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GRÜNE WOCHE 17/2020 (08.05.2020)

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute ist der 8. Mai – der 75. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg. 1985 hat Richard von Weizsäcker, der damalige Bundespräsident, diesen Tag das erste mal (!) offiziell so genannt (die Rede findet ihr hier). Das war damals viel beachtet und geradezu eine Revolution – Richard von Weizsäcker stand nicht im Verdacht, ein „Linker“ zu sein. Es war wichtig und gut, dass auch der konservative Teil des politischen Spektrums in Deutschland endlich zu dieser Formulierung gefunden hat.

Heute – 35 Jahre später – wird dieser Begriff kritisiert. „Tag der Befreiung“ würde die Deutschen als Opfer des eigenen Regimes darstellen, so die Kritik. Ich habe den Eindruck: So ist es nicht gemeint. „Die Deutschen“ waren natürlich zu großen Teilen nicht Opfer des eigenen Regimes, sie waren oft Ermöglicher und viel zu viele waren auch Täter. Es gab viel zu wenig Widerstand, es gab viel zu viel Gleichgültigkeit oder gar nationalen Taumel. Es gab explizite Täter (und, weniger, Täterinnen). Viel zu viele. Um so mehr gilt: Nie wieder. Es ist unsere Verantwortung, es ist die Vergangenheit unseres Landes. Nie wieder Faschismus, Schluss mit Menschenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit und Homophobie, mit Ausgrenzung und verbaler oder gar physischer Gewalt. Diese Verantwortung haben wir, und die nehmen wir wahr. Anders als Alexander Gauland für die AfD, der zum 8. Mai sagt: „ein Tag der absoluten Niederlage, ein Tag des Verlustes von großen Teilen Deutschlands und des Verlustes von Gestaltungsmöglichkeiten“. Wieder einmal zeigt die AfD ihr schlimmes Gesicht. Lest dazu hier.

Wir werden am 8. Mai mit einem breiten Bündnis die Verantwortung hochhalten und uns der Geschichtsvergessenheit entgegenstellen. Wir werden der AfD und den Ewiggestrigen entgegentreten, weil es uns um die Menschen und das heute und das morgen geht. Wir tun das hier und heute, morgen und überall. Wir hoffen, ihr seid dabei!

Einer der wenigen positiven Effekte von Corona ist ja, dass die politischen Populisten sich selber entlarven. Verantwortungslosigkeit ist eben nicht angesagt in einer schwierigen Situation. In einer Situation der Unsicherheit, in der die Gesellschaft miteinander um den richtigen Umgang mit einer Bedrohung ringt, die sich nicht so recht fassen lassen will. Wir sind nach wie vor mitten drin in einer Phase des Umgangs mit einer Krankheit, gegen die die „üblichen“ Mittel nicht zur Verfügung stehen. Der Virus mag nicht ansteckender sein als eine Grippe, er mag für sich allein genommen nicht tödlicher sein als viele andere Krankheiten. Er trifft aber auf eine eng vernetzte Gesellschaft und auf Menschen, die eben anders als bei der Grippe keine körpereigene Gegenwehr anzubieten haben – weder, weil sie schon eine Grippe überstanden haben, noch weil sie geimpft sind. Das macht einen entscheidenden Unterschied, und deshalb ist die Reaktion so schwierig.

Nach wie vor gibt es viele Menschen, für die eine Erkrankung mit Covid-19 eine potenziell tödliche Gefahr darstellen würde. Nach wie vor ist der einzige Schutz verschärfte Hygiene und Abstand und das einzige Mittel der Gesellschaft, diese Maßnahmen individuell zu berücksichtigen. Zugleich sind genau diese Maßnahmen eine Gefahr für unsere emotionale Gesundheit und für unser gesamtes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem. In diesem Dilemma stecken wir persönlich, aber natürlich auch die verantwortlichen Politiker*innen. Und wir erleben uns tastend und schwankend, aber genauso eben auch die Entscheidungsträger*innen.

Der Kompass muss sein: Wir lassen niemanden zurück – keine Angehörigen von Risikogruppen, aber auch keine Kinder oder Jugendlichen, keine sozial isolierte Gruppe und niemanden, der oder die um ihre Existenz bangen. Der Fokus muss auf dem Schutz der Schutzbedürftigen liegen. Eltern, Lehrer*innen und Erzieher*innen fragen sich: Wie kann ich sicherstellen, dass „meine“ Kinder die für sie so besonders wichtigen sozialen Erlebnisse haben können? Wie kann ich sicherstellen, dass sie nicht um ihre Zukunftschancen gebracht werden, dass sie Zugang zu Bildung und Teilhabe bekommen? Angehörige von alten, oft pflegebedürftigen Menschen fragen sich: Wie kann ich den Kontakt halten? Wie kann ich soziale und emotionale Nähe leben, ohne eine Gefahr zu sein? Kulturschaffende und Menschen in Berufen, die mit Menschen zu tun haben, fragen sich: Wie kann ich meine Leidenschaft transportieren und meinen wichtigen „Dienst“ erbringen – aber auch: Wie kann ich meine Miete bezahlen? Viele Verantwortliche in Politik und Wirtschaft fragen sich: Wie kann ich Regeln gestalten, die so viel Freiheit wie möglich und so viel Schutz und Verantwortung wie nötig garantieren? Das alles gelingt mal besser und mal schlechter. Wir haben alle keine Erfahrung mit einer solchen Situation. Klar ist aber: Wir sollten darauf bestehen, dass sich die Menschen diese Fragen in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich so stellen. Wir werden es nicht akzeptieren, wenn die Situation dafür genutzt wird, Vereinbarungen zu kassieren, die man schon immer falsch fand oder um sich zu bereichern. Wir können die Probleme der Gegenwart nicht auf Kosten der Zukunft lösen – die Corona-Krise nicht zu Lasten der Humanität oder der Bekämpfung des Klimawandels, die Gefahr durch den Virus nicht zu Lasten der Gefahr durch Vereinsamung. Es ist eine schwierige Balance. Populismus, Misstrauen und Egoismus machen sie nicht einfacher, sondern schwerer. In diesem Sinne ist der 8. Mai 2020 nicht nur ein Tag der Erinnerung und der Befreiung, sondern tatsächlich auch ein Tag der Solidarität und der Verantwortung: Menschen sind soziale Wesen – und können daran wachsen. Egal welcher Herkunft, welchen Geschlechts, welcher ökonomischen Stellung. Es geht nur miteinander, es geht nur mit Respekt vor dem Leben und der Freiheit.

Suchen wir also nach Lösungen, übernehmen wir Verantwortung für uns und füreinander, für ein besseres Morgen und gegen die dunkle Vergangenheit. Danke für eure Menschlichkeit, danke für eure Solidarität und für euer Engagement!

Herzliche Grüße

Beatrix Baumann, Vorstandssprecherin  + Bastian Bergerhoff, Vorstandssprecher Grüne Frankfurt

THEMEN

8. Mai: Tag der Befreiung, Tag gegen das Vergessen
Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Der 8. Mai 2020, also heute, ist der 75. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg. In einem gemeinsamen Statement und im Namen aller Frankfurter Grünen betonen Beatrix Baumann, Vorstandssprecherin, und Bastian Bergerhoff, Vorstandssprecher der Frankfurter Grünen: "Wir gedenken der Millionen Opfer und werden nicht vergessen. Gerade jetzt, gerade heute – wo Faschisten wieder in Parlamenten sitzen und rassistische und antisemitische Anschläge wieder zunehmen. Das ist unerträglich! Deshalb unterstützen wir das Frankfurter Bündnis gegen das Vergessen. Wir sagen: Nie wieder Faschismus. Schluss mit Antisemitismus, Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Homo- und Transphobie und anderen Diskriminierungen.“ #8MaiNieWieder,#8maibuendnisfrankfurt
Eine öffentliche Gedenkfeier muss wegen Corona leider entfallen. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, wie ihr euch heute einbringen könnt. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Erster digitaler Mitgliederabend "Lebenswerte Stadt - Unsere Zukunft"
Am Mittwoch fand unser erster digitaler Mitgliederabend statt - zum Thema "Lebenswerte Stadt – Unsere Zukunft - Verkehr im Kommunalwahlprogramm". 60 Teilnehmer*innen haben sich eingewählt, die vielen interessanten Vorschläge der Arbeitsgruppe #autokorrektur der AG Klima, Umwelt und Verkehr wurden eifrig und kompetent diskutiert. Dank euch allen nimmt das Maßnahmenpaket, das im Herbst in unser Kommunalwahlprogramm einfließen wird, weiter Formen an.

Grün hört zu - jetzt digital
Am Donnerstag sind wir endlich wieder mit "Grün hört zu" an den Start gegangen. Das neue Format mussten wir Ende März wegen Corona zunächst stoppen. Jetzt machen wir digital weiter. Premiere war gestern zum Thema Wirtschaft - und 40 Teilnehmer*innen haben sich eingewählt. Miriam Dahlke, MdL und Vorstandsmitglied der Frankfurter Grünen, sowie Laura Knierim, ebenfalls Vorstandsmitglied, hatten drei spannende Gäste geladen: Christiane Stapp-Osterod, Geschäftsführerin JUMPP - Koordinierungsstelle Frauen & Wirtschaft, Philipp Jacks, Vorsitzender DGB Frankfurt und Frank Nagel, Vizepräsident IHK Frankfurt. Fazit: Digital zuhören funktioniert prima. Die Diskussionen waren konzentriert, die Anregungen der drei Expert*innen konstruktiv und vielfältig. Und mit einigen gemeinsamen Nennern - etwa beim dringend notwendigen Ausbau von ÖPNV, Wohnungen und Digitalisierung. Mehr dazu in den nächsten Tagen auch auf unserer Facebook-Seite.

EU muss in der Klimapolitik weiter ambitioniert bleiben
Neues von Martina Feldmayer, MdL

Hessen hilft: 1,25 Millionen Euro für hessische Tafeln
Neues von Marcus Bocklet, MdL

Europa nach der Krise
Neues von Miriam Dahlke, MdL

Nie wieder Faschismus! Für ein friedliches und solidarisches Europa!
Neues von Taylan Burcu, MdL

Pressefreiheit ist keine Selbstverständlichkeit
Neues von Mirjam Schmidt, MdL

Libyen, Quarantalk, Hisbollah-Verbot und #The Other Crisis
Neues von Omid Nouripour, MdB

Ein junggrünes Update
Neues von der Frankfurter Grünen Jugend

BVerG-Urteil zur EZB
Neues aus dem Europäischen Parlament

Call for Papers
Noch bis Ende Mai sammeln wir Frankfurter Grüne eure Vorschläge für das Grüne Kommunalwahlprogramm 2021.

Stellenausschreibung
Die Fraktion der GRÜNEN im Römer sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Fraktionsassistent*in (w/m/d)


TERMINE

Wegen des Coronavirus finden viele Termine, auch die der Frankfurter Grünen, zunächst bis zu den Sommerferien digital statt. Welche Veranstaltungen wir verschoben haben, findet hier, die komplette Terminliste der Frankfurter Grünen findet ihr hier. Ausserdem haben wir viele aktuelle digitale Veranstaltungen von uns und anderen Veranstaltern für euch zusammengestellt.

    EU muss in der Klimapolitik weiter ambitioniert bleiben

    Neues von Martina Feldmayer (MdL), Stv. Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Umweltschutz und Klimaschutz, Grüne Fraktion Hessen

    Green Deal steht im Vordergrund

    Gemeinsam mit zehn weiteren Landesminister*innen hat sich unsere Umweltministerin Priska Hinz für die Beibehaltung einer ambitionierten Umwelt- und Landwirtschaftspolitik an die Europäische Kommission gewandt. Der Green Deal für die EU steht dabei im Vordergrund - dieser kann die Grundlage für eine gesunde Umwelt und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in einem Europa nach der Corona-Pandemie schaffen. Die Zerstörung und Ausbeutung unseres Planeten darf nach der Krise nicht fortgeführt werden! 

    Hessen hilft: 1,25 Millionen Euro für hessische Tafeln

    Neues von Marcus Bocklet (MdL), Stv. Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Soziales, Gesundheit und Pflege, Grüne Fraktion Hessen 

    Kurzfristige und unbürokratische Hilfe

    In Hessen arbeiten rund 5.000 meist ehrenamtlich Tätige in 57 Tafeln (Städten) und unterstützen so 100.000 bedürftige Menschen mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs. Doch mit der Corona-Pandemie blieben nicht nur Lebensmittelspenden aus. Beengte Raumangebote und die hohe Zahl der Ehrenamtler*innen, die wegen ihres Alters zur Risikogruppe gehören, führten dazu, dass etliche Standorte zunächst geschlossen wurden. Die guten Nachrichten: Unerwartet viele freiwillige Frankfurter*innen sprangen ein, und auch das Land hilft kurzfristig und unbürokratisch mit bis zu 1,25 Millionen Euro, um die Infrastruktur der Tafeln aufrecht zu halten.
    Mehr dazu in der Pressemeldung des HSMI.

    Aktuell benötigt die Frankfurter Tafel keine weiteren Helfer*innen – von Angeboten bitte absehen, Spenden sind jedoch willkommen; mehr dazu hier.

    Europa nach der Krise

    Neues von Miriam Dahlke (MdL), Sprecherin für Finanzen, Europa und Haushaltskontrolle, Grüne Fraktion Hessen

    Coronakrise und ihre Folgen in Europa gemeinsam bewältigen

    Am Samstag fand der erste digitale Länderrat von Bündnis90/DIE GRÜNEN statt. Der dort verabschiedete Leitantrag „Eindämmung, Erholung, Erneuerung“ stellt die Maßnahmen zusammen, die aus Grüner Sicht erforderlich sind, um Deutschland und Europa gestärkt durch die Krise zu bringen und die notwendige soziale und ökologische Transformation unserer Gesellschaft einzuleiten. Genau wie den Klimawandel können wir auch die Coronakrise und ihre Folgen in Europa nur gemeinsam bewältigen. Doch immer wieder haben wir in den letzten Wochen und Monaten erleben müssen, wie nationale Alleingänge, populistisches und antidemokratisches Handeln einzelner Regierungen, institutionelle Schwächen und nicht zuletzt die wachsende wirtschaftliche Rezession den Zusammenhalt Europas bedrohen. Um die europäische Idee zu stärken, will die EU-Kommission die Bürger*innen künftig stärker einbeziehen. Die „Konferenz zur Zukunft Europas“ wird dafür eine Plattform bieten. Eigentlich hätte sie zum 70. Jahrestag des Europatags am kommenden Samstag starten sollen – wegen Corona ist sie bis auf weiteres verschoben.

    Mit Daniel Freund, der die EuropaGRÜNEN in der Konferenz vertritt, werde ich am Sonntag, 10. Mai ab 18 Uhr live auf Instagram diskutieren, wie die europäische Zukunft nach der Krise aussehen kann, wie der Beteiligungsprozess für die Bürger*innen aussieht und welche Perspektiven sich für Deutschland und für Hessen bieten. Mehr zu dem Instagram Livetalk findet ihr hier.

    Eine Zusammenstellung der europapolitischen Aussagen des Leitantrags findet ihr unter anderem auf der Webseite von Sven Giegold; den vollständigen Leitantrag von Bündnis90/Die GRÜNEN könnt ihr hier nachlesen.

    Nie wieder Faschismus!

    Neues von Taylan Burcu (MdL), Sprecher für Integration, Migration und Flüchtlingspolitik, Grüne Fraktion Hessen

    Für ein friedliches und solidarisches Europa!

    Wenn wir auch nicht in gewohnter Weise gemeinsam auf der Straße demonstrieren, müssen wir heute wieder besonders daran erinnern, wofür gerade wir GRÜNEN schon immer gestanden haben. Und das geht darüber hinaus, sich "Nie wieder Faschismus!" auf die Fahnen zu schreiben und alles daran zu setzen, dass dieser Gedanke auch in Zeiten, in denen Faschisten in der deutschen Öffentlichkeit wie andernorts wieder Gehör geschenkt wird, gelebt wird.

    Der 8. Mai 1945 bedeutete für Europa die Befreiung vom Faschismus. Deutschland hatte den Kontinent und die ganze Welt mit einem auf einer zerstörerischen Ideologie beruhenden Krieg überzogen, doch 2076 Tage nach dem Überfall Polens war Deutschland am Boden und die Wehrmacht kapitulierte bedingungslos. Dieses Datum, an dem wir in diesem Jahr zum 75. Mal an das Ende des Zweiten Weltkrieges erinnern, steht für einen Sieg Europas, der allerdings - und das möchte ich hier hervorheben - erst mit den folgenden Jahrzehnten der Konsolidierung des Friedens und der Europäischen Gemeinschaft zum Beginn einer echten Erfolgsgeschichte wurde. Denn die europäische Antwort auf den Faschismus war es in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, sich über Grenzen hinweg zu verständigen.

    Und Verständigung trug vor nun schon rund 30 Jahren schließlich - gemeinsam mit zivilgesellschaftlichem Engagement - dann auch dazu bei, die bis dahin noch bestehende Teilung Europas in Ost und West zu überwinden. Heute sehen wir uns (nicht nur) in Europa wieder konfrontiert mit zahlreichen spalterischen Kräften, mit queer-, frauen- und fremdenfeindlichen Tendenzen, die nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern gleichzeitig auch eine Verständigung über Grenzen hinweg, gefährden.

    Doch wir dürfen deswegen nicht verzagen, wir müssen darauf mit Solidarität antworten! Solidarität macht uns stärker, Solidarität kann Grenzen überwinden und Solidarität kann einen Ausweg aus Krisen bieten. Dies hat sich in der europäischen Geschichte gezeigt - hoffen wir, dass wir es auch im Europa des 21. Jahrhunderts wieder unter Beweis stellen können und auch Deutschland so schnell wie möglich nicht nur selektiv, sondern überall seinen Beitrag dazu leistet, wo dies gefragt ist! Damit auch die Menschen in den Lagern auf den griechischen Inseln unsere Solidarität erfahren und Europa für sie eine Chance und kein Verderben bedeutet, weil sie an den Mauern dieser Festung scheitern.

    In diesem Sinne: Lasst uns bitte gemeinsam weiter - jede*r in seinem*ihrem Umfeld - für ein friedliches und solidarisches Europa kämpfen! Leave no one behind!

    Und natürlich, immer und überall: Nie wieder Faschismus!

    Pressefreiheit ist keine Selbstverständlichkeit

    Neues von Mirjam Schmidt (MdL), Sprecherin für Kunst und Kultur, Grüne Fraktion Hessen

    Ohne freie Presse kann es keine Demokratie geben

    „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten.“ – Grundgesetz Artikel 5, Absatz 1. Zum 26. Mal jährte sich am 3. Mai der Internationale Tag der Pressefreiheit. Anders als in vielen Ländern ist die Pressefreiheit in Deutschland durch das Grundgesetz geschützt. Doch die Medien sind schwer unter Druck, auch bei uns – und das nicht erst seit der Coronakrise.

    Ohne freie Presse kann es keine Demokratie geben. Diese Aussage stimmt nach wie vor – oder mehr denn je. Denn es ist etwas ins Rutschen geraten in den vergangenen Jahren. Wer hätte gedacht, dass einmal eine Partei im Bundestag sitzt, die sich zwar als Verteidigerin der Grundrechte gibt, aber oft mit vernichtender Generalkritik an den Medien auffällt, oder dass Fernsehteams auf offener Straße angegriffen werden, wie am vergangenen Freitag das Team der heute-show.

    In den USA ist ein Präsident ins Amt gekommen, der beinahe täglich seine Tiraden über angebliche „Fake News“ aller Medien ins Internet bläst. Ganz zu schweigen von Ländern, in denen es formal kein demokratisches System gibt – von „Pressefreiheit“ nach unserem westlichen Verständnis können Reporter in Diktaturen nur träumen. Für die ARD-Korrespondentin Natalie Amiri ist es zu gefährlich geworden, im Iran zu arbeiten. Immer wachsender Druck und die Sicht auf Journalist*innen als "ein Feindbild des Staates", bildeten die Grundlage dieser Entscheidung. Als Journalistin, die derzeit wieder in Deutschland tätig ist, berichtet Amiri über ihre Erfahrungen aus dem Iran. Das gesamte Interview findet sich beim NDR.

    Deutschland ist da zweifellos in einer privilegierten Lage. Trotzdem muss die Pressefreiheit auch in unserem Land immer wieder verteidigt werden. Denn Pressefreiheit bedeutet, dass Journalist*innen ihren Beruf ungehindert ausüben können – von der Beschaffung der Information über die Produktion bis hin zur Verbreitung – und sie dürfen Nachrichten wie Meinungen unzensiert veröffentlichen. Nur wenn Journalist*innen frei sind, können sie ein Korrektiv staatlicher Macht sein. Denn Presse macht politische und gesellschaftliche Diskussionen transparent. Deshalb müssen wir uns immer wieder bewusst machen: Pressefreiheit ist und bleibt keine Selbstverständlichkeit.

    Anbei die Pressemitteilung der hessischen Landtagsfraktion zum Internationalen Tag der Pressefreiheit.

    Libyen, Quarantalk, Hisbollah-Verbot und #The Other Crisis

    Neues von Omid Nouripour (MdB), Sprecher für Außenpolitik, Grüne Fraktion im Bundestag

    Libyen: Abschaffung demokratischer Institutionen nicht zulassen

    Die Entmachtung der zivilen politischen Institutionen einschließlich des gewählten Parlaments in dem von General Khalifa Haftar kontrollierten Ostteil Libyens ist ein Versuch Haftars, sich zum alleinigen Ansprechpartner für jegliche internationale Bemühungen für einen politischen Dialog zu machen. Dies darf keinesfalls hingenommen werden. Haftars Schritt ist eine Reaktion auf eine wenige Tage zuvor eingebrachte Acht-Punkte-Initiative des Parlamentspräsidenten Akila Saleh für eine Neustrukturierung der libyschen politischen Institutionenlandschaft. Eine solche Initiative ist insbesondere angesichts der heftigen Kämpfe in Libyen ein unterstützenswerter Versuch für einen politischen Dialog zwischen beiden Konfliktparteien. Die Bundesregierung muss nun schnell eine einheitliche europäische Position abstimmen, die dieses undemokratische Agieren scharf verurteilt, und die Lieferung von Waffen an Haftar durch andere Staaten unterbinden. Hier findet ihr meine Pressemitteilung dazu.

    Quarantalk: Neues Talk-Format mit interessanten Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen, etwa zu Corona in Italien und Flüchtlingen auf Lesbos

    Als Bundestagsabgeordneter kann auch ich meiner Arbeit aktuell nicht wie gewohnt nachgehen. Während wir zwar Wege gefunden haben, um unseren parlamentarischen Verpflichtungen unter den derzeitigen Umständen nachzukommen, möchte ich außerdem den Dialog außerhalb des Parlaments aufrechterhalten. Dazu spreche ich mit interessanten Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, zeichne es auf und stelle es online. Mein erster Gesprächspartner war Etienne Gardé von Rocket Beans TV. Inzwischen habe ich noch mit Lia Quartapelle, Mitglied des italienischen Parlaments, zu den Auswirkungen der Corona-Krise in Italien und für Europa gesprochen sowie mit Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision, über die dramatischen Zustände für Geflüchtete auf Lesbos.

    Zum Hisbollah-Verbot in Deutschland wurde ich von der Deutschen Welle (Englisch) interviewt.

    Über meine aktuelle Online-Veranstaltungsreihe „Die Pandemie und die internationale Politik“ hat der Gießener Anzeiger berichtet.

    #The Other Crisis: Krisenherde, die wir nicht vergessen sollten

    Da wir auch während der Pandemie die anderen Krisen dieser Welt nicht vergessen sollten, schaue ich mir in meinem Format „#The Other Crisis“ einige dieser Krisen näher an. In meinen letzten Videos geht es um die verheerende Situation in Afghanistan und im Libanon. Außerdem sind noch folgende Videos online: Jemen, Venezuela, Ukraine, Iran und Rassismus. Weitere Videos folgen auf Facebook und Instagram. Nennt mir gerne noch weitere Themen.

    75 Jahre Befreiung von Faschismus und Krieg - Gedenkspaziergänge

    Gedenkspaziergänge von Grüner Jugend Hessen - Grüne Jugend Frankfurt macht mit

    Am morgigen 8. Mai ist vor 75 Jahren in Europa der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht und den Sieg der Alliierten über Nazi-Deutschland beendet worden. Als Teil des „Bündnis 8. Mai“ in Frankfurt fordern wir, die GRÜNE JUGEND Frankfurt, den Tag der Befreiung zum Feiertag zu machen. Noch wichtiger ist aber, sich jeden Tag für ein gelebtes „Nie Wieder“ einzusetzen. Mit dem Sieg über das nationalsozialistische Regime und der Befreiung der Konzentrationslager sind Hass, Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung nicht aus den Köpfen der Menschen verschwunden; Antisemitismus und Rassismus existieren weiterhin in unserer Gesellschaft. Mit den Anschlägen und Attentaten in Kassel, Halle und Hanau hat sich dies im letzten Jahr wieder einmal deutlich gezeigt. Rechtsextreme Ideologien gewinnen durch das Erstarken der AfD wieder zunehmend Einfluss im politischen System und in der Gesellschaft. Jeden Tag und nicht nur am 8. Mai müssen wir uns dem entgegenstellen.

    Unter dem Motto#GedenkenStattVergessen nehmen wir daher an der Aktion der GRÜNEN JUGEND Hessen teil, die für morgen Gedenkspaziergänge vorbereitet hat. In ganz Frankfurt werden 75 Biographien von Opfern des Nationalsozialismus zu lesen sein - eingetragen auf einer mobilen Karte, um so dezentrale, individuelle Gedenkspaziergänge zu ermöglichen. Weitere Infomationendazu findet ihr unter www.gruene-jugend-frankfurt.de

    Wir wollen an dieser Stelle auch auf unsere kommenden Veranstaltungen hinweisen:

    Am Dienstag, 12. Mai, ab 18.30 Uhr geht es im Zuge unserer Kreismitgliederversammlung mit zwei tollen Gästen um den Ablauf der Kommunalwahlen. Wir freuen uns schon auf den spannenden Input von Bastian Bergerhoff und Nele Siedenburg! 

    Am Donnerstag, 14. Mai, ab 19 Uhr gibt es unsere erste Veranstaltung Politik im "Home-Pub" mit Michael Bloss, Abgeordneter der Greens/EFA im Europäischen Parlament. Schwerpunkte des Treffens werden der Europäische "Green New Deal" und Kreislaufwirtschaft sein.

    Wer an einem dieser Termine dabei sein will, kann sich einfach unter https://meet.jit.si/GJFFM dazuschalten. Wir freuen uns auf euch.

     

    BVerG-Urteil zur EZB

    Neues aus dem Europäischen Parlament

    Bundesregierung muss nun Vorschlag für gemeinsame Fiskalpolitik der Euroländer vorlegen 

    Das Bundesverfassungsgericht hat die EZB-Beschlüsse zum Anleihekaufprogramm (PSPP) in seinem heutigen Urteil für kompetenzwidrig erklärt. Die vorausgegangene positive Vorabentscheidung des europäischen Gerichtshof erklärten die deutschen Verfassungsrichter für nicht nachvollziehbar und damit willkürlich, weil der Gerichtshof die wirtschaftlichen Auswirkungen des Programms in seiner Bewertung ausgeklammert habe. Das Urteil stellt fest, die EZB habe es versäumt, die Verhältnismäßigkeit des Anleihekaufprogramms abzuwägen. Deshalb verpflichteten die Karlsruher Richter die Bundesregierung und den Bundestag, auf eine Verhältnismäßigkeitsprüfung durch die EZB hinzuwirken. Nach einer Übergangsfrist von höchstens drei Monaten darf die Bundesbank sich nun nicht mehr am Anleihekaufprogramm der EZB beteiligen, es sei denn letztere fällt eine neue Entscheidung und legt darin die Verhältnismäßigkeit des Programms dar. 

    Dazu erklärt Sven Giegold, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament: “Das Urteil zeigt, dass die Versäumnisse der Euroländer die EZB in eine sehr schwierige Lage gebracht haben. Der Richterspruch muss ein Weckruf für die Bundesregierung sein. Die Verantwortungsabwälzung der Regierungen auf die EZB muss nun ein Ende haben. weiterlesen

    TERMINE

    Freitag, 8. Mai: Tag gegen das Vergessen / Verwandelt Frankfurt in ein rotes Blumenmeer

    Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der Niederlage des deutschen Faschismus. Die Befreiung der KZ-Häftlinge und das Ende der Terrorherrschaft über weite Teile Europas ist für uns ein Grund zum Feiern. Heute, am 8. Mai 2020, jährt sich dieser Tag zum 75. Mal. Ein breites Bündnis Frankfurter Institutionen und Parteien, darunter auch die Frankfurter Grünen, haben sich zu einem Aktionstag zusammengschlossen - um den Tag gegen das Vergessen trotz Coronakrise gemeinsam zu begehen: Das Frankfurter Bündnis 8. Mai.

    Eine öffentliche Gedenkfeier wird es wegen Corona leider nicht gebenh. Stattdessen gibt es viele dezentrale Möglichkeiten, sich an diesem besonderen Jubiläumstag einzubringen. So ruft das Bündnis Frankfurter Bürger*innen dazu auf, mit dem Ablegen roter Blumen an Gedenkorten für Opfer des Faschismus und für Widerstandskämpfer*innen den Befreiungsmächten zu danken und den 8. Mai, wenn schon nicht gemeinsam, so doch zumindest durch eine gemeinsame Aktion verbunden zu feiern. Eine Aufstellung der lokalen Gedenkorte gibt es hier. Hilfreich ist auch der Stadtplan von Frankfurt, auf dem Gedenkorte markiert sind. Eine Liste der Stolpersteine in Frankfurt kann hier abgerufen werden.

    Die Grüne Jugend Hessen plant individuelle Gedenkspaziergänge, an denen sich auch die Grüne Jugend Frankfurt beteiligt. Konkret heißt das: Unter dem Motto#GedenkenStattVergessen werden in ganz Frankfurt 75 Biographien von Opfern des Nationalsozialismus zu lesen sein - eingetragen auf einer mobilen Karte, um so dezentrale, individuelle Gedenkspaziergänge zu ermöglichen. Weitere Infomationen zum Gedenkspaziergang der Frankfurter Jugend findet ihr direkt auf deren Website.

    Hier geht es zum Aufruf des Frankfurter Bündnis 8. Mai, zu dessen Facebook-Seite und zur Pressemitteilung der Aktion "rotes Blumenmeer".

    Freitag, 8./Samstag 9. Mai: Digitaler Bundesfrauenrat, teils mit Livestream

    Der erste digitale Bundesfrauenrat findet am 9. und 10. Mai 2020 statt.

    Die Corona-Krise beeinflusst den Alltag von uns allen, wir sind alle davon betroffen, wenn auch unterschiedlich stark. Auf diesem Bundesfrauenrat möchten wir uns mit einzelnen Aspekten der Situation von Frauen in der Corona-Krise befassen, denn Schwachstellen und Versäumnisse der "Vor-Corona-Zeit" treten nun überdeutlich zu Tage. Besonders eindrücklich wird dies beim Thema Gewalt gegen Frauen und der Situation in den Pflegeberufen – die bis zu 80 Prozent von Frauen ausgeführt werden. Wir werden mit unseren MdBs und MdEPs darüber diskutieren und unsere Forderungen in diesen Bereichen deutlich machen.

    Aber auch wenn Corona gerade die öffentliche Debatte prägt, der Klimawandel schreitet weiter voran. Warum gerade (junge) Frauen in der Klimabewegung eine wichtige Rolle spielen und warum die Klimakrise nicht ohne Feminismus zu bewältigen ist und Feminismus immer auch die Klimakrise im Blick haben muss - darüber werden wir am Samstag abend darüber werden wir am Samstag abend mit Aktivistinnen aus der Klimabewegung sprechen.

    Wenn ihr am gesamten Frauenrat teilnehmen wollt und nicht Delegierte oder Ersatzdelegierte seid, meldet euch bitte hier an.

    Die Abendveranstaltung am 9. Mai von 19 - 20 Uhr zum Thema Klimaschutz und Feminismus mit Ricarda Lang und Aktivistinnen aus der Klimabewegung wird auch auf www.gruene.de als Livestream übertragen.

    Sonntag, 10. Mai: Instagram Livetalk "In welchem Europa wollen wir nach der Krise leben?"

    Globale Herausforderungen wie den Klimawandel und die Corona-Pandemie können wir als Europäer*innen am besten gemeinsam bewältigen. Aber gerade in den aktuellen Krisenzeiten drohen nationale Alleingänge, institutionelle Schwächen, zunehmende rechtspopulistische und antidemokratische Strömungen und nicht zuletzt die Möglichkeit einer europaweiten wirtschaftlichen Rezession zur Nagelprobe für die europäische Idee zu werden. Angesichts der Corona-Pandemie müssen wir uns nun der ehrlichen Frage stellen, wie es um die Europäische Solidarität steht. Hat Europa die richtigen Antworten auf diese Krise gefunden? Und noch viel wichtiger: In welchem Europa wollen wir nach dieser Krise leben? 

    Die „Konferenz zur Zukunft Europas“ wird dafür eine Plattform bieten und EU-Bürger*innen ermöglichen, ihre Ideen zu Zielen der EU, zu demokratischen Prozessen und institutionellen Fragen in den europäischen Diskurs einzubringen. Wann die Konferenz tatsächlich starten kann, ist noch nicht klar.

    Wir wollen mit Euch aber jetzt schon in die Debatte starten: Welche demokratischen Fortschritte brauchen wir für die nächste Europa-Wahl? Wie kann die EU – und nicht nationalstaatliche Alleingänge – gegen den Klimanotstand vorgehen? Wie können wir in der Welt mit einer Stimme sprechen? Wie können wir verhindern, dass in einer Krise als erster Reflex die Grenzen geschlossen werden? Kurzum: In welchem Europa wollen wir nach der Krise leben?

    Das alles wollen Daniel Freund, MdEP für Büdnis90/Die GRÜNEN, der die Fraktion der Europagrünen in der „Konferenz zur Zukunft Europas“ vertreten wird, und Miriam Dahlke, europapolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion in Hessen, in einem Instagram Livetalk diskutieren. 

    Tag: Sonntag, 10 Mai
    Zeit: 18 Uhr
    Ort: Instagram Livetalk. Verfolgen direkt über die Instagram Accounts von Daniel Freund (@europafreund) oder Miriam Dahlke (@miriamdahlkegruen).

    Montag, 11. Mai: Demokratie braucht Feminismus!

    Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt ein zum Online-Seminar:

    "Demokratie braucht Feminismus! – Antifeminismus online entgegentreten"

    Sie schreibt dazu: "Angriffe auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und feministische Errungenschaften rücken auch online verstärkt in unser Blickfeld. Diskussionen um die Einführung der Ehe für alle oder die #metoo-Debatte zeigen dies auf. Gerade in den sozialen Medien wird deutlich, wie wichtig es ist, Haltung zu zeigen, antifeministischen Argumentationen entgegenzutreten und geschlechter-demokratische Positionen sichtbar zu machen. Das zweistündige Webinar bietet dabei einen Einstieg in die Thematik. Was ist Antifeminismus überhaupt und wie können wir ihn online erkennen? Welche Strategien gibt es, um auf antifeministische Aussagen zu reagieren? Anhand typischer antifeministischer Argumente probieren wir eigene Gesprächsstrategien und Möglichkeiten der Positionierung aus.

    Das Webinar wechselt zwischen audiovisuellen Inputs und textbasierten Diskussionsmethoden. Für die Teilnahme sind ein Computer und Internetanschluss, jedoch keine Kamera oder Headset notwendig.

    Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

    Das Webinar kann mit 2,5 Unterrichtseinheiten für den weiteren Bereich des Politikmanagement-Zertifikat von GreenCampus angerechnet werden.

    Mehr Infos und Anmeldung bis spätestens 7. Mai hier oder oder per Mail: info(at)boell-hessen(dot)de.

    Tag: Montag, 11. Mai
    Zeit:
    18 bis 20 Uhr
    Ort:
    Online

    Dienstag, 12. Mai: Webinar "Angriff der Lobbyisten auf den Klimaschutz"

    Kommende Woche organisiert Sven Giegold, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament, ein Webinar zum Thema “Angriff der Lobbyisten auf den Klimaschutz – Wie der Lobbyismus die Corona-Krise missbraucht”. Er will mit euch diskutieren, wie wir den Europäischen Green Deal stärken und vor der Lobby schützen können.

    Tag: Dienstag, 12. Mai
    Zeit: 20 Uhr
    Ort: GoToWebinar, Anmeldung hier

    Alle weiteren Infos und eine Liste mit weiteren Terminen findet ihr unter GrüneEuropaWebinare

    Dienstag, 12. Mai: Livestream "Die USA und die transatlantische Partnerschaft"

    Die Heinrich-Böll-Stiftung international veranstaltet eine Diskussionsrunde mit dem Titel "Die USA und die transatlantische Partnerschaft" und schreibt dazu:

    "Mittlerweile steht inoffiziell fest, dass Joe Biden der demokratische Herausforderer Trumps werden wird. Als ehemaliger Vizepräsident verfügt er über hinreichende Erfahrungen in der internationalen Politik. Auch wenn er sicher anders einzuordnen ist als der aktuelle Präsident, so bleibt dennoch festzuhalten, dass die transatlantischen Beziehungen schon unter der Obama-Administration, zu der Biden gehörte, von Konflikten geprägt waren. Auch damals ging es schon um die Frage der Lastenverteilung insbesondere in der NATO, die die USA als ungerecht empfanden. Aber auch die Innenpolitik spielt eine zentrale Rolle für die weitere Ausgestaltung der Beziehungen zu Europa. Die Spaltung der US-amerikanischen Gesellschaft hat sich in der Amtszeit von Donald Trump erheblich vertieft, die Spannungen haben deutlich zugenommen. Die Corona-Krise hat zudem die Defizite der sozialen Infrastruktur, insbesondere im Gesundheitswesen und in der Absicherung von Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten, deutlich zu Tage treten lassen.

    Was folgt aus dieser doppelten Herausforderung? Würden sich die USA unter einem Präsidenten Joe Biden Europa wieder annähern und sich wieder einem Multilateralismus zuwenden, der sich u.a. auch in einer anderen Handels- und Klimapolitik niederschlagen würde? Lassen die Folgen der Corona-Krise überhaupt Spielräume für den nächsten Präsidenten, egal wie er heißen wird? Wird die Innenpolitik also dafür sorgen, dass die USA sich kaum noch in der internationalen Politik im Allgemeinen und den transatlantischen Beziehungen im Besonderen engagieren werden

    Darüber spricht Andreas Schwarzkopf, Ressortleiter Meinung der Frankfurter Rundschau, mit Martin Thunert, Politikwissenschaftler, Heidelberg Center for American Studies, Universität Heidelberg

    Tag: Dienstag, 12. Mai
    Zeit: 19 Uhr
    Ort: Livestream auf Youtube via youtube.com/watch?v=ZwDewNcxSk8

    Mittwoch, 13. Mai: "Corona Lockerungen" – Wie geht es weiter im Osten, im Westen, im Gesundheitssystem oder in den Schulen?

    Corona Lockerungen – Wie geht es weiter im Osten, im Westen, im Gesundheitssystem oder in den Schulen?

    Ein Webinar von Michael Kellner, politischer Bundesgeschäftsführer. Er spricht mit der Pflegerin und Landesvorsitzenden der Grünen Sachsen-Anhalt, Susan Sziborra-Seidlitz, und dem ehemaligen Pfleger, Sozialarbeiter und aktuellen Sozialminister des Landes Baden-Württemberg, Manne Lucha. Jetzt, wo es immer mehr Lockerungen gibt und sich viele die Frage stellen wie es eigentlich weiter geht und auch wie die Situation genau im Gesundheitssystem ist, öffne ich den Raum für viele Fragen und viel Diskussionen rund um die aktuelle Situation.

    Tag: Mittwoch, 13. Mai
    Zeit: 19 bis 20 Uhr
    Ort: Webinar, Anmeldung hier

    Donnerstag, 14. Mai: Grüne Jugend Frankfurt lädt zum Home Pub mit Michael Bloss

    Die Grüne Jugend Frankfurt startet ein neues digitales Format: den "Home Pub" - zur Premiere mit dem Europaabgeordneten Michael Bloss.

    Dazu schreibt Grüne Jugend Frankfurt auf ihrer Website:
    "Eigentlich wollten wir uns gemütlich im Pub treffen und über die großen Fragen der Politik diskutieren. Doch Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt richten wir uns einen Home-Pub ein – jeder schnappt sich zuhause Bier oder Apfelsaft oder was auch immer und loggt sich ein. Wir sprechen online mit dem jungen Europaabgeordneten Michael Bloss. Schwerpunkte des Gesprächs wird der Europäische „Green New Deal“ und Kreislaufwirtschaft sein. Wird also spannend!"

    Tag: Donnerstag, 14. Mai
    Zeit: ab 19 Uhr
    Ort: Online, Einwahl unter https://meet.jit.si/GJFFM

    Donnerstag, 14. Mai: Demokratie und Corona

    Im Kontext des "DGB Zukunsftdialog" und der Reihe "Demokratie neu denken" findet kommende Woche ein Live-Stream zum Mitdiskutieren statt unter dem Titel "Demokratie und Corona! - Krise als Chance: Bietet der aktuelle Ausnahmezustand Perspektiven für eine nachhaltige, inklusive und solidarische Demokratie?"

    Teilnehmer der Podiumsdiskussion sind:

    Prof. Dr. Stephan Lessenich, Soziologe Ludwigs-Maximilians-Universität München
    Prof. Dr. Rainer Forst,
    Politischer Philosoph Goethe-Universität Frankfurt

    Moderation: Eberhard Nembach, Leiter Politik, hr-iNFO

    Veranstalter: Deutscher Gewerkschaftsbund Frankfurt am Main Katholische Erwachsenenbildung Frankfurt Katholische Akademie Rabanus Maurus im Haus am Do.

    Tag: Donnerstag, 14. Mai
    Zeit: 19.30 bis 21 Uhr
    Ort: youtube.de/HausamDom

    Weitere Infos auf Facebook

    Die Videos der Live-Sendung ist auch im Nachhinein unter www.hausamdom-frankfurt.de einsehbar sein.

    Die Reihe „Demokratie neu denken!“ steht im Kontext des DGB-Zukunftsdialogs. Die Teilnehmenden an diesem Zukunftsdialog treten ein für eine solidarische, sozial gerechte und weltoffene Gesellschaft, die den Grundsätzen nachhaltigen Wirtschaftens verpflichtet ist.

    Eine Veranstaltungsreihe von: Deutscher Gewerkschaftsbund Frankfurt am Main, Katholische Erwachsenenbildung Frankfurt, Katholische Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom.

    VORSCHAU

    Samstag. 16. Mai: "Überall Ausnahmezustand"

    Im Kontext des "DGB Zukunsftdialog" und der Reihe "Demokratie neu denken" findet am 16. Mai ein Live-Stream zum Mitdiskutieren statt unter dem Titel "Überall Ausnahmezustand. Radikale Demokratisierung – gerade jetzt in der Krise!". Der DGB schreibt dazu: Corona, Klima, Flucht, Armut, Rechtsruck, Ungleich-heiten – es wackelt allenthalben! Wie weiter mit un-serer Demokratie? Ist ein inklusives, nachhaltiges Gemeinwesen nur durch eine Demokratisierung un-serer Demokratie zu erreichen? Welche Wege hin zu einer demokratischeren und sozialökologisch nach-haltigeren Zukunft können wir gehen?

    Teilnehmer der Podiumsdiskussion sind:

    Dr. Dagmar Comtesse, Politische Philosophin Wilhelms-Universität, Münster
    Prof. Dr. Klaus Dörre
    , Soziologe Schiller-Universität, Jena
    Ilija Trojanow
    , Autor und Weltensammler, Wien

    Moderation: Andreas Schwarzkopf, Frankfurter Rundschau

    Tag: Samstag, 16. Mai
    Zeit: 11 bis 21.30 Uhr
    Ort: youtube.de/HausamDom

    Weitere Infos auf Facebook

    Die Videos der Live-Sendung ist auch im Nachhinein unter www.hausamdom-frankfurt.de einsehbar sein.

    Die Reihe „Demokratie neu denken!“ steht im Kontext des DGB-Zukunftsdialogs. Die Teilnehmenden an diesem Zukunftsdialog treten ein für eine solidarische, sozial gerechte und weltoffene Gesellschaft, die den Grundsätzen nachhaltigen Wirtschaftens verpflichtet ist.

    Eine Veranstaltungsreihe von: Deutscher Gewerkschaftsbund Frankfurt am Main, Katholische Erwachsenenbildung Frankfurt, Katholische Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom.

    Montag, 18. Mai: Webinar "Antisemi_Gender"

    Die Bildungsstätte Anne Frank lädt zum Webinar ein zum Thema "Antisemi_Gender".

    Sie schreibt dazu: "In der Berichterstattung über rassistische und antisemitische Attentate wird immer wieder auch der Frauen*hass der Täter diskutiert. Wie hängen Antifeminismus und Antisemitismus, Sexismus und Judenfeindschaft, Gender und Verschwörungstheorien zusammen - historisch und aktuell? 
    Ziel des Webinars ist es, die Verschränkungen dieser Phänomene in den Blick zu nehmen und ihren antiemanzipatorischen Charakter herauszuarbeiten. 

    Tag: Montag, 18. Mai
    Zeit: 17 bis 18.30 Uhr
    Ort: Anmeldung hier

    Webinar Serie der Europa Grünen: Neue Termine

    Die Serie „GrüneEuropaWebinare“ geht weiter . Die Termine in den kommenden Wochen sind:

    Montag, 18. Mai, ab 18.00 Uhr: Woher kam COVID19? Wie Wildniszerstörung und Pandemien zusammenhängen von Jutta Paulus mit Prof. Dr. Simone Sommer (Director of the Institute of Evolutionary Ecology and Conservation Genomics at the University of Ulm) und Prof. Dr. Josef Settele (Department Biozönoseforschung am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ in Halle). Hier anmelden.

    Dienstag, 26. Mai, ab 18.30 Uhr: Schluss mit überfüllten Lagern – für ein faires europäisches Asylsystem von Ska Keller, Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, und und Erik Marquardt mit Belit Onay (Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover). Hier anmelden

    Alle weiteren Infos und eine Liste mit weiteren Terminen findet ihr hier GrüneEuropaWebinare
    Wer eines der vergangenen Webinare verpasst hat, findet nun alle Aufzeichnungen hier.

     

    Dienstag, 26. Mai: Tuesday Talk "Drei Monate nach dem Terroranschlag von Hanau"

    In ihrer Reihe "Tuesday Talks – Das Dienstagsgespräch" lädt die Bildungsstätte Anne Frank lädt zum Webinar ein zum Thema "Drei Monate nach dem Terroranschlag von Hanau – Gespräch mit der Initiative 19. Februar".

    Moderiert werden die Talks von Adrian Oeser, Hessischer Rundfunk.

    Tag: Montag, 18. Mai
    Zeit: 17 bis 18.30 Uhr
    Ort: Anmeldung hier

    So kommen eure Termine in die Grüne Woche

    Immer wieder erreicht uns die Frage: Wie kommt unser Termin in die Grüne Woche? Hier findet ihr darauf die Antwort. Wir freuen uns auf eure Emails.


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