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GRÜNE WOCHE 24/2020 (26.06.2020)

Liebe Freundinnen und Freunde,

„Oh mein Gott! Parität geht! Ich bin (ver)fassungslos“, postete eine Freundin am Dienstag auf Facebook. Die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbunds, Maria Wersig, hielt das Ereignis für einen historischen Moment, und auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fand den Umstand erwähnenswert. Und wahrlich, aus feministisch-grüner Sicht ist es großartig, erfreulich und motivierend. Was ist passiert? Seit Dienstag, den 23. Juni 2020 sind gleich viele Richterinnen und Richter in den beiden Senaten des höchsten deutschen Gerichtes, des Bundesverfassungsgerichtes (BVG). Mehr dazu hier, mit eindrucksvollem Foto der acht Verfassungsrichterinnen.

„Am Bundesverfassungsgericht wird damit das Grundrecht auf Gleichberechtigung von Frauen und Männern aus Art. 3 Abs. 2 Grundgesetz auch bei seiner Besetzung verwirklicht, ein Grundrecht, dem maßgeblich das Bundesverfassungsrecht durch seine Rechtssprechung seit Anfang der 1950er Jahre zur Durchsetzung verholfen hat“, kommentiert Prof. Dr. Maria Wersig, die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes. Die ganze Pressemitteilung hier. 

Wenn Frauen jetzt schon die Hälfte der Sitze im Bundesverfassungsgericht erobert haben, wird es mit der Hälfte der anderen Verfassungsorgane hoffentlich auch nicht mehr so lange dauern …

Und wer hat´s gemacht? Die 16 Richter*innen werden jeweils zur Hälfte vom Bundestag und vom Bundesrat gewählt. Frisch zur Verfassungsrichterin ernannt wurde die Frankfurter Staatsrechtlerin Astrid Wallrabenstein – wir gratulieren sehr herzlich! „Sie verdankt ihre Berufung (…) den Grünen, die sie für das Amt vorschlugen. (…) Den Grünen ist eine Besetzung nach Fachkompetenz, nicht nach Biografie gelungen.“ schreibt dazu die Süddeutsche Zeitung. Und die TAZ schreibt unter anderem: „Bisher sitzt – ebenfalls auf Vorschlag der Grünen – die Rechtsprofessorin Susanne Baer im Ersten Senat. (… ) Da die Grünen in Bund und Ländern immer stärker werden, erhielten sie ein zweites Vorschlagsrecht“ und stellt Wallrabenstein in ihrem Artikel ausführlich vor.

Bis zur Ebene der Verfassungsorgane wirkt es also, wenn „die Grünen in Bund und Ländern immer stärker werden“. Es wirkt in anderen Themenfeldern auch ganz enorm in den Kommunen, das wissen wir. Deshalb tun wir alle schon jetzt viel dafür, dass es auch in Frankfurt am 14. März 2021 klappt mit dem stärker werden. Unser Mentee-Programm läuft auf Hochtouren (danke an alle Mentorinnen und Mentoren, danke an die Mentees), das Interesse von vielen Neumitgliedern an einer Kandidatur für ein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung oder einem Ortsbeirat ist groß (und wir besetzen unsere Listen paritätisch!). Beim Call4Papers für das Kommunalwahlprogramm sind von euch fast 500 Beiträge eingegangen, die nun von einer Schreibgruppe des Vorstandes über die „Sommerpause“ beraten und zu einem Programmentwurf zusammengefügt werden. Der Vorstand sieht parallel dazu bereits „im Schulterblick“ die ersten Wahlplakat-Entwürfe der von uns beauftragten Werbeagentur. Die Kreisgeschäftsstelle beschäftigt sich mit den Give-Aways für den Kommunalwahlkampf und sucht große Räume, in denen wir unter Corona-Bedingungen mit dem notwendigen Infektionsschutz-Abstand unsere Mitgliederversammlungen durchführen können (und erarbeitet Hygienekonzepte dafür) und .... Nein, mehr verraten wir noch nicht, nur so viel: Wir sind dabei auch für den kommenden Wahlkampf ein oder zwei ganz neue Formate zu entwickeln, ihr werdet nach den Sommerferien erfahren worum es dabei geht – lasst euch überraschen.

Da wir im Moment 24/7 im Vorwahlkampfmodus sind und aufgrund der Corona-Pandemie das Leben sowieso ganz anders ist als sonst, wird die Grüne Woche auch den Sommer über weiter erscheinen … etwas anders, etwas kürzer, aber wir halten euch auf dem Laufenden.

Wir wünschen euch eine anregende Lektüre dieser Grünen Woche, freuen uns über eure Rückmeldungen und wünschen euch ein schönes Wochenende. Bleibt politisch bewegt und vor allem: gesund!

Herzliche Grüße

Beatrix Baumann, Vorstandssprecherin  + Bastian Bergerhoff, Vorstandssprecher Grüne Frankfurt

THEMEN

Grundsatzprogramm, Erster Entwurf: Vorstellung und anschließende Diskussionen
Heute, Freitag, 26. Juni um 11 Uhr, stellen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den ersten Entwurf für das neue Grundsatzprogramm vor. Ihr könnt der Pressekonferenz von Annalena Baerbock, Robert Habeck und Michael Kellner auf gruene.de und auf den Social Media Kanälen live folgen. Um direkt in die Diskussion einzusteigen gibt es am Freitagabend zwei Online Veranstaltungen: um 18 Uhr mit Annalena Baerbock und um 20 Uhr mit Robert Habeck. Ihr könnt euch hier für die Veranstaltung mit Annalena Baerbock oder hier mit Robert Habeck anmelden und schon vorab erste Fragen stellen.

ONLINE LIVE TALK
Am 1. Juli laden Omid Nouripour, Bundestagsabgeordneter und Sprecher für Außenpolitik, Grüne Fraktion im Bundestag, und Bastian Bergerhoff, Vorstandssprecher der Frankfurter Grünen, drei hochkarätige Gäste zum Online Live Talk mit dem Thema "Georg Floyd und die Folgen - Rassismusdebatte in den USA und in Deutschland"ein. Alle Infos dazu findet ihr hier.

Stadtgrün sucht dich / Düstere Bilanz für Frankfurter Stadtwald
Neues von Rosemarie Heilig, Neues von Rosemarie Heilig, Stadträtin Frankfurt und Dezernentin für Umwelt und Frauen

Bund übernimmt Hessische Initiative zum Klimaschutz
Neues von Martina Feldmayer, MdL

Mehr Besuch – Lockerungen in Altenheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung
Neues von Marcus Bocklet, MdL

Hessen fördert wieder kommunale Projekte: 39 Millionen Euro für Frankfurt
Neues von Miriam Dahlke, MdL

Internationaler Tag zur Unterstützung der Folteropfer: Ungebrochene Solidarität mit Friedenspreisträgerin Fincanci!
Neues von Taylan Burcu, MdL

Jedes Blut ist rot und rettet Leben - Diskriminierung der Blutspende beenden
Neues von Mirjam Schmidt, MdL

Libyen, QUARANTALK, China, Haiti und iranischer Scharfrichter Mansouri
Neues von Omid Nouripour, MdB

TERMINE

Montag, 29. Juni: FR-Diskussion "Freundschaft kaputt?
Dienstag, 30. Juni: Tuesady Talk über den Mordfall Walter Lübcke
Mittwoch, 1. Juli: Online Live Talk "Georg Floyd und die Folgen - Rassismusdebatte in den USA und in Deutschland"
Donnerstag, 2. Juli: Webtalk: "Politische Bildung in Zeiten von Hass und Hetze"
Donnerstag, 2. Juli: Interaktive Buchvorstellung "Schluss mit dem ,Thomas-Kreislauf'"
Donnerstag, 2. Juli: Livestream "Rechter Terror und Frauen*hass"

VORSCHAU

Stellenangebot
Die Grüne/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament sucht Verstärkung für die Arbeit im Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON). Alle weiteren Informationen gibt es hier.

    Stadtgrün sucht dich / Düstere Bilanz für Frankfurter Stadtwald

    Neues von Rosemarie Heilig, Stadträtin Frankfurt und Dezernentin für Umwelt und Frauen

    Stadtgrün sucht Dich – Patenschafts-Kampagne für Stadtbäume, Baumbeete und Blumenkübel

    „Stadtgrün sucht Dich“, so heißt die neue Patenschaftskampagne des Grünflächenamtes, die Umweltdezernentin Rosemarie Heilig am Dienstag im Frankfurter Gutleutviertel vorgestellt hat. Ziel der Kampagne ist, Patinnen und Paten zu finden, die Stadtbäume gießen oder Lust haben, ihre Umgebung mitzugestalten und kleine Oasen schaffen möchten. “Unsere Idee mit den Patenschaften ist nicht ganz neu. Seit 20 Jahren bereits unterstützen uns Baumpat*innen beim Gießen unserer Stadtbäume. Sie helfen uns, die Bäume in unseren immer heißer werdenden Sommern zu retten. Dafür meinen ausdrücklichen Dank“, so Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. „Aber uns haben immer wieder Frankfurter*innen gefragt, die nicht nur die Bäume pflegen möchten, sondern auch Blumenkübel und -beete. Darauf haben wir reagiert und bieten genau das mit der Kampagne „Stadtgrün sucht Dich“ an.“ Sie freue sich sehr, dass sich so viele Frankfurter*innen für das Stadtgrün einsetzen und in ihrer Freizeit, Bäume und Blumen gießen möchten, Beete und Kübel bepflanzen und pflegen, so Heilig weiter.  Damit leisteten auch sie einen nicht unerheblichen Teil zur Verbesserung der Lebensqualität in Frankfurt. „Gerade jetzt, wo wir wieder vor einem vermutlich heißen und weitgehend zu trockenen Sommer stehen, kämpfen wir um jeden  Baum, um jede Pflanze – und ist sie noch so klein. Unsere Pat*innen helfen uns dabei. Dieses Engagement finden wir großartig“. Wer mitmachen will und selbst Pat*in im eigenen Stadtteil werden möchte, wendet sich unter mitmachen.amt67(at)stadt-frankfurt(dot)de an das Grünflächenamt. Als Starterpaket für die ersten 200 neuen Pat*innen gibt es übrigens neben Gartenhandschuhen, Samentütchen mit ‚Frankfurter Blumenmischung‘ auch eine Infobroschüre mit allen wichtigen Hinweisen für eine gelungene Patenschaft.

    Fast alle Bäume im Frankfurter Stadtwald krank

    Tote  Bäume, die wie Skelette im Wald stehen. Nicht weit von ihnen entfernt lädt eine Forstmaschine vertrocknete Fichten auf einen Anhänger. Ihre trockenen Äste brechen wie Streichhölzer. Die Rinde hundert Jahre alter Eichen und Buchen liegt in großen Stücken vor den Baumriesen auf dem Waldboden. Abgeplatzt durch die extreme Dürre der vergangenen Jahre. So schlimm wie jetzt stand es noch nie um den Stadtwald, sagt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. Das, was sich hier im Wald in der Nähe des StadtWaldHauses zeige, sei nur ein kleiner Ausschnitt der Situation, so Heilig. Knapp 97 Prozent der Bäume sind krank. In Frankfurt und auch in dem der Stadt gehörenden Wald im Taunus nahe Kelkheim. Manche stark, manche nur mittel. Betroffen sind nahezu alle Bäume. Und wo ein Baum schon geschwächt ist, hat der Borkenkäfer ein leichtes Spiel. Der hat im Taunus schon ganze Fichtenbestände zerstört. Das ist die düsterste Bilanz für den Frankfurter Stadtwald seit Beginn der Waldzustandserhebung.

    Der Zustand der Wälder bundesweit macht sich auch in einem extremen Preisverfall bemerkbar. Der Holzmarkt ist in Folge der erhöhten Einschlagsmengen übersättigt. Während bis vor wenigen Jahren noch ein durchschnittlicher Kubikmeterpreis von 45 Euro erzielt wurde, liege er heute bei etwa 19 Euro, so Heilig. Für den Frankfurter Forst heißt das, Gewinne aus dem Frankfurter Stadtforst von 400.000 bis 600.000 Euro sind auf nicht absehbare Zeit wohl Geschichte. Seit vergangenem Jahr ist daher der reguläre Holzeinschlag eingestellt. „Wir sind vor allem damit beschäftigt, tote oder geschädigte Bäume zu fällen“, sagt Tina Baumann, die Leiterin der Abteilung Stadtforst beim Frankfurter Grünflächenamt. Dazu gehören auch Verkehrssicherungsmaßnahmen in der Nähe von Straßen, Kontrollen und Maßnahmen etwa gegen den Borkenkäfer. Gleichzeitig erfordern diese Arbeiten etwa den fünffachen finanziellen Aufwand der normalen Arbeit. Baumann treibt aber noch eine andere Sorge um: Wie kann der Wald gerettet und widerstandsfähig gemacht werden? Neben der Pflanzung heimischer Arten hat der Forst Versuchsflächen mit südeuropäischen und nordamerikanischen Bäumen angelegt. Auf ihnen wachsen Küstentanne, Schwarzkiefer oder Atlas-Zeder. Die Hoffnung ist, dass sie im Stadtwald besser mit Hitze und Trockenheit umgehen können.

    Für den Stadtwald wünscht sich Umweltdezernentin Heilig, dass der Sommer so weitergeht wie bisher: Ein Wechsel von Regen, Wärme und Gewittern. Sie mahnte, die aktuelle Corona-Pandemie dürfe die Folgen des Klimawandels für die Umwelt nicht aus dem Bewusstsein verdrängen: "Wir müssen parallel den Klimawandel bewältigen - dagegen gibt es keinen Impfstoff."

    Bund übernimmt Hessische Initiative zum Klimaschutz

    Neues von Martina Feldmayer (MdL), Stv. Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Umweltschutz und Klimaschutz, Grüne Fraktion Hessen

    Bekämpfung des illegalen Handels mit fluorierten Klimagasen

    Das Bundesumweltministerium legt nach einem Erfolg Hessens im Bundesrat einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung des illegalen Handels mit fluorierten Klimagasen vor. Fluorierte Treibhausgase, die häufig in der Kältetechnik verwendet werden, sind bis zu 10.000-mal schädlicher als CO2 und somit besonders gefährliche Klimakiller. Trotz starker Regulation und einer EU-weiten, legalen Einfuhrquote, wurden nachweislich bis zu 16 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente in Form fluorierter Klimagase illegal in die Europäische Union eingeführt. Die Dunkelziffer dürfte wiederum wesentlich höher sein. Nun wird das Bundesumweltministerium einen Gesetzentwurf vorlegen, mit dem es den Ländern ermöglicht wird, einen Nachweis über die Herkunft vom Händler der Produkte, welche fluorierte Klimagase enthalten, einzufordern. Dieses Gesetz ist ein wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz und ein wichtiges Zeichen für alle Unternehmen, die sich an die europäische Quote halten und teils Millionenbeträge in klimafreundlichere Alternativen investiert haben.

    Mehr Infos findet ihr in der Pressemitteilung des hessischen Umweltministeriums.

     

    Mehr Besuch – Lockerungen in Altenheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

    Neues von Marcus Bocklet (MdL), Stv. Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Soziales, Gesundheit und Pflege, Grüne Fraktion Hessen 

    Erfreulich niedrige Infektionszahlen

    Diese Woche startete mit guten Nachrichten für Menschen, die in hessischen Einrichtungen leben. Die erfreulich niedrigen Infektionszahlen ermöglichen endlich wieder mehr Besuch: Bewohner*innen von Alten- und Pflegeheimen können nun drei Mal in der Woche besucht werden und Menschen mit Behinderung, die stationär betreut werden, können jeden Tag eine Person empfangen. Nach den besonders großen Einschränkungen der Lebensqualität, die Bewohner*innen in den letzten Monaten hinnehmen mussten ist dies ein wichtiger und stark herbeigesehnter Schritt über den ich mich besonders freue. Mehr dazu in der Pressemeldung des Ministeriums.

    Hessen fördert wieder kommunale Projekte: 39 Millionen Euro für Frankfurt

    Neues von Miriam Dahlke (MdL), Sprecherin für Finanzen, Europa und Haushaltskontrolle, Grüne Fraktion Hessen

    Fast 39 Millionen Euro aus dem Hessischen Investitionsfonds für acht Frankfurter Projekte!

    Mit rund 157 Millionen Euro fördert das Land Hessen auch in diesem Jahr wieder kommunale Projekte. Die Summe wird den hessischen Gemeinden als Darlehen aus dem Hessischen Investitionsfonds zur Verfügung gestellt. Fast 39 Millionen Euro davon fließen dieses Jahr in acht Frankfurter Projekte: Allein 20 Millionen Euro werden den Neubau der IGS Kalbach-Riedberg unterstützen, auch die Hostatoschule und die Robert-Blum Schule in Frankfurt-Höchst erhalten mit Hilfe der Darlehen Erweiterungsbauten. Sechs Millionen Euro sind für die Sanierung des Architekturmuseums vorgesehen, weitere Mittel fließen in die Umgestaltung des Verkehrsknotenpunkts Kurmainzer Straße, Dunantring und Sossenheimer Weg, in die verkehrliche Erschließung am Osthafenplatz, in den Bau einer Unterkunft für das Friedhofspersonal auf dem Frankfurter Hauptfriedhof sowie in die Nachrüstung von Aufzügen an der U-Bahn-Station Westend.

    Mehr dazu findet ihr auf meiner Website.

    Internationaler Tag zur Unterstützung der Folteropfer

    Neues von Taylan Burcu (MdL), Sprecher für Integration, Migration und Flüchtlingspolitik, Grüne Fraktion Hessen

    Ungebrochene Solidarität mit Friedenspreisträgerin Fincanci!

    33, 141, 47. Drei Zahlen zum heutigen Internationalen Tag zur Unterstützung der Folteropfer. 33 Jahre ist es her, dass die UN-Antifolterkonvention die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und die Genfer Konventionen ergänzte. In 141 Staaten hat Amnesty International in den vergangenen Jahren Folter und andere Formen der Misshandlung dokumentiert. Um 47 Gefangene, die in der Antiterrorabteilung der Polizei in der Provinz Urfa in der Türkei in Gewahrsam gehalten worden waren, dreht sich ein Amnesty-Bericht aus dem vergangenen Jahr, der Foltermethoden auf Geheiß des türkischen Regimes beschreibt. Foltermethoden und Misshandlungen bleiben weltweit auch drei Jahrzehnte nach deren offizieller Ächtung von weiten Teilen  der Weltgesellschaft traurige Realität etwa für viele Oppositionelle und Minderheiten überall auf dem Planeten. Nicht nur in Nigeria, auf den Philippinen oder in Mexiko, sondern auch in der Türkei unter Präsident Erdogan.

    Im Heimatland meiner Eltern kämpft seit Jahren eine ganz besondere Frau für Demokratie, Frieden und Menschenrechte. Die Arbeit der Hessischen Friedenspreisträgerin 2018, Prof. Dr. Şebnem Korur Fincanci, die sich dort eben auch dezidiert gegen Folter und Misshandlung richtet, möchte ich an diesem Tag noch einmal besonders hervorheben. Fincanci leitet unter anderem die Menschenrechtsstiftung in der Türkei und war maßgeblich an der Formulierung des Istanbul-Protokolls beteiligt. Sie wurde vor einiger Zeit selbst wegen angeblicher „Terrorpropaganda“ zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Ihren Mut, trotzdem immer weiterzumachen und nicht aufzugeben, ist vorbildlich. Und gerade im vergangenen Jahr gab es  wie oben angedeutet leider wieder großen Anlass für Fincanci, aktiv zu werden - die Corona-Krise macht ihre Arbeit derzeit nicht leichter. Vielen Dank dafür, Frau Fincanci! Unsere Solidarität in Hessen haben Sie dafür nach wie vor sicher!

    Jedes Blut ist rot und rettet Leben

    Neues von Mirjam Schmidt (MdL), Sprecherin für Kunst und Kultur, Grüne Fraktion Hessen

    Diskriminierung bei der Blutspende beenden

    Am Dienstag haben die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und CDU einen dringlichen Antrag in den Landtag eingebracht, in dem gefordert wird, dass sich die Kriterien für Blutspenden künftig ausschließlich auf wissenschaftlicher Basis orientieren sollen und damit die Diskriminierung von schwulen und bisexuellen Männern sowie Transmenschen endlich beendet wird.

    Der europäische Gerichtshof verbietet den generellen Ausschluss von ganzen Gruppen von der Blutspende. Gemäß den Empfehlungen der Bundesärztekammer sind daher seit 2017 schwule und bisexuelle Männer sowie Transmenschen zwar nicht mehr per se von der Blutspende ausgenommen, sondern sie dürfen zwölf Monate nach Beendigung „sexuellen Risikoverhaltens“ Blut spenden. Faktisch bedeutet dies, dass sie ein Jahr sexuell abstinent leben müssen. Dies ist eine inakzeptable Diskriminierung, die medizinisch nicht zu rechtfertigen und stigmatisierend und Ausdruck eines falschen, stereotypischen Bildes von homo- und bisexuellen Männern und Transmenschen ist. Entscheidend für die Blutspende muss das individuelle Risikoverhalten der potenziellen Spender*innen sein, nicht ihre sexuelle Orientierung oder Identität.

    Um die Sicherheit der Empfänger*innen von Blutspenden zu gewährleisten, werden vor jeder Spende Blutdruck und Temperatur überprüft, der Hb-Wert des Blutes wird ermittelt und mit einem Anamnesebogen der Gesundheitszustand abgefragt. Außerdem wird jede Blutspende auf Infektionskrankheiten wie Hepatitis, Syphilis und HIV untersucht. Es ist daher höchste Zeit, dass die Hämotherapie-Richtlinie endlich überarbeitet und diskriminierungsfrei ausgestaltet wird. Weitere Informationen findet ihr in der Pressemitteilung der Fraktion.

    Libyen, QUARANTALK, China, Haiti und iranischer Scharfrichter Mansouri

    Neues von Omid Nouripour (MdB), Sprecher für Außenpolitik, Grüne Fraktion im Bundestag

    Libyen: Bundesregierung muss neue Untersuchungsmission umfassend unterstützen

    Die neue Mission zur Untersuchung von möglichen Kriegsverbrechen in Libyen ist ein überfälliger und wichtiger Schritt. Angesichts von Berichten über die Rekrutierung von Kindersoldaten aus Syrien erscheint dies dringender denn je. Im libyschen Bürgerkrieg haben Menschenrechtsorganisationen unverhältnismäßigen Beschuss, bei dem hunderte Menschen getötet wurden, Folter und Massenhinrichtungen durch Truppen von Khalifa Haftar dokumentiert. Auch auf Seiten der Regierung in Tripolis (GNA) wurden mögliche Kriegsverbrechen beobachtet. Für den Erfolg der neuen Untersuchungsmission muss die Bundesregierung jetzt dringend sicherstellen, dass die Mission gut ausgestattet wird und den Vertretern der Mission der notwendige Zugang nach Libyen gewährt wird. Mehr dazu findet ihr in meiner Pressemitteilung.

    Quarantalk: Talk-Format mit interessanten Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen

    Als Bundestagsabgeordneter kann auch ich meiner Arbeit aktuell nicht wie gewohnt nachgehen. Während wir zwar Wege gefunden haben, um unseren parlamentarischen Verpflichtungen unter den derzeitigen Umständen nachzukommen, möchte ich außerdem den Dialog außerhalb des Parlaments aufrechterhalten. Dazu spreche ich mit interessanten Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, zeichne es auf und stelle es bei Youtube, Facebook und Instagram online.

    Ich habe mit Dr. Janka Oertel, Leiterin des Asien-Programms vom European Council on Foreign Relations (ECFR), einerseits über Chinas Umgang mit der Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Auswirkungen auf das chinesische Wirtschafts- und Gesundheitssystem sowie andererseits über Chinas Multilateralismus und das europäisch-chinesische und das amerikanisch-chinesische Verhältnis gesprochen. Dabei haben uns die steigende Arbeitslosigkeit, die zunehmende Luft- und Umweltverschmutzung durch die Wirtschaft, der wachsende Digitalisierungsgrad und besonders die Menschenrechtslage in China beschäftigt.

    Chinas ökonomischer Einfluss auf Europa wächst so rasant, dass zwangsläufig auch der politische wächst

    Wenn man an die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen Chinas denkt, wie beispielsweise die Internierung der muslimischen Minderheit der Uiguren in Xinjiang oder das brutale Vorgehen gegenüber den Protestierenden in Honkong und jetzt auch das Ende der Autonomie Hongkongs, dann braucht es dringend eine Neujustierung in der bilateralen Zusammenarbeit mit China, denn die hat sich für viele als falsch erwiesen, da am Ende immer der größere Partner der Gewinner ist. Der auch in Deutschland genutzte chinesische Chat- und Bezahldienst WeChat ist einer der größten Datenabgreifer der Welt. Es gibt kaum noch einen Großhafen in Europa ohne chinesische Beteiligung. Mit Blick auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft frage ich mich, warum der geplante, rund 500 Milliarden Euro umfassende Wiederaufbaufonds der EU-Staaten nicht auch dazu genutzt wird, um chinesische Anteile an Häfen zurückzukaufen und damit den zunehmenden ökonomischen und politischen Einfluss Chinas gezielter zurückzudrängen. Mehr zu Chinas Einflussnahme in Europa könnt ihr in meinem Kommentar im TAGESSPIELGEL lesen.

    Haiti und Covid-19: Humanitäre Katastrophe verhindern

    Covid-19 breitet sich in Haiti besorgniserregend schnell aus. Schon vor dem ersten Fall stand das Gesundheitssystem des Landes am Rande des Kollapses. Im gesamten Land können in nur zwei Laboren Corona-Tests ausgewertet werden. Mehrere Kliniken mussten wegen infizierten Personals und Mangel an Schutzausrüstung schließen. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung sich im europäischen Rahmen um eine substanzielle Hilfe für Haiti bemüht. Denn sonst droht im ärmsten Land der westlichen Hemisphäre eine humanitäre Katastrophe, die alles Bisherige übertrifft. In meiner Pressemitteilung steht mehr zu Haitis dramatischer Lage.

    Scharfrichter Gholamreza Mansouri tot aufgefunden

    Der iranische Scharfrichter Gholamreza Mansouri wurde tot vor einem Hotel in Bukarest aufgefunden. So entzieht auch die Mafia ihre Mitglieder im Zweifelsfall der Justiz. Bedauerlich für die vielen Opfer des Scharfrichters, dass sie nun keine rechtsstaatliche Gerechtigkeit mehr erfahren dürfen. Bedenkt man, dass er sich mit großer Wahrscheinlichkeit– nach Informationen von Reporter ohne Grenzen – kurz davor noch in Deutschland aufgehalten hat, ist es wirklich fatal, dass die deutschen Behörden ihn nicht festgenommen haben. Mehr dazu könnt ihr in meinem Kommentar in der WELT les

    TERMINE

    Montag, 29. Juni: FR-Diskussion "Freundschaft kaputt?

    Foto: Florian Freundt

    Veranstalter: Frankfurter Rundschau

    Die FR lädt zur Diskussion "Freundschaft kaputt?". Über die transatlantische Krise diskutieren die Grünen-Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner (Foto), der CDU-Europaabgeordnete Michael Gahler sowie Richard Meng von der Karl-Gerold-Stiftung.

    Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung unter dem Stichwort "Krise" auf fr.de/anmledung.

    Tag: Montag, 29. Juni
    Zeit
    : 19 Uhr
    Ort: Haus am Dom

    Dienstag, 30. Juni: Tuesady Talk über den Mordfall Walter Lübcke

    Veranstalter: Bildungszentrum Anne Frank

    Einmal wöchentlich lädt das Bildungszentrum Anne Frank zuum "Tuesday Talök über verschiedenste Themen. Am 30. Juni sprechen die Journalist*innen Martín Steinhagen und Andrea Röpke den Mordfall Walter Lübcke. 

    Die digitalen Talks laufen über die Plattform Zoom und werden moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk). Teilnehmende können Fragen stellen und in den Austausch miteinander treten.
    Die Teilnahme ist kostenlos.

    Tag: Dienstag, 30. Juni
    Zeit: 17 bis 18.30 Uhr
    Ort: Online. Anmeldung hier.  Livestream ohne Anmeldung hier.

    Mittwoch, 1. Juli: Online Live Talk "Georg Floyd und die Folgen - Rassismusdebatte in den USA und in Deutschland"

    Omid Nouripour, Bundestagsabgeordneter und Sprecher für Außenpolitik, Grüne Fraktion im Bundestag,
    und Bastian Bergerhoff, Vorstandssprecher der Frankfurter Grünen, laden zum Online Live Talk mit drei hochkarätigen Gästen ein.

    George Floyd und die Folgen - Rassismusdebatte in den USA und Deutschland.
    Nach dem Tod von George Floyd erschüttern heftige Proteste die USA und auch hier in Deutschland gehen Menschen in großer Zahl gegen Rassismus und Polizeigewalt auf die Straße. Die Debatte über strukturellen Rassismus bei der Polizei, aber auch in anderen Institutionen und Teilen der Gesellschaft ist keineswegs neu. Der Tod von George Floyd ist jedoch ein Auslöser dafür, dass jetzt Menschen weltweit ein Ende von Rassismus und Diskriminierung fordern und die bestehenden Strukturen nicht länger akzeptieren wollen. In dieser angespannten Situation schürt Präsident Trump die gesellschaftlichen Gegensätze, statt sie zu einen. Auch in Deutschland erleben wir, wie Vertreter der politischen Rechten Gewalt und Hass gegen Minderheiten schüren. Rassismus ist schon seit längerem in der Mitte der deutschen Gesellschaft angekommen. Die Morde von Halle, Kassel und Hanau sind ein alarmierendes Wahnzeichen dafür, wie die Gefahr, die von Rechtsradikalen ausgeht, über lange Zeit unterschätzt wurde.
    Gemeinsam mit unseren Gästen wollen wir über die aktuellen Entwicklungen und die Rassismusbebatte in den USA und Deutschland diskutieren. Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und euch mit einbringt

    Es diskutieren:
    Ines Pohl, designierte Leiterin des Studios der Deutschen Welle in Washington DC
    Prof. James D. Bindenagel, Universität Bonn, ehemaliger Geschäftsträger der Vereinigten Staaten in Deutschland
    Virginia Wangare Greiner, Maisha e.V., Mitglied der KAV und des Integrationsbeirates der Landesregierung

    Moderation: Omid Nouripour, Außenpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag
    Begrüßung: Bastian Bergerhoff, Sprecher der Grünen Frankfurt

    Tag: Mittwoch, 1. Juli
    Zeit:
    19.30 Uhr
    Ort: Videokonferenz
    Einwahl per PC oder Laptop: global.gotomeeting.com/join/185566557
    Zugangscode: 185-566-557
    Einwahl per Telefon aus Deutschland: +49 891 2140 2090
    Direktwahl: tel:+4989121402090,,185566557#

    Donnerstag, 2. Juli: Webtalk: "Politische Bildung in Zeiten von Hass und Hetze"

    Veranstaltet von der Grünen Landtagsfraktion Hessen

    Hass und Hetze, Demokratiefeindlichkeit und Rassismus – das sind Probleme, die von vielen Menschen als große Herausforderung wahrgenommen werden, mit denen sich unsere Gesellschaft vertieft auseinandersetzen muss. Das haben uns nicht zuletzt auch die Morde von Hanau oder an Walter Lübcke gezeigt. Dabei geht es sowohl um den Hass, der im Internet geschürt wird, als auch um den Alltagsrassismus, auf den wir „im ganz normalen Leben“ treffen.

    Mit diesem Webtalk der GRÜNEN Landtagsfraktion wollen wir den Beitrag diskutieren, den politische Bildung – in und außerhalb der Schule – bei der Prävention und Bekämpfung von Hass und Hetze leisten kann.

    Im Einzelnen stellen wir uns folgende Fragen:
    Wie kann man Hass und Hetze an Schulen und in der außerschulischen Bildung entgegentreten?Welche Bedeutung kommt dabei einzelnen Schulfächern zu?
    Welche Fortbildungsbedarfe ergeben sich daraus für Lehrer*innen an hessischen Schulen?
    Wie werden Lehrkräfte bisher unterstützt in Bezug auf politische Bildung gegen Hass und Hetze?
    Wie gestalten wir unsere Erinnerungskultur als Basis unserer Demokratie?
    Welchen Stellenwert haben Gedenkstättenbesuche und außerschulischen Lernorte für die pädagogische Arbeit an hessischen Schulen?

    Darüber hinaus freuen wir uns auf die inhaltlichen Anregungen aller Teilnehmer*innen!

    Von Seiten der Landtagsfraktion sind als Diskussionspartner*innen dabei:
    Silvia Brünnel, Sprecherin für politische Bildung
    Frank Diefenbach, Sprecher für weiterführende Schulen

    Mit uns zusammen diskutieren an diesem Abend:
    Dr. Alexander Jehn, Direktor der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung
    Dr. Bernt Gebauer, HKM-Projekt „Gewaltprävention und Demokratielernen“ (GuD)

    Tag: Donnerstag, 2. Juli
    Zeit: 19 Uhr
    Ort: Online, Zoomkonferenz. Anmeldung und weitere Infos hier.

    Donnerstag, 2. Juli: Interaktive Buchvorstellung "Schluss mit dem ,Thomas-Kreislauf'"

    Veranstalter: Frankfurt University of Applied Sciences

    Fe)Male Leadership? Female Leadership! Wie selbstbewusste Frauen und diverse Führungsteams die Arbeitswelt 4.0 verändern- eine interaktive Buchvorstellung mit Dr. Simone Burel. Thema: Schluss mit dem „Thomas-Kreislauf“: Die Expertin für Female Empowerment und Diversity zeigt neue Wege für Organisationen auf

    Nur 9 Prozent der Vorstandsmitglieder deutscher börsennotierter Unternehmen sind weiblich. Der Anteil weiblicher Führungskräfte im weltweiten Durchschnitt liegt bei 22 Prozent. Es ist an der Zeit, dass Frauen führen, und nicht nur ausführen, denn sie können es genauso gut (oder schlecht) wie alle anderen. In dieser interaktiven Buchvorstellung erhalten die Teilnehmer*innen einen Überblick zum Thema Female Leadership. Anhand von Praxiseinblicken und empirischen Daten lernen sie derzeitige typische Schwachstellen in Institutionen kennen und bekommen aufgezeigt, auf welchen Wegen Gendergerechtigkeit erreicht werden kann. Außerdem lernen sie Instrumentarien und Wirksamkeitsnachweise für mehr Frauen in Führung an konkreten Touchpoints des Empolyee Lifecycle kennen, etwa in Stellenanzeigen, gendersensibler Unternehmenskultur oder Personalentwicklung.

    Referentin:
    Dr. Simone Burel ist Geschäftsführerin der LUB GmbH - Linguistische Unternehmensberatung, die sich auf innovative KI-gestützte Beratungsansätze in den Bereichen HR & Gender, CSR & Nachhaltigkeit sowie Mensch-Maschinen-Kommunikation spezialisiert hat. Für ihre Forschung und Praxisarbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. vom Karriereportal academics als eine der Top-Ten-Wissenschaftler*innen 2017, der Gesellschaft für Angewandte Linguistik und dem höchstdotierten Wirtschaftsförderpreis der Stadt Mannheim. 2020 wurde Simone Burel in den Wirtschaftsbeirat von bw-i (Baden-Württemberg International GmbH) berufen.

    Die Buchvorstellung richtet sich dabei nicht nur an Frauen – vielmehr sind ausdrücklich alle Interessierten herzlich eingeladen. Dieses Format ist eine Buchvorstellung mit Workshop-Charakter. Die Teilnehmenden hören nicht nur zu, sondern arbeiten aktiv mit und profitieren so von Inhalt & Inspirationen.

    Die Veranstaltung ist kostenfrei, es steht aber nur eine begrenzte Platzzahl zu Verfügung!

    Ansprechpartnerin:Sarah Sorge (ehemalige Kreisvorsitzende der Frankfurter Grünen und Frauen-und Bildungsdezernentin),  unter der Email-Adresse sarah.sorge(at)fb3.fra-uas(dot)de

    Tag: Donnerstag. 2. Juli
    Zeit: 18.00 Uhr
    Ort:
    Zoom-Videokonferenz, Anmeldung hier

    Donnerstag, 2. Juli: Livestream "Rechter Terror und Frauen*hass"

    Veranstaltet von der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt

    Über die Verbindungslinien von Männlichkeiten, Rechtsterrorismus und Antifeminismus

    2019 erschoss Stephan B. nach einem missglückten Terroranschlag auf die Synagoge in Halle zwei Menschen und verletzte zwei weitere. Per Video sagte er, dass „der Feminismus“ der Grund für „die sinkenden Geburtenraten im Westen“ sei, die zur Massenimmigration führte und die Wurzel all dieser Probleme sei „der Jude”. Ob in Utøya, Christchurch, Halle oder Hanau – neben Antisemitismus und Rassismus ist Frauen*hass ein verbindendes Element in der Ideologie rechter Terroristen.

    Lange kaum beachtet, werden extrem frauen-, homo- und transfeindliche Überzeugungen mittlerweile als potentiell gefährlich wahrgenommen und dementsprechend auch medial thematisiert. Ein Fokus liegt dabei auf einer besonders extremen Gruppierung, den sogenannten Incels. Der Begriff Incel bedeutet Involuntary Celibacy, unfreiwilliges Zölibat. Die Szene besteht mehrheitlich aus jungen heterosexuellen Männern, die sich im Internet anonym vernetzt. Incels glauben, ein natürliches Anrecht auf Sex zu haben, welches sie unter den gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen nicht umsetzen können. Ihr Weltbild ist geprägt von Antifeminismus, Misogynie und Selbsthass. Dies drückt sich zunehmend in tödlicher Gewalt gegenüber Frauen aus.

    Das Buch „Frauen*Rechte und Frauen*Hass“ beschäftigt sich unter anderem mit dieser Subkultur. Der Vortrag der Mitautorin Eike Sanders (Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin, apabiz) beleuchtet die Verbindungslinien zwischen Antifeminismus, Rechtsterrorismus und Männlichkeiten. Im anschließenden Gespräch diskutieren wir, wie das hohe Gewaltpotential bei Incels entsteht und welche sinnvollen Maßnahmen zur Prävention von Gewalt und Radikalisierung es für eine so anonyme Bewegung eigentlich gibt. Wir übertragen den Vortrag live auf Facebook und speisen Kommentare und Anmerkungen direkt in die Runde ein.

    Tag: Donnerstag, 2. Juli
    Zeit: 19.30 bis 21 Uhr
    Ort: Livestream, Infos hier

    VORSCHAU

    Samstag, 4. Juli: Treffen der AG Umwelt, Klima und Verkehr auf Biobauernhof

    Ausflug auf den Biobauernhof - Städter und Landwirte kommen sich näher

    Ihr wollt mal sehen wie so ein Grubber eigentlich aussieht? Oder mit einem Biobauern über Düngeverordnung und Grünstreifen diskutieren, während wir über die Felder schlendern? Die AG Umwelt, Klima und Verkehr plant am Samstag, 4. Juli eine AG Sitzung der besonderen Art. Um 14.15 treffen wir uns auf dem Biohof Buchwald bei Nidderau und knüpfen damit an die Veranstaltungen zu agrarpolitischen Themen an, die wir in der Vergangenheit organisiert haben. Der Hof wird von Silke und Rainer Vogel geführt. Wir werden uns die ganze Zeit draußen aufhalten und würden euch außerdem bitten, Mund-Nasen-Schutz mitzubringen. Ein Fläschchen Desinfektionsmittel, für alle Fälle, hat Laura dabei. So können wir den Ausflug ganz Corona-konform gestalten. 

    Rainer und Silke Vogel haben sogar eine kleine Verpflegung für uns vorbereitet, bitten aber dringend darum, dass wir keine Würste, Schinken oder anderes Fleisch von zuhause mitbringen - wegen der Schweinepest wäre das wirklich gefährlich.

    Bitte meldet euch bei  Laura Knierim laura.knierim.87(at)gmail(dot)com oder Thomas Schlimme thomschl(at)arcor(dot)de an, damit wir Silke und Rainer informieren können, auf wie viele Besucher*innen sie sich einstellen können.

    Tag: Samstag, 4. Juli
    Zeit:
    ca. 14.15 bis 17 Uhr
    Ort:
    auf dem Hof Buchwald. Vom Bahnhof Nidderau sind es etwa 2 Kilometer zum Hof (homas und Laura werden für diese letzten Etappe das Rad mitnehmen)

    Sonntag, 5. Juli: Kick-Off für den „Wilden Sonntag“ mit Daniel Cohn-Bendit

    © Georg Kumpmüller-Jahn

    Der Ball rollt wieder, die Grenzen in Europa öffnen sich wieder, und man kann zumindest kleinere Veranstaltungen unter freiem Himmel wieder durchführen. So stehen derzeit alle Zeichen auf Grün für den ersten „Wilden Sonntag“ von Stadträtin Rosemarie Heilig.

    Zum Start ihrer neuen Sommer-Reihe hat die Umweltdezernentin Daniel Cohn-Bendit eingeladen, der sich in Frankfurt einen Namen als Revolutionär und Realo, Herausgeber des „Pflasterstrand“, erster Stadtrat für multikulturelle Angelegenheiten und als Mitglied einer legendären Fußballmannschaft  gemacht hat. Exklusiv für eine Lesung mit dem wilden Ostpark-Kicker öffnet sich am Sonntag, 5. Juli, um 15 Uhr der Bauzaun der künftigen DFB-Akademie in Niederrad. Wo künftig die Profis der Nationalmannschaft trainieren werden, stellt Daniel Cohn-Bendit seine kürzlich erschienene Autobiografie vor: „Unter den Stollen der Strand. Fußball und Politik – mein Leben.“ Auch als Ersatz für die ausgefallene EM – und vielleicht erfahren wir sogar von DCB, wer Europameister 2020  geworden wäre: Deutschland oder Frankreich.

    An der Lesung können nach derzeitigem Stand etwa 40 Gäste teilnehmen – selbstverständlich unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Anschließend bietet das Grünflächenamt zwei Gruppen á 10 Personen Führungen über das angrenzende Gelände des künftigen Bürgerparks an.

    Für die Teilnahme ist eine schriftliche Anmeldung unter mitmachen.amt67(at)stadt-frankfurt(dot)de erforderlich, die schon Name, Adresse und Telefonnummer enthalten sollte. Bitte teilt darin auch mit, ob ihr Interesse an der anschließenden Führung habt. Mit der Teilnahmebestätigung erhaltet ihr eine Wegbeschreibung und die genauen, verpflichtenden Hygieneregeln.   

    Tag: Sonntag, 5. Juli
    Zeit: 15 Uhr
    Ort:
    Künftige DFB-Akademie in Niederrad

    Montag, 6. Juli: Webtalk: Gleichstellung: 'Almost there' oder 'A long way to go'

    Veranstaltet von der Grünen Landtagsfraktion Hessen

    Die Corona-Pandemie führt momentan zu einem gesellschaftlichen Rollback in Bezug auf die Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen, zu Mehrbelastung und der berechtigten Sorge einer Zunahme der Gewalt gegen Frauen. Frauen drohen die Verliererinnen der Corona-Krise zu werden. Gleichzeitig wurde im März 2020 die Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter von der EU-Kommission angenommen. Die Initiative umfasst einen Aktionsplan zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Diskriminierung in fünf Schwerpunktbereichen, darunter Gewalt gegen Frauen, Entgelttransparenz/Entgeltgefälle zwischen Frauen und Männern und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

    In unserer neuen Reihe „Mit GRÜN durch die Krise“ wollen wir als Landtagsfraktion gemeinsam mit Expertinnen und Experten über Erfahrungen und Lehren in und aus der Corona-Krise sprechen. Dazu laden wir Sie herzlich ein mit uns zu diskutieren – wegen des Infektionsschutzes natürlich als Online-Veranstaltung (WebTalk). In dem WebTalk sollen die Fragen diskutiert werden, wie es um die Gleichstellung der Geschlechter in der Europäischen Union bestimmt ist, und eine geschlechtergerechte Krisenpolitik nachhaltig etabliert werden kann.

    Es freut uns besonders, dass wir Terry Reintke, Mitglied des Europäischen Parlaments und Noreen von Schwanenflug, Leiterin des Rechtsamtes der Stadt Rüsselsheim am Main und langjährige Vorsitzende des Deutschen Juristinnenbundes Landesverband Hessen gewinnen konnten. Von Seiten der Landtagsfraktion werden Silvia Brünnel, frauenpolitische Sprecherin und Miriam Dahlke, europapolitische Sprecherin an der Diskussion teilnehmen. Nach einer Begrüßung und einem Input der Expert*innen aus ihren Bereichen werden wir mit Ihnen über Ihre Erfahrungen, Wünsche, Kritik und Verbesserungsvorschläge diskutieren.
    Lassen Sie uns an Ihren Erfahrungen und Erkenntnissen teilhaben, damit wir gemeinsam die Gleichstellung in Hessen weiter voranbringen können!

    Tag: Montag, 6. Juli
    Zeit: 18 Uhr
    Ort: Online, Zoomkonferenz. Anmeldung und weitere Infos hier.

    Donnerstag, 9. Juli: Webinar "Wenn die Luft brennt - Rechte Klimaschutzkritik kontern"

    Veranstaltet von der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

    Klimawandelleugnung, Angriffe gegen Aktivist*innen, völkische Instrumentalisierung der industriepolitischen Krise – die extreme Rechte will das Thema Klimaschutzkritik besetzen. Das Webinar gibt einen Überblickt zu extrem rechten Interventionen rund um das Thema Klimaschutzdebatte – vor allem im Netz. Die Teilnehmenden werden unterstützt sich gegen Klimawandelleugnung, rechte Industriepolitik und Verschwörungstheorien zur Wehr zu setzen. Das Webinar fokussiert auf den Umgang mit extrem rechten Positionen in der Debatte und kann eine Beschäftigung mit allgemeinen Argumenten in der Klimaschutzdiskussion nicht ersetzen.

    Das zweistündige Webinar stärkt dafür die Kommunikationspraxis im Netz: Ob Diskussion mit Freund*innen, Forumsdebatten oder regionale Facebook Gruppen – wir stellen vor, welche Kommunikationssituationen unterschieden werden können und welche Handlungsoptionen sie uns bieten. Diskutieren, positionieren, anzeigen? Die Teilnehmenden schärfen ihr Bewusstsein dafür, wie sie in diesen Situationen jeweils sinnvoll handeln können und wollen.

    Auf der Argumentationsebene behandeln wir eine Auswahl typisch rechter Argumentationsmuster rund um Klimaschutzkritik sowie natürlich eigene Gesprächsstrategien, die dann live ausprobiert werden können.

    Das Webinar wechselt zwischen audiovisuellen Inputs und verschiedenen textbasierten Diskussionsmethoden. Das Webinar wird auf der Plattform ZOOM durchgeführt. Für die Teilnahme sind Computer, aktueller Browser und Internetanschluss notwendig. Kamera und Headset sind erwünscht, aber nicht Bedingung. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

    Webinar mit Nadja Kaiser, Team Gegenargument, und Laura Sasse, Team Gegenargument

    Die Teilnahme am Webinar ist kostenfrei.

    Weitere Infos hier. Anmeldungen bis spätestens 6. Juli 2020 per Email: info(at)boell-hessen(dot)de.

    Tag: Donnerstag, 9. Juli
    Zeit: 18 Uhr
    Ort: Online, Zoomkonferenz

    So kommen eure Termine in die Grüne Woche

    Immer wieder erreicht uns die Frage: Wie kommt unser Termin in die Grüne Woche? Hier findet ihr darauf die Antwort. Wir freuen uns auf eure Emails.


    HINWEIS:
    Anfragen und Anmerkungen bitte an den Kreisverband:
    kreisverband@gruene-frankfurt.de


    Dieser Newsletter ist ein Informationsdienst des Kreisverbandes Frankfurt am Main von Bündnis 90/Die Grünen. AnsprechpartnerInnen:

    Beatrix Baumann (beatrix.baumann@gruene-frankfurt.de) und Bastian Bergerhoff (bastian@bastian-bergerhoff.de), VorstandssprecherInnen von Bündnis 90/Die Grünen Frankfurt am Main

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