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Solaranlagen auf Mehrfamilienhäusern sollen noch einfacher und attraktiver werden

Donnerstag, 19.2.2026

Der heute im Klima- und Umweltausschuss zu beratende Antrag zielt darauf ab, die Installation und den Betrieb von Solaranlagen auf Mehrparteiengebäuden in Frankfurt noch einfacher und attraktiver zu machen.

Der Großteil der Frankfurter Haushalte wohnt in einem der über 40.000 Mehrparteiengebäude, die drei und mehr Wohnungen umfassen. Bislang ist die Installation von Solaranlagen auf diesen Mehrfamilienhäusern allerdings deutlich schwieriger und unattraktiver als auf Ein- oder Zweifamilienhäusern. Das liegt daran, dass häufig mehrere Eigentümer*innen gemeinsam entscheiden müssen und dass die hausinterne Abrechnung des erzeugten Stroms digitale Zähler erfordert. Daher können bisher nur wenige Frankfurter Haushalte in Mehrparteiengebäuden von günstigem und sauberem Sonnenstrom vom eigenen Dach profitieren. 

Der Antrag setzt daher genau an diesen besonderen Herausforderungen an: Durch ein deutlich ausgebautes Informations- und Beratungsangebot der Stadt, eine noch attraktiver ausgestaltete städtische Förderung und durch den beschleunigten Einbau von intelligenten digitalen Stromzählern werden die Eigentümer*innen und Mieter*innen von Mehrparteiengebäuden gezielt dabei unterstützt, eine eigene Solaranlage auf dem gemeinschaftlichen Dach zu realisieren.  

David Edelmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und klimapolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer, freut sich, dass mit diesem Beschluss jetzt auch die breite Masse der Frankfurter Haushalte von sauberem und günstigem Sonnenstrom vom eigenen Dach profitieren kann: „Die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern ist ein Gewinn für alle – die Eigentümer*innen können den Wert ihrer Gebäude steigern, die Mieter*innen können Stromkosten sparen, die lokalen Handwerksbetriebe erhalten Aufträge und wir als Stadtgesellschaft schützen gemeinsam unser Klima. Ich lade daher alle Frankfurter Haushalte in Mehrfamilienhäusern ein, von den neuen Informations-, Beratungs- und Förderangeboten Gebrauch zu machen und noch dieses Jahr eine Solaranlage auf dem gemeinsamen Dach zu realisieren.“

Hintergrund: Dieser Antrag ist ein weiterer Baustein der „Solaroffensive für Frankfurt“, die im September 2022 gestartet wurde. Seit Beginn der Offensive konnte die installierte PV-Leistung im Stadtgebiet von 53 MWp im September 2022 auf über 118 MWp im Januar 2026 mehr als verdoppelt werden. Allein in 2025 konnten neue Solaranlagen mit einer Leistung von knapp 25 MWp in Betrieb genommen werden. Jede weitere Solaranlage trägt dazu bei, Frankfurt in dieser Zukunftstechnologie noch weiter nach vorne zu bringen.