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GRÜNE WOCHE 24/2022 (08.07.2022)

Liebe Freund*innen,

es war sehr schön, viele von euch am Samstag in der Alten Seilerei treffen zu können. Wir alle haben den persönlichen Austausch auf einer KMV und die Gespräche am Rande einer solchen Veranstaltung vermisst.

Gesprächsthemen gehen uns aktuell nicht aus und so wurde die Ernennung von Stefan Müller zum Frankfurter Polizeipräsidenten heiß diskutiert. Eine Aufbruchsstimmung und die so dringend benötigte Reform der Frankfurter Polizei lässt sich hinter dieser Personalentscheidung nicht erkennen und wir werden die Arbeit des neuen Polizeipräsidenten mit kritischen Augen begleiten.

Einen Besuch der Polizei hatten wir diese Woche auch in unserer Kreisgeschäftsstelle, als am Mittwoch pro-kurdische Demonstrant*innnen das Büro besetzt haben. Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Mitarbeiter*innen, die Ruhe bewahrt und sich um Deeskalation bemüht haben. Unterstützung bekamen sie in der Vermittlungsarbeit von Vertreter*innen aus Römerfraktion und Vorstand, die den Besetzer*innen einen Gesprächstermin mit Vorstands- und Fraktionsspitze angeboten haben. Bisher gab es darauf keine Reaktion und auch vor der Besetzung sind bei uns keinerlei Forderungen eingetroffen. So ehrenwert und wichtig die inhaltliche Debatte an dieser Stelle ist, hätte es sicher einen besseren Weg gegeben, das Gespräch mit uns zu suchen.

Das Gespräch sucht die Tage auch Oberbürgermeister Peter Feldmann und hat am Dienstag seinen Rücktritt für Januar angekündigt.

Unsere Fraktion beschäftigt sich derzeit mit dem Abwahlantrag und wir sind innerhalb der Koalition bemüht, den besten Weg für die nächsten Monate zu finden.

Als Vorstand konzentrieren wir uns allerdings auf die Neuwahl und die damit verbundene Kandidat*innensuche. Wie schon am Wochenende auf der KMV angekündigt, möchten wir hier einen möglichst basisdemokratischen Prozess anstoßen. Auf unserer September-KMV werden wir daher eine Findungskommission auf den Weg bringen. Diese wird Gespräche mit allen potentiellen Kandidat*innen führen und uns auf dem Weg begleiten, unser zukünftiges grünes Stadtoberhaupt zu finden.

Es ist mir wichtig, dass jede Person, die Interesse hat zu kandidieren, die Möglichkeit hat, sich in einem offenen Prozess zu bewerben und die Kandidat*innenauswahl nicht komplett hinter verschlossenen Türen stattfindet.

Wir freuen uns darauf, diesen Weg mit euch gemeinsam zu beschreiten und Frankfurt eine neue Perspektive zu geben. Unser nächstes Stadtoberhaupt wird Grün!

Eure Julia

THEMEN

Wertvoller Austausch in unserer Partnerstadt Toronto
Neues von Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Bürgermeisterin, Dezernentin für Diversität, Antidiskriminierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Temporäre Umnutzung des Mainkais
Neues von Stefan Majer, Stadtrat Frankfurt und Dezernent für Mobilität und Gesundheit

So viele Geflüchtete in Frankfurt wie noch nie
Neues von Elke Voitl, Stadträtin Frankfurt und Dezernentin für Soziales, Jugend, Familien und Senior*innen

Stärkung der Artenvielfalt in unseren Wäldern – Neue Naturschutzleitlinie veröffentlicht
Neues von Martina Feldmayer, MdL

14,7 Millionen zur Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen
Neues von Marcus Bocklet, MdL

Weiter Tempo für die CO2-neutrale Landesverwaltung 2030 und Unterstützung der EU für Arbeitssuchende in Hessen
Neues von Miriam Dahlke, MdL

documenta 15: Aufarbeitung zur Ausstellung antisemitischer Bildsprache hat höchste Priorität
Neues von Mirjam Schmidt, MdL

Doppelbesteuerungsabkommen im Finanzausschuss und Rede zum Friedensprozess in Kolumbien im Bundestag
Neues von Deborah Düring, MdB

TERMINE

Freitag, 08. Juli: Stadtspaziergang "Kultur im Zentrum“ – Alles bleibt anders Frankfurts Kulturorte im Wandel der Zeit

Samstag, 09. Juli: Zukunftskongress/ GRÜNER Tag

Samstag, 09. Juli: 3. Mobilitätsforum zum Masterplan Mobilität der Stadt Frankfurt

Sonntag, 10. Juli: Stadtrundgang Widerstand im Bahnhofsviertel/Altstadt

Donnerstag, 14. Juli: Rendezvous am Main für gründungsinteressierte Frauen

Donnerstag, 14. - Sonntag 17. Juli: CSD in Frankfurt

VORSCHAU

Samstag, 16. Juli: Frauennetzwerktag

Samstag, 16. Juli: Im Rahmen der Eurobike 2022: Revolutions. Wie Frauen auf dem Fahrrad die Welt veränderten

Donnerstag, 21. Juli: Digitales Treffen der AG Faires und Nachhaltiges Wirtschaften

Seit nun mehr viereinhalb Monaten tobt der russische Angriffskrieg in der Ukraine mit ständigen Bombardements und unsäglichen Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung. Seit dem 24. Februar erinnert eine Mahnwache gegenüber des russischen Generalkonsulats (vor dem Haus Oederweg 13) an den Krieg, protestiert gegen den Angriff und zeigt Solidarität mit den Ukrainer*innen, die ihren Staat und ihr Recht auf ein selbst bestimmtes Leben verteidigen. Wir als Grüne unterstützen das. Ihr könnt Euch jeden Tag zwischen 8 und 18 Uhr einfach dazustellen. Insbesondere bitten die Organisator*innen um Unterstützung am Vormittag.

Am 12. Juli um 8:30 Uhr wollen wir mit Burkhard Schwetje noch einmal gemeinsam als Grüne Gruppe dort hingehen.

Wertvoller Austausch in unserer Partnerstadt Toronto

Neues von Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Bürgermeisterin, Dezernentin für Diversität, Antidiskriminierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Eine erlebnisreiche Woche liegt hinter mir und meinem Team. Von Montag bis Freitag waren wir in unserer Partnerstadt Toronto im Rahmen des International City Partnership Programms. Der EU-geförderte Besuch in Toronto hatte den Zweck, dass wir uns über die jeweiligen Migrations- und Diversitätspolitiken der Städte austauschen. Unter anderem konnten wir etwa lernen, dass es in Toronto gelungen ist, die Polizei zu reformieren. Bei Krisenanrufen werden dort nun häufig Sozialarbeiter*innen geschickt, die Situationen deeskalieren und den Betroffenen sozialarbeiterische Hilfestellungen anbieten. Auch haben wir gesehen, wie eine Obdachloseneinrichtung ihre Besucher*innen kleinschrittig bis zur eigenen Wohnung begleitet oder wie die Stadtverwaltung sich bemüht, Geschichten und Erfahrungen der First Nations in ihre Museumsförderung aufzunehmen. Bei dem Austausch ist klargeworden, dass Toronto und Frankfurt viele Gemeinsamkeiten haben und die Zusammenarbeit intensiviert werden sollte. Das wollen wir nun mit einem ersten gemeinsamen Projekt angehen, das in den kommenden Monaten finalisiert werden soll. Im November wird die Delegation aus Toronto Frankfurt besuchen und ich freue mich darauf, den Abgeordneten unsere Stadt zu zeigen.

Eure Nargess

Temporäre Umnutzung des Mainkais

Neues von Stefan Majer, Stadtrat Frankfurt und Dezernent für Mobilität und Gesundheit

Mit „Sommer am Main“ und weiteren Veranstaltungen zwischen dem 11. Juli und dem 5. September wird es ein breites Angebot am Mainkai geben. Aufbauend auf den Erfahrungen in 2019/20 werden diesen Sommer Umfahrungsruten für den Mainkai getrennt nach Verkehrsarten angeboten. Ich freue mich den Frankfurterinnen und Frankfurtern erneut die Möglichkeit geben zu können, sich den Raum anzueignen und das wir so weitere Erfahrungen zur Nutzung des Stadtraumes wie auch zum Einfluss auf den Verkehr in der Stadt sammeln können.

Weitere Informationen zum Umfahrungskonzept findet ihr in der zugehörigen Pressemeldung Umfahrungskonzept für die temporäre Umnutzung des Mainkais vorgestellt | Stadt Frankfurt am Main

So viele Geflüchtete in Frankfurt wie noch nie

Neues von Elke Voitl, Stadträtin Frankfurt und Dezernentin für Soziales, Jugend, Familien und Senior*innen

In den Medien ist es nicht mehr Top-1-Thema, die erste große Welle der Hilfsbereitschaft hat sich gelegt und Bilder von überfüllten Bahnhöfen sind weniger geworden. Doch der völkerrechtswidrige Angriffskrieg auf die Ukraine hat nichts von seinem Schrecken eingebüßt und seine Folgen werden uns auch hier in Frankfurt noch lange beschäftigen. Da ist es nur eine vermeintliche Entwarnung, wenn das Land Hessen das Erstversorgungszentrum (EVZ) in der Frankfurter Messe schließt, weil derzeit weniger Menschen ankommen. Frankfurt war damals und ist heute noch der Haupt-Ankunftspunkt für geflüchtete Ukrainer*innen in Hessen.

Das EVZ für Ukrainer*innen, die nur in Frankfurt ankommen und nicht hier bleiben wollen, haben wir im Auftrag des Landes gemeinsam mit unseren Trägern in Rekordgeschwindigkeit aufgebaut. Für die Registrierung von der Messe aus - was den Schutzsuchenden einen weiteren Umweg über Gießen ersparte - habe ich lange gekämpft und es war herausfordernd in der Umsetzung. Es mag aus einer hessenweiten Perspektive Gründe geben, die diese Schließung rechtfertigen. Aus Frankfurter Perspektive halte ich diese Schließung - jetzt, wo sich alles eingespielt hat - für den falschen Weg. Schwerpunkt ist und bleibt für mich als Sozialdezernentin die Entlastung der Menschen, egal wie viele gerade ankommen.

Wir wollen in Frankfurt weiterhin ein sicherer Ort zum Ankommen sein, deshalb haben wir in Eigenregie ab sofort ein Transitzentrum für Geflüchtete in der Nähe des Hauptbahnhofs eingerichtet. Und wir arbeiten weiter unter Hochdruck an Lösungen, wie wir mehr Wohnraum schaffen können. Aktuell leben mit allen Geflüchteten unabhängig von ihrer Herkunft und mit wohnungslosen Frankfurter*innen rund 9.300 Menschen in 120 städtischen Not- und Übergangsunterkünften. Das heißt, dass wir hier in Frankfurt derzeit so viele Menschen kommunal unterbringen, wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr. Zum Vergleich: Ende 2015 lebten insgesamt rund 5.100 Menschen in Übergangsunterkünften. Das ist bezogen auf heute eine Steigerung von 83 Prozent. Und es ist bitter, aber wir sind weit davon entfernt, all diesen rund 9.300 Menschen Hoffnung auf eine eigene, selbst angemietete Wohnung machen zu können. Aber wir können als Stadt dafür Sorge tragen, sie übergangsweise so unterzubringen, dass ihnen ein gutes Ankommen und ein sicheres selbstbestimmtes Leben möglich ist. Dafür brauchen wir aber weiterhin eine gemeinsame Kraftanstrengung, um geflüchteten Menschen eine Perspektive in Frankfurt geben zu können und auch langfristig ein sicherer Hafen zu sein.

 

Stärkung der Artenvielfalt in unseren Wäldern – Neue Naturschutzleitlinie veröffentlicht

Neues von Martina Feldmayer (MdL), Sprecherin für Umweltschutz und Klimaschutz, Grüne Fraktion Hessen

Gute Nachrichten für den Artenschutz in Hessen! Gemeinsam mit Naturschutzverbänden, dem Landesbetrieb HessenForst, dem Landesnaturschutzbeirat und externen Expert*innen hat das Umweltministerium eine neue Naturschutzleitlinie erarbeitet. Diese bundesweit vorbildliche Leitlinie schützt die Artenvielfalt in besonderem Maße und damit auch unser Leben in der Zukunft. Denn neben der Klimakrise ist das weltweite Artensterben die größte Bedrohung für unser Leben, wie wir es kennen. Darum ist es gut, dass die neue Naturschutzleitlinie dieses Thema besonders in den Blick nimmt.

Hier kurz für euch zusammengefasst die vier Säulen der neuen Leitlinie:

1. Mehr "Habitatbäume" als Schlüssel der Artenvielfalt

In bewirtschafteten Wäldern sind alte und zerfallende Bäume, wie es sie Naturwäldern gibt, selten. Die Zahl sogenannter Habitatbäume, die durch abblätternde Rinde oder als Totholz verschiedenen Arten einen Lebensraum bieten, wird mehr als verdreifacht.

2. Schutz seltener Tiere zielgenau stärken

Durch die Optimierung bereits bestehender Regelungen zum Artenschutz werden Vogelarten und Waldfledermäuse besser geschützt. Dazu gehören verkürzte Holzerntezeiträume, die Ausweitung von Horstschutzzonen und spezifisch angepasste Schutzmaßnahmen für bedrohte Arten.

3. Wasserrückhalt für den Wald der Zukunft

Die Klimakrise und daraus resultierende Dürren bedrohen unsere Wälder massiv. Die Zukunft der Wälder hängt also maßgeblich davon ab, ob dieser Wasser gut speichern kann. Der Wasserrückhalt wird daher neu in die Naturschutzrichtlinie aufgenommen. So sollen Feuchtwälder und Waldmoore als CO2-Senken revitalisiert und Tümpel sowie wasserführende Gräben angelegt und erhalten werden. Letztere dienen Feuersalamander und Gelbbauchunke als Lebensraum.

4. Lokale Naturschutzkonzepte und Naturschutzkodex

Für die Forstämter werden alle zehn Jahre spezifisch zugeschnittene Naturschutzkonzepte erarbeitet, um möglichst zielgenau und lokal angepasste Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz vornehmen zu können. So kann auf die unterschiedlichen Naturausstattungen und Schutzbedarfe in den verschiedenen Forstämtern konkret eingegangen werden.

Unter den folgenden Links findet ihr die volle Fassung der neuen Naturschutzleitlinie sowie weitere Informationen auf den Seiten des Umweltministeriums.

 

14,7 Millionen zur Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen

Neues von Marcus Bocklet (MdL), Sprecher für Soziales, Gesundheit und Pflege, Grüne Fraktion Hessen

Wir Grüne stehen für mehr Chancengerechtigkeit. Weil junge Menschen in einer wichtigen Entwicklungsphase große Corona-Einschränkungen hinnehmen mussten, ist es uns besonders wichtig, sie in ihrer Berufs- und Lebensgestaltung zu unterstützen.

Mit dem Landesprogramm "Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen" fördert Hessen mit über 850 Teilnehmende in 46 Projekten bei beruflicher Orientierung und praktischer Qualifikation. Mehr dazu in der Pressemeldung des Ministeriums.

Weiter Tempo für die CO2-neutrale Landesverwaltung 2030 und Unterstützung der EU für Arbeitssuchende in Hessen

Neues von Miriam Dahlke (MdL), Stv. Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Finanzen, Europa und Haushaltskontrolle, Grüne Fraktion Hessen

Weiter Tempo machen für die CO2-neutrale Landesverwaltung 2030

Die Hessische Landesverwaltung soll bis 2030 C02-neutral werden. Die nun vorgestellte Bilanz für 2020 zeigt: Hessen hat es bereits geschafft, in der Landesverwaltung 65 Prozent der CO2-Emissionen im Vergleich zu 2008 einzusparen. Das ist gut, und in vielen Bereichen, zum Beispiel bei der energetischen Sanierung von Gebäuden, sparen Maßnahmen nicht nur CO2, sondern auch Geld. Investitionen zahlen sich also doppelt aus. Während der Pandemie haben Telefon- und Videokonferenzen viele Dienstreisen ersetzt, die Emissionen sind dadurch drastisch gesunken. Die Landesregierung darf sich aber nicht auf den bisherigen Erfolgen und Pandemie-Effekten ausruhen. Beispielsweise der Ausbau der Photovoltaik auf dafür geeigneten Flächen des Landes muss mit Tempo vorangetrieben werden - nie war dies wichtiger als jetzt!

Unterstützung der EU für Arbeitssuchende in Hessen

Hessen profitiert von zusätzlichen 13 Mio. Euro über das EU-Aufbauprogramm REACT-EU, um Arbeitssuchende, benachteiligte Schüler*innen und andere Bedürftige zu unterstützen - einschließlich Geflüchteter aus der Ukraine. In Hessen werden so die digitale Lehre gestärkt und Programme finanziert, um Arbeitssuchenden aus Familien mit bedürftigen Kindern, Menschen mit Migrationsgeschichte und seit der Pandemie Bedürftigen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. Der Vision des Wiederaufbauprogramms REACT-EU eines digitalen, nachhaltigen und zukunftsfesten Europas nach der Pandemie kommen wir so ein Stück näher.

documenta 15: Aufarbeitung zur Ausstellung antisemitischer Bildsprache hat höchste Priorität

Neues von Mirjam Schmidt (MdL), Sprecherin für Kunst und Kultur, Grüne Fraktion Hessen

In dieser Woche wurde sowohl im Bundestag als auch im Landtag über die documenta 15 diskutiert, die aktuell in Kassel stattfindet. Dass antisemitische Bildsprache auf der documenta 15 gezeigt wurde, ist ein inakzeptabler Tabubruch, bei dem die Grenzen der Kunstfreiheit deutlich überschritten wurden. Antisemitische, rassistische oder anderweitig gruppenbezogen menschenfeindliche Diffamierungen können sich nicht auf die Meinungs- oder Kunstfreiheit beziehen, denn sie verstoßen gegen den Konsens, der diese Freiheiten ermöglicht.

Die Aufklärung darüber, wie das betreffende Werk ohne eingehende Prüfung in die Ausstellung gelangen konnte sowie die Begutachtung weiterer Ausstellungsstücke durch anerkannte Antisemitismus-Expert*innen hat nun höchste Priorität. Trotz mehrfacher Versicherungen der documenta gGmbH im Vorfeld der Eröffnung, es gebe keine Hinweise auf antisemitische Bildsprache auf der Ausstellung, sind von der Generaldirektorin und dem Kuratoren-Team keine ausreichenden Vorkehrungen getroffen worden. Deshalb muss jetzt aufgeklärt werden, wie es zu diesem Tabubruch kommen konnte und welche Verantwortung die Generaldirektorin der documenta sowie der Aufsichtsratsvorsitzende der documenta daran haben. Es ist nicht nachvollziehbar, dass verschiedene Vorschläge von Bund und Land für das Hinzuziehen externer Expertise ohne weitere Diskussion abgelehnt wurden.

Mit Zensur hätte eine externe Beratung durch Expert*innen aus Antisemitismusforschung und Kunst nichts zu tun gehabt - gleichzeitig hätte die Ausstellung des betreffenden Werks so möglicherweise verhindert werden können. Freiheit, auch künstlerische oder kuratorische, ist ohne Verantwortung nicht zu haben. Jetzt müssen auch die Strukturen und Verantwortlichkeiten einer kritischen Prüfung unterzogen werden.

Mehr zum Thema findet Ihr unter diesen beiden Links:

https://www.gruene-hessen.de/landtag/pressemitteilungen/documenta-15-aufarbe/

wissenschaft.hessen.de/presse/gruendliche-aufklaerung-ist-noetig-damit-die-documenta-weltweit-herausragend-bleibt

Doppelbesteuerungsabkommen im Finanzausschuss und Rede zum Friedensprozess in Kolumbien im Bundestag

Neues von Deborah Düring (MdB), Sprecherin der AG Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Grüne Fraktion im Bundestag

Diese Woche war die letzte Woche Sitzungswoche vor der Sommerpause. Ich hatte sehr bewegende erste Monate im Bundestag. Nachdem mich meine Fraktion zur entwicklungspolitischen Sprecherin gewählt hat, habe ich nun auch einen Vollsitz im Finanzausschuss, in dem es auch viel um internationale Abkommen und Handel geht. Das ist entwicklungspolitisch sehr relevant. So standen zum Beispiel diese Woche die Doppelbesteuerungsabkommen mit der Republik Mauritius und Mexiko auf der Tagesordnung. Doppelbesteuerungsabkommen verhindern Steuerflucht, wenn sie gut gemacht sind. Das gibt Ländern des Globalen Südens größere fiskalische Spielräume. Für uns Grüne ist es wichtig, dass die besonderen Bedürfnisse der Länder des Globalen Südens in solchen Abkommen berücksichtigt werden. Auch dafür mache ich mich im Finanzausschuss stark.

Im Plenum habe ich zum Friedensprozess in Kolumbien am Donnerstag Abend eine Rede gehalten. Ihr könnt euch die Rede auf Bundestag.de oder bei mir auf Instagram anschauen. Apropos Instagram: Meine Serie, in der ich entwicklungspolitische Begriffe erkläre, hat ein neue Folge: feministische Entwicklungspolitik

Auf Instagram findet ihr mich unter: www.instagram.com/debbie.duering/

Nach dieser Woche bin ich erstmal im Urlaub, um neue Kraft für das nächste parlamentarische Jahr zu tanken. Ich wünsche euch einen hervorragenden Sommer!

TERMINE

Freitag, 08. Juli: Stadtspaziergang "Kultur im Zentrum“ – Alles bleibt anders Frankfurts Kulturorte im Wandel der Zeit

Veranstalter*innen: Boell Stiftung Hessen

Wir starten am Willy-Brandt-Platz mit seiner Oper und dem Schauspiel, vorbei am Neubau des Jüdischen Museums, weiter durch die Wallanlagen mit ihren Skulpturen und Brunnen, vorbei am English Theatre, der Kunstsammlung der Deutschen Bank und der Alten Oper mit ihrer bewegten Geschichte bis zur Hauptwache mit dem neu eröffneten MOMEM.

Wir sprechen über die Geschichte und Zukunft der Kulturorte, einer angedachten Kulturmeile sowie der Vielfalt des Kulturangebotes im Wandel der Zeit.

Während des Spaziergangs erhalten Sie interessante Fakten und Geschichten über die Kultur im Wandel. Gleichzeitig diskutieren wir über unterschiedliche Ziele, Vor- und Nachteile und Ihre Wünsche. Im Anschluss besteht Gelegenheit zu einem erfrischenden Getränk an der neuen „Feiermeile“ Hauptwache.

Den Treffpunkt und die Route erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen über die Anmeldemaske unten oder per Mail an anmeldung@boell-hessen.de.

Maximale Teilnehmendenzahl: 25

Tag: Freitag, 08. Juli
Zeit:
18:00 Uhr
Ort: Willy-Brandt-Platz, 60311 Frankfurt

Samstag, 09. Juli: Zukunftskongress/ GRÜNER Tag

Veranstalter*innen: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen

Wir möchten den nächsten Schritt in Richtung Landtagswahl gehen und gemeinsam mit euch den Programmprozess für unser Landtagswahlprogramm eröffnen. Dazu laden wir euch herzlich am 09. Juli 2022 ins Justus-Liebig-Haus nach Darmstadt ein.

Am Vormittag wird unser Zukunftskongress unter dem Motto „Hessen in besten Händen“ stattfinden. Am Mittag starten wir dann unseren parteiinternen GRÜNEN Tag.

Weitere Infos findet ihr unter: https://www.gruene-hessen.de/zukunftskongress-und-gruener-tag/.

Für alle, die am Samstag gemeinsam mit anderen Frankfurter GRÜNEN mit dem Zug nach Darmstadt fahren möchten: Wir nehmen den Zug vom Hauptbahnhof um 9:38 Uhr von Gleis 11. Bei einer gemeinsamen Fahrt können wir uns schon auf das Programm einstimmen, Fragen klären oder uns einfach besser kennenlernen.

Tag: Samstag, 09. Juli
Zeit: 10:30 - 17:30 Uhr
Ort: Justus-Liebig-Haus, Große Bachgasse 2, 64283 Darmstadt

Samstag, 09. Juli: 3. Mobilitätsforum zum Masterplan Mobilität der Stadt Frankfurt

Veranstalter*innen: Stadt Frankfurt

Im Haus am Dom stellen wir Ihnen über drei Etagen den Masterplan Mobilität Frankfurt vor. Freuen Sie sich auf Ausstellungen, Podiumsdiskussionen und Fachbeiträge rund um den Masterplan Mobilität. Im Fokus steht die Priorisierung einzelner Zielbereiche und exemplarischer Maßnahmen.

Mithilfe eines Beteiligungsspieles sollen die mobilitätsinteressierten Besucher*innen einen eigenen Masterplan aus beispielhaften Maßnahmen zusammenstellen. Dabei soll sowohl ein fiktives zur Verfügung stehendes Budget beachtet als auch die Perspektive von Kindern und Jugendlichen einbezogen werden. Eine weiteres digitales Mobilitäts-Tool – der „Streetmix“ – soll die Besucher*innen dazu anregen, sich über die Aufteilung des Straßenraumes Gedanken zu machen.

Aus den gefüllten Spielheften sowie den erstellen Straßenquerschnitten will das Planungsteam Prioritätensetzungen ableiten, die in den weiteren Prozess einbezogen werden.

Planende und Verantwortliche stehen für Fragen sowohl nach den Präsentationen als auch in den Ausstellungen zur Verfügung.

Eine Übersicht über Programm und weitere Informationen findet Ihr hier.

Tag: Samstag, 09. Juli
Zeit:
11:00 - 18:00 Uhr
Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt

Sonntag, 10. Juli: Stadtrundgang Widerstand im Bahnhofsviertel/Altstadt

Veranstalter*innen: Boell Stiftung Hessen in Kooperation mit Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 Frankfurt

Die Verbrechen des NS-Regimes begannen keineswegs in den großen Konzentrationslagern. Vielmehr hat die Verfolgung des politischen Gegners und die Verfolgung Andersdenkender oder vermeintlich "andersartiger" immer mitten in den jeweiligen Städten und Dörfern stattgefunden. Welche Orte in Frankfurt Bezüge zu Widerstand und Verfolgung haben, können Interessierte im Rahmen eines historischen Stadtrundgangs erfahren.

Dabei wird Geschichte in der alltäglichen unmittelbaren Umgebung konkret, als Geschehen "vor Ort", in der eigenen Nachbarschaft. Im Rahmen dieser Rundgänge wird über das mit den Orten verbundene Schicksal von Menschen berichtet. Auch das Gedenken, häufig genug jedoch das Vergessen oder Verdrängen der Ereignisse nach 1945, wird dabei dokumentiert.

Den Treffpunkt erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen über die Anmeldemaske oder per Mail: anmeldung@boell-hessen.de. Der Rundgang dauert circa zwei Stunden.

Maximale Teilnehmendenzahl: 20

Bildnachweis: Vectors Point, PK (CC BY 3.0)

Tag: Sonntag, 10. Juli
Zeit:
16:15 Uhr
Ort: Treffpunkt nach Anmeldung

Donnerstag, 14. Juli: Rendezvous am Main für gründungsinteressierte Frauen

Veranstalter*innen: jumpp – Frauenbetriebe e. V.  in Kooperation mit der Initiative FRAUEN unternehmen

Du überlegst, ob Selbständigkeit ein guter Weg für deine berufliche Zukunft sein könnte? Du möchtest mehr darüber wissen, welche Chancen und Herausforderungen eine selbständige Tätigkeit bzw. Gründung mit sich bringt? Dann nutze die Gelegenheit, beim "Rendezvous am Main" einer Unternehmerin deine Fragen zu stellen und von deren Erfahrungen und Tipps zu profitieren.

Mit dabei sind:

  • Manuela Engel-Dahan, Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin der Lock Your World GmbH & Co. KG (Sicherheitstechnik)
  • Franziska Geese, Geschäftsführerin des Unverpackt-Ladens mit Zero-Waste-Café gramm.genau (Einzelhandel & Gastronomie)
  • Corinna Graf, Inhaberin und kreativer Kopf von GRAFINTERIORS (Onlineshop für Home & Living)
  • Nadia Qani, Inhaberin des Pflegedienstes AHP Kultursensible Pflege
  • Nadine Stoz, Inhaberin von Frau Winkelmann Businessfotografie & Film

Anmeldung unter: www.prospektiv.de/rendezvous-main

Hier besteht die Möglichkeit, zwei „Wunsch-“Unternehmerinnen für den Spaziergang zu wählen. Die Teilnehmerinnenzahl ist begrenzt. Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Dieses Event-Format bietet jumpp (www.jumpp.de) an in Kooperation mit der Initiative FRAUEN unternehmen (www.frauen-unternehmen-initiative.de).

Tag: Donnerstag, 14. Juli
Zeit:
16:00 - 19:00 Uhr
Ort:
Mainkai Café, Mainkai 15, 60311 Frankfurt (Altstadt, direkt am Main)

Donnerstag, 14. - Sonntag 17. Juli: CSD in Frankfurt

Veranstalter*innen: CSD Frankfurt e.V.

Der Christopher Street Day (CSD) findet, nach zweijähriger Coronaeinschränkung, in diesem Jahr wieder im großen Rahmen statt – und wir GRÜNEN sind natürlich dabei. Vom 15. bis zum 17. Juli werden wir einen Stand auf der Infostraße des CSD haben. Außerdem sind wir am 16. Juli bei der Demonstration mit einem LKW vertreten. Neben vielen unserer lokalen Politiker*innen und Landtagsabgeordneten wird außerdem Tarek Al-Wazir bei der Demonstration dabei sein und auf unserem Wagen mitfahren.

Beim CSD demonstrieren wir für die Rechte der LGBTIQ+ Community sowie gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Zu diesem Anlass möchten wir GRÜNEN ein klares Zeichen setzen und mit großer Präsenz an den Aktionen teilnehmen. Kommt vorbei und unterstützt uns, feiert mit uns und lasst uns gemeinsam zeigen, wie bunt Frankfurt sein kann! 

Alle Informationen zum Programm findet Ihr hier.

Tag: Freitag, 15. - Sonntag 17. Juli
Zeit: siehe Programm
Ort: verschiedene Orte in Frankfurt, siehe Programm

VORSCHAU

Samstag, 16. Juli: Frauennetzwerktag

Veranstalter*innen: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen

Liebe Frauen,

es freut uns sehr, euch alle am Samstag, den 16.07.2022 ab 10 Uhr zu unserem Frauennetzwerktag nach Frankfurt einladen zu können! Das Treffen findet im Haus der Jugend an der Alten Brücke in Frankfurt statt.

Weitere Infos zum Ablauf und zur Anmeldung findet ihr hier: https://www.gruene-hessen.de/anmeldung-zum-frauennetzwerktag/.

Tag: Samstag, 16. Juli
Zeit: 10:00 - 15:45 Uhr
Ort: Haus der Jugend, Deutschherrnufer 12, 60594 Frankfurt

Samstag, 16. Juli: Im Rahmen der Eurobike 2022: Revolutions. Wie Frauen auf dem Fahrrad die Welt veränderten

Veranstalter*innen: Haus am Dom in Kooperation mit Arbeitskreis Kirche und Sport EKHN

„Wenige Artikel, die der Mensch je benutzte, haben eine derartige Revolution in der Gesellschaft hervorgerufen wie das Fahrrad.“ Gegen die Stimmen vieler Bedenkenträger setzte das Fahrrad enorme gesellschaftliche Emanzipationsprozesse frei. Passend zur ersten „Eurobike 2022“ in Frankfurt haben wir einen der besten Kenner der Kulturgeschichte des Fahrrads zu Gast.

Mit Hannah Ross

Eintritt: 5 €/4 . Tickets hier buchen.

Tag: Samstag, 16. Juli
Zeit: 18:00 Uhr
Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt

Donnerstag, 21. Juli: Digitales Treffen der AG Faires und Nachhaltiges Wirtschaften

Veranstalter*innen: AG Faires und Nachhaltiges Wirtschaften - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN KV Frankfurt

Das nächste Treffen der AG Wirtschaft findet am 21. Juli 2022 statt. Wir besprechen die laufenden Themen (Startups, Gewerbegebiete, Fair Trade,...) und planen die weiteren Aktivitäten.

Tag: Donnerstag, 21. Juli
Zeit: 18:30 Uhr
Ort: online

So kommen eure Termine in die Grüne Woche

Immer wieder erreicht uns die Frage: Wie kommt unser Termin in die Grüne Woche? Hier findet ihr darauf die Antwort. Wir freuen uns auf eure Beiträge.


HINWEIS:
Anfragen und Anmerkungen bitte an den Kreisverband:
kreisverband(at)gruene-frankfurt.de


Dieser Newsletter ist ein Informationsdienst des Kreisverbandes Frankfurt am Main von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Ansprechpartnerin:

Julia Frank (julia.frank(at)gruene-frankfurt.de), Vorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Frankfurt am Main

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Vertretungsberechtigt:
Julia Frank (V.i.S.d.P.)

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