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„Frankfurt zollt uns den Respekt, der lange verweigert wurde“

„Frankfurt zollt uns den Respekt, der lange verweigert wurde“

Freitag, 30.1.2026

Mit einem vierstündigen Programm haben wir am Dienstag, 27. Januar, die Enthüllung der Gedenktafel zur Geschichte der Sinti und Roma in Frankfurt gefeiert. Auf der Tafel, die jetzt an der Außenfassade des Stadthauses am Dom hängt, stehen nur zwei Sätze, doch sie bedeuten viel. „Die Stadt erinnert mit dieser Tafel an den ersten urkundlichen Nachweis von Sinti in der Stadt Frankfurt am Main. Erwähnt wird ihre Ankunft in einem erhaltenen Dokument des Frankfurter Rates aus dem Jahr 1417.“ Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, habe ich die Tafel enthüllt. Damit erfüllen wir einen seit langem von Verbänden der Sinti und Roma geäußerten Wunsch, die 600jährige Geschichte der Minderheit im Stadtbild sichtbar zu machen. Gestaltet hat die Tafel der Künstler Professor Jürgen Goertz. Das Relief erinnert uns daran, dass Sinti seit dem Jahr 1417 Teil dieser Stadt sind. „Frankfurt zollt uns den Respekt, der uns lange verweigert wurde“, sagte Romani Rose in seiner bewegenden Rede. Die Enthüllung war eingebettet in ein Programm mit Musik, Reden sowie der Vorführung des Films „Der lange Weg der Sinti und Roma“ von Adrian Oeser. Meine Pressemitteilung dazu findet Ihr hier.