Podiumsdiskussion „Frankfurt als sicherer Hafen für Geflüchtete – Herausforderungen nach der Kommunalwahl“ mit Emre Telyakar
Migration als Chance* – unter diesem Titel haben im Dezember 2025 Bürgermeister:innen, Stadträte und Dezernent:innen einer Reihe von Städten in Deutschland eine gemeinsame Position mit Handlungsmöglichkeiten und Forderungen formuliert. Die Stadt Frankfurt versteht sich seit 2021 als sicherer Hafen für Geflüchtete. Gleichzeitig erleben wir in Politik und Medien, dass Flucht, Asyl und Migration zunehmend ablehnend und restriktiv begegnet wird.
Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie einladen, um mit uns gemeinsam zu diskutieren, vor welchen Herausforderungen Frankfurt nach der Kommunalwahl steht und welche konkreten kommunalen Handlungsspielräume Sie sehen.
Zwei thematische Fragen stehen für uns am 10. März im Mittelpunkt:
- Frankfurt als Sicherer Hafen für die hier Lebenden – Immer wieder stehen Menschen, für die Frankfurt ihr Zuhause ist, vor einer Abschiebung. Wir sehen, dass Arbeitskräfte benötigt werden, und gleichzeitig der Zugang zu Ausbildungen versperrt wird. Immer öfter werden selbst Duldungen verweigert und den Menschen damit jede Aufenthaltsperspektive entzogen. Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es auf kommunaler Ebene, diesen ausgrenzenden Praktiken entgegenzuwirken?
- Frankfurt als Sicherer Hafen für Menschen vor den Toren Europas – Frankfurt hat sich 2021 dem Bündnis „Städte sicherer Hafen“ angeschlossen mit der Bereitschaft zur zusätzlichen Aufnahme von Geflüchteten. Zudem gibt es die Absichtserklärung, Seenotrettungsorganisationen im Mittelmeer zu unterstützen. Gleichzeitig soll mit GEAS ein verschärftes Haftsystem an den Außengrenzen installiert werden, das Bundesinnenministerium drängt gar auf die Auslagerung von Asylverfahren in Drittländer in Afrika. Wie kann dieser zunehmenden Entrechtung auf kommunalpolitischer Ebene widersprochen und praktisch entgegnet werden?
Weitere Infos zu dieser Veranstaltung findet ihr hier.
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