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Klima und Umwelt: Grüne Schwerpunkte im Haushalt 2026

Donnerstag, 19.2.2026

Die im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz vorliegenden Haushaltsanträge der GRÜNEN im Römer konzentrieren sich auf folgende drei Schwerpunkte:  

Ausbau der Solarenergienutzung im Rahmen der „Solaroffensive“:

Die GRÜNE Fraktion setzt sich erstens dafür ein, dass der Ausbau der Solarenergienutzung im Stadtgebiet weiter mit hohem Tempo vorangetrieben werden kann. Mit dem Etatantrag „Förderung von Mini-PV-Anlagen im Klimabonus-Programm“ (E 312/26) sollen 160.000 Euro bereitgestellt werden, damit die sehr beliebte städtische Förderung von Mini-PV-Anlagen fortgesetzt werden kann. Im Sinne der sozialen Gerechtigkeit soll dabei die Förderquote von Haushalten mit Frankfurt-Pass auf 80 Prozent angehoben werden. Mit dem Etatantrag „Solarparks auf geeigneten städtischen Flächen errichten“ (E 323/26) wollen die GRÜNEN 35.000 Euro für vorbereitende Studien bereitstellen, damit ein erster Solarpark auf einer geeigneten städtischen Fläche errichtet werden kann. Mit dem Etatantrag „Machbarkeitsstudie für innovative PV-Anlagen an Lärmschutzwänden oder auf verkehrsbezogenen Gebäuden“ (E 174/26) wollen die GRÜNEN außerdem 50.000 Euro bereitstellen, damit innovative Photovoltaik-Anlagen an Lärmschutzeinrichtungen oder anderen geeigneten verkehrsbezogenen Gebäuden vorbereitet werden können.  

Unterstützung bei der Umstellung auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung:

Die GRÜNE Fraktion setzt sich zweitens dafür ein, dass die Wärmeversorgung der Gebäude im Stadtgebiet gut planbar auf eine klimafreundliche Technik umgestellt werden kann. Mit dem Etatantrag „Ausbau der städtischen Informations- und Beratungsangebote im Bereich Solarenergienutzung, energetische Sanierung und klimafreundliche Wärmeversorgung beim Energiepunkt e.V.“ (E 311/26) sollen 200.000 Euro für den Ausbau der städtischen Informations- und Beratungsangebote sowie eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit  bereitgestellt werden. Damit soll der sehr große Informations- und Beratungsbedarf von Haushalten, Unternehmen und Vereinen insbesondere mit Blick auf die Wärmeversorgung gedeckt werden. Mit dem Etatantrag „Aufsuchende Energie- und Sanierungsberatung in den Stadtteilen“ (E 310/26) wollen die GRÜNEN weitere 100.000 Euro bereitstellen, damit die städtische Beratung zu Energie- und Sanierungsfragen auch zu den Menschen in die Quartiere gebracht werden kann. Mit dem Etatantrag „Nutzung der Geothermie für eine nachhaltige Wärmeversorgung“ (E 314/26) sollen außerdem 35.000 Euro für vorbereitende Maßnahmen zur Erforschung und Erschließung des Geothermie-Potenzials in Frankfurt bereitgestellt werden.

David Edelmann, klimapolitischer Sprecher und stellvertretender Fraktions-vorsitzender der GRÜNEN erläutert hierzu: „Die Erfahrungen in anderen Städten zeigen uns, dass wir den Solarausbau, die energetische Sanierung und die Umstellung auf klimafreundliche Heiztechniken besonders wirksam und kosteneffizient über attraktive städtische Informations-, Beratungs- und Förderangebote voranbringen können.“ 

 Arten- und Biotopschutz im Rahmen des „Arten- und Biotopschutzkonzepts“:

Die GRÜNE Fraktion setzt sich drittens dafür ein, dass die bedrohten Tier- und Pflanzenarten und die schützenswerten Lebensräume im Stadtgebiet erhalten werden können. Mit dem Etatantrag „Umsetzung Arten- und Biotopschutzkonzept – Förderprogramm private Flächen“ (E 308/26) wollen wir 175.000 Euro für ein neues städtisches Förderprogramm bereitstellen. Damit sollen Eigentümer*innen, Pächter*innen und/oder lokal aktive Arten- und Naturschutzorganisationen unterstützt werden, die im städtischen Arten- und Biotopschutzkonzept empfohlenen Maßnahmen auf ihren privaten Flächen umzusetzen. Mit dem Etatantrag „Feldhamster, Rebhuhn & Ackerwildkräuter: Erhaltung der bedrohten Tier- und Pflanzenarten der offenen Agrarlandschaft“ (E 306/26) sollen 60.000 Euro bereitgestellt werden, damit das sehr erfolgreiche Programm zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Feldhamster in Frankfurt fortgesetzt und durch Maßnahmen zum Schutz der ebenfalls bedrohten Rebhühner erweitert werden kann. Mit dem Etatantrag „Unterstützung der Mauerseglerklinik der Deutschen Gesellschaft für Mauersegler e.V.“ (E 309/26) sollen dem Verein 50.000 Euro zur Verfügung gestellt werden, damit dieser seine enorm wichtige Arbeit auch weiterhin leisten kann.

Thomas Schlimme, umweltpolitischer Sprecher führt aus: „Mit den zuletzt genannten drei Anträgen tragen wir dazu bei, die Artenvielfalt zu bewahren. Hierzu gehören auch Feldhamster und Mauersegler, denn das Große Ganze existiert nicht ohne das einzelne Kleine.“