GRÜNE unterstützen Proteste der Continental-Belegschaft in Rödelheim

Heute haben im Rahmen einer Aktionswoche die Mitarbeiter*innen von Continental in Frankfurt-Rödelheim gegen den geplanten massiven Stellenabbau am Standort protestiert. Am dortigen Standort sollen rund 500 Arbeitsplätze – etwa 10 % der Belegschaft – wegfallen. Der Frankfurter Landtagsabgeordnete Marcus Bocklet war vor Ort.

„Noch vor zwei Jahren wurden große Wachstumspläne für den Standort Rödelheim verkündet. Ende des letzten Jahres – vor der Corona-Krise – wurden diese Pläne mit Hinweis auf die ‚Großwetterlage‘ auf Eis gelegt. Nun möchte der Konzern nicht nur nicht ausbauen, sondern sogar 500 Arbeitsplätze streichen, mit Hinweis auf die Corona-Krise. Das ist eine bittere Nachricht für die Mitarbeiter*innen und ihre Familien, und es ist vor dem Hintergrund der Zeitabläufe auch nicht glaubwürdig, dass die Corona-Krise der wahre Grund für die Pläne ist“, so Marcus Bocklet und der Vorstandssprecher der Frankfurter GRÜNEN, Bastian Bergerhoff.

„Conti plant ein radikales bundesweites Sparprogramm – die Einsparungen in Rödelheim sind nur ein Baustein. Mit dem in Rödelheim beheimateten Geschäftsfeld im Bereich der Sicherheitstechnik und des assistierten und autonomen Fahrens trifft es ausgerechnet einen Bereich, der auch und gerade im Rahmen des Wandels des Mobilitätsverhaltens zukunftsfähig ist. Die Corona-Krise wird durch umfangreiche Bundes- und Landeshilfen abgemildert. Insofern ist die Begründung der Geschäftsleitung nicht nachvollziehbar – ganz abgesehen von den Folgen für die Beschäftigten und ihre Familien. Die Pläne mit der Corona Krise zu begründen ist unglaubwürdig, Continental schreibt Gewinne und schüttet Dividenden aus. Es geht vielmehr darum als Krisentrittbrettfahrer die Investitionen in Billiglohnländer mit der Krise zu verschleiern. Wir unterstützen den Protest der Belegschaft und fordern die Geschäftsleitung auf, die Zukunft der Mobilität aktiv und in Verantwortung auch für die Mietarbeitenden zu gestalten, anstatt Gelegenheiten zu innovationsfeindlichen und sozial unverträglichen Einsparungen zu suchen“, so Bocklet und Bergerhoff abschließend.