Was uns umtreibt

Unter neuem Namen und mit einigen neuen Akzenten setzt die AG Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt die Arbeit der AG Integration und Soziales fort.

Die gesellschaftliche Wahrnehmung von Vielfallt, aber auch von Diskriminierung, dem Aufbegehren dagegen und dem Umgang damit, hat sich in den letzten Jahren unübersehbar verändert. Auf der Suche nach wertschätzenden Begriffen, einer respektvollen Sprache und einem inkludierenden Miteinander werden dadurch Formen von Diskriminierung, Ausgrenzung und struktureller Ungerechtigkeit sichtbar, die zuvor unter einer Decke des Schweigens verborgen waren.

Doch diese Suchbewegung und die gesellschaftliche Debatte führen auch zu Unsicherheit und Irritation. Gibt es sie (auch bei uns?): die sog. „Diskurswächter“, die bei jeder als falsch empfundenen Nuance und jedem unbedachten Wort („Indianerhäuptling“) einen Shitstorm in den sozialen Medien lostreten? Die ihren Maßstab verloren haben und Sprachkritik an die Stelle von Gesellschafts- und Strukturkritik setzen?

Von links bis rechts werden gerade wir GRÜNE in die Zange genommen: „Lifestyle-Besserverdienende“, so tönt die Kritik von der einen Seite, eine „Sprachpolizei“ wittert die andere Seite. Wir brauchen einen eigenen Kompass.

Was wir machen

Wir verstehen uns als Forum,

  • das die parteiinterne Debatte fortsetzt und das (vermeintliche und bisweilen tatsächliche) Spannungsfeld zwischen linker Identitätspolitik und (traditioneller) Sozial- und Strukturpolitik auslotet. Wir wollen das Beste und Progressive aus beiden Diskursen aufgreifen.
  • das denjenigen zuhört, deren Stimmen oft noch übergangen werden.
  • das konkret fragt: Wie wollen wir hier in Frankfurt das GRÜNE Vielfaltsstatut in unserer Partei ausgestalten und umsetzen? Das auch vor unseren eigenen Defiziten in der Partei die Augen nicht verschließt.
  • das Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in der Gesellschaft und in Institutionen entgegenwirkt. 
  • das strukturelle Ungerechtigkeit in der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik daraufhin befragt, welche kommunalpolitische Gegensteuerung möglich ist und diejenigen tatkräftig unterstützt, die gesellschaftliche Teilhabe und Repräsentanz aller als ihre vorrangige Aufgabe verstehen.
  • das Wege zu mehr Vielfalt in der Öffentlichen Verwaltung erörtert und aufzeigt.
  • das konkrete Impulse für eine Vielfaltspolitik in Frankfurt formuliert.

Die AG trifft sich an jedem zweiten Montag im Monat von 18:30 – 20:00 Uhr, i.d.R. noch digital. Aber von Zeit zu Zeit möchten wir auch zu analogen Meetings einladen.

Mitmachen?

AG-Koordinatorinnen:

Ingrid Peikert und Gila Baumöhl

Mailadresse:

ag-vielfalt-und-gesellschaftlicher-zusammenhalt(at)gruene-frankfurt(dot)de