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GRÜNE WOCHE 24/2021 (02.07.2021)

Liebe Freund*innen,

es liegen bewegende Wochen und Monate hinter uns. Das Jahr begann mit der Kommunalwahl und einem historischen Ergebnis, das uns als erstmals stärkste Kraft in Frankfurt mit der Verantwortung, eine Regierung zusammenzustellen, betraut hat. Die Verhandlungswochen waren aufregend und gingen einher mit langen Nächten im Römer, oft geschuldet der Kreativität, mit der wir nicht nur verhandelt haben, sondern in vielen Fällen auch schon gemeinsame Ideen und Pläne erarbeitet hatten.

Am Ende wurde diese Leistung mit einem erfolgreichen Ergebnis in der Form des Koalitionsvertrags gekrönt und das erste Halbjahr fand seinen Abschluss in der Neuwahl des Kreisvorstandes. Nach zwei Wochen der Einarbeitung bereiten wir uns nun auf eine ebenso spannende zweite Jahreshälfte vor.

 

Den Auftakt wird der Mitgliederabend zu den rechtsextremen Vorfällen im aufgelösten Frankfurter SEK machen, den wir noch für den Juli planen und worüber wir in Kürze informieren werden. Außerdem werden den grünen Mitgliedern nächste Woche Informationen zugehen zur Bewerbung und dem Auswahlverfahren für den Ehrenamtlichen Magistrat.

Nach der Sommerpause bleiben uns nur noch wenige Wochen für den aktiven Wahlkampf und wir freuen uns darauf, mit euch und unseren beiden charismatischen Direktkandidat*innen Deborah Düring und Omid Nouripour für ein historisches Ergebnis auch auf Bundesebene anzutreten.

 

Bereits seit Wochen sehen wir allerdings schon, mit welchen Mitteln gekämpft wird. Wir haben es in den vergangenen Jahren auf kommunaler Ebene geschafft, uns an den von Bastian Bergerhoff charmant bezeichneten "Kneipenschlägereien" nicht zu beteiligen und so sollten wir uns auch weiterhin auf Inhalte konzentrieren. Lasst uns mit gutem Beispiel voran gehen und unsere Spitzenkandidatin Annalena Baerbock darin unterstützen, dass frau/man sich wieder auf ihre Themen und Inhalte konzentriert - denn "es gibt viel zu tun"!

Herzliche Grüße

Julia Frank & Daniel Frank

THEMEN

Podcast-Reihe #stopbodyshaming ist online & Niedrige Grundwasserbestände
Neues von Rosemarie Heilig, Stadträtin Frankfurt und Dezernentin für Umwelt und Frauen

Exportverbot für Lebendtiere & Fahrradmesse in Frankfurt
Neues von Martina Feldmayer, MdL

Gesellschaftliche Folgen der Corona Pandemie in Hessen
Neues von Marcus Bocklet, MdL

Nachhaltig investieren mit hessischen Green Bonds & Grundsteuerreform
Neues von Miriam Dahlke, MdL

Ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe - Unterstützungsangebot für Pflegebedürftige verlängert
Neues von Taylan Burcu, MdL

Komm, wir geh‘n ins Kino
Neues von Mirjam Schmidt, MdL

Neues aus Berlin
Neues von Omid Nouripour, MdB

 

TERMINE

Freitag, 02. Juli: Fake Facts - Warum der Glaube an Verschwörungen unser Denken bestimmt

Samstag, 03. Juli: EU-Grenzpolitik tötet - Für das Recht zu kommen und zu bleiben!

Samstag, 03. Juli: Erste Bockenheimer Sommerstraße

Sonntag, 04. Juli: Stadtrundgang - Widerstand im Bahnhofsviertel/Altstadt

Montag, 05. Juli: Treffen der AG Grüner Kamm

Montag, 05. Juli: Treffen der AG Planen Bauen Wohnen

Dienstag, 06. Juli: GRÜNTalk - Nachhaltige Mobilität der Zukunft

Dienstag, 06. Juli: Asyl- und Migrationspolitik auf dem Prüfstand

Mittwoch, 07. Juli: Genetische Vielfalt als Ressource - Welche Rolle der Wirtschaftsfaktor "Biodiversität" in der Zukunft spielen wird

Donnerstag, 08. Juli: Ist eine Agrarwende möglich?

 

Vorschau

Samstag, 10. Juli: Stadtwandeln in Bornheim – Tauschen, teilen, Tomaten

Sonntag, 11. Juli: Kidical Mass Frankfurt am Main

Dienstag, 13. Juli: GRÜNTalk - Schule im Wandel gestalten

Dienstag, 13. Juli: Rechter Rand oder Radikalisierung der Mitte?

Mittwoch, 14. Juli: Recht(e) Räume? Rechtsextremismus im Netz und Probleme für lokale Organisationen

Sonntag, 18. Juli: Queerfeminismus und Klimagerechtigkeit

Sonntag, 18. Juli: Über die Konstruktion von „Wahrheit“ im politischen Raum

Podcast-Reihe #stopbodyshaming ist online & Niedrige Grundwasserbestände

Neues von Rosemarie Heilig, Stadträtin Frankfurt und Dezernentin für Umwelt und Frauen

Podcast-Reihe #stopbodyshaming
Modeindustrie und Medien verbreiten und verkaufen Schönheitsideale, deren Norm nur wenige Menschen entsprechen können. Zum Maßstab wird der schlanke, weiße und gesunde Körper erklärt. Gleichzeitig werden alle weiteren, von dieser Norm abweichenden Körperformen mit negativen Bildern belegt, abgewertet und beschämt (bodyshaming). Diskriminierungen und Ausgrenzungen aufgrund von körperlichen Merkmalen sind für viele Mädchen* und Frauen* Alltag.
In der neuen Podcast-Reihe #stopbodyshaming wird die Rolle Sozialer Medien diskutiert und gemeinsam darüber nachgedacht, wie Bodyismus mit Sexismus, Rassismus und Ableismus (Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen) verschränkt ist. Die Podcast-Folgen setzen dabei auf gemeinsames und solidarisches Handeln sowie eine Vielfalt von Körpern und Perspektiven. Zusammen nähern sie sich der Frage, wie es gelingen kann, sich selbst und anderen gegenüber respektvoll und wertschätzend zu begegnen.
Das Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen hat die Podcast-Reihe #stopbodyshaming entwickelt und mit der finanziellen Unterstützung des Frauenreferates umgesetzt.
„Stereotype Bilder von Frauenkörpern sind immer noch weit verbreitet, ob in der Werbung, in den Sozialen Medien oder im täglichen persönlichen Umfeld. Wir brauchen weniger normierten Körperkult, dafür mehr Akzeptanz von körperlicher Vielfalt. Wir wollen Mädchen und Frauen darin unterstützen selbstbewusst zu ihrem Körper zu stehen und nicht einem unerreichbaren Ideal nachzueifern. Zumal in der heute vor allem virtuellen Medienwelt dieses vermeintliche Ideal häufig durch bestimmtes Posing, Foto-Filter und Nachbearbeitung geformt wird“, erklärt Frauendezernentin Rosemarie Heilig.
„Unsere neue Podcast-Reihe #stopbodyshaming beschäftigt sich mit den persönlichen und politischen Folgen von Schönheitsidealen und den Auswirkungen auf das Selbstbild von Frauen* und Mädchen*. Gemeinsam überlegen wir, wie sich Sehgewohnheiten verändern lassen und eine real existierende Köpervielfalt sichtbar und anerkannt werden kann“, erläutert Sigrid Borse, Leiterin des Frankfurter Zentrums für Ess-Störungen.
Die Moderatorin Hadija Haruna-Oelker führt durch die Podcast-Reihe und spricht mit Menschen, die sich aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven mit dem Thema bodyshaming befassen. Mit dabei sind bekannte Wissenschaftler*innen, Autor*innen, Aktivist*innen, Filmemacher*innen, Pädagog*innen sowie Influencer*innen.
„Die Podcast-Reihe ist ein inhaltlich wichtiger Baustein in unserer aktuellen Kampagne Klischeefreie Zone Frankfurt. Wir wollen aufräumen mit einengenden traditionellen Denkmustern und positive Gegenbilder schaffen. Das ist dem Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen und den Beteiligten sehr gut gelungen“ meint Gabriele Wenner, Leiterin des Frauenreferates.

Die Podcast-Reihe besteht aus vier Folgen mit einer Länge von jeweils rund 30 Minuten:
Folge 1 setzt sich analytisch mit Sozialen Medien, Körperbildern und Essstörungen auseinander. Die Hochschulprofessorin Eva Wunderer und die Influencerin Melodie Michelberger erläutern, warum mehr Diversität in den Medien wichtig ist.
Im Gespräch sind die feministische Filmemacherin und Musikproduzentin Brenda Lien und Kira Siefert, Gründerin von SoulFoodJourney, einer Coaching Plattform für Menschen mit Essstörungen.
Folge 3 beleuchtet das aktuelle Schönheitsideal unter dem Aspekt “Gewichtsdiskriminierung intersektional gedacht“. Die Aktivist*innen der Fat-Acceptance-Bewegung, Christelle Nkwendja-Ngnoubamdjum und Maria González Leal, erläutern, wie bodyshaming mit Sexismus und Schwarzsein verknüpft ist.
Folge 4 trägt den Titel „Wir sind selbst die Autor:innen unseres Schönheitsideals“. Naxina Wienstroer blickt mit der Perspektive von Frauen mit Behinderung auf das Thema bodyshaming, und Sonja Schindler spricht über die Rolle von Vorbildern für Jugendliche und den Umgang mit bodyshaming im pädagogischen Alltag.
Das Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen bietet vielfältige Präventions-, Fortbildungs- und Beratungsangebote bei Essstörungen. Weitere Informationen sind zu finden auf www.essstoerungen-frankfurt.de oder zu erhalten unter Tel. 069-55 73 62.

Die Beiträge der Podcast-Reihe und weitere Informationen zum Thema bodyshaming sind abzurufen auf der Website des Frankfurter Zentrums für Ess-Störungen. Auch die Kampagnenhomepage des Frauenreferats hier informiert über die Podcast-Reihe.

Niedrige Grundwasserbestände
Trotz einem von vielen als nass wahr genommenen Frühjahrs haben sich die Grundwasserstände nach den drei trockenen Sommern nicht erholt. Im Stadtparlament hat Rosemarie Heilig daher eindringlich von einer dramatischen Lage gesprochen, in der sich Frankfurt befindet.  In einem Interview in der Frankfurter Rundschau erklärt sie, wie ernst die Situation ist, was getan werden muss und was bereits geschieht.

Exportverbot für Lebendtiere & Fahrradmesse in Frankfurt

Neues von Martina Feldmayer (MdL), Stv. Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Umweltschutz und Klimaschutz, Grüne Fraktion Hessen

Hessen fordert deutschlandweites Exportverbot von Lebendtieren
Seit Jahren setzen wir uns im Bund für das Verbot von Tiertransporten ein.  Nun engagiert sich dazu auch mal Bundesministerin Klöckner - wenngleich widersprüchlich: Auf EU - Ebene befürwortet sie das Verbot.  Viel schneller aber könnte das unsägliche und vermeidbare Leid der Tiere auf Langstreckentransporten beendet werden, wenn Ministerin Klöckner ein Exportverbot für Deutschland einführen würde.  Hessen und weitere Bundesländer haben ein solches Verbot längst umgesetzt und gerade erst letzte Woche im Bundesrat für ein einheitliches Vorgehen in ganz Deutschland gestimmt. Die Bundesministerin blockiert aber das deutschlandweite Verbot und begründet dies mit einer fehlenden Datengrundlage. Hier geht es zum Statement von Priska Hinz.

Das Fahrrad erobert den Messestandort Frankfurt
Der Messestandort Frankfurt entwickelt sich weiter und zieht mit der EUROBIKE, der weltweiten Leitmesse rund ums Fahrrad eine Top-Veranstaltung an. Dafür hat die Messe Frankfurt mit dem bisherigen Messeveranstalter in Friedrichshafen (Bodensee) eine gemeinsame Gesellschaft gegründet. Das gemeinsame Ziel sind die Internationalisierung der Messe sowie größere finanzielle Möglichkeiten. Die erste Ausgabe ist vom 13. bis zum 17. Juli 2022 geplant. Der Weggang der IAA bietet Hessen somit die Chance, mit der klimafreundlichen und daher auch zukunftstauglichen Fahrradindustrie noch stärker identifiziert zu werden. Die Politik muss dafür weiter sorgen, dass Frankfurt und Hessen auch vor den Messehallen fahrradfreundlich vorzufinden sind.

Gesellschaftliche Folgen der Corona Pandemie in Hessen

Neues von Marcus Bocklet (MdL), Stv. Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Soziales, Gesundheit und Pflege, Grüne Fraktion Hessen

Wir wollen Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen. Wir wollen eine gute Gesundheitsversorgung sicherzustellen, aber auch die gesellschaftlichen Folgen der Pandemie betrachten. Welche sozialen, emotionalen und finanziellen Auswirkungen hat die Pandemie für Hess*innen? Und unterscheiden sich die Belastungen bei Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte?
Die diese Woche vorgestellte Studie zu den gesellschaftlichen Folgen von Corona schließt eine wichtige Datenlücke (hier die Studie als PDF). Auf Basis fundierter Erhebungen können wir Maßnahmen ergreifen, um den Zusammenhalt zu stärken und zu verhindern, dass Corona zur zusätzlichen Bremse für Integration und Teilhabe wird. Mehr dazu in der PM des Sozialministeriums.

Nachhaltig investieren mit hessischen Green Bonds & Grundsteuerreform

Neues von Miriam Dahlke (MdL), Sprecherin für Finanzen, Europa und Haushaltskontrolle, Grüne Fraktion Hessen

Nachhaltig investieren mit hessischen Green Bonds
Hessen hat im Juni erfolgreich seine erste Grüne Anleihe mit einem Volumen von 600 Millionen Euro begeben und ist damit das erste Land mit einer Grünen Anleihe in diesem Umfang. Die hohe Nachfrage und die Bestnoten unabhängiger Ratingagenturen freuen uns sehr – wovon vor allem der Klima- und Umweltschutz profitieren. Eine ökologisch ausgerichtete Finanzwirtschaft spielt beim Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft eine Schlüsselrolle. Mehr zum Hessischen Green Bond gibt es auf der Website der Fraktion.

Hessen reformiert die Grundsteuer verständlich und gerecht
Finanzminister Michael Boddenberg hat letzte Woche den hessischen Entwurf des neuen Grundsteuergesetzes für die Zeit ab 2025 vorgestellt. Neben der Grundstücksgröße und der Nutzungsart der Immobilie plant Hessen für die Berechnung der Steuer als dritten Faktor die Lage zu berücksichtigen. Denn es macht einen Unterschied für den die Nutzung der kommunalen Angebote, ob sich ein Grundstück beispielsweise in direkter Innenstadtlage oder am Stadtrand befindet!
Zudem haben Kommunen mit der Grundsteuer C die Möglichkeit, den Hebesatz für baureife aber unbebaute Grundstücke sukzessive anzuheben, um die Bebauung dort zu beschleunigen. Damit schiebt Hessen Bodenspekulationen einen Riegel vor und setzt Anreize, innerörtliche Baulücken zu schließen. Die von uns GRÜNEN geforderte Grundsteuer C ist ein wichtiges und zeitgemäßes Werkzeug in Zeiten des knappen Wohnraums, besonders für uns in Frankfurt.
Hintergrundinfos und den Regierungsentwurf des Gesetzes gibt es auf der Website des HMdF.

Ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe - Unterstützungsangebot für Pflegebedürftige verlängert

Neues von Taylan Burcu (MdL), Sprecher für Integration, Migration und Flüchtlingspolitik, Grüne Fraktion Hessen

Im Zuge der Corona-Pandemie wurde vor rund einem Jahr die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer*innen durch die Änderung der Pflegeunterstützungsverordnung erleichtert. Seither können nicht nur bereits anerkannte Arbeiter*innen, sondern auch ehrenamtliche Nachbarschaftshelfer*innen ihre erbrachten Leistungen gegenüber der Pflegekasse abrechnen.
Einzige Voraussetzung hierfür: Man darf mit der pflegebedürftigen Person nicht in einer häuslichen Gemeinschaft zusammenleben und verwandt oder verschwägert sein! Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, genügt die Vorlage von aussagekräftigen Abrechnungen bei der Pflegekasse. Ein formales Anerkennungsverfahren ist nicht (mehr) nötig.
Auch, wenn zurzeit die Corona-Fallzahlen erfreulicherweise nachlassen, das Ansteckungsrisiko ist nach wie vor da. Erkrankte oder von Quarantäne-Betroffene brauchen daher weiterhin Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Alltagsangelegenheiten. Sei es den Einkauf oder Behördengänge zu erledigen, oft steckt in den einfachsten Dingen, die größte Schwierigkeit. Die Nachbarschaftshilfe kann deshalb in solchen Fällen eine große Hilfe sein, gerade auch, wenn alles schnell und „informal“ gehen muss. Manchmal reicht beispielsweise einfach ein Aushang in einem Mehrfamilienhaus, um schnell Hilfe zu erhalten oder auch anzubieten. Weitere Informationen rund um die Unterstützungsleistungen im Alltag findet Ihr unter Pflege-in-Hessen.de.
Ich begrüße es sehr, dass diese Sonderregelung nunmehr bis zum 30.09.2021 verlängert wurde und „Dienstleistungen bis zur Haustür“ somit auch weiterhin abgerechnet werden können.
Für alle Interessierten, die helfen möchten und noch weitere Fragen zum Ehrenamt haben, schaut einfach mal hier vorbei. Weitere Auskünfte zu Freiwilligenagenturen und sonstige Informationen rund um die Nachbarschaftshilfe findet Ihr auch hier.

Komm, wir geh‘n ins Kino

Neues von Mirjam Schmidt (MdL), Sprecherin für Kunst und Kultur, Grüne Fraktion Hessen

Da ist sie wieder, die Spannung, wenn das Licht langsam aus- und der Vorhang aufgeht: Endlich können wir wieder im Saal Filme auf der großen Leinwand sehen. Denn seit dem gestrigen Donnerstag, 1. Juli, hat eine Vielzahl der Filmtheater in Frankfurt und Hessen wieder geöffnet. Die Anzahl der Sitzplätze ist noch beschränkt, Abstands- und Hygieneregeln haben die Kinobetreiber aktualisiert. Sie beteiligen sich damit an der bundesweiten Wiedereröffnung der Lichtspielhäuser. Die fünf Kino- und Verleihverbände in Deutschland hatten sich bereits Ende Mai für ein gemeinsames Vorgehen ausgesprochen. Das ist wichtig, weil Filmverleihe erst dann große neue Filme liefern, wenn sie sie auch im ganzen Land bewerben und zeigen können.
Zu den Filmen, die seit 1. Juli neu im Kino zu sehen sind, gehören der Oscar-Gewinner "Nomadland" – Frances McDormand spielt darin eine Frau, die nach einer wirtschaftlichen Krise als moderne Nomadin im Westen der USA zu leben beginnt – die Otto-Waalkes-Komödie "Catweazle", der Marvel-Blockbuster "Black Widow" und der Berlinale-Gewinner "Bad Luck Banging or Loony Porn". Eine Woche später, am 8. Juli, startet „Wer wir waren“. Wie können wir als Gesellschaft die großen Fragen unserer Zeit wie Klimakrise oder künstliche Intelligenz beantworten und gemeinsam Lösungen finden? fragt der Film. Und was werden zukünftige Generationen über uns denken, wenn wir bereits Geschichte sind? Gemeinsam mit sechs Denker*innen und Wissenschaftler*innen reflektiert die Doku von Regisseur Marc Bauder die Gegenwart und blickt in die Zukunft.
Infos zu Filmstarts ab 1. Juli findet Ihr hier.

Neues aus Berlin

Neues von Omid Nouripour (MdB), Sprecher für Außenpolitik, Grüne Fraktion im Bundestag

Bundeswehreinsatzes in Afghanistan – Rede im Bundestag
Wir haben im Bundestag am Mittwoch, 23. Juni 2021, eine gemischte Bilanz des 20-jährigen Bundeswehreinsatzes in Afghanistan gezogen. In meiner Rede dazu mache ich klar, dass eine Bilanzierung des Einsatzes längst überfällig ist.  Es ist einiges erreicht worden während des Bundeswehreinsatzes, aber dies ist nicht nachhaltig. Denn die Gewalt gegen Zivilisten wächst, wie beispielsweise der grausame und blutige Anschlag auf eine Mädchenschule im Mai in der afghanischen Hauptstadt Kabul zeigt, bei dem mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen und über hundert weitere verletzt wurden. Die Zivilgesellschaft darf jetzt nicht alleingelassen werden und das bedeutet auch, dass es einen sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan seitens der Bundesregierung braucht. Ich möchte nach diesen 20 Jahren den 59 gefallenen Soldatinnen und Soldaten gedenken und einen großen Dank aussprechen an die Soldatinnen und Soldaten, an die Polizistinnen und Polizisten, an die Diplomatinnen und Diplomaten, an die Mediation, an all die Menschen, die sich eingebracht haben, um Afghanistan zu einem besseren Ort zu machen. Die Rede könnt ihr euch hier anschauen.

Zweite Libyenkonferenz in Berlin
Die Bundesregierung muss in Libyen jetzt einen Gang höher schalten. Bahnbrechende Ergebnisse hat Heiko Maas auf der zweiten Libyenkonferenz nicht verkündet. Doch das ist zumindest ehrlich und ein Fortschritt zur letzten Konferenz, auf der von der Bundesregierung viel angekündigt, aber wenig eingehalten wurde. Die Bundesregierung muss endlich beginnen, laut und deutlich diejenigen zu benennen, die gegen das Waffenembargo und die Waffenstillstandsvereinbarung verstoßen. Auch braucht es entschiedenen Einsatz für eine umfassende Ausweitung der personenbezogenen Sanktionen gegen die Embargobrecher. Mehr zu aktuellen Deutsch-Libyen Politik findet ihr in meiner Pressemitteilung.

Aktionswoche/Tag gegen antimuslimischen Rassismus
Laut einer repräsentativen Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes machten rund 15 Prozent aller Befragten, die in den vergangenen zehn Jahren auf Wohnungssuche waren, dabei Diskriminierungserfahrungen aus rassistischen Gründen. Dabei kann schon ein fremd klingender Name dazu führen, erst gar nicht zur Wohnungsbesichtigung eingeladen zu werden. Die @claim_allianzs macht im Rahmen der Aktionswoche gegen antimuslimischen Rassismus bis zum 01.Juli auf menschenfeindliche Denk- und Verhaltensweisen aufmerksam. Unter dem #KeinPlatzfürHass machen sie klar, dass wer Rassismus wirksam bekämpfen und die Werte einer offenen und toleranten Gesellschaft schützen will, hinsehen, zuhören, sich solidarisieren und laut werden muss. Am 1. Juli 2009 wurde Marwa El-Sherbini im Landgericht Dresden ermordet, als sie nach einer Zeugenaussage das Gebäude verlassen wollte. Der Mord an der schwangeren, 32-jährigen Pharmazeutin aus Ägypten wurde auch international zur Zäsur dafür, welche Folgen Islam- und Muslimfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus haben können. Seitdem steht der 1. Juli als Tag gegen antimuslimischen Rassismus für entschiedenes Eintreten für eine solidarische, demokratische, freiheitliche und offene Gesellschaft.

TERMINE

Freitag, 02. Juli: Fake Facts - Warum der Glaube an Verschwörungen unser Denken bestimmt

Veranstalter*innen: Bildungstätte Anne Frank

Warum glauben so viele Menschen an Verschwörungsmythen? Welche Faktoren spielen dabei auf psychologischer Ebene eine Rolle?
Und wie diskutieren wir mit Menschen, die glauben, eine verborgene «Wahrheit» entdeckt zu haben? Die Politikwissenschaftlerin Katharina Nocun ist gemeinsam mit der Sozialpsychologin Pia Lamberty genau diesen Fragen auf den Grund gegangen. In ihrem Buch «Fake Facts» beleuchten sie das verschwörungsideologische Milieu – von Rechtsextremismus bis hin zur Esoterik. Und sie finden dabei Antworten auf die Frage, warum Verschwörungsnarrative gerade in Zeiten der gegenwärtigen Krise derart anziehend auf Menschen wirken. Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Die Zugangsdaten werden nach einer Anmeldung, per Mail an nzarabian@bs-annefrank.de, zugesendet.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Dem Hass keinen Raum geben". Mehr Infos findet Ihr im Flyer.

Tag: Freitag, 02. Juli
Zeit: 16:30 Uhr
Ort: online

Samstag, 03. Juli: EU-Grenzpolitik tötet - Für das Recht zu kommen und zu bleiben!

Veranstalter*innen: Seebrücke Frankfurt, KoalaKollektiv

Demonstration

Wohin wir auch schauen: Die Lage an den Außengrenzen der EU bleibt katastrophal. Auch in diesen Tagen ertrinken wieder Menschen im Mittelmeer zwischen Libyen und Europa. Gleichzeitig sterben vor Ceuta und Melilla immer wieder Menschen bei dem Versuch, spanisches Territorium schwimmend zu erreichen. NGOs dokumentieren seit Jahren die brutale Gewalt, mit der Grenzpolizist*innen Schutzsuchenden auf dem Balkan begegnen, genauso wie illegale Pushbacks und Abschiebungen, die das Leben der Betroffenen gefährden. Ganz zu schweigen von den Lagern in Griechenland, in denen tausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene gezwungen sind, unter unmenschlichen Bedingungen auszuharren.
Ob auf der Flucht vor Kriegen, vor den Folgen des Klimawandels oder aus dem Wunsch auf ein besseres Leben – Menschen müssen in die EU kommen und hierbleiben dürfen. Statt geschlossenen Grenzen brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte und sichere Häfen!
Es wird darum gebeten Nationalflaggen und ähnliche Symbole zu Hause zu lassen. Bitte Haltet Euch an die Hygiene- und Abstandsregeln!

Forderungen:

  • Sichere und legale Zugangswege
  • Freispruch aller Menschen, die auf Grund von Rettungsarbeit angeklagt sind
  • Bedingungslose Aufnahme auf Kommunalebene.

Mehr Infos findet Ihr hier.

Tag: Samstag, 03. Juli
Zeit: 14:00 Uhr
Ort: Schweizer Platz, 60594 Frankfurt am Main

Samstag, 03. Juli: Erste Bockenheimer Sommerstraße

Veranstalter*innen: Bockenheim außer Haus

Kommt außer Haus und lasst uns:

  • sprechen über unser Viertel
  • uns treffen auf der Straße
  • spielen mit Kindern
  • die Straße erleben ohne Autos
  • hüpfen mit Seil
  • Pläne schmieden mit Nachbarn
  • Rollen auf Rollern oder Inlinern
  • Überlegen, wer und was fehlt
  • Malen mit Kreide
  • Plaudern über Zukünftiges
  • hulern mit Hoop
  • zusammen Zeit verbringen
  • ausprobieren, was sonst noch geht zwischen unseren Häusern

Tag: Samstag, 03. Juli
Zeit: 15:00 - 18:00 Uhr
Ort:  Kiesstraße, 60486 Frankfurt am Main

Sonntag, 04. Juli: Stadtrundgang - Widerstand im Bahnhofsviertel/Altstadt

Veranstalter*innen: Heinrich-Boell-Stiftung Hessen e.V., Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 Frankfurt

Die Verbrechen des NS-Regimes begannen keineswegs in den großen Konzentrationslagern. Vielmehr hat die Verfolgung des politischen Gegners und die Verfolgung Andersdenkender oder vermeintlich „andersartiger“ immer mitten in den jeweiligen Städten und Dörfern stattgefunden. Welche Orte in Frankfurt Bezüge zu Widerstand und Verfolgung haben, können Interessierte im Rahmen eines historischen Stadtrundgangs erfahren.
Dabei wird Geschichte in der alltäglichen unmittelbaren Umgebung konkret, als Geschehen „vor Ort“, in der eigenen Nachbarschaft. Im Rahmen dieser Rundgänge wird über das mit den Orten verbundene Schicksal von Menschen berichtet. Auch das Gedenken, häufig genug jedoch das Vergessen oder Verdrängen der Ereignisse nach 1945, wird dabei dokumentiert.

Treffpunkt und Route werden nach einer Anmeldung (per Mail an anmeldung@boell-hessen.de) versendet. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnahmenzahl ist auf 20 begrenzt. Bitte haltet die Hygiene- und Abstandrichtlinien ein!

Tag: Sonntag, 04. Juli
Zeit: 16:00 Uhr
Ort: folgt nach Anmeldung 

Montag, 05. Juli: Treffen der AG Grüner Kamm

Veranstalter*innen: AG Grüner Kamm - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN KV Frankfurt

Diskussionsrunde "Transformation unserer Wirtschaft zur Erreichung der Nachhaltigkeits- und Klimaziele"

"Der Berg kreißte und gebar einen Elefanten." Dieses Bild zeichnet Karsten Löffler, Vorsitzender des mit erfahrenen Praktikern besetzten Sustainable Finance-Beirats, der im Februar 2021 der Bundesregierung seinen Bericht mit 31 Empfehlungen vorgelegt hat.
Wir greifen einige dieser Empfehlungen in der AG Grüner Kamm – Nachhaltige Haushalts- und Finanzpolitik der Frankfurter GRÜNEN auf und wollen insbesondere diskutiern über folgende Themenkreise:

  • Quo vadis - wo bestehen aus Sicht des Beiratsvorsitzenden die größten Herausforderungen, die sozial-ökologische Transformation unserer Wirtschaft zu beschleunigen?
  • Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung nach der Verabschiedung der Deutschen Sustainable Finance-Strategie im Mai 2021 ergriffen?
  • Haben die politischen Parteien in ihren Programmen zur Bundestagswahl diese Themen adressiert - Zeigen sich dabei deutliche Unterschiede?
  • Welchen Beitrag können wir kommunalpolitisch leisten, damit die ambinionierten Nachhaltigkeits- und Klimaziele erreicht werden können?

Unser Referent Karsten Löffler ist seit 2017 Head des UNEP Collaborating Centre for Climate & Sustainable Energy Finance der Frankfurt School of Finance & Management GmbH. Er ist seit 2019 Vorsitzender des Sustainable-Finance-Beirats.
Wir freuen uns auf einen spannenden Impulsvortrag und eine anregende Diskussion.

Tag: Montag, 05. Juli
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: online

Montag, 05. Juli: Treffen der AG Planen Bauen Wohnen

Veranstalter*innen: AG Planen, Bauen, Wohnen - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN KV Frankfurt

Die Koalition im Römer ist gebildet, die Umsetzung des Koalitionsvertrages kann beginnen. Daher wollen wir uns jetzt die Zeit nehmen, um uns über die endgültig vereinbarten Maßnahmen im Bereich Planen, Bauen, Wohnen zu informieren und um die Umsetzung dieser Maßnahmen zu besprechen. Dabei wollen wir zusammen mit Julia Frank, Bernhard Maier und den anderen GRÜNEN Mitgliedern im Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau besprechen, wie die AG die Umsetzung der Maßnahmen am besten unterstützen/flankieren könnte.

Da nach der Wahl bekanntlich vor der Wahl ist, wollen wir außerdem einen kurzen Einblick in unser Wahlprogramm für die Bundestagswahl am 26.09.2021 geben. Welche Ziele wollen wir GRÜNEN im Bereich Planen Bauen Wohnen in der nächsten Legislaturperiode im Bund erreichen? Der Straßen-, Haustür- und Garten-zu-Garten-Wahlkampf wird in Coronazeiten immer noch schwierig werden, aber wir wollen versuchen, für unseren Themenbereich kundig Auskunft geben zu können, um auch deswegen die Menschen zu motivieren, die GRÜNEN im September zu wählen. 

Wir schlagen daher folgende Agenda für unser Treffen vor:

  • 19.30 Uhr Begrüßungsrunde
  • 19.45 Uhr Bericht von Julia Frank und Bernhard Maier über die Inhalte des Frankfurter Koalitionsvertrages zum Thema Planen Bauen Wohnen
  • 20.00 Uhr anschließende Diskussion mit den Mitgliedern des Ausschusses Planen, Bau und Wohnungsbau über die Umsetzung des Koalitionsvertrages
  • 20.55 Uhr Vorstellung der Schwerpunkte des Bundestagswahlprogramms „Deutschland. Alles ist drin" zum Thema Planen Bauen Wohnen
  • 21.00 Uhr anschließende Diskussion als Einstimmung und Vorbereitung auf den Wahlkampf
  • 21.15 Uhr Ausblick auf Veranstaltungen der AG Planen Bauen Wohnen im Sommer 2021

Tag: Montag, 05. Juli
Zeit: 19:30 Uhr
Ort: online

Dienstag, 06. Juli: GRÜNTalk - Nachhaltige Mobilität der Zukunft

Veranstalter*innen: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen

Einblicke in die Arbeit der Enquetekommission des Landtags

Bei unserem GRÜNTalk beschäftigt sich Katy Walther, Sprecherin für Straßenbau & Lärmschutz mit dem Thema „Nachhaltige Mobilität der Zukunft – Einblicke in die Arbeit der Enquetekommission des Landtags“.
Also: Seid dabei, stellt Eure Fragen oder erzählt was Ihr zu dem Thema beizutragen habt.
Mit unserer Live-Webcast-Reihe „GRÜNTalk“ wollen entspannte Gespräche über spannende politische Themen direkt vom Schreibtisch, der Couch, dem Tablet oder dem Smartphone aus anbieten. So wie man sonst manchmal in der Mittagspause oder nach Feierabend über Politik plaudert, wollen wir das mit „GRÜNTalk“ jetzt auch per Videokonferenz mit Menschen aus ganz Hessen tun. Fachwissen ist hier nicht erforderlich, es geht um Eure Fragen in einem lockeren Rahmen.

Das Ganze wird als Videokonferenz mit dem Tool Zoom stattfinden. Die Zugangsdaten für diesen, wie für alle weiteren GRÜNTalks, lauten: https://us02web.zoom.us/j/88556203864, Meeting-ID: 885 5620 3864. Natürlich ist auch eine Einwahl per Telefon möglich: +49 69 3807 9883, Schnelleinwahl mobil: +493056795800,,88556203864#

Tag: Dienstag, 06. Juli
Zeit: 18:30 Uhr
Ort: online

Dienstag, 06. Juli: Asyl- und Migrationspolitik auf dem Prüfstand

Veranstalter*innen: Haus am Dom Katholischen Akademie Rabanus Maurus, hr-iNFO

Weltweit sind Menschen auf der Flucht vor Krieg, Armut und Hoffnungslosigkeit. Europas Antwort darauf ist eine zunehmend abschottende Praxis: Rechtsbrüche an den Außengrenzen, elende Zustände in Flüchtlingslagern, Migrationspartnerschaften mit teils autoritären Staaten, mangelnde Solidarität zwischen den EU-Mitgliedstaaten und eine bundesdeutsche Blockade der Aufnahmebereitschaft von Kommunen. Angesichts dieser desaströsen Bilanz fordern Menschenrechtsorganisationen und Kirchen schon lange die konsequente Anwendung einer humanen, menschenrechtsbasierten Politik. Bietet die Bundestagswahl im September die Chance, die Migrations- und Asylpolitik human zu gestalten, auch im europäischen Kontext? Die Disskussion findet mit Kandidat*innen zur Bundestagswahl und Fachexpert*innen statt.
Mehr Infos dazu findet Ihr im Flyer. Den Livestream findet Ihr hier oder über Youtube.

Mit:

  • Deborah Düring, Bundestagskandidatin für Frankfurt, Bündnis 90/Die Grünen
  • Grigorius Aggelidis, MdB FDP, Mitglied im Unterausschuss »Bürgerschaftliches Engagement«
  • Gökay Akbulut, MdB, integrations- und migrationspolitische Sprecherin der Fraktion »Die Linke«
  • Lars Castellucci, MdB, Sprecher für Migration und Integration der SPD-Fraktion
  • Bettina Margarethe Wiesmann, MdB CDU, Mitglied des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Ramona Lenz, medico international
  • Doris Peschke, Diakonie Hessen
  • Marc Dugge, hr-iNFO (Moderation)

Tag: Dienstag, 06. Juli
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: online

Mittwoch, 07. Juli: Genetische Vielfalt als Ressource - Welche Rolle der Wirtschaftsfaktor "Biodiversität" in der Zukunft spielen wird

Veranstalter*innen: Senckenberg Museum Frankfurt

Unter genetischen Ressourcen versteht man genetisches Material, welches in irgendeiner Weise für den Menschen nutzbar ist oder nutzbar werden könnte – z.B. für die Züchtung neuer Nutzpflanzen oder die Gewinnung medizinischer Wirkstoffe. Die genetischen Ressourcen sind als eine der drei Säulen der Biodiversität Ausdruck der genetischen Vielfalt. Ein Großteil der genetischen Ressourcen befindet sich aufgrund des dortigen Artenreichtums in den Territorien der Entwicklungs- und Schwellenländer. Dass sie eine wirtschaftliche Größe darstellen, wurde durch das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) 1993 international anerkannt. Genetische Ressourcen erfahren zunehmend einen gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und kommerziellen Wertzuwachs. Der Vortrag erläutert, wie ihre durch den Schwund der Artenvielfalt bedingte Verknappung, zusammen mit den Fortschritten im Bereich der Biotechnologie, genetische Ressourcen unter volkswirtschaftlicher Sicht zu einer zunehmend wertvollen Güterart macht und wie der faire Umgang damit international geregelt wird.

Die Veranstaltung kann über Zoom verfolgt werden. Dafür ist eine Anmeldung nötig. Allternativ kann der Livestream hier oder über Youtube verfolgt werden.

Tag: Mittwoch, 07. Juli
Zeit: 19:15 Uhr
Ort: online

Donnerstag, 08. Juli: Ist eine Agrarwende möglich?

Veranstalter*innen: Heinrich-Boell-Stiftung Hessen e.V., Ökohaus Stiftung Frankfurt

In die Förderung der Landwirtschaft fließt ein sehr großer Anteil des EU-Haushaltes. Gegenwärtig diskutiert die EU-Kommission über eine Neuregelung der Subventionen für die Landwirtschaft. Erste Reformvorschläge liegen auf dem Tisch, wie die 58 Mrd. Steuergelder neu verteilt werden sollen.
Im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU wurden gerade Reformen beschlossen, die sowohl die EU-Kommission wie auch die Bundesregierung als revolutionär bewerten. Was genau wurde beschlossen und wie sehen die Wirkungen tatsächlich aus? Welche finanziellen Umstrukturierungen und Anreize wird es geben? Wer sind eigentlich genau die Akteur*innen in der Agrarpolitik und welche Ziele verfolgen sie im Einzelnen? Wie sehen die entsprechenden Reaktionen in den EU-Mitgliedsstaaten und den Agrarverbänden aus? Besteht die Aussicht, dass es mit diesen Reformen tatsächlich zu einer Agrarwende kommen wird, die einen Weg beschreiten, schonender mit unseren natürlichen Ressourcen umzugehen?

Die Reihe „Europa in Bewegung“ beleuchtet genauer die aktuellen Umbruchprozesse in einzelnen europäischen Ländern und fragt dabei nach den Kräften, die demokratische Reformprozesse in ihren jeweiligen Ländern tragen und Renationalisierungstendenzen entgegentreten können.

Die Veranstaltung wird live über Youtube gestreamt.

Tag: Donnerstag, 08. Juli
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: online

VORSCHAU

Samstag, 10. Juli: Stadtwandeln in Bornheim – Tauschen, teilen, Tomaten

Veranstalter*innen: EPN Hessen e.V., STADTWANDELN

STADTWANDELN führt Euch zu spannenden Projekten, in denen sich städtisches Leben neu erfindet. Ob Urban Gardening, Repair-Cafés oder Tauschbörsen – wer stadtwandelt, biegt von den gewohnten Wegen ab und entdeckt lebendige Orte des Übergangs hin zu einem nachhaltigen Frankfurt am Main.

Erfahrt auf diesem Rundgang durch das Nordend und Bornheim was sich hinter der Transition-Town-Bewegung verbirgt und lernt interessante Macher*innen, Menschen und Initiativen kennen!

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Perspektivwechsel". Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 15 begrenzt. Daher wird um Anmeldung gebeten. Bitte beachtet außderdem die Hygiene- und Abstandsrichtlinien!

Tag: Samstag, 10. Juli
Zeit: 11:00 Uhr
Ort: Wartburggemeinde, Hartmann-Ibach-Str. 110, Frankfurt am Main

Sonntag, 11. Juli: Kidical Mass Frankfurt am Main

Veranstalter*innen: Radentscheid Frankfurt am Main

Am 11. Juli 2021 ist die erste Kidical Mass des Jahres zu Gast im Frankfurter Westen. Gemeinsam mit der AG Radverkehr Höchst laden die Organisator*innen des kinderfreundlichen Fahrradkorsos alle Familien ein, mit dem Ein-, Zwei-, Drei-, Liege- oder Lastenrad zum Treffpunkt am Höchster Bahnhof zu kommen. Vieles hat sich in den letzten Jahren für sicherere Radwege getan, doch es reicht noch lange nicht! Wir wollen mehr Platz für Kinder in Frankfurt.   Wir möchten mit Euch, Euren Familien und Freund*innen demonstrieren: für mehr Spielstraßen in Frankfurt, für sichere Radwege in allen Stadtteilen und für sicheres Radfahren zu jeder Jahres- und Tageszeit. Bei der Kidical Mass haben wir die Straßen für kurze Zeit mal ganz für uns und können ohne Angst gemeinsam Spaß am Radfahren haben. Die Polizei unterstützt unsere Ordner*innen, sichert die Wege und begleitet den Korso.

Tag: Sonntag, 11. Juli
Zeit: 15:30 Uhr
Ort: Bahnhof Höchst, 65929 Frankfurt am Main

Dienstag, 13. Juli: GRÜNTalk - Schule im Wandel gestalten

Veranstalter*innen: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen

Bei unserem GRÜNTalk beschäftigt sich Daniel May, Sprecher für Bildung mit dem Thema „Schule im Wandel gestalten“.
Also: Seid dabei, stellt Eure Fragen oder erzählt was Ihr zu dem Thema beizutragen habt.
Mit unserer Live-Webcast-Reihe „GRÜNTalk“ wollen entspannte Gespräche über spannende politische Themen direkt vom Schreibtisch, der Couch, dem Tablet oder dem Smartphone aus anbieten. So wie man sonst manchmal in der Mittagspause oder nach Feierabend über Politik plaudert, wollen wir das mit „GRÜNTalk“ jetzt auch per Videokonferenz mit Menschen aus ganz Hessen tun. Fachwissen ist hier nicht erforderlich, es geht um Eure Fragen in einem lockeren Rahmen.

Das Ganze wird als Videokonferenz mit dem Tool Zoom stattfinden. Die Zugangsdaten für diesen, wie für alle weiteren GRÜNTalks, lauten: https://us02web.zoom.us/j/88556203864, Meeting-ID: 885 5620 3864. Natürlich ist auch eine Einwahl per Telefon möglich: +49 69 3807 9883, Schnelleinwahl mobil: +493056795800,,88556203864#

Tag: Dienstag, 13. Juli
Zeit: 18:30 Uhr
Ort: online

Dienstag, 13. Juli: Rechter Rand oder Radikalisierung der Mitte?

Veranstalter*innen: Heinrich-Boell-Stiftung Hessen e.V., Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

Im vergangenen Juni weiteten sich die Ermittlungen gegen hessische Polizisten wegen des Verdachts auf rechtsextreme Äußerungen aus. Disziplinarverfahren gegen Beamte mussten eingeleitet werden. Das SEK in Frankfurt wurde aufgelöst. Neun Tote in Hanau, der Mord an Walter Lübcke – all das geschah zwar in Hessen, hätte aber überall passieren können. Die rechtsextreme Mordserie des NSU hatte weltweit für Entsetzen gesorgt. Schon 1993 in Solingen und 1992 in Mölln starben Menschen durch Brandanschläge. Fragen, die bis heute nicht vollständig beantwortet wurden, lauten: Wie konnten die Täter sich derart radikalisieren? Warum haben die Sicherheitsbehörden versagt? Und wie gefährlich sind rechtsextreme Netzwerke? Welche sozialpolitischen Entscheidungen könnten helfen, Radikalisierungen zu verhindern und was können Wissenschaft und Bildung zur Prävention beitragen?

Mit:

  • Julian Junk (Leiter der Forschungsgruppe „Radikalisierung“ HFSK)
  • Türkan Kanbicak (Vorstandsmitglied Heinrich-Böll-Stiftung Hessen)
  • Katharina Iskandar (Frankfurter Allgemeine Zeitung & Moderation)

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Die Welt im Umbruch" und wird über Youtube gestreamt.

Tag: Dienstag, 13. Juli
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: online

Mittwoch, 14. Juli: Recht(e) Räume? Rechtsextremismus im Netz und Probleme für lokale Organisationen

Veranstalter*innen: Bildungstätte Anne Frank

Hass und Hetze sind im virtuellen Raum allgegenwärtig und werden von rechtsextremen Akteur*innen gezielt befeuert. Zu ihren Strategien gehört es, menschenverachtende Propaganda zu verbreiten, Feinde zu markieren und Menschen im Netz anzugreifen. Ins Ziel geraten dabei auch Personen sowie Organisationen, die sich gegen Menschenfeindlichkeit und für eine offene, pluralistische und demokratische Gesellschaft einsetzen. Im Input wird es darum gehen, wie jene rechtsextreme Onlinestrategien funktionieren und welche Handlungsmöglichkeiten es gibt, um sich dagegen zu wehren.
Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Die Zugangsdaten werden nach einer Anmeldung, per Mail an nzarabian@bs-annefrank.de, zugesendet.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Dem Hass keinen Raum geben". Mehr Infos findet Ihr im Flyer.

Tag: Mittwoch, 14. Juli
Zeit: 17:00 Uhr
Ort: online

Sonntag, 18. Juli: Queerfeminismus und Klimagerechtigkeit

Veranstalter*innen: BUNDjugend Landesverband Brandenburg,

Bei der Tsunamikatastrophe im Jahr 2004 in Indien sind deutlich mehr Frauen als Männer gestorben. Das zeigt, dass bei Umwelt- und Naturkatastrophen, die auch zunehmend durch den Klimawandel ausgelöst werden, Geschlecht eine entscheidende Rolle spielen kann. Im Rahmen der Zusammenarbeit „Locals United meets Brandenburg“ werden die Zusammenhänge in einem 3-stündigen Workshop zwischen Geschlecht und Klimagerechtigkeit herstellen. Folgende Fragen bzw. Schwerpunkte werden dabei besprochen:

  • Was ist Geschlecht?
  • Wie hat sich das Geschlecht historisch entwickelt?
  • Welche Geschlechter gibt es?
  • Was bedeutet Queerfemisnismus?
  • Warum sind FLINT* und LGBTQI+ stärker vom Klimawandel betroffen als cis-Männer?
  • Geschlechtergerechte Sprache

Die Veranstaltung findet online statt. Die Anmeldung und weitere Infos findet Ihr hier.

Tag: Sonntag, 18. Juli
Zeit: 10:00 -13:00 Uhr
Ort: folgt nach Anmeldung

Sonntag, 18. Juli: Über die Konstruktion von „Wahrheit“ im politischen Raum

Veranstalter*innen: Heinrich Böll Stiftung Hessen e.V., jour fixe initiative frankfurt

In der aktuellen politischen Diskussion um „fake news“ werden leider allzu oft Fakten mit der Wahrheit verwechselt. Aber Wahrheit, zumindest im Bereich der politischen Debatte, geht weit über Faktisches hinaus. Das liegt in der Sache: Diese Debatte wird nicht um ihrer selbst geführt, sondern zielt auf gesellschaftliches Handeln. Und dieses Handeln will etwas. Es richtet sich auf Zukünftiges, also etwas, das noch nicht Faktum ist, sondern erst noch werden soll. Dieser Zukunftshorizont verändert die Bewertung von Fakten innerhalb der politischen Auseinandersetzung. Erst im Gesamtkontext einer Ideologie wird es möglich, dass einerseits weltgeschichtliche Ereignisse als bedeutungslos abgetan werden („Fliegenschiss“), andererseits eine Lappalie zum Symbol gemacht wird werden („Omagate“). Der Vortrag wird den Versuch unternehmen, einige der Mechanismen aufzudecken, die der Konstruktion politischer Wahrheiten zu Grunde liegen. Und die Frage aufwerfen, ob es trotz aller Konstruiertheit politischer Wahrheiten nicht doch möglich sein könnte, sich auf eine gemeinsame Wahrheit zu einigen.

Der Vortrag wird von Michael Koltan geleitet und ist Teil der Reihe "Politik und Wahrheit". Die Veranstaltung findet über Zoom statt.

Tag: Sonntag, 18. Juli
Zeit: 18:00 Uhr
Ort: online

So kommen eure Termine in die Grüne Woche

Immer wieder erreicht uns die Frage: Wie kommt unser Termin in die Grüne Woche? Hier findet ihr darauf die Antwort. Wir freuen uns auf eure Beiträge.


HINWEIS:
Anfragen und Anmerkungen bitte an den Kreisverband:
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Dieser Newsletter ist ein Informationsdienst des Kreisverbandes Frankfurt am Main von Bündnis 90/Die Grünen. AnsprechpartnerInnen:

Beatrix Baumann (beatrix.baumann@gruene-frankfurt.de) und Bastian Bergerhoff (bastian@bastian-bergerhoff.de), VorstandssprecherInnen von Bündnis 90/Die Grünen Frankfurt am Main

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