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GRÜNE WOCHE 24/2019 (27.06.2019)

Liebe Freundinnen und Freunde,

am Freitag 28.6. um 14 Uhr werden die Fridays for Future Frankfurt im Senkenbergmuseum ihre konkreten Klimaschutz-Forderungen vorstellen. Wir sind sehr gespannt darauf und sind bei der Veranstaltung u.a. mit Rosemarie Heilig (Umwelt-Dezernentin) und Ulla auf der Heide (Stadtverordnete, u.a. im Umweltausschuss der Stadtverordnetenversammlung) vertreten. Vielleicht habt auch ihr Zeit hinzugehen und euch an der Debatte zu beteiligen.

Ob die Fridays den Ort ihrer Präsentation gewählt haben, weil dort das große Dinosaurierskelett eindrücklich erinnert an das „Massenaussterben vor etwa 66 Millionen Jahren, bei dem schätzungsweise 50% der Gattungen und 20% der Familien verschwanden, darunter alle Nicht-Vogel-Dinosaurier“? „Die meisten aktuellen Theorien sehen die Ursache in einem Meteoriteneinschlag oder einem gesteigerten Vulkanismus, einige schließen beide Ereignisse ein“, „zu den möglichen kurz-  und mittelfristigen Folgen für die damaligen Ökosysteme sind vielfältigen Überlegungen angestellt worden“ (alle Zitate aus Wikipedia). Das damalige Massenaussterben ist ein inzwischen wissenschaftlich gut erforschtes und belegtes Beispiel dafür, was geschehen kann, wenn Ökosysteme vollkommen aus dem Gleichgewicht geraten. Und nein, wir wollen hier keine Katastrophenszenarien heraufbeschwören. Vielleicht haben die Fridays den Ort ja auch gewählt, weil die Senkenberg-Gesellschaft für Naturforschung (hier geht’s zur Website) sich mit Biodiversität in all ihren Facetten, also der Vielfalt des Lebens auf der Erde, befasst – und zu ihren vier Forschungsschwerpunkten einer über Biodiversität und Klima gehört. Und weil das Senkenberg Museum ein Tempel der Naturwissenschaften ist – die in den aktuellen politischen Debatten über die Klimakatastrophe eine immens wichtige Rolle spielen.

Wir GRÜNEN sind seit einiger Zeit  mit den Fridays for Future im Dialog – sie waren bei unserer Veranstaltung mit Milan Horacek und anderen zu „40 Jahre sonstige politische Vereinigung Die Grünen“ und  haben mit uns bei unserer Kreismitgliederversammlung im Mai 2019 über notwendige Klimaschutzmaßnahmen angesichts des begrenzten Zeitkorridor, der nur noch zur Verfügung steht, um einen unumkehrbaren Temperaturanstieg mit all seinen Folgen zu verhindern, gesprochen. Und sie haben uns neulich in der Römerfraktion besucht, um darüber zu diskutieren, was die GRÜNEN in Sachen Klimaschutz politisch getan haben und aktuell tun. Unsere Bereitschaft zum Dialog ist ungebrochen, weil wir mit den Fridays for Future das große Anliegen teilen, deutlich mehr deutlich konsequenter gegen den Klimawandel zu tun und dabei an Tempo zuzulegen – weil die Uhr sehr laut tickt. Die eher konfrontativen und auch mal mit wüsten Beschimpfungen gespickten Auftritte der Fridays in diversen Ausschuss-Sitzungen im Römer in den vergangenen 10 Tagen ändern daran nichts Grundlegendes – wir werden aber wohl das nächste Mal früher sagen,  wie wir uns eine gute Debattenkultur vorstellen.

Letzte Woche schrieben wir an dieser Stelle: wir glauben, dass in Anbetracht des gewachsenen Bewusstseins für Klimaschutz jetzt auch noch mehr erreicht werden muss. Wir wollen auch hier den Weg der konkreten Beschlüsse und Veränderungen gehen. Wir betrachten das als unsere Verantwortung: Nicht nur Bekenntnisse zum Klimaschutz, nicht nur drüber sprechen – sondern konkrete Taten. Daran arbeiten wir auch über die Sommerpause, davon versuchen wir, die Koalitionspartner zu überzeugen.

Zwischenzeitlich sind wir diesbezüglich schon deutlich vorangekommen – wir GRÜNEN haben unseren kommunalen Koalitionspartnern CDU und SPD letzte Woche ein internes Papier vorgelegt, das beschreibt, wie wir uns eine Klimaallianz für Frankfurt vorstellen und was sie beinhalten sollte – und gestern haben die drei Koalitionspartner vereinbart, darüber bereits während der Sommerpause in die interne Diskussion zu gehen.

Zeitgleich hat die GRÜNE Römerfraktion zwei umfassende Anträge beraten, verabschiedet und in den Geschäftsgang gebracht - „Frankfurt wird Klimaschutzstadt I – eine Aufgabe für alle“ - die Presseerklärung  dazu findet ihr hier - und „Klimaschutz II - Die Stadt abkühlen – gesunde Lebensverhältnisse für alle“. Ein dritter Antrag, der sich mit „Klimaschutz durch Verkehrswende“ befassen wird, folgt demnächst. Damit haben wir dann ein großes Paket mit Vorschlägen vorgelegt, wie der Klimawandel oder die Klimakatastrophe oder der Klimanotstand ganz konkret hier in Frankfurt bekämpft werden können.

Wir freuen uns darauf, unsere Vorschläge mit den Forderungen von Fridays for Future abzugleichen oder zu ergänzen oder anzupassen -  und miteinander zu gegebener Zeit zu diskutieren. Wir sind insgesamt in einem guten Prozess, es bewegt sich viel zum Thema Klimaschutz, die Unterstützung für unsere Arbeit wächst kontinuierlich – und wir gehen deshalb zuversichtlich in eine schon jetzt mit vielen Arbeitsterminen gespickte „Sommerpause“. 

Mehr dann wieder ab Mitte August. Habt eine gute Zeit!

Herzliche Grüße

Beatrix + Bastian

 

Die heutigen Themen

Neues von Martina Feldmayer

Klimaschutz goes Outdoor

Diesen Sommer werde ich zum ersten Mal einen Klimaspaziergang durch Frankfurt anbieten. Gemeinsam erkunden wir Klimaschutzprojekte mitten in der Stadt und erfahren, welche Möglichkeiten es für jeden und jede von uns Frankfurter*innen gibt, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Von Solarthermie-Kraftwerken über Passivhaus-Projekte zu innovativen Sharing-Angeboten: Wir besuchen Klimaschutzprojekte vor unserer Haustür und lernen über Möglichkeiten und Chancen, dem Klimawandel in unseren urbanen Räumen zu begegnen.

Außerdem startet in den nächsten Wochen meine Umweltlaufgruppe. Beim Joggen wollen wir uns nicht nur die Zeit nehmen um uns fit zu halten, sondern auch um die Natur von Müll und Plastik zu befreien. Ein paar Kilometer laufen und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten – aber erst wenn es draußen wieder ein bisschen kühler geworden ist ;)

Kommunales Programm für Klimainvestitionen


Kommunen sind das Rückgrat unserer Grünen Klimapolitik. Unsere Landesregierung hat von 2016-2018 im Rahmen der Förderrichtlinie zum kommunalen Klimaschutz4,3 Millionen Euro für konkrete kommunale Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekte sowie Informationsinitiativen bewilligt.

Auch durch unser Programm „Hessen aktiv: Die Klimakommunen“ bekommen die Kommunen besondere Unterstützung, Beratung und Information sowie eine Plattform für den Austausch.
Wir würden uns freuen, wenn in Zukunft noch mehr Kommunen die Möglichkeit zur Förderung konkreter Klimaschutzprojekte wahrnehmen und Mitglied im Bündnis der Hessischen Klimakommunen werden.

Neues von Marcus Bocklet

Hessen baut Barrieren ab und setzt auf Inklusion

Letzte Woche ging es um Teilhabe. Mit dem Zweiten Gesetz zur Änderung des Hessischen Behinderten-Gleichstellungsgesetzes (HessBGG) sollen weitere Barrieren fallen.
 
So wurde festgelegt, dass Benachteiligung nicht nur die Verweigerung von Hilfsmitteln umfasst, sondern bereits bei erschwerten Zugang vorliegt. Und weil die Expertise von Menschen mit Behinderungen für den Abbau von Barrieren unerlässlich ist, werden die ehrenamtlichen Mitglieder des Inklusionsbeirats künftig eine Aufwandsentschädigung erhalten (mehr dazu in Silvias Pressemeldung).
 
Wir GRÜNEN sind überzeugt, Inklusion ist eine wichtige gesellschaftliche Daueraufgabe. Das neue Gesetz (und dessen Evaluation) sind daher als Etappen unseres konstanten Pochens auf Gleichstellung zu verstehen, denn unser Ziel – die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung – rückt nur näher, wenn wir aufmerksam bleiben.

Neues von Miriam Dahlke

Nachtragshaushalt

In der vergangenen Plenarwoche hat der Landtag den Nachtragshaushalt 2019 verabschiedet. Dieser ist „jung“ und „digital“, denn: Rund 250 Millionen Euro zusätzlich steckt die hessische Landesregierung in diesem Jahr in den landesweiten Ausbau von Breitbandverbindung, in bessere Handynetze, in den Digitalpakt Schule und den digitalen Verwaltungsausbau. Auch in die Ausbildung investiert der Nachtragshaushalt 2019: Beispielsweise können künftig rund 250 junge Menschen mehr als bisher ihr Lehramtsreferendariat in Hessen absolvieren. In der Steuerverwaltung entstehen zusätzliche Ausbildungsplätze. Und alle Rechtsreferendar*innen werden ab November verbeamtet.

Als finanzpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Landtag freue ich mich ganz besonders, dass die Landesregierung auf diese Weise unmittelbar in unsere Zukunft investiert.

Detaillierte Infos zum Nachtragshaushalt gibt es hier.

Neues von Taylan Burcu

WELTFLÜCHTLINGSTAG: DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR

Am vergangenen Donnerstag war Weltflüchtlingstag. In einer Pressemitteilung der GRÜNEN Landtagsfraktion haben wir zu diesem Anlass erneut auf die Rechte von Geflüchteten aufmerksam gemacht. In Hessen tun wir in der Landesregierung weiterhin alles dafür, Geflüchtete hier bestmöglich zu unterstützen, auch damit eine erfolgreiche Integration von Anfang an gelingen kann. Ganz besonders wichtig für das Ankommen in Deutschland sind aber die Menschen hier. In diesem Zusammenhang möchte ich allen Engagierten in der Arbeit mit Geflüchteten, die dafür sorgen, dass Schutzsuchende ihren Alltag hier meistern können und sich willkommen fühlen, herzlich danken.

Geflüchtete sind keine Menschen zweiter Klasse. Dafür reicht ein kurzer Blick in unser Grundgesetz, das die Würde eines jeden Menschen schützt - egal welcher Staatsangehörigkeit. Leider werden die Menschenrechte von Schutzsuchenden weltweit mit Füßen getreten. Die Zustände in lybischen Folterlagern zwingen die Menschen dazu, die gefährliche Reise über das Mittelmeer anzutreten. Dass es der EU nicht gelingt, das Sterben auf dem Mittelmeer zu beenden, ist ein Armutszeugnis für Europa und seine Werte.

Um die Situation zu entschärfen, müssen endlich europäische Lösungen für Rettung, Aufnahme und Verteilung von Geflüchteten gefunden werden.

Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass Menschen nicht mehr gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen. Dazu gehört neben einem effektiven Klimaschutz fairer Handel, das Ende von Rüstungsexporten in Krisenregionen und die Sicherung sozialer und ökologischer Standards weltweit.

Wie die Grüne Woche geht auch die Arbeit im Landtag in den kommenden Wochen in die Sommerpause. Ich wünsche allen einen nicht allzu heißen Sommer und gegebenenfalls ein paar schöne Urlaubstage! :)

Neues von Mirjam Schmidt

Wehren wir uns

Schlägt man in den letzten Wochen die Zeitungen auf, hört aufmerksam Radio oder verfolgt die sozialen Medien, dann füllt ein großes Thema die Schlagzeilen: der Tod eines Politikers, der öffentlich sein Wort  gegen Fremdenhass und Intoleranz erhoben hat. Noch gibt es auf viele Fragen nur unvollständige Antworten, doch die Indizien zeigen, dass es sich mit großer Sicherheit um einen Mord aus dem rechtsextremen Spektrum handelt. Trotzdem dürfen erste Vermutungen nicht zur haltlosen Spekulation führen. Auch können sie ein rechtsstaatliches Verfahren und eine ordnungsgemäße Ermittlungsarbeit nicht ersetzen. Deshalb setzen wir uns für eine vollständige Aufklärung ein. Alle Fragen müssen auf den Tisch und Antworten gefunden werden.

Besonders erschütternd ist, dass nach dem Tod von Walter Lübcke vor allem  in den sozialen Medien der Hass offenbar wurde, der ihm und anderen Menschen, die sich für Demokratie und Toleranz einsetzen, entgegenschlägt. Schleichend hat sich in unserer Gesellschaft ein Rechtsruck verbreitet. Inzwischen können wir überall auf Menschen treffen, ob am Stammtisch, in der U-Bahn, auf der Straße oder in unseren politischen Gremien, die keine Hemmungen mehr haben, Hass und Hetze offen auszusprechen und kaum jemand setzt dem etwas dagegen. Doch dann ist der Sprung zur Gewalt nicht groß. Bedrohungen und Angriffe von Rechtsextremen sind inzwischen an der Tagesordnung, auch für viele Politikerinnen und Politiker.
 
Ohne jede Scheu werden inzwischen auch  Kultureinrichtungen und Kulturschaffende  bedroht und angegriffen. Die Freiheit der Kunst wird plötzlich wieder in Frage gestellt. Das ist auch der Tatsache geschuldet, dass es eine politische Kraft gibt, die genau das fordert. Mit friedlichen Aktionen, wie zum Beispiel der Erklärung der Vielen, machen Kultureinrichtungen immer wieder im ganzen Land auf die Lage in unserem Land aufmerksam. Das ist ein gutes Zeichen und wir GRÜNE müssen alles daran setzen, dass der Widerstand gegen den Rechtsextremismus  in unserer Gesellschaft noch größer wird. Wir müssen verhindern, dass es weiter ohne jede Konsequenz bleibt, wenn Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen Neigung, ihrer politischen Einstellung oder ihrer Herkunft bedroht oder angegriffen werden.
 
Früher wie heute gilt: „Wehret den Anfängen“. Leider müssen wir feststellen, dass diese Anfänge längst vorüber sind und wir mitten in einer Krise aus Rechtsextremismus stecken. Noch können wir etwas dagegen tun und dies sollten wir nicht nur, nein, wir müssen sogar. Das sind wir all denjenigen schuldig, die dieses friedliche und einheitliche Europa aufgebaut haben.

Neues aus dem Römer

„Total okay?“

Dass die Sitzungen der Fachausschüsse unserer Stadtverordnetenversammlung gleich mehrmals in Folge erheblichen Besucher*innen-Zulauf erfahren, ist nicht nur für die gewählten Vertreter*innen und die für die Organisation der Sitzungen zuständigen städtischen Mitarbeiter*innen zunächst ungewöhnlich. Auch die Raumkapazitäten und die Lüftungstechnik erwiesen sich als unterdimensioniert, als in den vergangenen Wochen Mitglieder der Initiative „Fridays for Future“ ihre Anliegen in den Ausschusssitzungen vortrugen.
Viele von ihnen sind jung und haben dementsprechend noch wenig Erfahrung mit den Ritualen der Politik. Trotzdem kommen sie in den Römer und suchen das Gespräch. Das finden wir gut.
Wenig hilfreich für einen Austausch über den Klimaschutz ist es dagegen, wenn Stadtverordnete anderer Fraktionen in den Sitzungen lautstark ein Bedrohungsszenario durch einen Polizeieinsatz an die Wand malen.
„Nicht okay“ finden wir auch, dass durch die Präsenz von Polizei vor und im Römer während der Planungsauschusssitzung der Eindruck entstand, man hielte „Fridays for Future“ für gefährlich.  Üblich ist das nämlich keineswegs und war nun in anderen Sitzungen auch nicht mehr der Fall.
Ganz andere Dinge finden wir erschreckend: Die Ergebnisse einer Umfrage des Fachmagazins "Kommunal" im Auftrag des ARD-Politikmagazins "Report München", aus der hervorgeht, dass in rund jeder zwölften Kommune Mitarbeiter*innen oder Amtsträger*innen Opfer körperlicher Gewalt wurden. Eine Zunahme von 25 Prozent in nur zwei Jahren. Hier ist es wichtig, dass sich der Rechtsstaat vor die vielen ehrenamtlichen und hauptamtlich engagierten Menschen stellt. Auch mit der Polizei.
Eine Aussage von uns zum Themenkomplex von Angriffen auf politisch Verantwortliche in einem Absatz mit der Berichterstattung zur Jugendbewegung „Fridays for Future“ lesen zu müssen, finden wir aber „total unokay“. Denn es hat nichts miteinander zu tun.

Neues von Omid Nouripour

Die Situation im Nahen Osten

Die Situation im Nahen Osten beunruhigt Omid sehr: Die Rhetorik im Konflikt zwischen Iran und USA hat sich nach den US-Sanktionen in den letzten Tagen leider weiter verschärft. Der US-Präsident benutzte jetzt sogar das Wort „Auslöschung“. Ein Krieg ist noch längst nicht abgewendet. Auch wäre es verheerend, wenn das Nuklearabkommen mit dem Iran platzen würde. Omid befürchtet, dass es dann zu einer nuklearen Aufrüstung in der ganzen Region, vor allem in Saudi-Arabien, kommen könnte. Und Europa ist bei alldem viel zu passiv. Deutschland und die EU könnten und müssten wesentlich mehr tun, um den Iran im Nuklearabkommen zu halten.

Im Bundestag spricht Omid am Freitag zur Fortsetzung der „UNIFIL“-Friedensmission der Vereinten Nationen in Libanon, die die Grünen als Beitrag zur Friedenssicherung im Nahen Osten unterstützen.

Neues von der GRÜNEN JUGEND

Auf geht’s, ab geht’s, Ende Gelände!

„Wir sind hier für eure Kinder“ riefen am Wochenende 8.000 Aktivist*innen bei Ende Gelände und 40.000 bei der fridaysforfuture-Demo in der Nähe von Aachen, am Tagebau Garzweiler. Sie demonstrierten für einen schnellen Ausstieg aus der Kohle.
Es braucht dringend einen Systemwechsel in Deutschland, hin zu mehr Klimagerechtigkeit, zu einer gemeinwohl- und zukunftsorientierten Wirtschaft!

„Time for change“ war auch bei der GJ Frankfurt. Wir haben unsere Webseite neu gemacht – es lohnt sich mal vorbeizuschauen. Zum Beispiel stellt sich der neue Vorstand ausführlich vor und es gibt einen Veranstaltungskalender.

Ganz neu außerdem: Die Grüne Jugend Frankfurt wird bald mit „Junggrün liest“, einem Lesezirkel, starten. Das erste Treffen dafür wird am 26. Juli um 18:00 Uhr in der Geschäftsstelle stattfinden. Wenn ihr Lust habt, dabei zu sein, dann meldet euch einfach bei dem Vorstand vorstand(at)gruene-jugend-frankfurt(dot)de oder folgt dem Link zur Telegram-Gruppe. Wir freuen uns auf viele nette Bücherwürmer!

Das heißt auch im Sommer geht es bei der GJ fleißig weiter: Wir treffen uns weiter zu KMVen, Mitgliederabenden (heute!), Junggrün liest und vieles mehr. Wir wünschen einen entspannten und sonnigen Sommer! Wir sehen uns!

Aufruf: Frankfurter Häuserkampf 1970 – 1974

Aufruf: Frankfurter Häuserkampf 1970 – 1974

2020 jährt sich ein Frankfurter Stadtereignis: Im Jahr 1970 wurde in der Eppsteiner Straße 47 das erste Haus im Frankfurter Westend besetzt. In den folgenden Jahren, bis zur Räumung der Häuser „Bockenheimer  Landstraße/Ecke Schumannstraße“ im Jahr 1974, kam es zu zahlreichen (14? 16?) weiteren Hausbesetzungen und Mietstreiks in Frankfurt, insbesondere im Westend.
Die Heftigkeit der Auseinandersetzung um besetzte Häuser, Räumungen und die Spekulation in Folge der  damaligen Stadtplanungen, die Konsequenzen und Lehren für die Stadtentwicklung und die Stadtpolitik – es ist ein sehr spannendes Kapitel der Frankfurter Zeitgeschichte.

„Als Symbol skrupelloser Zerstörung und Seelenlosigkeit der Stadt ist das Westend in die Annalen Frankfurts eingegangen.“
Kulturothek 2019, Westend: Bürgerstolz und Häuserkampf
 
„Der Frankfurter Häuserkampf markiert einen Wendepunkt
in der Geschichte von urbanen städtischen Bewegungen in Deutschland.“
Technische Universität Darmstadt 2018

Das sind beispielhafte Einschätzungen. Dennoch und überraschend: Dieses spannende Kapitel der Zeitgeschichte ist gar nicht geschrieben!
Bis zum heutigen Tag ist das vorherrschende Element beim Stichwort Frankfurter Häuserkampf: Legendär. Damit wird die Tatsache beschönigend formuliert, dass es 45 bis 50 Jahre später  noch immer k e i n e   wissenschaftliche Untersuchung über diesen Frankfurter Stadtkonflikt gibt. Erschienen sind Zeitzeugenberichte und Darstellungen, noch ohne historischen Abstand, zuletzt Anfang der 80er Jahre.
Immerhin zweimal kommt auf den Webseiten der Stadt Frankfurt (www.frankfurt.de) auch das Wort Häuserkampf vor, im Kontext der Geschichte der Hochhäuser und „Wie Frankfurt Großstadt wurde“. Zitat:  „Anfang der 70er Jahre stellte der legendäre „Häuserkampf“ in der Auseinandersetzung mit der Bodenspekulation und der Bebauung des Westends die Frage nach der „Abkopplung des Sozialen von der Ökonomie“ beim Bauen neu.“
In der Literatur und Kunst und in der Debatte um Antisemitismus  war der „Häuserkampf“ länger ein nachwirkendes Thema (beginnend mit dem Roman von Zwerenz „Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond“ und dem darauf basierende Theaterstück von Fassbinder und dem Konflikt darum). Und auch mit dem Roman Westend von Martin Mosebach beim diesjährigen Frankfurt liest ein Buch spielte der Häuserkampf eine Rolle.
Wie es sich für legendäre Ereignisse gehört: Es gibt viele, sehr viele Zeitzeugen und Interpreten, aber es gibt keine mit einem historischen Abstand geschriebene Publikation. Es gibt sehr viel Material und die Zeit drängt, die bisher noch nicht gesammelten Dokumente, Berichte, Fotos usw. für die Zukunft zu sichern. Befragt werden müssen viele Zeitzeugen, um die bisherige Sichtweise auf die Häuserkämpfe zu erweitern.
Nicht zuletzt: Gibt es eine Aktualität der damaligen Themen, Konflikte und Kämpfe für unsere Zeit, angesichts stetig steigender Mieten und Wohnungspreise? Kann die Geschichte der Frankfurter Häuserkämpfe etwas zu den  Fragen „Wem gehört die Stadt?“ und „Wie stellen wir uns die Städte der Zukunft vor?“ beisteuern?
Das Institut für Selbstorganisation e.V. und der gerade gegründete Verein Frankfurter Archiv der Revolte haben jetzt die Initiative ergriffen. Wir planen die Ausstellung „Frankfurter Häuserkampf 1970-1974“  für den Frühsommer 2020/Herbst 2020.
Sind Sie Zeitzeugin oder Zeitzeuge? Kennen Sie damalige Akteure? Dann können Sie uns helfen und mit uns Kontakt aufnehmen: info@archiv-der-revolte.de

Was wir uns wünschen:

Dokumente zum Wohnungs- und Häuserkampf in Frankfurt der Jahre 1970-1974:
Flugblätter, Mietverträge, Räumungsklagen, Plakate, Zeitungen, Fotos, Reader … usw.
N. N. – Telefon – Mail
Temporäres Projektbüro | Finanzielle Förderung | Einen Platz für das Frankfurter Archiv der Revolte im Offenen Haus der Kulturen / Studierendenhaus
Unsere Kontaktdaten:
Frankfurter Archiv der Revolte e.V. | Postfach 90 01 19 | 60441 Frankfurt am Main

29.06.2019: One Common Ground (Minifestival zur Rückeroberung des Raums)

Veranstalter: offenes Haus der Kulturen

One Common Ground - Ein Minifestival zur Rückeroberung des Raums

18 Uhr: UNS GEHÖRT DIE STADT - Parade durch die Straßen Bockenheims, vorbei an Orten aktueller Verdrängung und hin zu Räumen der Selbstorganisation

20 Uhr: UNS GEHÖRT DAS HAUS - Feierlicher Einzug in das OFFENE HAUS der Kulturen und Live-Radio-Show über heterogene Zukünfte einer solidarischen Stadt. Moderiert vom Radio GOOD MORNING DEUTSCHLAND und Anderen.

22 Uhr: UNS GEHÖRT DIE NACHT - Party & MetanachtON

COMMON GROUND findet zum Abschluss der Konzeptphase des OFFENEN HAUSES der Kulturen statt, mit dem das Studierendenhaus erhalten bleiben soll. ON COMMON GROUND will aber nicht nur das Haus, DAS OFFENE HAUS der Kulturen steht mit all seinen Akteur*innen für mehr: Für eine Stadt für Alle, für verwertungsfreie Räume für politisches, soziales, künstlerisches Engagement und Spaß. ON COMMON GROUND setzt die Zukunft in Szene.Von und mit zahlreichen Akteur*innen um und im OFFENEN HAUS der Kulturen.

Gefördert vom Fonds Soziokultur, der Stiftung Demokratie Leben, dem Kulturamt Frankfurt. Unterstützt vom FrankfurtLAB und dem AStA der Goethe-Uni.

Weitere Informationen sind hier zu finden.

Wann? ab 18:00 Uhr
Wo?     Campus Bockenheim, Mertonstrasse 17 - 21, Frankfurt am Main

Samstag, 29.06.2019: Nicaragua im Koffer

Veranstalter: SOSNicaragua-Frankfurt

Jandir Rodriguez - Nicaragua en la Maleta
(Nicaragua im Koffer)


Jandir Rodriguez ist der neue Liedermacher Nicaragua´s. Er wurde in San Rafael del Norte, im Norden Nicaraguas, in der Kaffeeregion Jinotega geboren. Bereits als Heranwachsender war er von Künstlern umgeben. Er entwickelte sich weiter und versuchte sich an der Vertonung der Gedichte von Mario Benedetti. Mit 23 Jahren verließ er sein Heimatdorf und begann das Medizinstudium in Leon. Hier konnte er sich auch musikalisch weiterbilden.

Er begann Lieder zu schreiben und entschied sich am 21.04.2018 an den studentischen Protesten teilzunehmen, um gegen die Sozialreformen zu protestieren und die Wiedereinrichtung des Autonomiestatus der Universität einzufordern. Im Mai 2018 komponierte Jandir sein Lied „Héroes de Abril”, dass sich gegen das autoritäre Regime in seinem Land wendet. Heute ist sein Lied das bekannteste in Nicaragua, was mit den Protesten in Zusammenhang gebracht wird. Seit kurzem hat er ein Stipendium an einer renommierten Universität in Guatemala erhalten und studiert nun Kontemporäre- und Volksmusik. Er hofft nach dem Studium wieder nach Nicaragua zurückkehren zu können.

Zusätzlich zu dem Konzert von Jandir gibt es einen Infotisch zur gegenwärtigen Lage in Nicaragua und ein Rahmenprogramm mit nicaraguanischen Folkloretänzen, nicaraguanischen Essen und Getränken im Garten des Instituto Cervantes.

Der Eintritt ist frei.

Wann? Einlass 18:00 Uhr
Wo?     Instituto Cervantes, Stauffenstrasse 1, Frankfurt/Main

Wochenenden, vom 29.06. bis 11.08.2019: GrünGürtel-Sommerwerkstatt "Plastik - Werte und Wertstoffe"

Leitung: Aeronauten-Werkstatt im GrünGürtel, Naturschule Hessen gGmbH

GrünGürtel-Sommerwerkstatt 'Plastik - Werte und Wertstoffe' am Alten Flugplatz

Wieder können Familien in den Sommerferien gemeinsam bauen und experimentieren. In diesem Jahr fragen wir uns: Was geschieht mit Plastikabfällen nach ihrer ursprünglichen Verwendung? Erneut geht es darum, unsere Kenntnisse und den Blick auf die Natur, in und mit der wir leben, zu schärfen. Wir versuchen, in Kreisläufen zu denken, so wie die Natur es uns zeigt. Die Fachkräfte der Aeronauten-Werkstatt im GrünGürtel und der Naturschule Hessen gGmbH führen in die Thematik ein, fördern und unterstützen Kreativität,Forschergeist, Teamarbeit und handwerkliche Umsetzung.

Es gibt keine festen Anfangszeiten und keine Anmeldepflicht. Die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen sind hier zu finden.

Wann? Wochenenden, vom 29. Juni bis 11. August 2019
Wo?     Alter Flugplatz, Am Burghof 55, Frankfurt am Main

Sonntag, 30.06.2019: Dokumentarfilm „Normal is Over“

Veranstalter: Harmonie Kinos

Dokumentarfilm „Normal is Over“

Der Dokumentarfilm „Normal is Over“ ist sehenswert für alle, denen das Thema Umweltschutz und Klimawandel am Herzen liegt, und die konstruktiv über unser auf Wachstum ausgerichtetes Wirtschaftssystem reflektieren und diskutieren möchten.

Nach der Filmvorführung gibt es ein Filmgespräch und eine moderierte Diskussion mit Renée Scheltema (Regisseurin).

Der Film ist auf Englisch mit deutschen Untertiteln, die anschliessende Diskussion ebenfalls auf Englisch.

Weitere Informationen sind hier zu finden.

Es wird darum geben Tickets online im Vorverkauf zu bestellen. (Der Ticketerlös geht zu 100% an die Stiftung der Regisseurin.)

Wann?  um 16:00 bis ca. 19:00 Uhr
Wo?      Harmonie Kinos, Dreieichstr. 54, Frankfurt-Sachsenhausen

Sonntag, 30.06.2019: feministische Fußballturnier der Grünen Jugend Hessen

Feministisches Fußballtunir

In diesem Jahr veranstaltet die Grüne Jugend Hessen wieder das feministische Fußballturnier.

Es wird auf dem Kleinfeld mit Teams zu je sieben Personen gespielt. Auswechselspieler*innen sind selbstverständlich erlaubt. Da das Fußballturnier in diesem Jahr wieder ein feministisches Fußballturnier sein soll, sollte jedes Team mit mindestens 50% Frauen* besetzt sein.
 
Meldet euch mit eurem Teamnamen, dem Namen eures Kreisverbands sowie der Mitspieler*innen bei emely.green(at)gjh.de an.

Wann? 11:00 bis 17:00 Uhr
Wo?     Sportanlage Brentanobad in der Ludwig-Landmann-Straße, Frankfurt

Sonntag, 30.06. bis 04.08.2019: Der wilde Sonntag - Wasser erleben in Frankfurt

Veranstalterin: Umweltdezernentin Rosemarie Heilig

Der wilde Sonntag - Wasser erleben in Frankfurt

Wasser ist das Thema beim Wilden Sonntag 2019. Kommen Sie mit an Zisternen, Seerosenbecken, Wasserläufe und plätschernde Brunnen. Erleben Sie Konzerte an einem Wasserhäuschen und an historischen Klärbecken oder lauschen Sie mit ihren Kindern einer Lesung an den Wasserspielen Tannenwald.

Dienstag, 02.07.2019: Treffen der Stadtteilgruppe 11

Treffen der Stadtteilgruppe 11 "Fechenheim, Riederwald, Seckbach"

Wir werden uns unter Anderem mit der Finanzierung unserer weiteren Aktionen beschäftigen (müssen). Zudem ist die Überlegung, ob wir einen (zusätzlichen) Sprecher für unsere Stadtteilgruppe wählen möchten.

Wann? 20:00 Uhr
Wo?     Zum neuen Schwanen, Wilhelmshöher Str. 152, Frankfurt-Senkbach

Donnerstag, 04.07.2019: Nach der ›Schicksalswahl‹ jetzt Aufbruch für Europa?

Veranstalter: Heinrich Böll Stiftung Hessen

Nach der ›Schicksalswahl‹ jetzt Aufbruch für Europa?

"Die Europawahl hat einen Anstieg rechtsextremer Mitglieder im Parlament gezeitigt. Er ist zwar nicht so stark ausgefallen, wie befürchtet. Aber eine Verrohung der Sitten, wie in anderen Parlamenten der EU, wird wohl auch hier die Folge sein. Welche destruktiven Auswirkungen das im stark kompromissorientierten europäischen Politikbetrieb hat, wissen wir noch nicht. Auf der anderen Seite stehen einige positive Entwicklungen: Die Wahlbeteiligung ist stark angestiegen, viele junge Leute haben sich im Wahlkampf engagiert und ihre Stimmen zur Geltung gebracht. Das alte Machtkartell, das viele Reformanstrengungen blockiert hat, verfügt über keine Mehrheit mehr. Kann jetzt eine Ära ökologischer und demokratischer Modernisierung in Europa beginnen?"

Eine Diskussionsveranstaltung mit Angelo Bolaffi, Eric Bonse, Michèle Knodt und Martin Winter.

Weitere Informationen sind hier zu finden.

Wann? 19:00 Uhr
Wo?     Ökohaus, Kasseler Straße 1a, Frankfurt a. M.        

Donnerstag, 04.07.2019: „Rechtspopulismus, Rechtsextremismus – Soziale Arbeit“

Veranstalter: Frankfurt University of Applied Sciences

„Rechtspopulismus, Rechtsextremismus – Soziale Arbeit“

Prof. Dr. Micha Brumlik (Goethe-Universität) wird unter dem Titel „Rechtspopulismus, Rechtsextremismus – Soziale Arbeit“ aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen reflektieren, das Erstarken rechter Gruppierungen in diesem Zusammenhang kommentieren sowie Folgen und Aufgaben der Sozialen Arbeit diskutieren.

Die Veranstaltung ist öffentlich und ohne Anmeldung zugänglich.

An den Vortrag schließt sich ein öffentliches Konzert der Band Strom und Wasser auf dem Campus der Frankfurt University of Applied Sciences an. Die „Ska-Punk-Polka-Randfiguren-Rock Liedermacher-Band aus Kiel“ ist zu 100 Konzerten in 100 Städten unterwegs, um so eine Million Euro zur Unterstützung von soziokulturellen Zentren und selbstverwalteten Jugendhäusern in Sachsen, Thüringen und Brandenburg zu sammeln. Viele der Einrichtungen fürchten Schließungen oder Umgestaltungen durch die kommunalen Kulturgremien, in denen mittlerweile oft rechte Mandatsinhaber*innen mitentscheiden und so Zugriff auf die Gestaltung und Finanzen der Kinder- und Jugendarbeit erhalten. Die Jugendzentren bilden einen Gegenpol zum Beispiel zu Freizeiten, die von der Identitären Bewegung angeboten werden, organisieren kulturelle Veranstaltungen und bieten Kindern und Jugendlichen selbstverwaltete Räumen, in denen sie mitgestalten können.

Wann? 18:00 bis 23:00
Wo?     Frankfurt University of Applied Sciences, Geb. 4, Audimax

Donnerstag, 04.07.2019: Rechtskämpfe an den europäischen Außengrenzen

Veranstalter: Beyond Summer (Forschungsprojekt an der Universität Kassel zur europäischen Migrationspolitik), medico international

Mare Clausum. Rechtskämpfe an den europäischen Außengrenzen

Diskussionsveranstaltung.

Mittelmeer, November 2017: Die Organisation Sea Watch dokumentiert den Schiffsbruch von 145 Menschen, während die libysche Küstenwache teilweise gewaltsam versucht, die Menschen nach Libyen zurückzubringen. Mehrere von ihnen kommen ums Leben. Gemeinsam mit Betroffenen der Grenzoperation, der NGO Forensic Oceanography und juristischen Instituten klagt Sea Watch nun vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen Italien und ihre Kooperation mit der libyschen Küstenwache. Über die Möglichkeiten von Rechtskämpfen an den EU-Außengrenzen wollen wir an diesem Abend gemeinsam diskutieren.

Wann? 19:00 Uhr
Wo?     medico-Haus (Lindleystraße 15)

Mittwoch, 10.07.2019: Ungleichheit und Verlust demokratischer Visionen

Veranstalter: Goethe Universität, normative orders

Ungleichheit und Verlust demokratischer Visionen

Wir leben in einer ,Abstiegsgesellschaft‘ (Oliver Nachtwey). Die ,soziale Moderne‘ mit ihren Standard-Erwerbsverhältnissen, einer wachsenden Wirtschaft und einer starken demokratischen Basis, die die Ära von der Nachkriegszeit bis Ende der 1970er Jahre kennzeichnete, ist durch eine ,regressive Moderne‘ ersetzt worden, die hinter die schon erreichten Standards sozialer Integration zurückfällt. Europäische Gesellschaften sind derzeit geprägt von Polarisierungen, Post-Demokratie und zunehmender ökonomischer Ungleichheit. Paradoxerweise geht die ökonomische Ungleichheit mit einer zunehmenden Akzeptanz und institutionellen Anerkennung von Identitätspolitik einher. Ökonomische Gleichheit hat abgenommen, aber Gleichheit im Hinblick auf Geschlecht, sexuelle und ethnische Unterschiede erhält wesentlich mehr Aufmerksamkeit auf den politischen Agenden. Diese enge Verknüpfung zwischen ökonomischer Integration und Identitätspolitik, so das Argument der Vorlesung, ist unzureichend; stattdessen bedarf es einer differenziellen Analyse, die auch die Bedeutung politischer Integration mit einbezieht. Der Grund, warum Menschen nicht wählen gehen, öffentlich protestieren oder ihre
Stimme extremistischen Parteien geben, kann weder allein auf ökonomische, noch auf kulturelle Aspekte reduziert werden. Die Gründe finden sich vielmehr im ökonomischen und politischen System selbst.

Vortrag von Prof. Regina Kreide (Justus-Liebig-Universität Gießen)

Weitere Informationen sind hier zu findne.

Weiter Vortrag der Reihe:

  • 17. Juli – Prof. Philip Manow: Demokratisierung der Demokratie, Entdemokratisierung der Demokratie

Wann?  ab 18:15 Uhr
Wo?     Goethe-Universität Frankfurt am Main, Hörsaalzentrum HZ 6,
           Theodor-W.-Adorno-Platz 1, Frankfurt/Main

Mittwoch, 10.07.2019: Europe: What can it teach us?

Veranstalter: u.a. Heinrich Böll-Stiftung

Cornelia Goethe Colloquium:
Europe: What can it teach us?

mit Nikita Dhawan am 10.07.2019

Vortragssprache: Englisch

Weitere Details u.a. zum Inhalt des Vortrags sind auf der Website zu finden.

Weitere Informationen können Sie dem Programmheft entnehmen.

Wann? 18:00 bis 20:00 Uhr
Wo?     PEG-Gebäude am Campus Westend in Raum 1.G191

Donnerstag, 11.07.2019: AG Klima, Umwelt und Verkehr

AG Klima, Umwelt und Verkehr

Unser Thema bei diesem Treffen:
Masterplan Klimaschutz, wo steht Frankfurt da in der CO2-Bilanz und was muss jetzt schnell umgesetzt werden

"Wir möchten die Notwendigkeit einer radikaleren Klimapolitik deutlicher im Bewusstsein der Frankfurter Bevölkerung verankern." Weitere Informationen zu unserer AG könnt ihr auf der Website finden.

Wann? 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr
Wo?    Kreisgeschäftsstelle, Oppenheimer Straße 17

Weitere Treffen:

  • Donnerstag, 25.7.2019, 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr in der Kreisgeschäftsstelle, Oppenheimer Straße 17 - Untertunnelung des Hauptbahnhofs, Fernbahntunnel durch Frankfurt - Fortschritt für den ÖPNV oder teure Sackgasse?
  • Donnerstag, 8.8.2019, 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr in der Kreisgeschäftsstelle, Oppenheimer Straße 17 - Parking Day in Frankfurt am 21.9.2019  - Aktionsvorschläge für die Stadtteilgruppen

Sonntag, 13.07.19: LAG Wirtschaft und Finanzen

Treffen der LAG Wirtschaft und Finanzen

Thematisch wollen wir uns in dem Rahmen unserer im letzten Jahr festgelegten Themen bewegen. Konkret geht es um den Themenkomplex 3 „Soziale Marktwirtschaft aus Sicht der GRÜNEN“. Wir wollen aber auch die Diskussion der BAG WiFi zur Kenntnis nehmen, die im Rahmen des Grundsatzprogrammprozesses der Partei geführt wird. Mehr dazu unter gruene-bag-wifi.de/termine-2019/ bzw. www.gruene.de/grundsatzprogrammprozess.

Konkret haben wir folgende Agenda:

  1. Impulsvortrag „Was verstehen wir unter Wirtschaftspolitik (Themen, Dimension und Historie)“
  2. Bericht von der BAG-Sitzung 21.-23.6.
  3. Arbeitsgruppen erarbeiten Ergebnisse zu einzelnen Wirtschaftspolitischen Themen (t.b.d.)

Wir freuen uns auf eine Diskussion und auch immer sehr über neue Gesichter!

Wann?  13:00 bis 17:00 Uhr
Wo?     Deutsche Bildung AG, Weissfrauenstrasse 12-16, Frankfut

Montag, 15.07.2019: Are We Facing Surveillance Like In China?

Veranstalter:Frankfurt Free Software and Culture Institute e.V

Are We Facing Surveillance Like In China?

Digitale Technologie hat Regierungen in die Lage versetzt, Überwachungsmaßnahmen durchzuführen, von denen Diktatoren wie Stalin nur hätten träumen können, die es beispielsweise schon jetzt beinahe unmöglich machen, ein Gespräch mit einem Journalisten zu führen, ohne dabei identifiziert zu werden. Dies ist eine große Gefahr für die Demokratie. Stallman wird darstellen, wo in einer Demokratie die absolute Grenze für generelle Überwachung besteht und Wege aufzeigen, wie es möglich ist, Software-Systeme zu entwerfen, die nicht nebenbei Dossiers über alle Bürger anlegen.

Richard Stallman ist der Initiator und wesentliche Entwickler des GNU-Betriebssystems, das in Kombination mit dem Linux-Kernel inzwischen weite Verbreitung genießt. Er ist ferner Entwickler des emacs-Editors und Erfinder der GNU-Lizenz, die es ermöglicht freie Software rechtlich als solche zu schützen und deren freien Charakter für alle Zukunft zu garantieren.

Der Vortrag wird in Zusammenarbeit mit dem FFSCI der Free Software Foundation, dem Institut für Informatik Johann Wolfang Goethe Universität, der Gesellschaft für Informatik e.V. und der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) organisiert.

Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten. Mehr dazu finden Sie hier.
Der Eintritt ist frei.

Wann? 19.30 Uhr
Wo?     Uni Frankfurt Campus Westend, Casino (Nr. 7), Festsaal; Theodor-W.-Adorno-Platz 1, Frankfurt



16.07.2019: Netzwerken gegen Rassismus

Netzwerken gegen Rassismus

Kommt gern zu unserem regelmäßigen Treffen, bei dem wir anstehende Veranstaltungen besprechen, planen und vieles mehr!

Infos zu den Zielen der AG sind hier zu finden.

Wann? 19.00 Uhr
Wo?     Kreisgeschäfztestelle, Oppenheimer Str. 17

Donnerstag, 18.07.2019: AG Faires und nachhaltiges Wirtschaften

Treffen der AG Faires und nachhaltiges Wirtschaften

Nach den vielen positiven Wahlergebnissen in letzter Zeit machen wir uns bereits jetzt Gedanken für das Kommunalwahlprogramm 2021. Wir hoffen, dass noch einige Zeit und Lust haben, sich zu beteiligen. Wir sammeln Themen und planen nach den Sommerferien einige Termine mit Expert*innen.

In dem nächsten Komm-Programm müssen die Bedürfnisse der Frankfurter*innen  stärker Berücksichtigung finden. Wo sind in einer wachsenden Stadt (Menschen) mit vielfältiger Wirtschaft (Banken, Industrie) die Aspekte der Nachhaltigkeit (noch) nicht berücksichtigt? Was können wir beitragen?  Viele Querschnittsthemen wie Verkehr und Wohnen gehören ebenso dazu.

Wir wollen:
Wirtschaften soll und muss den Bedürfnissen der vielen Menschen folgen und nicht einzig der Logik von Gewinn und Verlustrechnung der betriebswirtschaftlichen Kalkulation. Es kann nicht sein, dass das Management der Konzerne für kurzfristige Vorteile und Gewinne langfristige Entwicklungen gefährdet. Die AG trifft sich ein Mal im Monat.

Wir freuen uns immer über neue und bekannte Gesichter.

Wann? 17:30 Uhr
Wo?     Kreisgeschäftsstelle, Oppenheimerstraße 17

Donnerstag, 20.07.2019: CSD Frankfurt

Veranstalter: CSD Frankfurt e.V.

Christopher Street Day Demonstration

Stonewall was a riot! 50 Jahre nachdem Aufstand von Homo- und Transsexuellen gegen Polizeigewalt in der Christopher Street wollen wir einen ganz besonderen Frankfurter Christopher Street Day (CSD) feiern! Drei Tage lang vom 19.-21. Juli sind wir GRÜNEN dafür mit einem Stand auf der Infostraße vertreten und am Samstag mit einem bunten Wagenzug auf der Parade mit dabei.

Wir brauchen dich für die Grüne Crew bei der Parade und an unserem Stand! Lasst uns gemeinsam dieses Jubiläum zu einem besonders bunten und politischen Frankfurter CSD machen!

MITMACHEN

Wenn du gerne an der Organisation beteiligt sein willst, dann melde dich gern bei Melanie unter melaniekolb(at)gmx.net.

Du bist neu bei den Grünen? Umso besser! Der CSD ist eine gute Möglichkeit bei uns mitzumachen. Am Stand und auf der Parade triffst du auf viele Mitglieder, die schon lang dabei sind.

Donnerstag, 25.07.2019: Mitgliederabend der Grünen Jugend

Mitgliederabend der Grünen Jugend

Die Mitgliederabenden sind ein lockeres Zusammenkommen mit einer losen Tagesordnung. Oft laden wir Gäste ein, die uns ein bestimmtes Thema vorstellen, das wir gemeinsam diskutieren können.

Wir werden bei diesem Mitgliederabend das Thema Umweltverschmutzung, CO2-Ausstoß und die bisherigen Ideen zur Verringerung sprechen. Einen Input gibt Emre aus der GJ.

Wann? 19:00 - 21:00 Uhr
Wo?      Kreisgeschäftsstelle, Oppenheimer Str. 17

Sonntag, 28.07.2019: RUNNING FOR THE PLANET

Veranstalter: Tarahumara Fans e.V.

RUNNING FOR THE PLANET

Der sehr wahrscheinlich nachhaltigste Lauf der Welt!
im Rahmen des "Sommerwerft Festivals"

An diesem Tag wird für die Projekte „Lebende Quelle“ und „Diverso“ gelaufen, welche die Läufer mit ihrer Startgebühr unterstützen können.

Das Besondere und Nachhaltige an unserem Lauf:

  • Wir laufen mit biologisch abbaubaren T-Shirts (diese können bei Anmeldung oder vorort erworben werden)
  • Die Tarahumara Fans fördern den Barfuß-Laufstil (weniger Materialverbrauch, weniger Müll, mehr Naturverbundenheit)
  • Die Läufer werden mit Bio-Äpfeln verpflegt
  • Als Medaillen dienen handgefertigte Ketten der Indianer-Stämme des Projekts
  • Entlang der Strecke sind Banner platziert, welche die Läufer auf ihren eigenen Umwelteinfluss aufmerksam machen
  • Am Ziel findet sich Information darüber wie man nachhaltiger sportlich unterwegs sein kann – in diesen Jahr in Kooperation mit #cleanffm
  • Der Infostand sowie Info-Material und Roll-Ups sind umweltschonend produziert
  • Grüne Hinweisschilder erklären, was die Tarahumara Fans anders machen


Strecke: 4km und 8km

Anmedlung:
Man kann sich entweder online (bis 24. Juli 2019) für den Lauf anmelden, oder gegen einen Aufpreis vor Ort, sofern  noch Plätze frei sind.

Weitere Informationen sind auf der Website oder auf dem pdf-Dokument zu finden.

Wann? ab 10:30 Uhr
Wo?    Weseler Werft, Frankfurt

Montag, 29.07.2019: Der GRÜNE Tisch

Der GRÜNE Tisch

Am 29. Juli findet er wieder statt- der GRÜNE Tisch. Wie immer am letzten Montag des Monats habt ihr im Rahmen eines lockeren Stammtisches Gelegenheit, themen- und stadtteilübergreifend mit Kathrin und Thomas vom Kreisvorstand und mit anderen GRÜNEN bzw. GRÜN Interessierten ins Gespräch zu kommen. Besonders eignet sich der GRÜNE Tisch für Neumitglieder und Menschen, die sich die GRÜNEN einfach einmal „anschauen“ möchten.

ACHTUNG: Da das „Lilium“ immer noch wegen eines Brandschadens geschlossen ist, findet der GRÜNE Tisch im Restaurant "Plazz-Cafe" am Kirchplatz in Bockenheim statt.

Wann? 20.00 Uhr
Wo?    
"Plazz-Cafe", Kirchplatz 8, 60487 Frankfurt am Main

Mittwoch, 14.08.2019: Kreismitgliederversammlung

Am 14.08. wird unsere Kreismitgliederversammlung stattfinden. Weitere Details werden noch rechtzeitig mit einer Einladung folgen.

Samstag, 24.08.2019: Rotlintstraßenfest

Am Samstag, den 24. August findet das diesjährige Rotlintstraßenfest statt. Zum 36. Mai organisieren die GRÜNEN im Nordend das beliebte Nachbarschaftsfest auf der Rotlintstraße. Ab 14.00 Uhr geht es los: Wie immer laden euch bunte Flohmarktstände zum Stöbern ein, könnt ihr euch über die Arbeit engagierter Vereine und Initiativen aus dem Stadtteil informieren und Köstlichkeiten aus vielen verschiedenen Ländern probieren. Bei der Tombola könnt ihr nicht nur tolle Preise gewinnen, sondern gleichzeitig ein fahrradfreundlicheres Frankfurt unterstützen: In diesem Jahr wird der Erlös der Tombola dem „Radentscheid“ zu Gute kommen! Auch eine Townhall wird es wieder geben – wer euch dieses Mal Rede und Antwort stehen wird, wird allerdings (noch) nicht verraten! Freuen könnt ihr euch außerdem auf gute Musik: Unter anderem werden FEE & Band für Stimmung sorgen!

36. Rotlintstraßenfest am Samstag, 24. August 2019, 14.00 – 23.00 Uhr auf der unteren Rotlintstraße zwischen Friedberger Platz und Egenolffstraße.

Mehr Infos findet ihr hier.


HINWEIS:
Anfragen und Anmerkungen bitte an den Kreisverband:
kreisverband@gruene-frankfurt.de


Dieser Newsletter ist ein Informationsdienst des Kreisverbandes Frankfurt am Main von Bündnis 90/Die Grünen. AnsprechpartnerInnen:

Beatrix Baumann (beatrix.baumann@gruene-frankfurt.de) und Bastian Bergerhoff (bastian@bastian-bergerhoff.de), VorstandssprecherInnen von Bündnis 90/Die Grünen Frankfurt am Main

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Vertretungsberechtige:
Beatrix Baumann
Bastian Bergerhoff (V.i.S.d.P)

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