Sicherheit für alle, die zu Fuß unterwegs sind
GRÜNE äußern Besorgnis über die neusten Äußerungen von CDU-Stadtverordneten, die sichere Kreuzungen in Frage stellen
Wer seine Führerscheinprüfung bestanden hat, weiß, dass im Fünfmeterradius um Kreuzungen das Parken von Autos verboten ist. Dies hat auch einen guten Grund, da querende Fußgänger*innen bei einer zugeparkten Kreuzung nicht einsehen können, ob ein Auto kommt. Andersherum sehen auch Autofahrer*innen Menschen zu Fuß durch eine zugeparkte Kreuzung kaum.
Leider werden Kreuzungen dennoch oft regelwidrig zugeparkt. Dies ist vor allem für Kinder, die kaum über ein Auto hinwegschauen können, sowie für Menschen mit Behinderung, eine große Gefahrenquelle. An zugeparkten Kreuzungen entstehen deswegen oft gefährliche Situationen und es kommt zu Unfällen.
Dazu Dr. Katharina Knacker, Spitzenkandidatin der GRÜNEN Frankfurt: „Die Ämter haben in Frankfurt ein Modell entwickelt, das durch Poller und Markierungen den Fünfmeterraum an Kreuzungen - in welchem Parken aus Sicherheitsgründen verboten ist - freihält. Dieses Modell wurde mittlerweile an vielen Kreuzungen im Stadtgebiet umgesetzt. Oft haben Ortsbeiräte Kreuzungen benannt, an denen es besonders gefährlich war, meist entlang von Schulwegen. Ich freue mich sehr darüber, dass wir so viele Schulwege sicherer machen konnten und dass dieses Modell der sogenannten „provisorischen Gehwegnase“ mittlerweile sogar in anderen Städten unter dem Namen „Frankfurter Kreuzung“ kopiert wird.
Umso unverständlicher ist es mir, dass CDU-Politiker*innen sich auf Social Media gegen diese sicheren Kreuzungen positionieren. Niemand mag Poller, aber wenn sie die Schulwege sicherer machen, sind sie sinnvoll. Es ist ein Widerspruch in sich, dass die CDU in ihrem Wahlprogramm auf der einen Seite mehr Stellen in den Ämtern für Fußverkehr fordert, während sie gleichzeitig Maßnahmen, die Expert*innen für den Fußverkehr getroffen haben, zurückdrehen wollen.“