Sichere, kostenlose, anonyme Schwangerschaftsabbrüche und Gesundheitsversorgung – jetzt!

An diesem Samstag ist Safe Abortion Day – Bündnis 90/Die Grünen demonstriert in Frankfurt mit „Frauenstreik_ffm“

Weltweit wird das Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung durch rechtspopulistische und konservative Parteien und Regierungen immer wieder angegriffen und in Zweifel gezogen. In Deutschland bleibt trotz dauerhafter Proteste und Debatten das grundsätzliche Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen bestehen und damit wird selbsternannten „Lebensschützer*innen“ das Wort geredet. Ungewollt Schwangere stoßen währenddessen auf fast unüberwindbare Hürden: Die Kosten einer Abtreibung, die immer geringer werdende Zahl der Ärzt*innen, die einen Abbruch durchführen, der sich dadurch ergebende Reiseaufwand, die Schikanen vor Beratungsstellen, wie beispielsweise der Pro Familia. In Hessen wurde zwar in diesem Zusammenhang ein Etappensieg errungen: „Mahnwachen“ dürfen per Erlass nicht mehr in Sicht- und Rufweite von Beratungsstellen abgehalten werden.

„Trotzdem werden Schwangerschaftsabbrüche weiterhin weltweit und auch in Deutschland kriminalisiert und gesellschaftlich stigmatisiert, anstatt Teil der öffentlichen Gesundheitsversorgung zu sein! Das nehmen wir nicht länger hin!“, kritisiert Beatrix Baumann, Vorstandssprecherin des Frankfurter Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen.

Gemeinsam mit der frauenpolitischen Sprecherin der grünen Fraktion im Römer, Ursula auf der Heide, wird sie und viele weitere Grüne, sowie das Bündnis Frankfurt für Frauenrechte an der Seite von „Frauenstreik_ffm“ am Samstag, 28. September, von 15 bis 18 Uhr an der Hauptwache demonstrieren. Gefordert werden:

  • Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen
  • Abschaffung der Paragraphen 218 und 219 Strafgesetzbuch
  • Bedingungslose Kostenübernahme von Schwangerschaftsabbrüchen und Verhütungsmitteln
  • Freiwillige Beratungsangebote
  • Flächendeckender Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen