Gewaltschutz für Frauen verbessern

„Wir nehmen in der Corona-Krise viele gesellschaftliche Probleme verschärft wahr. Aus dieser Situation müssen wir akut und strukturell Konsequenzen ziehen. Der Bedarf an Plätzen in Frauenhäusern ist nach wie vor groß, deshalb ist es gut, dass die Stadt Frankfurt das Finanzierungskonzept überarbeitet und auf weitere Wohnmöglichkeiten wie im „Haus der Jugend“ zurückgreift. Mittelfristig müssen wir dafür sorgen, dass die Frauen in den Frauenhäusern schneller eine Wohnung finden“, so Martina Feldmayer, Spitzenkandidatin, und Beatrix Baumann, Vorstandssprecherin der Frankfurter GRÜNEN. „Sexismus und Gewalt gegen Frauen sind Angriffe auf die Menschenwürde. An erster Stelle steht, sie zu ächten und an der Wurze zu bekämpfen. Mit der Istanbul-Konvention des Europarats hat sich Deutschland zu Hilfe bei geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Mädchen und Frauen verpflichtet. Wir wollen, dass die Istanbul-Konvention in Frankfurt weiter umgesetzt wird und ein verstärkter Fokus auf vulnerable Gruppen wie geflüchtete Frauen gelegt wird. Alle Ausgaben für die Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt müssen im Haushalt in einem eigenständigen Pflichtteil überführt und gesichert werden. Hier dürfen wir auch in Krisenzeiten nicht streichen. Schließlich sind von den finanziellen Folgen der Corona-Krise und ihrem Einfluss insbesondere auf die öffentlichen Haushalte wieder mal die Angebote für Frauen besonders bedroht. Wir GRÜNE werden akut und vor allem auch in der Diskussion um die Zukunft darauf achten, dass alle Strukturen mit einem Blick auf ihre Konsequenzen für die Gleichberechtigung der Geschlechter diskutiert werden. Das gilt für die öffentlichen Strukturen ebenso wie für die gesellschaftlichen Vereinbarungen, die Verteilung von und Wertschätzung von Care-Arbeit und für die Sichtbarkeit von Leistungen von Frauen in der Öffentlichkeit. Mehr denn je gilt in Zeiten der Krise: ‚Gleich berechtigt!‘“.