Für mehr Grün in Frankfurt - Nein zur Galopprennbahn Niederrad

Auf dem Areal der Rennbahn soll ein Bürgerpark entstehen. Mit der Anbindung des Niederräder Mainufers über den Elli-Lucht-Park bis hin zum Stadtwald wird es mit dem Bürgerpark Niederrad eine durchgehende öffentliche Grünverbindung geben. Diese Grüne Speiche wird im Südwesten der Stadt eine gute Naherholungsalternative im Frankfurter Süden sein. Der Bürgerpark und der Bannwald mit zusammen rund 180.000qm Fläche umfassen beinahe 50% des gesamten Areals der Galopprennbahn.

Damit werden die Attraktivität und die Wohnqualität gesteigert. Vor dem Hintergrund des viel diskutierten Klimawandels ist es umso wichtiger, Grünflächen für die Bevölkerung zu schaffen.

Am 21. Juni findet der erste Bürgerentscheid in Frankfurt statt. Er beschäftigt sich mit der Zukunft des Rennbahngeländes. In einer breit angelegten Kampagne versuchen die Betreiber der Rennbahn, die Umwidmung des Geländes zu einem Bürgerpark und einer DFB-Akademie zu verhindern. Wir GRÜNE sind weder mit diesem Ziel, noch mit der Form der Kampagne einverstanden und werben für ein NEIN zur weiteren exklusiven Nutzung des Geländes durch den Rennsport und einen Golfclub.

"Die Rennbahn-Freunde versuchen, durch die Anmutung ihrer Plakate den Eindruck zu erwecken, sie würden GRÜNE Ziele vertreten. Das tun sie nicht", so der Sprecher der Frankfurter Grünen, Bastian Bergerhoff.

Die Kampagne der Rennbahn-Freunde arbeitet nicht nur optisch unter falscher Flagge, sie arbeitet auch mit sachlich falschem, unverbrämtem Populismus und schadet so auch dem Ziel von mehr Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Dies gipfelt in der Behauptung, die Stadt würde dem DFB ein „84 Mio € Geschenk“ machen, die jeder Grundlage entbehrt, und durch den Faktencheck der Stadt klar widerlegt worden ist. Im Gegenteil wird sich auch die Einnahmesituation der Stadt und damit der öffentlichen Haushalte mit der Umwidmung des Geländes verbessern, da der DFB deutlich höhere Pacht zahlt als die aktuellen Nutzer.

Angesichts dieser abenteuerlichen Kampagne ist es umso bemerkenswerter, dass die Rennbahn-Freunde juristisch gegen Äußerungen des GRÜNEN Fraktionsvorsitzenden Manuel Stock vorgehen und die GRÜNE Fraktionszeitschrift in Presseerklärungen als „Lügen-Heftchen“ titulieren. Wir sind sicher, dass dieses Verhalten nicht die offensichtlich erhofften Folgen haben wird – und bestärken Magistrat und Fraktion darin, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren, anstatt sie mit populistischen Behauptungen für dumm zu verkaufen.

„Wir freuen uns, dass die Bürgerinnen und Bürger jetzt eine Entscheidung treffen können. Aber wir haben, im konkreten Fall und auch im Hinblick auf die Zukunft von Bürgerentscheiden, ein hohes Interesse daran, dass sie das gut informiert tun. Wir tragen, gemeinsam mit der GRÜNEN Fraktion im Frankfurter Stadtparlament und der GRÜNEN Magistratsgruppe, gerne zur Information bei“, so Bergerhoff und Ploghaus abschließend.