf zu unterstützen. Dafür brauchen wir jedoch eure Unterstützung: unsere Mitglieder sind meist noch Schüler*innen, Studis oder Auszubildende. Wir können und wollen von ihnen keine hohen Mitgliedsbeiträge verlangen. Umso dankbarer wären wir über euren finanziellen Support, z.B. in Form einer Fördermitgliedschaft. Dies lässt sich ganz einfach über unsere Website beantragen: https://www.gruene-jugend-frankfurt.de/foerdermitgliedschaft/

TERMINE

Freitag, 03. Juni: Auftakt-Treffen der AG Geschichtsraum (Hybrid)

Veranstalter*innen: AG Geschichtsraum BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN KV Frankfurt

Liebe Freund*innen,
herzlich möchten wir Euch einladen zu ersten Sitzung der AG Geschichtsraum am 3.6.2022 um 20:00
Auf der ersten Sitzung möchten wir unsere Struktur besprechen und welche Ziele und Aufgaben wir uns für dieses Jahr geben.

Bitte meldet Euch bei geschichtsraum@gruene-frankfurt.de, wenn ihr auf unseren Verteiler möchtet.
Macht dies bitte auch, wenn ihr früher schon mal Interesse bekundet habt.

Liebe Grüße
Moritz

Tag: Freitag, 03. Juni
Zeit: 20:00 Uhr
Ort: Kreisgeschäftsstelle, Oppenheimer Str. 17, 60594 Frankfurt oder online via Zoom

Freitag, 03. Juni: Themenabend: „Flucht – eine Menschheitsgeschichte: kreative Impulse und Austausch zu Themen Flucht und Fluchtursachen Reflexion zwischen 2015 und heute“

Veranstalter*innen: Sozialwerk Mose e.V. – Ubuntu / Pen Club Deutschland / FIM – Frauenrecht ist
Menschenrecht e.V.
, EPN Hessen und Nepali Samaj e.V.

Flucht ist Menschheitsgeschichte und betrifft uns gestern wie heute. Wir laden mit dem Themenabend "Flucht - eine Menschheitsgeschichte" dazu ein, mit uns gemeinsam über die aktuelle Situation von geflüchteten Menschen und deren Umgang zu sprechen.

Die Beiträge von Künstler:innen, Journalist:innen und Autor:innen, die uns von ihrer Odyssee berichten, geben uns Impulse um in die Thematik einzutauchen. Sie sprechen über Unterdrückung, Verfolgung und Flucht und wie sie dies überstanden haben. Auf Grundlage dieser persönlichen Einblicke werden wir diskutieren, wie mit der aktuellen Situation, aber auch mit der Flüchtlingspolitik insgesamt umgegangen werden soll. Wie gehen wir mit Geflüchteten und den Ursachen von Flucht um? Bekämpfen wir Schutzsuchende oder versuchen wir, die Fluchtursachen zu beseitigen, damit alle Menschen in ihrer Heimat, im Land ihrer Vorfahren verwurzelt leben können? Welche Rollen hierbei die Medien spielen und die Politik, die beispielsweise nicht in hasserfüllte und rassistische Berichterstattung eingreift, wird ebenso thematisiert.

Gemeinsam beleuchten wir die aktuelle Situation in der EU und der Ukraine. Welche Parallelen und Unterschiede zeigen sich im medialen, gesellschaftlichen und politischen Umgang mit Geflüchteten seit 2015? Im Anschluss der Gastbeiträge eröffnen wir die Diskussionsrunde für einen gemeinsamen Dialog.

Tag: Freitag, 03. Juni
Zeit:
17:30 - 21:00 Uhr
Ort:
Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt

Dienstag, 07. Juni: Deborah Düring, MdB - digitale Bürger*innensprechstunde

Veranstalter*innen: Deborah Düring, MdB

Sprich mit mir bei der digitalen Bürger*innensprechstunde!

Du willst über die aktuelle Situation in der Ukraine, über die Klimakrise oder ein konkretes Anliegen sprechen? Vielleicht interessieren dich auch meine Einblicke aus dem Bundestag?

Dann sprich mit mir am Dienstag, 07.06., zwischen 17 und 18 Uhr digital per Videocall oder per Telefon.

Schicke eine Mail an deborah.duering.wk@bundestag.de mit deinen Daten und deinem Anliegen, um dich anzumelden.

Ich freue mich auf dich!

Tag: Dienstag, 07. Juni
Zeit:
17:00 - 18:00  Uhr
Ort: online oder telefonisch, nach Anmeldung

Dienstag, 07. Juni: Und raus bist Du?! Desinformation, Propaganda und Verschwörungsglauben auf Social Media

Veranstalter*innen: Bildungsstätte Anne Frank

Diskussion mit

  • Miro Dittrich
  • Nava Zarabian
  • Marcus Bösch

Moderation: Azadê Peşmen

Von Corona bis zur Ukraine-Krise: Verschwörungsmythen und Desinformation begleiten die Krisen unserer Zeit. Reichweitenstarke Soziale Netzwerke dienen hier als schwer kontrollierbare Spreading-Plattformen. YouTube gilt unter Expert*innen als „Einstiegsplattform“ für verschwörungsideologische Inhalte und trägt – trotz Anpassungen – weiter zur Radikalisierung bei.  Der Messaging-Dienst Telegram ist während der Corona-Pandemie stark gewachsen und pusht in Deutschland maßgeblich die Mobilisierung der Szene; auch in Deutschland wird immer wieder über ein Verbot diskutiert. Der russische Sender RT bringt Putins Propaganda nicht erst im Zusammenhang mit dem Überfall auf die Ukraine weltweit in Umlauf. Und auch auf der noch jungen Plattform TikTok kommen gezielt Desinformationen zum Einsatz – begünstigt durch den Algorithmus und die einfache Handhabung der App. 

Unter Druck von Politik und Zivilgesellschaft sind manche Plattformen inzwischen aktiv geworden und haben ihre Richtlinien angepasst: Promi-Verschwörungsideologen wie Alex Jones sind von den großen Plattformen vertrieben, Twitter hat nach dem „Sturm auf das Kapitol“ das Konto von Donald Trump gesperrt; YouTube unlängst die Kanäle von RT Deutsch und Ken Jebsen; Telegram Attila Hildmanns Account.

Deplatforming heißt die Strategie, Personen und Gruppen von digitalen Plattformen auszuschließen und somit ihre Reichweite und Finanzierungsquellen abzuschneiden. Ob Deplatforming auch wirklich nachhaltig wirkt, ist umstritten. Der Wechsel verschwörungsideologischer Größen auf alternative Plattformen führt auch dazu, dass gar keine Gegenrede mehr stattfindet und Akteur*innen noch freier in der Verbreitung von Lügen und Desinformation sind. Zugleich ist fraglich, ob man die Hausregeln für die Teilnahme am öffentlichen Diskurs den privaten Plattformen überlassen will – oder überhaupt kann. Und jetzt kommt auch noch Elon Musk und will Twitter „befreien“.

Wir diskutieren mit Netzexpert*innen über die Ökonomie von Verschwörungstheorien und Desinformation – und über die Chancen und Grenzen von Deplatforming.

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms der digitalen Ausstellung "matter of fact - Warum wir an Verschwörungstheorien glauben wollen" der Bildungsstätte Anne Frank.

Tag: Dienstag, 07. Juni
Zeit:
19:00 Uhr (ab 18:30 Uhr)
Ort: Livestream über YouTube oder Lernlabor der Bildungsstätte Anne Frank, Hansaalle 150, 60320 Frankfurt

Mittwoch, 08. Juni: Grüne Stunde - Austauschangebot des Landesverbandes Hessen

Veranstalter*innen: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen

Die “GRÜNE Stunde” ist ein Angebot des Landesverbandes, in dessen Rahmen sich Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen digital via Zoom mit Vertreter*innen aus Landesvorstand, Europa-, Bundes- und Landtagsfraktion zu aktuellen politischen Themen austauschen können.

Die Einwahldaten zur Veranstaltung sind den Mitgliedern mit unserem Neujahrsbrief per E-Mail zugegangen.

Bei Rückfragen könnt ihr euch gerne an Anna-Katrin Deninger unter anna.deninger@gruene-hessen.de oder telefonisch unter 0611 98920-10 wenden.

Tag: Mittwoch, 08. Juni
Zeit: 18:00 Uhr
Ort: online

Mittwoch, 08. Juni: Klimakrise, Corona, Krieg - Die Automobilindustrie im Umbruch

Veranstalter*innen: Boell Stiftung Hessen

Diskussion mit:

  • Tarek Al-Wazir Staatsminister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Wiesbaden
  • Jörg Fenstermann Leiter Volkswagen Werk Kassel
  • Frank Iwer Personalleiter Deutschland der ZF Friedrichshafen AG
  • Wiebke Zimmer Stellvertretende Direktorin des Thinktanks Agora Verkehrswende, Berlin

Moderation: Konrad Götz ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt/Main

Nachdem sich die Automobilindustrie mit gefälschten Abgaswerten im „Dieselskandal“ selbst in ihre bislang schwerste Krise manövriert hat, von der sie sich langsam erholt, steht sie erneut vor großen Herausforderungen und damit verbundenen tiefgreifenden Umbrüchen, die drei Ursachen haben.

Als erstes wäre die Klimakrise zu nennen, die seit vielen Jahrzehnten virulent ist und sich immer weiter zuspitzt. Der Verkehrssektor in der Bundesrepublik hat es in den vergangenen Jahren nicht geschafft, einen signifikanten Beitrag zur Senkung klimaschädlicher Emissionen zu leisten.

Des Weiteren hat die nunmehr ins dritte Jahr gegangene Corona-Pandemie zu erheblichen Problemen geführt, speziell im Hinblick auf die Lieferketten. Kleinste Unterbrechungen der Lieferketten können enorme Kostensteigerungen zur Folge haben. Konzepte, wie darauf zu reagieren ist, stellen somit eine zweite große Herausforderung dar.

Schließlich: Der russische Überfall auf die Ukraine. Dieser hat nicht nur die Lieferkettenproblematik deutlich verschärft. Die Sanktionen gegen Russland haben zudem Auswirkungen auf den Absatz. Sollten im Zuge der Krisenverschärfung auch noch Sanktionen gegen China beschlossen werden, würde der bereits eingetretene Absatzeinbruch eine andere Qualitätsstufe erreichen.

Wie sehen also die Strategien der Automobilbranche aus, um mit diesen Herausforderungen fertig zu werden? Welche Rolle spielt die Politik in diesem Zusammenhang? Ist mehr Staat, mehr Industriepolitik und weniger Markt ein richtiger Ansatz? Wie sieht es mit den Belegschaften in den Kernbetrieben und in den Zuliefererbetrieben bzw. mit den Gewerkschaften aus? Wie sieht man dort die Lage und welche Erwartungen und Vorschläge haben sie?

Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen, der Petra-Kelly-Stiftung, der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und der Heinrich-Böll-Stiftung Bundesstiftung im Rahmen des Verbundprojektes „Wirtschaften mit Zukunft – ökologisch – demokratisch – sozial“

Tag: Mittwoch, 08. Juni
Zeit:
19:00 Uhr
Ort:
online

Mittwoch, 08. Juni: Online-Vortrag: Vom Insektenmonitoring zur Pflege von Insektenwiesen und zurück – Wirkungskraft von Citizen Science in der Gesellschaft

Veranstalter*innen: Senkenberg Museum

Seit über 10 Jahren ist der Insektenrückgang nun ein Top-Thema in der Gesellschaft. Entsprechend stehen Insektenforscherinnen und -forscher, die vormals ein Schattendasein führten, nunmehr im Rampenlicht. Aber es sind wenige, und es wird mehr über Wildbienen geredet, als es echte Wildbienenkenner:innen gibt. Zudem sind die Ursachen für den Insektenrückgang vielfältig und komplex. Wie kann da eine Transformation vom Insektensterben hin zur Erhaltung der für uns und die Ökosysteme so wichtigen Insekten gelingen? Können engagierte Citizen Scientists die Lücken füllen und „einspringen“ – sowohl, was die Artenkenntnis angeht, als auch in Bezug auf notwendiges Handeln? In zwei Citizen-Science-Projekten in Sachsen wurden hierzu seit Jahren Erfahrungen gesammelt – darauf aufbauend sollen sie in den kommenden Jahren beträchtlich ausgeweitet werden.

Der Entomologe Matthias Nuß ist Sektionsleiter des Bereichs Schmetterlinge im Senckenberg Museum für Tierkunde Dresden. Hier ist er an zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten zur Insektenbiodiversität beteiligt. Ihm reicht es jedoch nicht, neue Arten zu entdecken und ökologische Zusammenhänge in der Natur zu beschreiben. Er möchte alle Naturinteressierten in naturwissenschaftliches Arbeiten einbeziehen und, noch viel wichtiger, aus dem gewonnenen Wissen praktisches Handeln für den Naturschutz ableiten und die Menschen motivieren, dafür aktiv zu werden.

Teilnahme über folgende Wege:

Teilnahme via Zoom: Hierzu ist eine Anmeldung erforderlich. Den Link zur Teilnahme erhalten Sie nach der Anmeldung.
Per Livestream unter www.senckenberg.de/live: keine Chatfunktion vorhanden. Keine Anmeldung nötig.

Tag: Mittwoch, 08. Juni
Zeit: 19:15 Uhr
Ort: Online, s.o.

Freitag, 10. Juni: Vorab-Austausch zur LMV für Mitglieder des KV Frankfurt

Veranstalter*innen: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN KV Frankfurt

Liebe Freund*innen,

am 11.6.22 steht die nächste Landesmitgliederversammlung (LMV) an und wir freuen uns, wenn der KV Frankfurt zahlreich in Bad Hersfeld vertreten ist. Eine Einladung müsstet Ihr bereits vom Landesverband per Post erhalten haben.

Die Satzungsänderungen prägen das Programm und es werden sicherlich noch interessante Anträge gestellt, daher würden Tina Zapf-Rodriguez und Julia Frank Euch gerne zu einem digitalen Austausch am Freitag, den 10.6. um 18 Uhr einladen.

Gerade für Neumitglieder ist dies eine gute Gelegenheit, sich auf den kommenden Tag vorzubereiten und Fragen im Vorfeld loszuwerden.

Die aktuellen Anträge zur LMV etc. findet Ihr im Antragsgrün.

Die Einwahldaten für diesen Vorab-Austausch sind Euch per Mail am 20.5. zugegangen. Solltet Ihr sie nicht vorliegen haben, wendet Euch gern an kreisverband(at)gruene-frankfurt(dot)de.

Tag: Freitag, 10. Juni
Zeit:
18:00 Uhr
Ort: online

Freitag, 10. Juni: Ukraine: Der Krieg, Westeuropäischer Zentrismus und Osteuropa

Veranstalter*innen: Boell Stiftung Hessen in Kooperation mit autorenbuchhandlung Marx & co

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der eine sogenannte Zeitenwende ausgelöst hat: Wann begann er wirklich? Erst am 24. Februar 2022 oder schon 2014 mit der Besetzung der Krym? Ist die Zeitenwende nicht längst eingeläutet worden und was bedeutet sie eigentlich? Verharren wir weiter in der Vorstellung von „eher national und eher postnational geprägten Mentalitäten von Bevölkerungen“ (Jürgen Habermas)?

Mit unseren Gästen Natalka Sniadanko, die als Autorin und Übersetzerin aus der Ukraine nach Deutschland geflohen ist, Zaal Andronikashvili, der als georgischer Literaturwissenschaftler seit Jahren in Deutschland arbeitet, Manfred Sapper, dem Herausgeber der Zeitschrift Osteuropa, und Artur Weigandt, dem in Kasachstan geborenen Journalisten, wollen wir versuchen, Außen- und Innenperspektive zusammenzubringen und danach fragen:

Was ist zu tun, um diesen Krieg zu beenden? Was würde ein eingefrorener Konflikt für die Weltgemeinschaft, für die Ukraine bedeuten? Wie reagiert Georgien auf das Referendum in Ossetien, wie die Ukraine auf Cherson? Wie lebten die verschiedenen Ethnien vor dem Angriff in der Ukraine zusammen und welche Bedeutung hat die russische Sprache? Ist der reale, ist der Informationskrieg zu gewinnen und wie sollte Deutschland mit seiner pazifistischen Haltung umgehen?

Die Plätze sind pandemiebedingt beschränkt. Wir bitten um Anmeldung. info(at)autorenbuchhandlung-marx(dot)de

DIskussion mit:

Moderation:

Tag: Freitag, 10. Juni
Zeit:
20:00 Uhr
Ort:
autorenbuchhandlung marx & co, Grüneburgweg 76, Frankfurt/Main

VORSCHAU

Samstag, 11. Juni: LMV in Bad Hersfeld

Veranstalter*innen: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen

Wir laden euch herzlich zu unserer Landesmitgliederversammlung am

Samstag, den 11. Juni 2022 um 11 Uhr in der Schilde-Halle in Bad Hersfeld ein.

Stets aktuelle Informationen und alle nötigen Links für Anmeldung, Antragsgrün etc. findet Ihr hier.

Tag: Samstag, 11. Juni
Zeit:
11:00 Uhr
OrtSchilde-Halle Bad Hersfeld, Benno-Schilde-Platz 4, 36251 Bad Hersfeld

Sonntag, 12. Juni: Anne Frank Tag 2022 - Audiowalk im Stadtteil Dornbusch

Veranstalter*innen: Bildungsstätte Anne Frank

Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank in Frankfurt am Main geboren. Um an die Botschaft ihres Tagebuchs zu erinnern, haben wir 2017 in ihrer Geburtsstadt den Anne-Frank-Tag ins Leben gerufen, den wir seither jährlich gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und vielen anderen Akteur*innen veranstalten. Wir freuen uns darauf, den Anne Frank Tag dieses Jahr wieder in Präsenz am 12. Und 13. Juni zu begehen und Orte persönlicher Begegnung zu schaffen. Das abwechslungsreiche Programm wird schon in Kürze auf unserer Webseite bekanntgegeben. Eine erste Einladung zu einer Veranstaltung, möchten wir aber schon heute aussprechen:

Zum Anne Frank Tag veranstalten wir einen Audiowalk durch den Frankfurter Stadtteil Dornbusch, wo Anne ihre ersten Lebensjahre verbracht hat. Bei diesem „Hörspaziergang“ erkunden wir die bekannten und weniger bekannten Ecken des Stadtteils und lauschen dabei den Beiträgen der Gewinner*innen des diesjährigen Storytelling-Wettbewerbs der Bildungsstätte Anne Frank. Dieses stand unter dem Motto „Das Private ist poetisch“ und lud Jugendliche und junge Erwachsene dazu ein, 2-minütige Audiobeiträge zur Rolle des Politischen in ihrem privaten Alltag aufzunehmen. Bei der Audiowalk-Premiere werden wir eine Auswahl der besten Beiträge hören, die zu einem „Hörspaziergang“ verwoben wurden. Zur Teilnahme wird nur ein Smartphone mit Kopfhörern benötigt. 

Anmeldung per E-Mail bis 9. Juni 2022 an: events@bs-anne-frank.de

Tag: Sonntag, 12. Juni
Zeit: 11:00 Uhr
Ort: Bildungsstätte Anne Frank, Hansaallee 150, 60320 Frankfurt am Main

Mittwoch, 15. Juni: Hybrides Treffen des Team Dezibel

Veranstalter*innen: Team Dezibel - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN KV Frankfurt

Das Team Dezibel trifft sich, um das Projekt Poetry Slam zu konkretisieren und weitere Ideen und Projekte, wie die Stadtteilspaziergänge, voranzutreiben. Das Team Dezibel entwickelt neue Ideen und Formate, um über Politik zu kommunizieren. Jedes interessierte Mitglied oder Nicht-Mitglied ist herzlich eingeladen, an dem Meeting teilzunehmen und sich einzubringen.

Die Sitzung findet wie in letzter Zeit gewohnt hybrid statt:

Wer anwesend sein kann, kommt in die Kreisgeschäftsstelle (Oppenheimer Straße 17). Wer sich zuschalten will, kann folgenden Link nutzen:
https://meet.goto.com/653859317
Beziehungsweise sich über Telefon einwählen.
Deutschland: +49 891 2140 2090
Zugangscode: 653-859-317

Tag: Mittwoch, 15. Juni
Zeit:
19:30 Uhr
Ort:
Kreisgeschäftsstelle, Oppenheimer Str. 17, 60594 Frankfurt oder online

Mittwoch, 15. Juni: Frauenvollversammlung

Veranstalter*innen: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN KV Frankfurt

Tagesordnung:
 
1. Begrüßung, Tagesordnung und Formalia
2. Vorstellungsrunde

3. Berichte:

3.1 Julia Frank (Vorstand)

3.2 Ulla auf der Heide (Frauen AG)

3.3 Rosemarie Heilig (Frauen- und Umweltdezernat)

3.4 Beatrix Baumann (Frauenpolitische Sprecherin der STVV-Fraktion)

4. Gianina Zimmermann stellt sich vor als Zuständige vom Landesvorstand für Frankfurt und Frauenbeauftragte

5. Wortmeldungen von Frauen* in Konferenzen

6. Vorstand hört zu: Wie geht es Euch im Kreisverband Frankfurt? Was können wir besser machen?

7. Verschiedenes

8. Verabschiedung
 
Bitte beachtet die Antragsfrist von 7 Tagen, die wir mit unserer Geschäftsordnung für Mitgliederversammlung beschlossen haben.

Für alle, die noch nicht so lange dabei sind: Was ist die Frauenvollversammlung?

Die Frauenvollversammlung wird nach unserem Frankfurter Frauenstatut mindestens einmal im Jahr vom Vorstand ausgerichtet. Dazu sind alle Menschen, die ihre geschlechtliche Identität als weiblich definieren, eingeladen. Dabei soll mindestens ein Thema beraten werden, das die Frauengleichberechtigung oder die Situation von Frauen voranbringen soll.

Tag: Mittwoch, 15. Juni
Zeit:
20:00 Uhr
Ort: Haus der Jugend, Deutschherrnufer 12, 60594 Frankfurt

Freitag, 17. Juni: Landtags-Talk für Mitglieder des KV Frankfurt und Interessierte

Veranstalter*innen: Landtagsabgeordnete aus dem KV Frankfurt

Liebe Freund*innen,

wir alle haben einen großen Bedarf am Austausch und vielleicht die eine oder andere Frage, die jenseits unserer regulären Treffen auftaucht. Noch immer erschwert Corona die Kommunikation, denn das ein oder andere Gespräch, was am Rande der Parteitage sonst stattfand, kann im Moment nicht geführt werden.

Grüne Mitglieder hatten die Anregung, dass einige regelmäßig über unsere Landtagsarbeit informiert werden wollen und direkt Fragen, Kritik, Anregungen loswerden möchten. Wir führen deshalb unseren Landtagstalk weiter und laden alle Mitglieder ein:

Am Freitag 17.06.2022, um 17 - 18:30 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht nötig, wir freuen uns, Euch am kommenden Freitag um 17 Uhr hier zumindest virtuell zu treffen.

Viele Grüße
Martina, Taylan, Miriam, Marcus, Mirjam

Tag: Freitag, 17. Juni
Zeit: 17:00 - 18:30 Uhr
Ort: online via Zoom

Samstag, 18. Juni: Thementag "Wo bleibt das Zivile?" - Zur neuen Friedens- und Sicherheitspolitik der Bundesregierung

Veranstalter*innen: Haus am Dom

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat die sicherheitspolitische Debatte in Deutschland grundlegend verändert. Nach dem Afghanistan-Desaster des Westens stand die Frage im Vordergrund, inwieweit militärische Interventionen generell nicht mehr schaden als nutzen bei Friedenssicherung und Menschenrechtsschutz, Demokratieaufbau und »Nation Building«. Seit Russlands Krieg konzentriert sich die Debatte nun fast ausschließlich auf militärische Mittel. Dies wird den globalen Herausforderungen unserer Zeit nicht gerecht. Deshalb fragen wir vor dem Hintergrund eines umfassenden Sicherheitsbegriffs, der nicht nur die militärische, sondern auch die gesellschaftliche, ökonomische, ökologische und kulturelle Dimension der menschlichen Sicherheit einschließt: Welche Rolle können und sollten die zivilen Mittel der Konfliktbearbeitung in einer neuen Friedens- und Sicherheitspolitik Deutschlands spielen? Muss ein vernetztes Agieren von Diplomatie, ziviler Konfliktbearbeitung, konfliktsensibler Entwicklungszusammenarbeit, wirtschaftlicher Kooperation bzw. Sanktionen und militärischem Potenzial nicht neu strategisch gewichtet werden, statt ohne jede sachgerechte Debatte
nur viel Geld in die Bundeswehr zu stecken? Was und wie können zivile Instrumente zur nachhaltigen Konfliktbearbeitung beitragen? Was können militärische Mittel in Gewaltkonflikten leisten? Braucht es – unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten – nicht einen Paradigmenwechsel weg von einer militärisch dominierten Sicherheitspolitik zu einer zivilen Sicherheitspolitik, die den Aufbau kooperativer und problemlösungsorientierter politischer und wirtschaftlicher Beziehungen umfasst?

Der Thementag wird als Hybridveranstaltung durchgeführt. Die Präsenzteilnahme kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro. Tagungsgetränke und ein Mittagsimbiss sind in diesen Kosten enthalten.

Der Thementag wird digital über den Youtube-Kanal des Hauses am Dom gestreamt. Diese Digitalteilnahme ist kostenfrei und bedarf keiner Anmeldung. Zum Live-Stream gelangen Sie HIER.

Schritt 1 »Die Zeitenwende«: Reflektion des Russland-Krieges gegen die Ukraine mit Vortrag und Podiumsrunde

Schritt 2 Neue deutsche zivil-militärische Friedens- und Sicherheitsstrategie mit Impuls aus Sicht der Friedensforschung und anschließender Aussprache im Plenum

Schritt 3 »100 Milliarden für Zivil«: Politische Implementierung von »Rettet das Zivile!« in der neuen Sicherheitspolitik mit Impuls und anschließendem Fishbowl-Gespräch u.a. mit Anna Lührmann, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Den ausführlichen Ablauf, Informationen zur nötigen Anmeldung für die Vor-Ort-Teilnahme und die einzelnen Beteiligten finden Sie hier.

Tag: Samstag, 18. Juni
Zeit: 10:00 - 16:00 Uhr
Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt oder online via Youtube

So kommen eure Termine in die Grüne Woche

Immer wieder erreicht uns die Frage: Wie kommt unser Termin in die Grüne Woche? Hier findet ihr darauf die Antwort. Wir freuen uns auf eure Beiträge.


HINWEIS:
Anfragen und Anmerkungen bitte an den Kreisverband:
kreisverband(at)gruene-frankfurt.de


Dieser Newsletter ist ein Informationsdienst des Kreisverbandes Frankfurt am Main von Bündnis 90/Die Grünen. Ansprechpartnerin:

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