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Sichere Geburten in Gefahr: Kaiserschnittrate in Hessen auf Rekordhoch

Sichere Geburten in Gefahr: Kaiserschnittrate in Hessen auf Rekordhoch

Freitag, 6.2.2026

Aktuelle Daten legen offen: Die Kaiserschnittquoten für Hessen sind alarmierend hoch. Lag der Durchschnitt im Jahr 2015 noch bei 32,9 Prozent, ist er inzwischen auf 34,9 Prozent gestiegen. Acht Kliniken in Hessen, die keine Level-1-Zentren sind und damit deutlich weniger Risikoschwangerschaften betreuen, haben sogar eine Quote von weit über 35 Prozent. Kaiserschnitte retten im Notfall und bei bestimmten Risikofaktoren das Leben von Müttern und Kindern. Aber sie sind auch schwerwiegende operative Eingriffe mit langfristigen Folgen. Expert*innen der WHO und der Fachgesellschaften halten nur 10 Prozent der Kaiserschnitte für tatsächlich medizinisch indiziert – und sind sich seit Jahren einig, dass die Quote gesenkt werden muss. Dies gelingt nur mit einer ausreichenden Finanzierung von Personal in den Kliniken. Deswegen muss der neue Hebammenhilfevertrag dringend neu verhandelt werden. Weitere Kreißsaalschließungen müssen verhindert und Personal ausreichend ausgebildet werden, um sichere Geburten in Hessen zu gewährleisten. Hier muss die Landesregierung endlich handeln.

Unseren Antrag zum Hebammenhilfevertrag findet Ihr hier.