Kultur als Rückgrat unserer Gesellschaft: gesellschaftsrelevante Pflichtaufgabe der Stadt

Über Nacht ist die Corona-Pandemie zum Brennglas geworden für strukturelle Schwächen, Unterfinanzierung und prekäre Beschäftigungsverhältnisse, die sich besonders stark in der Kunst- und Kreativszene niedergeschlagen haben. Begleitet wurde die Krise im Kulturbereich durch die Diskussion um das Schlagwort „Systemrelevanz“ und die Gleichsetzung von Kultur- und Freizeiteinrichtungen. „Für uns GRÜNE in Frankfurt ist klar, dass in Zukunft ein anderes Verständnis von Kultur notwendig ist, das von Wertschätzung getragen wird und Kultur als gesellschaftliche Kraft anerkennt. Deshalb wollen wir durch unsere Maßnahmen Kultur nicht nur durch die Krise helfen, sondern wir setzen uns auch dafür ein, dass die Relevanz von Kultur in unserer Gesellschaft noch deutlicher wird“, so die Spitzenkandidat*innen der Frankfurter GRÜNEN, Martina Feldmayer und Bastian Bergerhoff

„Die Krise hat gezeigt, wie fragil das ganze System der Kulturförderung ist, nicht zuletzt, weil die Fördersysteme und kulturelle Infrastruktur nicht auf Ausfall-Szenarien ausgerichtet sind. Deshalb muss es jetzt in erster Linie darum gehen, dass wir kulturelle Strukturen widerstandfähiger für zukünftige Krisen gestalten. Wesentlich für uns GRÜNE in Frankfurt ist deshalb ein Mindestmaß an Planungssicherheit für die Kulturszene. Durch Beteiligung von Künstler*innen, Kreativen und Bürger*innen beim Kulturentwicklungsplan wollen wir mehr Sicherheit schaffen und Verabredungen über die konkrete Ausgestaltung der Kulturförderung in Frankfurt treffen.“

„Weil Kultur häufig unter so prekären Bedingungen stattfindet, dass jede Krise zur Existenzbedrohung wird, setzten wir GRÜNE in Frankfurt uns darüber hinaus auf Bund- und Länderebene für die Existenzsicherung der vielen Solo-Selbständigen im Kulturbereich ein, unabhängig davon, ob sie auf der Bühne stehen, oder dahinter. In den Bereichen, in denen die Stadt mittelbar oder unmittelbar aktiv ist, wollen wir Mindesthonorare und Ausfallhonorare einführen, um prekären Beschäftigungsverhältnissen entgegen zu wirken. Auch prüfen wir die Einführung eines Krisenfonds, der aus Ticketverkäufen in öffentlich geförderten Institutionen gefüllt wird, um in zukünftigen Krisen Kultureinrichtungen und damit wertvolle Arbeitsplätze erhalten zu können.“

„Nicht erst seit Corona stellt sich die Frage nach Relevanz von Kultur in unserer Gesellschaft, denn der Wert von Kultur lässt sich nicht ohne weiteres beziffern. Gleichzeitig brauchen wir ein reiches kulturelles Leben, um die Transformation unserer Gesellschaft zu begleiten. Deshalb begreifen wir GRÜNE in Frankfurt die Kulturförderung als Pflichtaufgabe unserer Stadt. Frankfurt lebt von Kunst und Kultur und von seiner Vielfalt. Unser erklärtes Ziel ist es, diese Vielfalt zu erhalten. Denn Kultur ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Deshalb muss es eine Lehre dieser Zeit sein, dass wir ein anderes Verständnis von Kultur in unserer Gesellschaft verankern müssen. Dafür setzen wir GRÜNE uns ein“, so Feldmayer und Bergerhoff.